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AKTUELLES / NEWS => Wirtschaft-News => Thema gestartet von: admin am 02. November 2007, 19:34



Titel: Übernahmen + Fusionen: Knallhartes Geschäft - zu Lasten der Patienten und Pflege
Beitrag von: admin am 02. November 2007, 19:34
Einstieg bei Curanum - Das nächste Opfer des Guy Wyser-Pratte

Inhaber von Curanum-Aktien dürften sich freuen, das Management des Altenpflege-Anbieters muss dagegen zittern: US-„Vorstandsschreck“ Guy Wyser-Pratte ist bei dem Düsseldorfer Unternehmen eingestiegen und wartet umgehend mit konkreten Umbauplänen auf, um die Rendite zu steigern.
[mehr >>] (http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Handel-Dienstleistungen/_pv/_p/200040/_t/ft/_b/1337142/default.aspx/das-naechste-opfer-des-guy-wyser-pratte.html)


Quelle:  HANDELSBLATT.com (http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Handel-Dienstleistungen/_pv/_p/200040/_t/ft/_b/1337142/default.aspx/das-naechste-opfer-des-guy-wyser-pratte.html), Dienstag, 16. Oktober 2007, 07:26 Uhr



Zitat
26.10.2007 | 12:15 Uhr
euro adhoc: Curanum AG
Veröffentlichung gemäß § 26 WpHG Abs. 1 Satz 1 mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung
------------------------------------------------------------------------
  Stimmrechtsmitteilung übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer
  europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt ist der Emittent verantwortlich.
------------------------------------------------------------------------

Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
-----------------------------------
Name:    Wyser-Pratte Eurovalue Fund, Ltd. c/o Walkers SPV Limited
Sitz:    George Town, Grand Cayman
Staat:   Cayman Islands

Angaben zum Emittenten:
-----------------------
Name:    Curanum AG
Adresse: Maximilianstr. 35c, 80539 München
Sitz:    München
Staat:   Deutschland

26.10.2007

CURANUM AG, München

Veröffentlichung gem. § 26 Abs. 1 WpHG

Wyser-Pratte Eurovalue Fund Ltd. mit Sitz in George Town (Cayman
Islands), hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr
Stimmrechtsanteil an der CURANUM AG am 11. Oktober 2007 die Schwelle
von drei Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 4,20 Prozent der
Stimmrechte (1.371.040 Stimmrechte) beträgt.

Die Wyser-Pratte Management Co., Inc. mit Sitz in New York (United
States), hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr
Stimmrechtsanteil an der CURANUM AG am 11. Oktober 2007 die Schwelle
von drei und fünf Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 5,01
Prozent der Stimmrechte (1.640.000 Stimmrechte) beträgt.

Die Stimmrechte werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG teilweise
von der Wyser-Pratte Eurovalue Fund Ltd. zugerechnet.

Herr Guy P. Wyser-Pratte, United States, hat uns gem. § 21 Abs. 1
WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der CURANUM AG am 11.
Oktober 2007 die Schwelle von drei und fünf Prozent überschritten hat
und zu diesem Tag 5,01 Prozent der Stimmrechte (1.640.000
Stimmrechte) beträgt.

Die Stimmrechte werden Herrn Guy P. Wyser-Pratte nach §22 Abs. 1 Satz
1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zugerechnet und teilweise von Wyser-Pratte
Eurovalue Fund Ltd. gehalten.

CURANUM AG, Maximilianstr. 35c, 80539 München, Tel. 089/242065-0, Fax
089/242065-10, info@curanum.de, http://www.curanum.de

Ende der Mitteilung                               euro adhoc 26.10.2007 12:14:42
------------------------------------------------------------------------

ots Originaltext: Curanum AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Rückfragehinweis:

Branche: Gesundheitsdienste
ISIN:    DE0005240709
WKN:     524070
Index:   CDAX, Classic All Share, Prime All Share, SDAX
Börsen:  Börse Frankfurt / Geregelter Markt/Prime Standard
         Börse München / Geregelter Markt
         Börse Berlin / Freiverkehr
         Börse Hamburg / Freiverkehr
         Börse Stuttgart / Freiverkehr
         Börse Düsseldorf / Freiverkehr

Weitere Meldungen dazu siehe hier:
http://www.kma-online.de/index.php?m=1000_12&t=1900&c=15321&sid=
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,511644,00.html
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2007-10/artikel-9254456.asp

Über Wyser-Pratt liest man hier mehr:
http://www.wikio.de/news/Wyser-Pratte
http://www.sachwertefonds.de/Pflegeheime_als_Kapitalanlage__.html


Titel: Re: FINANZEN: Einstieg bei Curanum - Das nächste Opfer des Guy Wyser-Pratte
Beitrag von: admin am 03. November 2007, 01:37
SPIEGEL-ONLINE: INTERVIEW MIT FIRMENJÄGER GUY WYSER-PRATTE
"Ich orientiere mich an der Gefechtstaktik der Marines"


Billig kaufen, aufpolieren, teuer verkaufen - so einfach ist das Geschäftsmodell des US-Firmenjägers Guy Wyser-Pratte. Auch in Deutschland schlägt der Finanzinvestor häufig zu. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt er, welchen Einfluss seine Zeit beim Militär auf die Übernahmetaktik hat und warum er einige deutsche Manager für Witzfiguren hält. [zum vollständigen Spiegel-Artikel >>] (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,330739,00.html)

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,330739,00.html - 03.12.2004


Titel: STERN: "Heuschrecke im Altenheim"
Beitrag von: admin am 04. Februar 2008, 21:10
Finanzinvestor Wyser-Pratte

Heuschrecke im Altenheim


Von Doris Schneyink

Der berüchtigte Finanzinvestor Guy Wyser-Pratte hat sich in den deutschen Pflegemarkt eingekauft. Weil es immer mehr Alte gibt, hoffen Anleger wie er auf satte Gewinne. Kritiker fürchten, dass dadurch die Pflege teurer und noch herzloser wird.

Jetzt müssen sie die Größten werden. Und zwar schnell. Guy sitzt ihnen im Nacken, ein ungeduldiger Mann. Der Finanzinvestor aus New York ist das, was man in Deutschland eine "Heuschrecke" nennt ...

[zum vollständigen Stern-Artikel >>] (http://www.stern.de/wirtschaft/finanzen-versicherung/finanzen/609622.html)

Quelle: stern.de - 3.2.2008 - 11:25 (http://www.stern.de/wirtschaft/finanzen-versicherung/finanzen/609622.html)


Titel: Übernahmen & Fusionen: Korian will Curanum schlucken
Beitrag von: admin am 21. Oktober 2014, 14:44
Zitat
(http://www.evergreen-gruppe.de/images/logoreihe-eve-cu-ph_500.jpg)

Pressemitteilung - 20. Januar 2015

Korian sichert Zukunft der Pflegeeinrichtungen der Evergreen Gruppe


Zum 8. Januar 2015 übernimmt die Phönix-Seniorenzentren Beteiligungsgesellschaft mbH (http://www.phoenix.nu/unsere-haeuser/), eine 100%ige Tochter der Korian-Medica S.A. Paris (http://www.korian.com/en/), die Evergreen Holding GmbH (http://www.evergreen-gruppe.de/) und sichert damit die Zukunft der sechs bestehenden und vier geplanten Evergreen Pflegeeinrichtungen in Deutschland.

Die rechtlichen Strukturen der Evergreen Holding werden vollumfänglich beibehalten. Somit verändern sich durch die Übernahme weder Verträge mit den Bewohnern noch mit den Mitarbeitern der Evergreen Pflegeeinrichtungen. Insgesamt werden mehr als 400 Arbeitsplätze gesichert.

Der Verkauf der Evergreen Gruppe geschieht auf Betreiben der Geschäftsführerin Kornelia Oswald Diesel, die sich aus Altersgründen aus der evergreen Holding zurückzieht und mit dem Verkauf der Gruppe deren Zukunft sichern möchte. „Ich bin froh mit der Korian Gruppe einen leistungsfähigen Käufer gefunden zu haben und bin mir sicher, dass die von uns gelebte soziale Verantwortung für Mitarbeiter und Bewohner in gleicher Weise fortgeführt wird„, so Kornelia Oswald Diesel, die das Unternehmen zusammen mit Dirk Krüger seit 2010 aufgebaut und erfolgreich geführt hat. Die beiden zuständigen Regionalleiter der Korian Gruppe Christian Cohausz (https://www.linkedin.com/in/christian-cohausz-36953562) und Marco Zafarana (http://peoplecheck.de/s/marco+zafarana) bilden die zukünftige neue Geschäftsführung der Evergreen Gruppe.

"Im Hinblick auf unsere Wachstumsstrategie in Deutschland freuen wir uns mit Evergreen ein erfolgreiches Unternehmen in die Korian Gruppe eingliedern zu können„, betont Yann Coléou, Vorstand der Korian-Medica S.A. „Mit über 14.000 stationären Betten, 18 ambulanten Pflegediensten und über 2500 Appartements für betreutes Wohnen ist die Korian Gruppe in Deutschland ein kompetenter Pflegedienstleister. Wir freuen uns darauf, unsere Angebote gemeinsam mit den neuen Kolleginnen und Kollegen und im Verbund der Korian Gruppe weiter auszubauen", ergänzen Christian Cohausz und Marco Zafarana.

Die sechs bestehenden Evergreen Pflegeeinrichtungen in Bergneustadt, Bonn, Recklinghausen, Saarburg, Landscheid, Butzbach sowie die vier neu geplanten Projekte in Nordrhein-Westfalen und im Saarland fügen sich ideal in das Standortnetz der Korian Gruppe ein. Aktuell wird in zwei der bestehenden Evergreen Einrichtungen neben der stationären Pflege betreutes Wohnen angeboten. Diese Angebote sollen insbesondere in den vier neuen Einrichtungen weiter ausgebaut werden.

Über Korian:
Die Korian Gruppe mit Sitz in Paris wurde 2001 gegründet. Inzwischen ist sie mit knapp 600 Einrichtungen und rund 57.000 Betten in Frankreich, Italien, Belgien und Deutschland die europäische Nummer eins im Pflegemarkt.
Quelle: http://www.evergreen-gruppe.de/aktuell/index.html



Zitat
Pressemitteilung 16.07.2014 / 08:18

Curanum AG: Weitere Integration in die Korian-Gruppe

Der Curanum-Vorstand begrüßt die gestern veröffentlichte Absicht der Korian-Gruppe zu einer Konzernverschmelzung der Curanum AG auf die Korian Deutschland AG. Damit ist die Korian-Gruppe ihrem Ziel, ihre Geschäfte noch intensiver zu verflechten, einen Schritt näher gekommen:

Die Korian Deutschland AG hält (nach Bereinigung der eigenen Aktien der Curanum AG) über 93% am Grundkapital der Curanum AG. Die Korian Deutschland AG plant, mit der Curanum AG einen Verschmelzungsvertrag abzuschließen. In diesem Zusammenhang sollen alle Minderheitsaktionäre der Curanum AG gegen eine angemessene Barabfindung aus der Gesellschaft ausscheiden (sog. umwandlungsrechtlicher Squeeze-out).

Bereits 2013 war es die erklärte Absicht des Curanum-Vorstands, die Integration beider Unternehmen zeitnah umzusetzen. Der Vorstand der Curanum AG hat daher gestern beschlossen, in entsprechende Verhandlungen über den Abschluss eines Verschmelzungsvertrags einzutreten. "Wir begrüßen es, bald Gespräche über die weitere Konzernintegration zu führen", betont Dr. Uwe Ganzer, Vorstandsvorsitzender Curanum AG.

München, 16. Juli 2014


Der Vorstand
 

Die Korian Gruppe ist mit inzwischen knapp 600 Einrichtungen und rund 57.000 Betten in Frankreich, Italien, Belgien und Deutschland die europäische Nummer eins im Pflegemarkt.

Die Curanum AG, mit Sitz in München, ist die größte börsennotierte Pflegeheimbetreiberin
Deutschlands und eines der deutschen Standbeine der Korian S.A., Paris. Deutschlandweit verfügt die Unternehmensgruppe über insgesamt 124 Pflegeeinrichtungen und Seniorenresidenzen.

Email: presse@curanum.de Telefon: +49 (0) 89 24 20 65-0
Quelle: http://www.dgap.de/dgap/News/corporateall/pressemitteilung-curanum-weitere-integration-die-koriangruppe/?companyID=597&newsID=809454



CURANUM-MUTTER
Korian wird Europas größter Altenheimbetreiber

Der französische Altenheimbetreiber Korian wird nach einem Milliarden-Deal der Marktführer auf dem europäischen Markt. Die Übernahme des Konzern Medica steht kurz bevor. Die Aktionäre reagieren unerwartet. ...

Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/curanum-mutter-korian-wird-europas-groesster-altenheimbetreiber/9094072.html, 18.11.2013



PFLEGEHEIMBETREIBER
Korian gibt Übernahmeangebot für Curanum ab

Der französische Seniorenheimbetreiber Korian hat ein Angebot für den Münchner Rivalen Curanum abgegeben. Korian will den Konkurrenten für mehr als 100 Millionen Euro übernehmen. ...


Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/pflegeheimbetreiber-korian-gibt-uebernahmeangebot-fuer-curanum-ab/7666212.html


Titel: Korian will Casa Reha schlucken
Beitrag von: admin am 16. November 2015, 02:14
Altenpflege-Fusionitis

Zitat
Korian plant Übernahme von Casa Reha

Der Seniorenheimkonzern Korian  (http://www.korian.com/en/)will den drittgrößten deutschen Altenheimbetreiber Casa Reha GmbH (http://www.casa-reha.de/startseite/) übernehmen. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Demnach wurde ein Vertrag für die geplante Übernahme unterzeichnet. Das Bundeskartellamt muss der Übergabe noch zustimmen.

Durch die unterschiedliche Verteilung der Einrichtungen beider Unternehmen bundesweit wird Korian seine Präsenz in Deutschland optimieren können. "Nach der erfolgreichen Integration von Curanum werden wir nun dank der Übernahme von Casa Reha unsere Präsenz auf deutschem Staatsgebiet ausweiten und unser Projektportfolio stärken. Der Erwerb von Casa Reha stellt einen wesentlichen Schritt in Richtung unseres Umsatzziels von 3 Mrd. Euro dar", lobt Yann Coléou, Vorstandsvorsitzender der Korian-Gruppe.

Die Transaktion finanziert Korian durch Cash-Bestände und verfügbare Kreditlinien. Nach Schätzungen des Konzerns dürfte sie ganzjährig Synergien in Höhe von 5 Mio. Euro einbringen. Mit Wertschöpfungseffekten auf den Nettogewinn pro Aktie wird ab 2016 gerechnet. Zur Durchführung der Übernahme ist noch die Freigabe durch das Bundeskartellamt erforderlich. Der Übernahmepreis werde nicht veröffentlicht, wie das Unternehmen.

Hintergrund: Der Korian Konzern betreibt mehr als 600 Einrichtungen in Frankreich, Deutschland, Belgien und Italien präsent, darunter Heime, ambulabte Dienste, Betreutes Wohnen und Reha-Zentren für Senioren. Laut eigener Aussage hat die Gruppe Aufnahmekapazitäten von mehr als 60.000 Bewohnern und 40.000 Mitarbeiter.
Quelle: http://www.altenheim.net/Infopool/Nachrichten/Management/.../, 10.11.2015 (http://www.altenheim.net/Infopool/Nachrichten/Management/Korian-plant-Uebernahme-von-Casa-Reha?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=/NL_2015_11_12_korian_plant_%C3%BCbernahme_von_casa_reha&utm_content=NL_http://www.altenheim.net/Infopool/Nachrichten/Management/Korian-plant-Uebernahme-von-Casa-Reha)


Titel: SKANDALE: Alloheim Übernahme + schwere Pflegemängel in vielen Ländern
Beitrag von: admin am 09. Januar 2016, 12:33
Zitat
Pflegeheim wechselt Besitzer
Alloheim übernimmt Senator-Gruppe


VON STEFAN LAKEBAND

Bremen. Auf dem Markt für Pflegeheime gibt es eine neue Fusion. Das Düsseldorfer Unternehmen Alloheim übernimmt rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres die Senator-Gruppe aus Lübeck, die auch ein Heim in Bremen betreibt. Das teilten beide Unternehmen mit. Die Kartellbehörden müssen dem Geschäft allerdings noch zustimmen.

Alloheim wächst damit um 4300 Pflegebetten und 700 Apartments für Betreutes Wohnen. Insgesamt verfügt das Unternehmen dann über 13 100 Pflegebetten und 1600 Apartments. Damit gehören die Düsseldorfer zu den größten privaten Betreibern von Pflegeeinrichtungen in Deutschland und sind nun etwa gleichauf mit der Orpea-Gruppe (http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=2269.0), die im vergangenen Sommer die Betreiberfirmen von 34 Pflegeeinrichtungen der Bremer Residenzgruppe übernommen hat und in Bremen seine Zentrale für Norddeutschland beheimaten möchte.

Mit dem Erwerb von Senator übernimmt Alloheim eines der letzten großen Traditionsunternehmen der Pflegebranche. Senator wurde 1983 gegründet und ist im Laufe der Jahre durch Neubauten und Übernahmen kontinuierlich gewachsen. Nach eigenen Angaben liegen die Schwerpunkte in Bremen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. „Senator ist ein solide gewachsenes Unternehmen mit hohen Qualitätsstandards. Die Standorte erfüllen höchste Ansprüche und sind eine ausgezeichnete Ergänzung unseres eigenen Portfolios“, teilt Rainer Hohmann mit, Geschäftsführer von Alloheim. In der Hansestadt betreibt die Senator-Gruppe (http://www.senator-gruppe.de/) das Pflegezentrum Marcusallee am Rhododendron-Park. Ob sich durch die Übernahme für die Mitarbeiter und Bewohner etwas ändern wird, ist noch unklar.

Alexander Künzel, Sprecher des Netzwerks „Soziales neu gestalten“, einem Zusammenschluss von Akteuren aus dem Bereich der Wohlfahrtspflege, und Vorstand der Bremer Heimstiftung ist skeptisch. „Ich sehe es mit Sorge, dass im kommerziellen Sektor immer weniger nicht-mittelständische Unternehmen vor Ort Heime betreiben.“

Quelle: www.weser-kurier.de, 09.01.2015



Zitat
Über die Alloheim-Gruppe
Die Alloheim Senioren-Residenzen SE mit Sitz in Düsseldorf ist ein privater Betreiber von Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen. Zur Alloheim-Gruppe gehören 69 Pflegeheime mit mehr als 8.000 stationären Betten, 27 Häuser für das betreute Wohnen mit knapp 1.000 Appartements sowie fünf ambulante Dienste. Bei Alloheim sind rund 6.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Hintergrund
Gegründet wurde das Unternehmen 1973 von Alois Mollik; er eröffnete damals das erste Altenheim in Bad Marienberg. Im Jahr 2008 wurde das Unternehmen in die Alloheim Senioren-Residenzen GmbH umgewandelt und erhielt mit dem Kauf durch den Private-Equity-Investor Star Capital Partners (https://de.wikipedia.org/wiki/Star_Capital_Partners) eine neue Trägerschaft.

Seit ihrer Gründung, Anfang der 1970er Jahre, ist Alloheim kontinuierlich gewachsen. Die Gruppe errichtet einerseits selbst neue Alten- und Pflegeheime und übernimmt andererseits auch vorhandene Häuser.

Beim Einstieg von Star Capital Partners gehörten so 13 Alten- und Pflegeheime zum Portfolio des Betreibers; durch verschiedene Zukäufe verwaltete Alloheim im Sommer 2013 49 Einrichtungen.

Im August 2013 wurde das Unternehmen an den US-Finanzinvestor Carlyle (https://de.wikipedia.org/wiki/Carlyle_Group) veräußert.

Die Alloheim Senioren-Residenzen SE erwarb rückwirkend zum November 2014 insgesamt 15 Pflegeheime von der Procon Trust Invest GmbH (http://www.lto.de/recht/kanzleien-unternehmen/k/arqis-heuking-latham-watkins-milbank-pflegeheimbetreiber-alloheim-kauft-procon-gruppe/) mit Sitz in Wiesbaden.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alloheim

Carlyle verwaltete Ende Juni ein Vermögen im Volumen von 180 Mrd. Dollar. ...
Quelle: http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article119075408/Pflegeheim-Betreiber-Alloheim-wird-von-Star-an-Carlyle-verkauft.html, 16.08.2013




Siehe dazu auch:
Gewinn-Maximierung versus Menschenwürde in der Pflege
Heuschrecken im Pflegebereich
[>>] (http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=2269.0)


Titel: CURATA übernimmt Pflegeheim der Mediko-Gruppe in Bremen-Kirchhuchting
Beitrag von: admin am 13. Januar 2016, 15:47
Zitat
Curata-Gruppe erhält Zuschlag
Neuer Betreiber übernimmt Seniorenresidenz

von Sabine Doll 10.12.2015

Am Schluss war es wie ein Krimi: Ab diesem Freitag übernimmt die Curata Holding GmbH mit Sitz in Düsseldorf die umstrittene Pflegeeinrichtung in Huchting als neuer Betreiber. Die Wohn- und Betreuungsaufsicht (WBA) hatte Ende November die Schließung der Einrichtung wegen massiver Mängel in der Hygiene und der medizinischen Versorgung verfügt. Die Frist zur Räumung sollte am Donnerstag auslaufen. Erst am Nachmittag fiel die Entscheidung. ...
Quelle: http://www.weser-kurier.de/bremen_artikel,-Neuer-Betreiber-uebernimmt-Seniorenresidenz-_arid,1271335.html



[siehe dazu Pressemitteilung der Senatorin >>] (http://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.157785.de&asl=)



Zitat
Doch keine Schließung
Curata übernimmt Seniorenheim in Bremen-Huchting

Das Seniorenheim in Bremen-Huchting muss doch nicht geschlossen werden. Kurz vor Ablauf der Räumungsfrist um Mitternacht hat der Bremer Senat einem neuen Betreiber erlaubt, das Heim ab Freitag nahtlos weiterzuführen. Die Wahl ist auf die Firma Curata aus Düsseldorf gefallen.


Curata habe ein Konzept vorgelegt, das die Behörden "fürs Erste" überzeugt habe, teilte Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) mit. Dazu gehört laut Stahmann nicht nur eine neue Leitung und neues Personal. Auch bei der Betreuung soll sich einiges ändern. So habe Curata versichert, tagsüber ständig mindestens vier Pflegekräfte und zwei Hilfskräfte einzusetzen. Dazu kämen noch vier Qualitäts- und Interimsmanager.

Sozialbehörde will neuem Betreiber auf die Finger gucken
Um Missstände wie in den vergangenen Wochen zu vermeiden, will die Heimaufsicht den neuen Betreiber zunächst "sehr eng begleiten", wird Stahmanns in der Mitteilung zitiert. Zur Einigung könnte auch der Druck der Heimbewohner beigetragen haben. Viele von ihnen fühlten sich dort wohl und hätten nicht ausziehen wollen, sagte die Senatorin. Sie sei froh, dass den Menschen nun ein Umzug erspart bleibt. Bewohner, die nach dem Entzug der Betriebserlaubnis schon ausgezogen sind, können laut Stahmann in das Heim zurückkehren. ...
Quelle: http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/neuer-betreiber-pflegeheim100.html, 10.12.2015



Curata bringt sich in Bremen in Stellung

Zitat
Neugründung der Firma:
CURATA Seniorenresidenz Haus Huchting GmbH

Amtsgericht Düsseldorf Aktenzeichen: HRB 76400   
Bekannt gemacht am: 07.12.2015 20:02 Uhr
Quelle: http://handelsregister-online.net/neueintragung.cfm?cn=4165292



Mehr dazu siehe hier [>>] (http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=2284.0)


Titel: Übernahmen + Fusionen: Knallhartes Geschäft - zu Lasten der Patienten und Pflege
Beitrag von: admin am 21. Januar 2016, 11:06
Zitat
Fresenius/Helios, Asklepios, Sana Kliniken, Rhön-Klinikum :
Das Geschäft mit unserer Gesundheit


Sind kranke Menschen noch Patienten oder längst auch Kunden? Was bedeuten Kostendruck, Bürokratie und demografischer Wandel für unser Gesundheitssystem?

Möchten Sie so behandelt werden? Ruhiggestellt und abgeschoben statt liebevoll gepflegt – so sieht der Alltag in vielen Pflegeheimen aus. Kaum ein Pflegebedürftiger weiß wirklich, was ihn im Pflegeheim erwartet. Anders sieht es auch nicht in den Krankenhäusern aus. Gewinnmaximierung durch Personalabbau oder durch Einsetzen von Zeitarbeitern.


