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Autor Thema: dip: Pflege-Thermometer offenbaren Pflege-Notstand  (Gelesen 6621 mal)
admin
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« Antworten #3 am: 18. Juni 2018, 23:18 »

Zitat
Pflege-Thermometer 2018 auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin vorgestellt

Stationäre Langzeitpflege: 17.000 offene Stellen – der Fachkraftmangel schlägt durch


Köln, 19. März 2018. Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) hat im Rahmen des diesjährigen Deutschen Pflegetages in Berlin exklusiv Daten, Analysen und Ergebnisse des Pflege-Thermometers 2018 vorgestellt. Die repräsentative Studie basiert auf der bundesweiten Auswertung von Daten aus 1.067 Einrichtungen der voll- und teilstationären Langzeitpflege. Es wurden Fragen zu Strukturen und Ausstattungen der Einrichtungen, Technologieeinsatz und Digitalisierung, Personal, finanziellen Rahmenbedingungen, regionalen Versorgungsaspekten sowie Einschätzungen zu den Auswirkungen der Pflegereformgesetze beantwortet. Die Ergebnisse zeigen detailliert, dass der Fachkraftmangel in der Pflege immer stärker durchschlägt. „Das Nadelöhr ist die Personalfrage“, betonte Professor Michael Isfort, Leiter der Stude. Aktuell können 17.000 Stellen in den bundesweit 13.600 Einrichtungen nicht besetzt werden. Die vollständige Studie, die wiederum von der B. Braun-Stiftung gefördert wurde, wird Ende April 2018 veröffentlicht.

Quelle: https://www.dip.de/fileadmin/data/pdf/pressemitteilungen/Presseinformation_Pflege-Thermometer_2018.pdf + Folien
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"Wir sind nicht nur für das verantwortlich,
 was wir tun, sondern auch für das,
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« Antworten #2 am: 01. März 2014, 02:23 »

    Übersicht über "dip - Pflege-Thermometer"



    Quelle: Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.
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    « Antworten #1 am: 21. Mai 2010, 03:00 »

    Massiver Stellenabbau der vergangenen Jahre hinterlässt Spuren in der Patientenversorgung und lässt sich nicht einfach umkehren

    Köln und Berlin, 19. Mai 2010. In Berlin wurden heute vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) die Ergebnisse der größten Befragung unter Pflegekräften in Deutschland vorgestellt. Mehr als 10.000 in Krankenhäusern beschäftigte Gesundheits- und Krankenpfleger beteiligten sich an der Studie „Pflege-Thermometer 2009“. Die Ergebnisse weisen auf eine steigende Belastung der Beschäftigten und demzufolge auf zunehmende Mängel in der Patientenversorgung hin. Hintergrund ist, dass in den vergangenen Jahren etwa 50.000 Stellen in der Krankenhauspflege bei steigenden Patientenzahlen abgebaut worden sind. Da die Ausbildungskapazität in der Krankenpflege seit Jahren sinkt und der Markt „wie leer gefegt ist“, ist den Autoren der Studie zufolge offen, wie in den kommenden Jahren der steigende Bedarf an Pflegekräften gedeckt werden kann. Die Studie wurde von der B. Braun-Stiftung gefördert.

    Projektleiter Prof. Michael Isfort vom dip brachte die Untersuchungsergebnisse auf folgenden Punkt: „Das, was in den vergangenen Jahren bei den Krankenhausärzten mit einem deutlichen und anhaltenden Ausbau von mehr als 20.000 Stellen richtig gemacht wurde, ist bei der Krankenhauspflege durch einen massiven Stellenabbau schief gelaufen und wird nun immer folgenschwerer für die Beschäftigten und die Patienten!“ Die Studie zeigt, dass der massive Stellenabbau in der Pflege zu einer deutlichen Ausdünnung und statistischen Überalterung der Personaldecke in der Pflege mit der Folge hoher Arbeitsbelastungen bei steigenden Patientenzahlen geführt hat. Das noch von der ehemaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt Anfang 2009 aufgelegte Sonderprogramm für bis zu 17.000 zusätzliche Pflegekräfte im Krankenhaus zeigt in der Untersuchung noch keine Wirkung.