Oft wollen wir ein Thema, über welches wir bereits berichteten, nur kurz updaten und es entpuppt sich dann als solch großer Skandal, dass sich damit ein ganzes Buch füllen lässt. Wir haben schon oft auf den Pflegenotstand hingewiesen, hofften, dass sich etwas ändern würde. Aber auch mit der neuen Koalition hat sich nicht wirklich etwas zum Positiven verändert. Die Pflege liegt am Boden. Und wir stellen fest: Die Änderungen unter Gesundheitsminister Hermann Gröhe dienen nur wieder den Pharmakonzernen. ...

[zum sehr interessanten, vollständigen Artikel >>] (https://netzfrauen.org/2016/01/19/freseniushelios-asklepios-sana-kliniken-rhoen-klinikum-das-geschaeft-mit-unserer-gesundheit)


Quelle: https://netzfrauen.org/2016/01/19/..., 19.01.2016 (https://netzfrauen.org/2016/01/19/freseniushelios-asklepios-sana-kliniken-rhoen-klinikum-das-geschaeft-mit-unserer-gesundheit/)


Titel: Alloheim mit Problemen in weiteren Bundesländern ...
Beitrag von: admin am 07. April 2016, 23:41
Zitat
Essenheim
Weiter Belegungsobergrenze für Essenheimer Seniorenzentrum

ESSENHEIM - Die ständigen Personalwechsel, pflegerische Mängel und mangelhafte Kommunikation haben im Seniorenzentrum „Domherrengarten“ Anfang des Jahres massive Kritik bei Bewohnern, Angehörigen und Beschäftigten ausgelöst. Fast sechs Monate später hat die AZ beim Träger, der Alloheim-Unternehmensgruppe, und beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung nachgefragt. Fazit: Es gibt einige Verbesserungen in der Pflegeeinrichtung, aber von Normalität keine Spur. ...
Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/vg-nieder-olm/essenheim/weiter-belegungsobergrenze-fuer-essenheimer-seniorenzentrum_17052492.htm, 05.07.2016

Zitat
Essenheim
Seniorenzentrum Essenheim:
Ständige Personalwechsel verunsichern Angehörige


ESSENHEIM - Bei Bewohnern, Angehörigen und Beschäftigten hat sich viel Frust aufgestaut. Die angespannte personelle Situation und die negativen Auswirkungen auf Pflege und Betrieb haben das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung auf den Plan gerufen. Der Betreiber des Seniorenzentrums „Domherrengarten“, die Alloheim-Unternehmensgruppe, will mit einer neuen Führungsriege und besserer Kommunikation die Probleme in den Griff bekommen. ...
Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/vg-nieder-olm/essenheim/seniorenzentrum-essenheim-staendige-personalwechsel-verunsichern-angehoerige_16571400.htm, 22.01.2016



Zitat
Saarbrücken
Missstände in Saarbrücker Pflegezentrum?
- Alloheim dementiert ...
[>>] (http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=2334.0)
Quelle: http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=39936, 06.04.2016



Zitat
Monheim
Anhörung über Mängel im Alloheim

Monheim. Eine ehemalige Pflegedienstleiterin des Monheimer Alloheims hat ihre feste Stelle in der Senioreneinrichtung am Ernst-Reuter-Platz vor zwei Jahren gekündigt. "Ich konnte dort einfach nicht mehr arbeiten", äußert sich die 50-Jährige über die Umstände.

... So seien damals die Dienstpläne manipuliert worden: Mitarbeiter hätten Doppelschichten fahren müssen. Krankgemeldete Kollegen seien stattdessen in die Tabellen eingetragen worden. Außerdem sei die Dokumentation für den laufenden Tag schon oft morgens von der Fachkraft abgezeichnet worden. Die Gehaltsabrechnungen hätten teilweise nicht gestimmt, Feiertagszuschläge seien nicht immer abgerechnet worden. Außerdem seien Wunden mangelhaft oder gar nicht versorgt und die Patienten teilweise zum Essen und Laufen gezwungen worden. ...
Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/anhoerung-ueber-maengel-im-alloheim-aid-1.3740820,  12.10.2013



Zitat
Wunsiedel
Mitarbeiter kritisieren Alloheim-Chef

Die Beschäftigten der Seniorenresidenz gehen mit dem Vorgehen der Unternehmensgruppe hart ins Gericht. Vor allem beklagen sie, dass sie sehr kurzfristig über die Schließung informiert worden seien. ...
Quelle: https://www.frankenpost.de/lokal/fichtelgebirge/wunsiedel/Mitarbeiter-kritisieren-Alloheim-Chef;art2460,2804191, 05.09.2013



Zitat
Dormagen
Massive Kritik am Alloheim

Dormagen. In einem anonymen Schreiben von Angehörigen werden schwere Geschütze aufgefahren: "Die Zustände in dieser Einrichtung sind einfach nicht mehr tragbar." Die Kritik wird an gleich mehreren Punkten festgemacht: Seit 2001 stehe nun bereits der siebte Einrichtungsleiter an der Spitze des Hauses, in der Küche fehlten mitunter die wichtigsten Dinge wie Wurst oder Obst, das Pflegepersonal wechsle ständig, und die Hygiene lasse mehr als nur zu wünschen übrig. ...
Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dormagen/massive-kritik-am-alloheim-aid-1.178846, 17.09.2008


Titel: Pflegekräfte über ihre Erfahrungen in der Alloheim-Grupppe
Beitrag von: admin am 18. Juli 2016, 09:54

Mitarbeiter-Erfahrungsberichte: Alloheim Senioren-Residenzen [>>] (http://www.kununu.com/de/all/de/all/alloheim-senioren-residenzen/kommentare)


Titel: Alloheim wird nun selbst verkauft ...
Beitrag von: admin am 24. Juli 2017, 23:22
Zitat
F.A.Z. exklusiv
Große deutsche Pflegeheim-Kette wird verkauft

Alloheim, eine der größten deutschen Pflegeheimketten, bekommt einen neuen Eigentümer. Der bisherige steht nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bereits in Kontakt mit Investmentbanken. ...
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/... (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/f-a-z-exklusiv-grosse-deutsche-pflegeheim-kette-wird-verkauft-15106457.html), 14.07.2017



ALLOHEIM: 291 Millionen Euro Umsatz und 32,4 Millionen Ebitda
- zulasten der Pflegekräfte und pflegebedürftigen Menschen ... und das nicht erst seit gestern ...
👎

Nur drei Beispiele von "x" ...
=> http://www.rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/anhoerung-ueber-maengel-im-alloheim-aid-1.3740820
=> http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dormagen/massive-kritik-am-alloheim-aid-1.178846
=> http://www.leonberger-kreiszeitung.de/inhalt.maengel-in-pflegeheim-in-ludwigsburg-seniorenresidenz-in-der-kritik-page1.b5cf2f38-c257-424f-a0fd-3ce34ee84019.html


Titel: Alloheim von schwedischen Private Equity Fonds übernommen
Beitrag von: admin am 15. Januar 2018, 00:56
Zitat
Pflege-Business mit neuen Rekordmeldungen:
Mit 1,1 Milliarden Euro kauft ein Private Equity-Investor einen Pflegeheimbetreiber


Bekanntlich haben viele Menschen zu wenig Geld und darunter ist eine große Gruppe, die jeden zusätzlichen Euro mehr als gebrauchen könnte. Diese Menschen hantieren tagtäglich mit Euro-Beträgen, die wie ein Atömchen im Ozean dessen wirken, was an verzweifelt nach irgendwelchen renditetragenden Anlagemöglichkeiten suchenden Kapitals um den Globus schwappt. Und den Investoren dieser enormen Geldbeträge ist es schnurzpiep egal, ob man in Weizen, Handfeuerwaffen oder alten Menschen investiert, wenn denn da was zu holen ist. Und ganz offensichtlich - und für viele Beobachter angesichts der seit Jahren andauernden Klage über die unterfinanzierte Altenpflege sicher mehr als irritierend - kann man auch mit der Pflege alter Menschen Renditen realisieren, die im zweistelligen Prozentbereich liegen (müssen), um die Erwartungen der Investoren zu erfüllen. Und dass das so ist, kann man an harten Zahlen festmachen: »Pflegeheime sind gefragte Anlageobjekte. Mit etwa drei Milliarden Euro übertraf das Gesamtinvestment 2016 die Ergebnisse des Vorjahres um beachtliche 255 Prozent. Große Portfoliokäufe von ausländischen Investoren, vorrangig aus Frankreich und Belgien, sorgten für diesen Rekordwert. Bemerkenswert dabei ist, dass Immobilien-Investoren wie etwa die Deutsche Wohnen ihr Geld nicht nur in die Gebäude, sondern zunehmend auch in das Betreibergeschäft stecken.«  Schreibt Steffen Uhlmann in seinem Artikel Vom Alter profitieren.

Und offensichtlich ist da auf dem deutschen "Markt" noch eine Menge Luft nach oben: Der »wachsende Bedarf trifft auf einen noch sehr zersplitterten Markt. So erreichen große Pflegeketten wie Pro Seniore, Alloheim oder die französischen Konzerne Korian und Orpea in Deutschland nur einen Marktanteil von 13 Prozent. Der überwiegende Teil aber besteht aus kleineren Anbietern, die ein bis drei Heime bewirtschaften, sowie aus gemeinnützigen Trägern wie etwa der Arbeiterwohlfahrt.« ...


[zum vollständigen Kommentar von Prof. Stefan Sell >>] (https://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2017/12/pflege-business-mit-neuen-rekordmeldungen.html)



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Von Finanzinvestor zu Finanzinvestor

Schon länger stand der erneute Verkauf des Pflegeheim-Betreibers Alloheim im Raum. Nun ist es offiziell: Nordic Capital aus Schweden kauft Alloheim für rund 1,1 Milliarden Euro. Presseberichten zufolge hatte sich der Private Equity Fonds Nordic Capital – der seinen Hauptsitz im Steuerparadies Jersey hat – in einem Bieterverfahren gegen die chinesische Fosun international, den französischen Pflegeheimbetreiber DomusVi und den US-amerikanischen Finanzinvestor Ares Capital durchgesetzt. Erst 2013 hatte der US-Investor Carlyle die Pflegeheimkette von Star Capital übernommen. Carlyle setzte in den Folgejahren auf Expansion: Alloheim wuchs von etwa 50 auf 170 Häuser, die Zahl der Betten stieg von 6.000 auf 20.000. Mittlerweile ist Alloheim mit rund 15.000 Beschäftigten der zweitgrößte private Pflegeheimbetreiber in Deutschland. ...
Quelle: https://gesundheit-soziales.verdi.de/mein-arbeitsplatz/altenpflege/++co++814f0b1a-e667-11e7-a2c3-525400ff2b0e



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Alloheim von Nordic Capital Fund VIII übernommen

Der deutsche Pflegeheimbetreiber Alloheim wurde von der Nordic Capital Fund VIII des Private-Equity-Investors Nordic Capital übernommen. Bislang gehörte die Alloheim dem US-amerikanischen Private-Equity-Riesen Carlyle. Die Alloheim betreibt in Deutschland mehr als 170 Pflegeheime, 52 Einrichtungen für das Betreute Wohnen und 17 ambulante Dienste. Die Alloheim ist bei weniger als 10 % der Pflegeeinrichtungen auch der Eigentümer. Rund 14.500 Mitarbeiter sind für das Unternehmen in 18.000 stationären Pflegeimmobilien und etwa 2.000 Häusern für das Betreute Wohnen tätig. Insgesamt umfasst der Alloheim-Bestand rund 20.000 Betten. Über den Kaufpreis liegen keine Informationen vor, Experten schätzten im Vorfeld den Wert des Unternehmens auf mehr als 1 Milliarde Euro. ...
Quelle: https://dasinvest.de/aktuelles/alloheim-von-nordic-capital-fund-viii-uebernommen.html, 11.12.2017



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Nordic Capital Fund VIII übernimmt Alloheim

Der auf Jersey registrierte Nordic Capital Fund VIII des Private-Equity-Investors Nordic Capital hat den deutschen Pflegeheimbetreiber Alloheim erworben. ...
Quelle: https://www.immobilien-zeitung.de/1000049064/nordic-capital-fund-viii-uebernimmt-alloheim, 07.12.2017


Titel: Alloheim Bremen erneut mit Belegungsstop
Beitrag von: admin am 15. März 2018, 03:06
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Wegen Mängeln in der Pflege
Belegungsstopp für Bremer Altenheim

Elke Hoesmann 12.03.2018

Die Sozialbehörde hat dem Seniorenheim an der Marcusallee verboten, weitere Bewohner aufzunehmen. Grund dafür sind Mängel im Pflegedienst, meldet der medizinische Dienst der Krankenversicherung.


Wegen schwerer Mängel in der Pflege ist die Heimaufsicht der Sozialbehörde gegen ein Seniorenheim an der Marcusallee vorgegangen. Die Einrichtung mit derzeit 86 belegten Plätzen darf bis auf Weiteres keine Bewohner mehr aufnehmen. Zunächst müssten die vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung festgestellten Mängel behoben werden, sagte Bernd Schneider, Sprecher der Sozialbehörde.

Zu den Pflegedefiziten zählen meist Fehler bei der Medikamentenvergabe, mangelnde Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, der Hygiene oder bei der Dekubitus-Vorsorge. Einen Personalengpass habe es in dem Heim in Horn-Lehe nicht gegeben, sagte Schneider auf Nachfrage. Neben der Einrichtung an der Marcusallee gelten derzeit Belegungsstopps für ein Seniorenheim im Bremer Weidedamm und eines in Bremerhaven.

Das Haus an der Marcusallee gehört zur bundesweit tätigen Alloheim-Gruppe mit Sitz in Düsseldorf. Der Träger mit zwei Standorten in Bremen unterhält nach seinen Angaben 165 Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Die an Finanzinvestoren verkaufte Gruppe steht seit Längerem im Fokus der Öffentlichkeit: In mehreren Heimen gibt es Medienberichten zufolge Mängel und Missstände. So seien Alloheime etwa in Baden-Württemberg geschlossen, in anderen Aufnahmestopps erteilt worden.
Quelle: www.weser-kurier.de, 12.03.2018



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Angehörige zu Pflegemängeln: "Nichtmal satt und sauber"

Fehlende Medikamente, tagelang ungewaschen. Das ist laut einer Betroffenen der Zustand im Pflegeheim in der Bremer Marcusallee. Sie berichtet, warum sie ihre Mutter aus dem Heim herausgeholt hat.

Quelle: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/alloheim-bremen100.html


Wegen Mängeln: Aufnahmestopp für Bremer Pflegeheim

- Das Altenpflegeheim "Alloheim" im Bremer Stadtteil Horn-Lehe darf vorerst keine neuen Bewohner aufnehmen
- Die Heimaufsicht der Bremer Sozialbehörde hat einen Belegungsstopp für die Einrichtung verhängt
-Grund dafür sind schwere Mängel bei Pflege und Hygiene


Quelle: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/alloheim-bremen100.html


Titel: Angehörige berichten über Mängel in Bremer Alloheim
Beitrag von: admin am 05. April 2018, 01:03
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Missstände im Pflegeheim


Es haben sich bei uns weitere Angehörige gemeldet, die von verheerenden Missständen im Pflegezentrum in der Marcusalle berichten. Der Träger ist Alloheim, einer der größten Betreiber von Pflegeeinrichtungen.
Quelle: butenunbinnen.de, 19.03.2018 + https://www.youtube.com/watch?v=fVYrZr2f3yQ


Titel: ... und täglich grüßt die Heimaufsicht ...
Beitrag von: admin am 06. April 2018, 16:54
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Leiharbeit in der Altenpflege
„Ich geh da nicht mehr hin!“


von SIMONE SCHNASE, Bremen-Redakteurin

Leiharbeitsfirmen werden für Altenpflegekräfte immer attraktivere Arbeitgeber. Unter anderem bietet sich ihnen dort die Möglichkeit, Einsätze zu verweigern.

BREMEN taz | „Zeitarbeit in der Pflege ist immer scheiße.“ Diesen Satz sagt ausgerechnet der Betreiber einer Bremer Leiharbeitsfirma für Altenpflegekräfte. Nicht nur deswegen möchte Joachim Grunert* nicht, dass sein richtiger Name in der Zeitung steht. Er verleiht seine Angestellten unter anderem an die beiden Bremer Pflegeeinrichtungen des Betreibers Alloheim – allerdings nur noch in den Nachtdienst. „Für die Tagschichten mag ich dort niemanden mehr hinschicken“, sagt er.

Als „absolut chaotisch“ beschreibt Grunert die Zustände in den Heimen von Deutschlands zweitgrößter Pflege-Kette: „Es gibt dort viel zu wenig und teilweise völlig ungeeignetes Personal, die Versorgung der Bewohner ist eine Katastrophe, es fehlt an Material – teilweise gibt’s dort nicht einmal Windeln.“ Im Nachtdienst könne das eingesetzte Personal immerhin noch selbst entscheiden, wie es arbeiten wolle, „da ist die Struktur ein bisschen anders“.

Während die Einrichtung in Osterholz durch eine kompetente Pflegedienstleitung noch einigermaßen funktioniere, seien die Zustände im „Pflegezentrum Marcusallee“ kata­strophal, sagt Grunert.

Das sieht auch die Bremische Wohn- und Betreuungsaufsicht (Heimaufsicht) so: Aufgrund schwerer Mängel bei Pflege und Hygiene besteht dort seit zwei Wochen ein von ihr verhängter Aufnahmestopp. „Allerdings haben in beiden Heimen massenweise Pflegekräfte gekündigt und die Zahl der Leiharbeiter ist enorm hoch“, sagt Grunert.

Er bestätigt, was zuvor bereits Angehörige berichtet hatten (http://www.taz.de/!5485970/), nämlich dass es keine Einarbeitung oder Übergabe für die LeiharbeiterInnen gibt: „Man wird da einfach hineingeschmissen. Wichtige Informationen müssen sich die Fachkräfte selbst besorgen, sie müssen die Mitarbeiter nach den Namen der Bewohner fragen, nach Medikamentenplänen und allem anderen, was wichtig ist.“



Betreiber einer Bremer Leiharbeitsfirma für Altenpflegekräfte:
„Wie soll ich denn gut und angemessen mit einem demenzkranken Menschen umgehen, wenn ich ihn gar nicht kenne?“


Allerdings, sagt er, sei das nicht nur in den Einrichtungen von Alloheim so: „Es gibt ganz wenige Ausnahmen, wo man vielleicht mal einen Zettel in die Hand gedrückt bekommt oder sogar begleitet wird, aber insgesamt gibt es in den Pflegeeinrichtungen kein Konzept für Fremdarbeiter.“

Dabei steigt deren Zahl kontinuierlich an. „Zeitarbeitsfirmen schießen wie Pilze aus dem Boden“, sagt Grunert. Und in den beiden Bremer Alloheimen betrage der Anteil der Leiharbeiter 50 Prozent: „Da kann man sich schon vorstellen, wie schlecht die Menschen dort versorgt werden.“

Dabei sind die eingesetzten LeiharbeiterInnen keineswegs inkompetent. „Aber wie soll ich denn gut und angemessen zum Beispiel mit einem demenzkranken Menschen umgehen, wenn ich ihn gar nicht kenne und wenn mir nichts über ihn erzählt wird?“, sagt Grunert. Die Kommunikation gerade mit demenzkranken Menschen funktioniere oft nur durch bestimmte Themen oder einzelne Schlüsselwörter: „Die kennt ein Zeitarbeiter aber nicht.“

Während der Einsatz von Fremdkräften für die Pflegebedürftigen schlecht ist, sind die Arbeitsbedingungen für die LeiharbeiterInnen indes besser als die Festanstellung in einer Einrichtung – und der Grund, warum sich immer mehr Pflegekräfte bei Zeitarbeitsfirmen beschäftigen lassen: „Sie werden besser bezahlt, sie haben die Wahl, Überstunden abzufeiern oder ausgezahlt zu bekommen, sie haben flexiblere Möglichkeiten, Urlaub zu nehmen“, sagt Grunert. LeiharbeiterInnen unterlägen keinem sozialen Druck innerhalb eines festen Teams und: „Sie dürfen Einsätze verweigern.“

Konsequenzen für abgelehnte Aufträge drohen nicht
Und das tun sie auch. In den beiden Einrichtungen von Alloheim zum Beispiel: „Ich habe einige Mitarbeiter, die sagen: Ich geh da nicht mehr hin!“, sagt Grunert. Konsequenzen für abgelehnte Aufträge drohen ihnen nicht: „Sollte eine Zeitarbeitsfirma die Pflegekräfte zwingen, gegen ihren Willen in bestimmten Einrichtungen zu arbeiten, dann kündigen die einfach – die kriegen immer irgendwo eine neue Stelle.“

Es verwundert, dass ausgerechnet profitorientierte Betreiber wie Alloheim derartig viele LeiharbeiterInnen beschäftigen: Denn die sind teuer, 45 bis 55 Euro pro Stunde und Pflegekraft müssen sie an Verleiher Grunert zahlen. Vermutlich fehlen ihnen schlicht die Alternativen.

Dass solche Betriebe dennoch gewinnbringend arbeiten, liegt für ihn an radikalen Einsparmethoden: „Es wird zu wenig Personal eingestellt. Es wird an Pflegemitteln gespart, es fehlen technische Hilfsmittel wie Lifter und es wird massiv am Essen gespart.“

Unzumutbare Verpflegung
Was den HeimbewohnerInnen zu den Mahlzeiten vorgesetzt werde, sei oft unzumutbar, sagt Grunert. Er habe erlebt, dass eine Einrichtung keinen Joghurt anbiete, weil der im Einkauf zu teuer sei. „Da wurden pro Bewohner und Tag 2,79 Euro für Essen kalkuliert – das geht gar nicht.“

Weil die Bremer Heimaufsicht personell viel zu schlecht aufgestellt ist (https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5493016&s=schnase&SuchRahmen=Print/), ist sie kaum in der Lage, regelmäßig den Zustand in allen Pflegeheimen zu kontrollieren. Sie konzentriert sich auf Einrichtungen mit akutem Handlungsbedarf. Momentan ist das das Pflegezentrum Marcusallee von Alloheim, wo der Belegungsstopp bis auf Weiteres aufrecht erhalten bleibt: „Die Einrichtung wird sehr eng von uns betreut“, sagt David Lukaßen, Sprecher der Sozialbehörde, der die Heimaufsicht unterstellt ist. „Die Kollegen sind mindestens im Zwei-Tages-Rhythmus dort, meist täglich.“

Verstärkte Hinweise
Die Heimaufsicht, sagt Lukaßen, sei in ihrer Arbeit auf Hinweise von Angehörigen und Mitarbeitenden angewiesen: „Und wir stellen fest, dass solche Hinweise auch verstärkt kommen – durchaus auch von Leiharbeitern.“ Das sei sehr positiv und hilfreich.

Grunert indes macht sich wenig Illusionen über den Erfolg der Heimaufsichts-Arbeit. Er habe, berichtet er, im Laufe der vergangenen sieben Jahre nur ein einziges Pflegeheim erlebt, das sich nachhaltig an die von der Behörde erteilten Auflagen gehalten habe. „Ansonsten erlebe ich, dass Einrichtungen immer nur dann mal für vier oder fünf Wochen Pflegekräfte bei uns anfordern, wenn sie gerade unter der Kontrolle der Heimaufsicht stehen. Sobald die aber weg ist, wird der Personalbestand wieder bis aufs Nötigste runtergefahren.“

*Name ist der Redaktion bekannt
Quelle: http://www.taz.de/!5493119, 03.04.2018/ (http://www.taz.de/!5493119/)


Titel: Immer mehr schwere Vorwürfe gegen Alloheim in Bremen
Beitrag von: admin am 06. April 2018, 17:08
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SPD fordert Schließung von Pflegeeinrichtung Alloheim

Nach der wiederholten Berichterstattung von buten un binnen über Missstände im Pflegezentrum in der Marcusallee fordert der SPD-Abgeordnete Klaus Möhle die Schließung des Heims. Der private Betreiber Alloheim weist alle Vorwürfe zurück.
Quelle: butenunbinnen.de, 05.04.2018 + https://www.youtube.com/watch?v=PnJlLJbqCRY



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Neue schwere Vorwürfe gegen Alloheim in Bremen

Bilder zeigen tiefe, teils eitrige Wunden am Körper eines Bewohners des Pflegezentrums Marcusallee. Die Tochter des Mannes hat Strafanzeige wegen Körperverletzung gestellt. Für die junge Frau sind das Folgen von Pflegefehlern. Ob dem Heim tatsächlich etwas vorzuwerfen ist, wird jetzt von den Behörden geprüft. Die Leiterin des Referats Ältere Menschen bei der Sozialbehörde, Sabine Nowack, erklärt, wie die Wohn- und Betreeungsaufsicht bei solchen Fällen vorgeht.
Quelle: butenunbinnen.de, 04.04.2018 + https://www.youtube.com/watch?v=gpXngEOm7lg


Titel: Heim-Schließung löst Probleme nicht
Beitrag von: admin am 11. April 2018, 01:09
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„Wo sollen die Leute denn hin“
Der SPD-Abgeordneten Klaus Möhle fordert, das Alloheim-Plegezentrum Marcusallee sofort zu schließen. Dadurch ließen sich Pflege-Missstände jedoch nicht lösen, meint Reinhard Leopold von der Angehörigen-Initiative „Heim-Mitwirkung“


INTERVIEW SIMONE SCHNASE - Bremen-Redakteurin

taz: Herr Leopold, nachdem vergangene Woche drastische Bilder aus dem Alloheim Marcusallee veröffentlicht wurden, hat der SPD-Abgeordnete Klaus Möhle die sofortige Schließung des Heims gefordert. Unterstützen Sie das?

Reinhard Leopold:
Die Schließung sollte immer die allerletzte Maßnahme sein. Meiner Meinung nach ist Klaus Möhles Vorstoß Populismus, um sich selbst in die Öffentlichkeit zu bringen. Er selbst war derjenige, der vor ungefähr anderthalb Jahren den Hinweis gegeben hat, dass die Schließung von Pflegeeinrichtungen problematisch ist, weil die Menschen dann ja woanders untergebracht werden müssten. In der Tat gibt es in diversen Einrichtungen Belegungsstopps und in anderen keine freien Plätze – das heißt: Wo sollen die Leute denn bitteschön hin?

Aber so kann es ja nicht weitergehen…
Nein. Aber eine Schließung löst die Probleme nicht.

Was dann?
Die Linksfraktion hat jetzt einen Bürgerschaftsantrag gestellt, in dem sie eine personelle Aufstockung der bremischen Wohn- und Betreuungsaufsicht, also der Heimaufsicht, fordert. Auch wir sowie die CDU forderten dies schon im Oktober letzten Jahres, als es um die Erneuerung des Heimgesetzes ging. Denn die Regelprüfungen durch die Heimaufsicht, die eigentlich einmal im Jahr in jeder Einrichtung gemacht werden müssen, finden nur zu 24 oder 25 Prozent statt. Man kann an den monatlichen Prüfungsergebnissen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung und des PKV-Prüfdienstes ablesen, dass Bremen seit über einem Jahr das Bundesland ist, das in der medizinischen und pflegerischen Versorgung in Pflegeheimen am schlechtesten abschneidet.

Und das liegt an der Heimaufsicht?
In ihrer Arbeit gibt sie sich alle erdenkliche Mühe. Aber neun Stellen bei der Heimaufsicht, von denen, soweit ich weiß, nicht einmal alle Vollzeitstellen sind, reichen nicht aus. Verantwortlich dafür sind die Sozial- und die Finanzsenatorin.

Hat die Heimaufsicht früh genug auf Klagen von Angehörigen und Mitarbeitenden des Alloheims reagiert hat?
Sie ist da nach eigenem Bekunden ja schon seit mindestens anderthalb Jahren dran und das wissen wir auch durch Rückmeldungen von Angehörigen. Insofern: Ja. Aber was wir bereits seit langer Zeit bemängeln und was auch hier gilt, ist die Beratungsfunktion der Heimaufsicht.

Was meinen Sie damit?
Das bedeutet, dass die Heimaufsicht nicht nur kontrolliert, sondern auch als eine Art Unternehmensberater auftritt. Dabei hat sie hier keinerlei Expertise. Was sie als Beratung anbietet, kann also sogar schädlich sein, weil sie fachlich nicht fundiert ist. Hinzu kommt, dass die Beratungen kostenlos sind. Heime sparen so eine teure, externe Qualitäts- und Unternehmsberatung durch eine Fachfirma. Dabei könnten die Kosten dafür durchaus ein Anreiz für die Betreiber sein, Mängel so schnell wie möglich abzustellen. Ich kenne andere Bundesländer, in denen es kostenpflichtig ist, wenn die Heimaufsicht bei Mängeln auf der Matte stehen muss. Es kann nicht sein, dass das im Haushaltsnotlageland Bremen kostenlos ist.

Wenn die Heimaufsicht Einrichtungen Anordnungen erteilt, stellt sie ihnen das aber durchaus in Rechnung…
Da wäre allerdings zu hinterfragen, wann die ersten Anordnungen erfolgen. Die kommen in der Regel ja erst, wenn Beratungsgespräche nichts gebracht haben. Und Gebührenbescheide in Höhe von fünf- oder zehntausend Euro sind doch für solche Riesenkonzerne wie Alloheim eine Lachnummer.

Also sollte die Heimaufsicht direkt eine externe Unternehmensberatung anordnen?
Das wäre wünschenswert, zumal dann auch die Heimaufsicht die Möglichkeit hat, entsprechende externe Gutachten zu prüfen. Ich bin davon überzeugt, dass das zu schnelleren und besseren Ergebnissen führen würde. Und mit dem eingesparten Geld für die bislang unentgeltlichen Beratungen könnte wenigstens zum Teil mehr Personal finanziert werden.

Wie soll es angesichts der Probleme Angehörigen möglich sein, sich ein einigermaßen realistisches Bild einer Pflegeeinrichtung zu machen?

Deutlich einfacher wäre es für Angehörige, wenn die Heimaufsicht ihre Berichte über Pflegeeinrichtungen veröffentlichen würde. Das war gesetzlich auch schon einmal so vorgesehen, ist aber leider nie geschehen – und im novellierten Heimgesetz ist das einfach gestrichen worden. In ihrem Bürgerschaftsantrag fordert die Linksfraktion auch, die Prüfergebnisse der Heimaufsicht zeitnah und mindestens einmal jährlich ohne informelle Einschränkungen, im Internet zu veröffentlichen. Das ist leider schon lange überfällig.




Reinhard Leopold, 62, ist Gründer der Bremer Angehörigen-Initiative „Heim-Mitwirkung“ und Regionalbeauftragter des Pflegeschutzbundes BIVA e. V. (http://www.biva.de)



  • Radio-live-Diskussion „Die Altenpflege als Dauerpatient – gibt es noch Heilung?“ (http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=2469.0) u.a. mit Reinhard Leopold und Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne): Bremen Zwei, 18 Uhr
Quelle: taz.de -bremen, S. 24 Bremen 29 ePaper, 11.04.2018 (https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5494849)


Titel: Missstände bei Alloheim - Never ending story?
Beitrag von: admin am 20. April 2018, 09:48
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Unmut über Alloheim

von SERENA BILANCERI

Bremen. Nach der Berichterstattung von Radio Bremen über angebliche Missstände in der Alloheim-Pflegeeinrichtung an der Marcusallee stand am Dienstag die Aktivität der Aufsichtsbehörde auf der Tagesordnung der Deputation für Soziales. Sieben unangekündigte Besuche hat die Wohn- und Betreuungsaufsicht 2017 in der Einrichtung durchgeführt, zwölf vom Januar bis Anfang April 2018. Jeder Prüfung war eine Beschwerde vorgegangen. Die im 2017 befundenen Mängel in der Versorgung und Dokumentation wurden nach einer Beratung "zum Teil zeitnah behoben", ist aus der Vorlage zu entnehmen. Weitere Mängel führten im Jahr 2018 erneut zu einem Belegungsstopp.

Mehrere Anforderungen, sogenannte Anordnungen, die die Mängel beseitigen sollten, seien erlassen worden. Doch der Betreiber sei gegen mehrere rechtlich vorgegangen. Der Inhalt der Anordnungen sei deshalb nicht öffentlich. Der Prozess sei nicht ganz einfach, sagte die Referatsleiterin Sabine Nowack. Übereinstimmend erklärten die verschiedenen politischen Parteien die Zustände für inakzeptabel. SPD-Abgeordneter Klaus Möhle, der die Schließung des Heims gefordert hatte, sagte auf Nachfrage, er würde diese Forderung zum jetzigen Zeitpunkt nicht wiederholen. Er habe Druck auf den Anbieter entstehen lassen wollen, damit sich etwas ändere. "Es kann eine Konsequenz sein, muss aber nicht", fügte er hinzu. Sigrid Grönert (CDU) berichtete, Bewohner in der Einrichtung hätten jetzt Angst, dass sie geschlossen werde. Magnus Buhlert (FDP) fragte, wie lange die Beratung der Einrichtung weiter gehen werde. Beschlüsse wurden während der öffentlichen Diskussion nicht getroffen.
Quelle: www.weser-kurier.de, 20.04.2018


Titel: Lenkt Alloheim im Pflege-Skandal ein?
Beitrag von: admin am 26. April 2018, 03:49
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Alloheim-Einrichtung an der Marcusallee
Erste Einigung im Fall Alloheim


von Serena Bilanceri

Nachdem von der Sozialbehörde ein Belegungsverbot gegen ein Seniorenheim an der Marcusallee verhängt wurde, gibt es nun eine erste Einigung. Ein Qualitätsmanagement wurde eingestellt, die Leitung wohl abberufen.

Zwischen Alloheim und der Bremer Wohn- und Betreuungsaufsicht ist eine erste Einigung erreicht worden. Der Träger der Pflegeeinrichtung an der Marcusallee war wegen mutmaßlicher Mängel in seinem Bremer Pflegeheim in die Kritik geraten. Alloheim war zunächst gegen einige Anordnungen der Aufsichtsbehörde rechtlich vorgegangen. Jetzt habe der Konzern alle Widersprüche zurückgezogen, sagte Bernd Schneider, Sprecher von Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne).

Der Träger habe ein externes, sechsköpfiges Qualitätsmanagement eingestellt, das mit allen Befugnissen ausgestatten sei. Die bisherige Leitung sei abberufen worden. Dem hat Alloheim laut Radio Bremen inzwischen widersprochen. Schneider sagte weiter, der Fokus liege jetzt vor allem auf den 29 Bewohnern mit den Pflegegraden 4 und 5. Eine Schließung der Einrichtung sei vorerst vom Tisch. Am Dienstag wurde vom Landtag eine Aufstockung des Personals der Aufsichtsbehörde um zwei Stellen beschlossen. Dem Beschluss war ein entsprechender Antrag der SPD und der Grünen vorausgegangen.
Quelle: www.weser-kurier.de (https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-erste-einigung-im-fall-alloheim-_arid,1723797.html), 25.04.2018


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Wie geht es weiter mit der Pflegeeinrichtung von Alloheim?


25.04.2018 | 2 Min. | Verfügbar bis 25.04.2019 | Quelle: Radio Bremen

Seit Wochen berichten wir über mutmaßliche Misstände im Allohheim-Pflegezentrum in der Marcusalle. Mehrere Angehörige von Bewohnern hatten sich mit schweren Vorwürfe an uns gewandt. Die Sozialbehörde kündigt nun mehrere Konsequenzen für das umstrittene Alloheim-Pflegezentrum in der Marcusallee an. Der Betreiber widerspricht allerdings in einigen Punkten.
Quelle: http://www.ardmediathek.de/tv/buten-un-binnen-Regionalmagazin/... (http://www.ardmediathek.de/tv/buten-un-binnen-Regionalmagazin/Wie-geht-es-weiter-mit-der-Pflegeeinrich/Radio-Bremen-TV/Video?bcastId=967552&documentId=51942900) + https://www.youtube.com/watch?v=hTiuugx3CTw



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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport
Wohn- und Betreuungsaufsicht und Alloheim-Gruppe verständigen sich auf weiteres Vorgehen für die Marcusallee

Pressemitteilung des Senats vom 26.04.2018

Um die Zukunft des Pflegeheims an der Marcusallee zu sichern, haben die Wohn- und Betreuungsaufsicht (WBA) und die Alloheim-Gruppe weitreichende Vereinbarungen getroffen. Wichtigste Maßnahme ist der Einsatz eines externen Qualitätsmanagements mit insgesamt zwei Fachkräften plus drei zusätzlichen Mitarbeitern des zentralen Qualitätsmanagements von Alloheim. Das Qualitätsmanagement ist ausgestattet mit allen Rechten, Personal- und Budget-Hoheit eingeschlossen.

Zu den vereinbarten Maßnahmen gehört eine neue Form der Zusammenarbeit inklusive einer kooperativ beratenden Tätigkeit der WBA im Zusammenspiel mit dem neuen Qualitätsmanagement und Alloheim. Alle bisherigen Anordnungen werden durch die in der Einrichtung bereits eingeleiteten Veränderungen als erfüllt angesehen - und die Widersprüche sind hinfällig. Als starkes Signal für einen Neuanfang in der Einrichtung soll eine neue Leitung bestellt werden. Die bisherige Leitung wird innerhalb der Alloheim-Gruppe mit neuen Aufgaben betraut.

Die Wohn- und Betreuungsaufsicht sieht in den Vereinbarungen eine gute Grundlage für die künftige Entwicklung der Einrichtung. Die Alloheim-Gruppe teilt diese Auffassung und begrüßt die Vereinbarungen.

Gemeinsames Ziel ist es, das Alloheim-Pflegeheim an der Marcusallee dauerhaft für die Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten und dabei ein hohes pflegerisches Niveau zu sichern.
Quelle: https://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.298853.de&asl=bremen02.c.732.de


Titel: Schwere Vorwürfe gegen Alloheim
Beitrag von: admin am 28. April 2018, 23:31
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Kritik an Bremer Pflege-Einrichtung
Schwere Vorwürfe gegen Alloheim


von Serena Bilanceri 27.04.2018

Kritik an der Pflege-Einrichtung von Alloheim an der Marcusallee ist in den vergangenen Wochen lauter geworden. Der WESER-KURIER hat mit Angehörigen und einer Zeitarbeitsfirma gesprochen.

Seit etwa einem Monat erheben Angehörige schwere Vorwürfe gegen die Pflegeeinrichtung der Alloheim-Gruppe in der Marcusallee. Die Angehörigen klagten über fehlende Medikamentenvergabe und Sauberkeit, doch der Einrichtungsbetreiber hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. Jetzt hat sich der Senat in den Fall eingeschaltet, über den zunächst Radio Bremen berichtet hatte.

Eine Vereinbarung zwischen der Aufsichtsbehörde und dem Träger ist getroffen worden, ein Qualitätsmanagement wurde eingestellt. Erst seit ein paar Wochen seien wieder neue Leute eingestellt worden, berichtet ein Angehöriger, der nicht namentlich genannt werden möchte. Diese Pfleger seien aber noch ganz neu und würden sich noch nicht richtig auskennen.

Der Mann, der selbst als Pfleger in einem weiteren Pflegeheim arbeitet, hatte sich kürzlich an den WESER-KURIER gewandt und schwere Kritik an den Zuständen in der Alloheim-Einrichtung geübt. Ein weibliches Familienmitglied sei in der Einrichtung in der Langzeitpflege-Abteilung untergebracht. Die Frau sei schwer krank und nicht mehr in der Lage, die Situation einzuschätzen oder sich dazu zu äußern.

Er sei jedoch mit der Lage sehr unzufrieden gewesen. Es habe dort kaum Stammpersonal gegeben. "Man sieht jeden Tag andere Leute – und auch nur sehr, sehr wenige", sagte er bezüglich der betreuenden Pflegekräfte. Einige Pfleger selbst hätten beklagt, es sei im Haus niemand mehr da gewesen, der sich wirklich auskenne.

Ein starker Einsatz von Leiharbeitern führe dazu, dass Patienten und Angehörige die Betreuer oft nicht kannten und umgekehrt, sagt der Angehörige. "Die Pfleger sollten beispielsweise wissen, wie der Mensch berührt werden kann oder was er nicht mag." Sonst würde die Qualität der Pflege darunter leiden. "Ich habe mit Pflegekräften, die dort arbeiten, über die gesamte Situation gesprochen und der allgemeine Eindruck war bei allen schlecht."

Das Unternehmen Alloheim-Gruppe bestreitet die Vorwürfe und sagt: "Es gab zu jedem Zeitpunkt Stammpersonal und zuletzt konnten fünf neue Pflegekräfte gewonnen werden, wodurch sich der Leasingbedarf deutlich reduziert." Im Bereich der Pflegefachkräfte werde der Einsatz von Leasingmitarbeitern vorübergehend noch erforderlich sein.

Arbeitskräfte haben sich beschwert

"Die Seniorenresidenz Marcusalle erfüllt alle Vorgaben in Bezug auf Pflegeschlüssel, Fachkräfte sowie die Besetzung von Nachtschichten." Im Früh-und Spätdienst im Langzeitpflegebereich würden permanent drei Pflegefachkräfte für behandlungspflegerische Leistungen eingesetzt, zusätzlich zu zwei Qualitätsbeauftragten.

Bei der Überprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) seien auch keine Beanstandungen in der personellen Besetzung festgestellt worden. Das sieht der Geschäftsführer einer Leiharbeitsfirma aus, der keine Mitarbeiter mehr ins Alloheim in die Marcusallee schicken will, etwas anders. "Hundert Prozent aller Arbeitskräfte, die wir dorthin gesendet haben, haben sich beschwert", sagte er.

Das Arbeitsumfeld hätte sich in den letzten anderthalb Jahren gewandelt. Das größte Problem sei die knappe Besetzung im Pflegebereich gewesen. Unter solchen Umständen werde es natürlich schwierig, falls jemand ausfalle. Zudem sei das Haus so gebaut, dass die Wege sehr lang seien. "Die Pfleger haben sich beschwert, dass sie zu weit laufen müssen. Sie sagten: 'Wir gehen hier auf dem Zahnfleisch'", sagt er. Das beeinflusse dann die Zeit und die Energie, die in die Bewohner investiert werden könnten.

Auch Katharina Peter, die in Wahrheit anders heißt, hat ähnliche Beschwerden von den Pflegekräften gehört. Ihre Mutter leidet an Demenz und war in dem Heim an der Marcusallee untergebracht. "Es ging so weit, dass im Januar dieses Jahres eine Mitarbeiterin selbst die Wohn- und Betreuungsaufsicht anrief", sagt sie. Die Anzahl der Bewohner, die die Arbeitskraft wegen Krankheitsausfällen alleine betreuen musste, sei sehr hoch gewesen.

Laut dem männlichen Angehörigen hätte sich die Situation ab Januar zugespitzt. Viele gute feste Arbeitskräfte hätten gekündigt. Dies bestätigt auch Peter: "Anfang des Jahres sind sechs Stammkräfte gegangen." Allerdings habe sich die Lage seit 2016 ihrer Meinung nach progressiv verschlechtert. Peters Mutter sei über vier Jahre dort geblieben. "Als sie sich diesen Winter erkältet hat, gab es jedoch Probleme bei der Medikamentenvergabe", erzählt sie.

Die Medikamente hätten auf einem anderen Tablett gelegen und seien der älteren Frau nicht verabreicht worden. "Selbst eine Ärztin hat gesagt: 'Holen Sie Ihre Mutter da raus'", erinnert sie sich. Einen Abend habe keine Fachkraft für die Medikamentenvergabe auf der Etage gestanden. Nachdem der Notrufknopf gedruckt worden sei, sei eine Viertelstunde vergangen, ehe jemand in die zweite Etage gekommen sei.

Mehrere Politiker wurden informiert

Auch in dem Esssaal habe Chaos geherrscht. Die Pflegekräfte müssten sich auch um die Küche kümmern und hätten dann kaum Zeit gehabt, sich mit dem Essen und Trinken ihrer Mutter angemessen zu beschäftigen, schildert sie. Die Sauberkeit der Umgebung hätte darunter gelitten. Genauso wie die der Bewohner: "Ich habe gesehen, wie meine Mutter ungewaschen ins Bett gelegt wurde", sagt sie. Peter gibt nicht den Pflegekräften die Schuld.

Mehrere Pfleger hätten sich beschwert, dass sie nicht eingewiesen würden oder die Zeit nicht ausreiche. Wieso die Lage so geworden sei, wisse auch der männliche Angehörige nicht. "Da, wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler ", räumte er ein. "Aber eine gute Pflege wird in der Regel gewährleistet, wenn das eingenommene Geld auch wieder für die Bewohner ausgegeben wird."

Probleme mit der Alloheim-Einrichtung in der Marcusallee seien auch Reinhard Leopold vom Verein "Heim-Mitwirkung" in Bremen bekannt gewesen. "Wir erhalten schon seit zwei Jahren Beschwerden, und ich habe schon vor über einem Jahr mehrere Politiker persönlich darüber informiert." Dass das Personal in kleiner Anzahl dort vorhanden gewesen sei, bestätigt er.

Alloheim weist Vorwürfe zurück

"Es gab große Probleme beispielsweise bei der Nachschicht. Anfang des Jahres war eine einzige Fachkraft mit einer Hilfskraft für 75 Bewohner zuständig", sagt der Vereinsgründer. Die Regel sei eine Fachkraft für maximal 50 Bewohner, die zweite hinzugerufene Arbeitskraft könnte jedoch auch eine Hilfskraft sein, meldet die Sozialbehörde. Das Personal in der Einrichtung an der Marcusallee sei trotzdem zu gering gewesen, um auf alle Bewohner aufzupassen, beklagt Leopold.

Zudem habe es überproportional viele Leiharbeiter und Selbstständige gegeben. "Einige Pflegekräfte wollen wegen der grottenschlechten Zustände nicht mehr dort hingehen", ärgert er sich. Das schädige den Ruf der gesamten Branche. Dabei gebe es auch Einrichtungen, die eine sehr gute Arbeit leisten, betont Peter. "In dem neuen Heim geht es meiner Mutter viel besser, sie ist wieder lebendiger."

Alloheim weist die Vorwürfe zurück. Es teilte auf Anfrage mit: "Im Rahmen einer Überprüfung Ende Januar kam es im Alloheim Marcusallee zu Beanstandungen. Alloheim hat umgehend Maßnahmen eingeleitet. Die Mängel wurden mittlerweile abgestellt." Über das Verteilen der Mahlzeiten schrieb das Unternehmen: "Das Einhalten der Essenzeiten und das Verteilen der Mahlzeiten hat für uns eine hohe Priorität." Zu den anonymen, einzelfallbezogenen Vorwürfen könne sich die Firma nicht äußern.

In Bremen besuchte die Wohn- und Betreuungsaufsicht zwischen 2017 und 2018 mehrfach das Haus an der Marcusallee. "Die Behörde ist dazu verpflichtet, nach jeder Beschwerde dem Vorwurf vor Ort nachzugehen", sagt der Sprecher der Sozialsenatorin, Bernd Schneider. Vor etwa einem Monat verhängte die Heimaufsicht einen Belegungsstopp. "Damit dürfen zunächst keine neuen Bewohner aufgenommen werden."

Auch eine Überprüfung durch den MDK Anfang 2017 hatte Mängel in der Dokumentation, der medizinischen und pflegerischen Versorgung festgestellt. Die seien zum Teil zeitnah behoben worden, ist aus einer Vorlage der Deputation für Soziales zu entnehmen. Sowohl 2017 als auch 2018 seien mehrere Anordnungen durch die Wohn- und Betreuungsaufsicht erlassen worden.

Damit sollen Lösungen gefunden werden, die das jeweilige Problem innerhalb einer gewissen Frist beheben. Alloheim hatte zunächst einigen widersprochen, doch vor wenigen Tagen ist eine erste Vereinbarung gefunden worden. Der Träger habe ein Qualitätsmanagement eingestellt, sagt Schneider. Eine neue Leitung solle bestellt werden. Damit seien die Anordnungen als erfüllt angesehen worden. "Wir werden die Einrichtung jedoch weiterhin sehr eng begleiten."
Quelle: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-schwere-vorwuerfe-gegen-alloheim-_arid,1724518.html



KORREKTUR / INFO zu "Heim-Mitwirkung":

Ein kleiner Fehler in der Berichterstattung:
Es gibt keinen Verein, sondern eine => Unabhängige Selbsthilfe-Initiative "Heim-Mitwirkung" => www.heim-mitwirkung.de

Diese Gruppe von erfahrenen und unerfahren pflegebetroffenen Menschen trifft sich jeweils am 2. Samstag des Monats um 15 Uhr im Netzwerk Selbsthilfe (Faulenstr. 31, Bremen). Ziel und Zweck sind u.a. der Informations- und Erfahrungsaustausch sowie der Hinweise auf Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten.

Mehr dazu ist im Internet zu finden unter www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=74.0


Titel: Alloheim-Skandal: Bremer Stadtteilpolitiker fordern Aufklärung von Sozialressort
Beitrag von: admin am 17. Mai 2018, 23:40
Zitat
Fragen zu Alloheim
Katalog geht an Sozialressort


Horn-Lehe. Angesichts der bekannt gewordenen Missstände im Seniorenheim an der Marcusallee hat sich der Sozialausschuss des Horn-Leher Beirates jetzt mit einem Fragenkatalog an das zuständige Sozialressort gewandt. Der Pflegeeinrichtung an der Marcusallee, die zur bundesweit tätigen Alloheim-Gruppe gehört, war Mitte März von der Sozialbehörde verboten worden, weitere Bewohner aufzunehmen.

Insbesondere die Arbeit der Wohn- und Betreuungsaufsicht wird in dem Schreiben des Ausschusses thematisiert. So frage man sich unter anderem, warum der Landtag trotz der bekannten Probleme in der Pflegeaufsicht nicht eine wesentliche personelle Stärkung der Bremischen Wohn- und Betreuungsaufsicht vorgenommen, sondern lediglich eine Aufstockung des Personals um zwei Stellen beschlossen habe.

Außerdem wollen die Ortspolitiker wissen, warum die Wohn- und Betreuungsaufsicht nach den zahlreich eingegangenen Beschwerden so spät und dann auch nur mit kurzzeitigem Belegungsstopps reagiert habe. Außerdem wundere man sich, warum die wesentlichen Mängel in der Pflegeeinrichtung bis heute nicht behoben worden seien.
Quelle: weser-kurier.de - Stadtteil-Kurier Nordost, 17.05.2018


Titel: Haltern: Alloheim-Chefs versuchen sich zu rechtfertigen
Beitrag von: admin am 18. Oktober 2018, 11:39
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Alloheim-Chefs ernten heftige Kritik im Rat

von Michael Menzebach, Redakteur Stadtspiegel, Haltern

Haltern. Keinen angenehmen Abend verbrachten die drei Vertreter der Firma Alloheim in der Ratssitzung am Donnerstagabend. Denn Christoph Mosler, Markus Marx und Marcel Trümpelmann ernteten von den Ratsmitgliedern ausschließlich negative Bewertungen wegen der alles andere als zufriedenstellenden Bedingungen im Sythener Altenwohnheim. Auch die Politiker, die seinerzeit für die Vergabe an Alloheim gestimmt hatten, erklärten nun sehr deutlich, dass sie so gegenwärtig nicht mehr votieren würden.

Denn zu gravierend sind die bekannt gewordenen Mängel, die im Altenwohnheim im Baugebiet Elterbreischlag bekannt geworden sind. Nach wie vor besteht der Aufnahmestopp, den die Heimaufsicht des Kreises verhängt hatte. Die Chefs der Alloheim-Gruppe, die 170 Altenheime betreibt, versuchten zu erklären, wie diese Fehler entstehen konnten: Krankheitsbedingte Ausfälle in der Leitung, deshalb immer wieder Fluktuationen und auch zu wenig Personal, um einen gesetzeskonformen Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Das sei nun aber aufgefangen worden, derzeit würden mehr Pflegekräfte dort arbeiten als von den Kassen finanziert würden. Dafür seien gegenwärtig auch Zeitarbeitsfirmen beauftragt worden. Letztlich erklärte Christoph Mosler: „Wir haben Ihre Worte verstanden, und wir werden alles tun, um die Schritte in die richtige Richtung zu machen.“  Die Ratsmitglieder erklärten, dass das Unternehmen offenbar im Management versage, sonst seien diese gravierenden Fehler nicht erklärbar. Die Mängel nun auf das Personal zu schieben, sei der falsche und unseriöse Weg.

Ebenso wurde kritisiert, dass nach wie vor nicht mit dem Bau der seniorengerechten Wohnungen in unmittelbarer Nachbarschaft begonnen worden ist. Auch hier hätten zunächst Alloheim und nun der aktuelle Eigentümer der Fläche stets Versprechungen gegeben, die nicht eingehalten worden sind. Nun heißt es, mit dem Bau solle noch in diesem Herbst begonnen werden.

An dieser Thema hängt ein weiterer Unmut der Anwohner: Die Straßen sind deshalb noch nicht ausgebaut worden. Auch daraus ergibt sich eine ungeordnete Parksituation und Staus, wenn das Altenheim beliefert wird. Da bleibt dem Altenheimbetreiber und ebenso dem Bauherrn der Wohnungen noch eine Menge Arbeit, das verspielte Vertrauen zurückzugewinnen und vor allem Seniorinnen und Senioren wieder ein Heim zu bieten, in dem sie beruhigt und gut versorgt leben können.
Quelle: https://www.lokalkompass.de/haltern/politik/alloheim-chefs-ernten-heftige-kritik-im-rat-d1005384.html


Titel: Die Übernahme-Schlacht geht weiter ...
Beitrag von: admin am 09. November 2018, 11:40
Zitat
Deal auf dem Pflegemarkt
Alloheim übernimmt CMS-Gruppe


Die Alloheim Senioren-Residenzen SE will noch vor Jahresende die CMS Unternehmensgruppe mit Sitz in Köln übernehmen. Das teilte das Unternehmen jetzt mit.

Die Übernahme erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der relevanten Kartellbehörden. Nach Vollzug der Transaktion vereint Alloheim rund 21.000 Pflegebetten und Apartments für Betreutes Wohnen unter seinem Dach.

Die inhabergeführte CMS ist Anbieter für Pflege, ambulante Versorgung und Betreutes Wohnen sowie in Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vertreten.

Auch als Teil der Alloheim-Gruppe werde die CMS die Einrichtungen und Pflegedienstleistungen unter der CMS-Marke führen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Geschäftsführung der CMS werde weiterhin von Stephanie Rosenthal-Strepp und Sven Rosenthal vom Unternehmenssitz in Köln übernommen.

Hinter Alloheim steht derzeit der Private-Equity-Investor Nordic Capital. (http://www.altenheim.net/Infopool/Nachrichten/Management/Alloheim-an-Nordic-Capital-verkauft) Dieser hatte Alloheim zuvor vom US-Investor Carlyle erworben.
Quelle: http://www.altenheim.net/Infopool/Nachrichten/Management/Alloheim-uebernimmt-CMS-Gruppe, 01.11.2018


Titel: AXIO-Gruppe: 7 Pflegeheime an ORPEA verkauft
Beitrag von: admin am 09. November 2018, 12:54
Zitat
Ausbau im deutschen Premium-Pflege-Segment
Orpea übernimmt 7 Einrichtungen der Axion-Gruppe


07.11.2018 - Das Pflegeunternehmen Orpea übernimmt den Betrieb von 7 Pflegeheimen der Hamburger Axion-Gruppe mit insgesamt 985 Betten. Dazu gehören auch 2 Hamburger Seniorenresidenzen aus dem Premium-Segment mit zusammen 275 Betten, die Elbschloss Residenz und die Elbschloss Residenz Klein Flottbeck, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Axion-Gruppe wurde im Jahr 2001 von Nikolaos Tavridis gegründet, der auch weiterhin CEO bleiben wird und als Experte für das Premium-Segment gilt. Darüber hinaus werden Orpea und Tavridis ein gemeinsames Unternehmen gründen, das in Deutschland Seniorenhäuser im Premium-Segment entwickeln wird. Ziel des Joint-Ventures ist, in Regionen mit sehr hoher Kaufkraft neue hochwertige Einrichtungen für Senioren zu bauen. Das Joint Venture mit Nikolaos Tavridis sei ein weiterer Ausdruck für das Ziel, den deutschen Pflegemarkt mit einem höheren Qualitätsangebot umzugestalten, heißt es laut Presseinformation weiter. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. Axion wird ab dem 1. Januar 2019 konsolidiert.

Die Transaktion und das Joint-Venture sind Teil unserer Strategie, das Angebot in Deutschland mittel- und langfristig deutlich hochwertiger zu entwickeln. Das werden wir vor allem durch den Bau von neuen Häusern tun, die sich klar von denen anderer Betreiber absetzen. Generell sind Premium-Pflegeheime in Deutschland noch sehr selten. Obwohl der Bedarf an Häusern mit besonders hohen Standards vor allem in den größeren Städten stark zunimmt, fallen zurzeit gerade einmal um die 20 Häuser in diese Kategorie", äußerte sich Orpea Deutschland-CEO Erik Hamann.
Quelle:  (http://www.altenheim.net/Infopool/Nachrichten/Orpea-uebernimmt-7-Einrichtungen-der-Axion-Gruppe[/url)


Titel: Gruppe MdF kauft Dorea
Beitrag von: admin am 09. November 2018, 13:01
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Pflegemarkt
Französische Gruppe MdF kauft Dorea


07.11.2018 - Und wieder eine große Transaktion auf dem deutschen Pflegemarkt: Die französische Groupe Maisons de Famille (MdF) hat am Dienstag, 6.11., das Pflegeunternehmen Dorea gekauft. Damit löst der Investor die Quadriga Capital Private Equity Fund IV LP als Hauptgesellschafter nach nur drei Jahren ab.

Das gab das Pflegeunternehmen Dorea in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach gehört MdF zu Creadev, der Investmentgesellschaft der Mulliez-Familie, und besitzt in 35 Ländern weltweit Unternehmen in verschiedenen Dienstleistungsbranchen. Axel Hölzer bleibt weiterhin Dorea-Geschäftsführer und Mitgesellschafter. Laut Hözer sei die Philosophie von MdF, Marke und Strategie im vom Management der jeweiligen Landesgesellschaften eigenständig weiterentwickeln zu lassen

MdF bewirtschaftet 84 Pflegeeinrichtungen in Frankreich, Italien und Spanien mit derzeit insgesamt 10.950 Betten. Dorea hat 23 Zukäufe in den letzten drei Jahren realisiert und betreibt aktuell 58 Pflegeeinrichtungen mit 5.500 Betten und sieben ambulante Pflegedienste mit 900 Plätzen. Insgesamt sollen 4.100 Mitarbeiter einen für 2018 prognostizierten Umsatz von rund 200 Millionen Euro erwirtschaften.

MdF Vorstandsvorsitzender Philippe Tapié sagte: "Wir wollen nicht nur qualitativ hochwertige Dienstleistungen für unsere Bewohner erbringen, sondern das Unternehmen zu einem Vorbild in der Pflegebranche entwickeln."

Über den Kaufpreis wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt kartellamtlicher Prüfung. Erst kürzlich kaufte Alloheim die CMS Gruppe.
Quelle: http://www.altenheim.net/Infopool/Nachrichten/Management/... (http://www.altenheim.net/Infopool/Nachrichten/Management/Franzoesische-Gruppe-MdF-kauft-Dorea/(cpg)/A3682?cpg=A3682&utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Altenheim_Newsletter_45_KW&utm_content=Franzoesische-Gruppe-MdF-kauft-Dorea)

ORPEA-Pressemitteilung: http://www.orpea.de/presse/2018/181104PIHOMER.pdf


Titel: Re: Übernahmen + Fusionen: Knallhartes Geschäft - zu Lasten der Patienten und Pflege
Beitrag von: admin am 06. Februar 2019, 00:30
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Geld verdienen mit Pflege

Noch nie haben so viele Investoren Pflegeheime gekauft wie heute. Gerade für ausländische Geldgeber sind sie verlässliche Investments. Leidet die Pflege darunter?


Eine Analyse von Tina Groll

Bis zum Jahr 2008 war Alloheim eine kleine Pflegeheimkette, gegründet in Bad Marienberg, einem Kurort im Westerwald. 13 Altenheime (https://www.zeit.de/thema/pflegeheim) gehörten zu dem Unternehmen. Dann entdeckt der britische Private-Equity-Investor StarCapital die Firma, er sieht im deutschen Pflegemarkt eine "attraktive Investmentmöglichkeit" (https://www.star-capital.com/news/star-capital-partners-announces-the-sale-of-the-alloheim-group.html). Jetzt geht es nicht mehr nur um Altenpflege, es geht ums Wachstum. StarCapital kauft weitere Heime, standardisiert die Abläufe.

Nach fünf Jahren verkaufen die Londoner die Alloheim-Kette mit mittlerweile 49 Häusern für 180 Millionen Euro an die New Yorker Beteiligungsgesellschaft Carlyle. Auch die möchte Expansion – und baut Alloheim zu einem Pflegekonzern mit mehr als 160 Häusern aus. Ende 2017 streichen die New Yorker durch den Verkauf von Alloheim an den schwedischen Investor Nordic Capital 1,1 Milliarden Euro ein. Und Nordic? Kauft den Kölner Pflegeheimbetreiber CMS mit 23 Einrichtungen (http://www.altenheim.net/Infopool/Nachrichten/Management/Alloheim-uebernimmt-CMS-Gruppe). Inzwischen ist Alloheim nicht mehr eine kleine GmbH, sondern eine europäische Aktiengesellschaft. Und mit künftig mehr als 195 Einrichtungen der zweitgrößte Alten- und Pflegeheimbetreiber in Deutschland.

Der Fall Alloheim zeigt: Finanzinvestoren haben Alten- und Pflegeheime als Investment entdeckt. Noch nie mischten in Deutschland so viele Finanzinvestoren in der Branche mit wie in diesem Jahr. Laut einer Branchenuntersuchung der Unternehmensberatung E&Y sind acht der zehn größten Träger mittlerweile in privater Hand. Es ist eine Entwicklung, die nicht nur von Altenpflegerinnen, Mitarbeitern in den Heimen und Gewerkschaften kritisch gesehen wird. Selbst Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) findet den Trend nicht unproblematisch und kritisierte (https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-08/jens-spahn-vorwurf-pflegeheimbetreiber-rendite-sozialwesen) kürzlich die hohen Renditeerwartungen in der Pflege  (https://www.zeit.de/thema/pflege)in einem Beitrag für das Handelsblatt. Er sorgt sich nicht nur um den "effizienten Einsatz begrenzter Mittel", sondern auch um die "gute pflegerische Versorgung".  ...

[vollständigen Artikel lesen >>] (https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-06/altenpflege-pflegeheime-betreiber-
private-investoren)

https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-06/altenpflege-pflegeheime-betreiber-private-investoren


Titel: Alloheim mit Aufnahmestopps ... aber auf Einkaufstour
Beitrag von: admin am 06. August 2019, 23:18
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Alloheim will Pro TALIS übernehmen

(30.04.2019/10.05.2019) Laut einer Veröffentlichung des Bundeskartellamtes hat die Alloheim Senioren-Residenzen SE einen Antrag auf Übernahme des Meppener Heimbetreibers PRO TALIS gestellt. Der betrieb zuletzt in Niedersachsen, NRW und Schleswig-Holstein an 16 Standorten gut 1.000 Pflegebetten und 4 Seniorenwohnanlagen, eine weitere Pflegeeinrichtung soll im Kreis Borken entstehen.

Auch die etwa 17 Tochtergesellschaften der Pro Talis-Holding, die sich zu 100% in deren Eigentum befinden, sollen übernommen werden. Alloheim hofft auf Genehmigung der Kartellbehörde noch in diesem Sommer. Es ist die erste größere Transaktion von Alloheim seit Übernahme der Gesellschaft durch die in Jersey registrierte Private Equity-Gesellschaft Nordic Capital Ende 2017. ID 256104397Bet, 2097985991Bet
Quelle: http://www.marktdialog-ticker.de/de/start/heimbetreiber.html


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Weiterhin Belegungsstopp für Alloheim Bad Vilbel

(19.03.2019) Der bestehende absolute Belegungsstopp für die Pflegeeinrichtung in Bad Vilbel (Wetteraukreis, HE) bleibt bestehen. Das teilte das Amt für Versorgung und Soziales (Heimaufsicht), nach einer unangemeldeten Heimbegehung Mitte März mit. In der Einrichtung lmit 120 Plätzen lebten zuletzt rund 90 Pflegebedürftige.

Das 2015 eröffnete Haus ging mit der Übernahme des Betreibers AGO 2016 ins Alloheim-Portfolio. Von 2016 bis 2018 gingen bei der Heimaufsicht 28 Beschwerden wegen erheblicher Pflegemängel ein. Einen Bericht über die aktuell vorgefundene Situation will die Aufsichtsbehörde im April veröffentlichen. ID 2569
Quelle: http://www.marktdialog-ticker.de/de/start/heimbetreiber.html



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Aufnahmestopp für Alloheim in Haltern bleibt bestehen

26.11.2018. „Alle Auflagen erfüllt“ verkündet Betreiber Alloheim für seine Seniorenresidenz Sythen am See (Kreis Recklinghausen, NW). Gleichwohl teilt die Heimaufsicht mit, daß der verhängte Aufnahmestopp vorerst weiter bestehen bleibt. Äußerungen aus dem Heimbeirat lassen in der Tat darauf schließen, daß sich die Situation insgesamt entspannt, der „Exodus von Heimbewohnern“ sei ausgeblieben. Dies wird wesentlich auf den erneuten Wechsel in der Heimleitung zurückgeführt, den dritten seit der Eröffnung im letzten Jahr. ID 5344
Quelle: http://www.marktdialog-ticker.de/de/start/heimbetreiber.html



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Alloheim will CMS-Pflegestifte übernehmen

31.10.2018. Rund 23 Pflegestifte der Kölner CMS-Consulting sollen von der Alloheim SE übernommen werden. CMS bietet rund 2000 Pflegebetten in 4 Bundesländern, der Schwerpunkt liegt in NRW.  Gegründet wurde CMS 1990 von der Familie Rosenthal. Alloheim-Geschäftsführer Rainer Hohman sagte, man freue sich, „dass wir die Gründerfamilie Rosenthal von einer Partnerschaft mit Alloheim überzeugen konnten“.

Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes. ID 1333094252Bet, 2097985991Bet
Quelle: http://www.marktdialog-ticker.de/de/start/heimbetreiber.html



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Alloheim in NRW auf Expansionskurs

Die Segel Alloheims scheinen unter dem neuen Eigentümer Nordic Capital gesetzt, der Kurs geht in Richtung Expansion. Erster Hafen: NRW. Dort soll die Cosmas-Beteiligungsgesellschaft übernommen werden. Deren wichtigste Beteiligung: die Itertalklinik-Seniorenresidenzen. Die betreiben in Aachen und der umliegenden Region 6 Seniorenzentren mit knapp 500 Pflegeplätzen und über 200 Seniorenwohnungen. Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer von Cosmas und der Itertalklinik ist mit Christoph Kösters, von Hause aus Arzt, identisch.

Genehmigt das Kartellamt, das der Übernahme noch zustimmen muß, den Deal, käme auch die Seniorenresidenz in Simmerath indirekt wieder unter Alloheims Fittiche. Nur dessen Übernahme durch die Itertal-Kliniken konnte das Haus, bis 2016 von Alloheim betrieben, vor einer drohenden Heimschließung bewahrt werden.

Darüber hinaus verzeichnet die marktd!alog-Datenbank 13 weitere Bauprojekte Alloheims, knapp die Hälfte davon ebenfalls in NRW.

ID 2097985991Bet, 1385961273Bet
Quelle: http://www.marktdialog-ticker.de/de/start/heimbetreiber.html


Titel: Specht-Gruppe übernimmt Bremer Alloheim-Einrichtung
Beitrag von: admin am 18. Oktober 2019, 16:58
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Eigentümer-Wechsel
Bremer Betreiber übernimmt umstrittenes Pflegeheim


Sabine Doll 06.08.2019

Die Bremer Specht & Tegeler Seniorenresidenzen ist ab September neuer Betreiber des Alloheim-Pflegezentrums an der Marcusallee. Die Heimaufsicht hatte 2018 einen zeitweisen Belegungsstopp verhängt.

Das Pflegezentrum "Marcusallee" der Alloheim-Gruppe bekommt ab dem 1. September einen neuen Betreiber: Die Specht & Tegeler Seniorenresidenzen aus Bremen übernimmt den Betrieb der Einrichtung, die seit 2017 wegen mutmaßlicher Pflegemängel und anderer Missstände in den Fokus der Aufsichtsbehörde geraten war. Die Bremische Wohn- und Betreuungsaufsicht, die zur Sozialbehörde gehört, hatte zeitweise einen Belegungsstopp für die Einrichtung verhängt und war teilweise täglich vor Ort.

Das Bremer Unternehmen übernimmt die Einrichtung mit 132 Plätzen von der Düsseldorfer Alloheim Senioren-Residenzen SE, die bundesweit nach eigenen Angaben 210 stationäre Pflegeeinrichtungen, 75 Standorte mit betreutem Wohnen und 26 ambulante Pflegedienste betreibt. Neben dem Pflegezentrum an der Marcusallee gehört in Bremen außerdem das „Haus Holter Fleet“ an der Osterholzer Heerstraße zu dem Düsseldorfer Konzern. Medienberichten zufolge soll es auch in anderen Einrichtungen der Alloheim-Gruppe zu Pflegemängeln und Belegungsstopps gekommen sein.

"Wir glauben, dass solch eine herausfordernde Aufgabe besser von Bremen aus geführt werden kann. Eine Rolle spielt die Ortsnähe, und wir haben viel Erfahrung mit dem Betrieb von Pflegeeinrichtungen", kommentiert die Sprecherin der Specht & Tegeler Seniorenresidenz, Frauke Meyenberg, die Übernahme. Die Pflegeeinrichtung werde auch einen neuen Namen bekommen, ab September soll sie "Parkresidenz Bremen" heißen.

Dass ein Träger aus Bremen das Pflegeheim übernimmt, sei ein „Vorteil“, sagt David Lukaßen, Sprecher von Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne). „Der Bremer Betreiberkann über einen ganz anderen Personalstamm vor Ort verfügen, er bringt Personal für die Leitung und das Qualitätsmanagement mit.“ Bei dem bisherigen Träger habe es in der Vergangenheit immer wieder Wechsel auf der Leitungsebene geben. Das sei eines der Hauptprobleme gewesen, die zu dem Belegungsstopp im März vergangenen Jahres geführt hätten.

Lukaßen: „Konkret wurden damals Fehler bei der Medikamentengabe sowie beim Wundmanagement festgestellt. Außerdem stand im Raum, dass die Bewohner nicht optimal mit Flüssigkeit versorgt wurden.“ In der Hochphase seien Kontrolleure der Bremischen Wohn- und Betreuungsaufsicht täglich vor Ort gewesen, bis heute sei das Heim mit teilweise wöchentlichen Besuchen engmaschig begleitet worden. „Die Einrichtung war seitdem auf einem guten Weg. Vor dem 1. September wird es ein Abschlussgespräch mit dem alten und ein Übernahmegespräch mit dem neuen Träger geben.“

Das Bremer Unternehmen ist eine gemeinsame Betreibergesellschaft der Specht Gruppe aus Bremen und der Tegeler-Gruppe aus Wunstorf. Die Immobilie an der Marcusallee hatte die Specht Gruppe bereits früher in diesem Jahr übernommen. „Für die Bewohner und Mitarbeiter ändert sich durch unseren Start nichts. Wir wollen einen nahtlosen Übergang erreichen“, betont Rolf Specht, Geschäftsführer des Bremer Unternehmens. Die Mitarbeiter habe Specht in einer Versammlung unter anderem mit den Worten „Ich möchte, dass dies der beste Pflegebetrieb Bremens wird“ über den Neustart informiert, wie Meyenberg betont.

Das Gebäude soll nach der Übernahme renoviert und „damit zukunftsfähiger“ gemacht werden. Doppelzimmer könnten eventuell zu großen Einzel-Komfortzimmern umgebaut werden. „Es passiert natürlich nichts gegen den Willen von Bewohnern, die in einem Doppelzimmer wohnen und dort auch bleiben möchten“, versichert Meyenberg.

„Wir werden uns jetzt die Möglichkeiten ansehen. Die Lage und das Klientel könnten eine interessante Perspektive sein.“ Derzeit ist die Einrichtung nach Auskunft einer Sprecherin der Düsseldorfer Alloheim Seniorenresidenz SE zur Hälfte belegt. Beschwerden in der Vergangenheit seien sehr ernst genommen und in Abstimmung mit den Behörden Maßnahmen zur Verbesserung eingeleitet worden.

Die sechste Pflegeeinrichtung


Diese hätten schnell Wirkung gezeigt. Der Transparenzbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung habe bereits Anfang Mai 2018 für die Einrichtung eine Gesamtnote von 1,5 und bei der Überprüfung im Januar 2019 die Note 1,3 ergeben. Der Landesdurchschnitt in Bremen sei 1,4 gewesen. „Das Haus Holter Fleet bleibt Teil der Alloheim-Gruppe“, betont die Sprecherin. Die Einrichtung habe eine andere Ausrichtung, sie sei auf die Betreuung von Bewohnern mit Demenz spezialisiert.

Mit der Übernahme des Hauses an der Marcusallee handelt es sich um die sechste Pflegeeinrichtung, die von der Specht & Tegeler Seniorenresidenzen betrieben wird. Neben einem Standort in Rheinland-Pfalz gehören weitere in Sulingen, Stuhr, Tarmstedt und in Hamburg dazu. Zwei Immobilien in Delmenhorst und Oldenburg mit insgesamt etwa 150 Plätzen sind laut Meyenberg im Bau.
Quelle: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-bremer-betreiber-uebernimmt-umstrittenes-pflegeheim-_arid,1850353.html#comments