    Laut Studie lassen sich daraufhin inzwischen insbesondere Mängel bei Pflegeleistungen wie einer angemessenen Überwachung von verwirrten Patienten, Mobilisierung und fachgerechte Lagerung von bewegungseingeschränkten Patienten, Gesprächshäufigkeiten, Betreuung Schwerstkranker und Sterbender sowie Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme beschreiben. Selbst bei Medikamentengaben, Verbandswechseln und Hygienemaßnahmen sind es jeweils etwas mehr als die Hälfte der Befragten, die Fehler aufgrund von hoher Arbeitsbelastung nicht ausschließen konnten. In der Studie wurde auch nachgewiesen, dass besonders hoch belastete Pflegekräfte höhere Fehlerquoten in allen Leistungsbereichen angaben. Damit wurde ein direkter Zusammenhang zwischen abnehmender Pflegekapazität und vermehrten Risiken für die Patienten sichtbar.

    Lichtblicke zeigen sich hingegen im veränderten Verständnis und den Perspektiven im Pflegeberuf. Isfort betonte, „dass die verbliebenen Pflegekräfte sehr professionell darangehen, die Versorgung für alle Patienten trotz der schwierigen Bedingungen so gut wie irgend möglich aufrecht zu erhalten“. Insbesondere die jüngeren Pflegekräfte gehen mit guten Entwicklungsmöglichkeiten in den Beruf und trotzen somit den schwierigen Arbeitsbedingungen. Unter anderem strebt jede zweite Pflegekraft unter 25 Jahren eine akademische Weiterqualifizierung an. Zugleich wird von den Autoren kritisiert, dass so gut wie nichts für einen Verbleib der älteren Mitarbeiter über 50 Jahrein der Krankenhauspflege getan wird. „Das ist schon eine erschreckende Tatenlosigkeit, die wir hier beschreiben müssen“, so Isfort.

    Kurzfristige Änderungen des Personalmangels in der Krankenhauspflege erscheinen nach den vorliegenden Erkenntnissen indes kaum möglich, da nicht genügend ausgebildet wird und der Arbeitsmarkt quasi leer gefegt ist. Es herrscht bereits in einigen Regionen Deutschlands ein akuter Fachkräftemangel. Denn zeitgleich steigen die Bedarfe der häuslichen Pflege und der Altenheime nach qualifiziertem Personal ebenfalls an. Außerdem wird in den kommenden Jahren eine größere Zahl älterer Mitarbeiter aus dem Dienst im Krankenhaus ausscheiden und muss ersetzt werden.

    Damit ist ein umfassendes Problemfeld umschrieben, das die Krankenhäuser der Studie zufolge alleine nicht werden lösen können. Isfort: “Hier sind alle verantwortlichen Kräfte der Gesundheitspolitik von Bund und Ländern, Gewerkschaften, Verbände und Kostenträger gemeinsam mit den Krankenhäusern gefragt, in einer konzertierten Aktion den sich abzeichnenden Kollaps zu vermeiden“.

    Die Studie kann kostenlos unter www.dip.de heruntergeladen werden.  [>>]

    Das Pflege-Thermometer 2009 ist bereits die fünfte größere Untersuchung dieser Art seit 2002.

    Quelle: http://www.dip.de - Pressemitteilung vom 19.05.2010



    Siehe auch:

    [Interview mit Professor Michael Isfort vom dip >>]

    « Letzte Änderung: 28. Juli 2010, 15:27 von admin » Gespeichert

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    « am: 18. Mai 2010, 23:48 »

      Pflege-Thermometer 2009 bei Frontal 21
      Kurz vor Veröffentlichung der Studie berichtet das ZDF exklusiv über zentrale Ergebnisse


      Köln, 17. Mai 2010. Im Rahmen des Pflege-Thermometers 2009 wurden mehr als 10.000 Pflegekräfte, die in Krankenhäusern in Deutschland arbeiten, zur beruflichen Situation und Patientenversorgung befragt. Jetzt liegen die Ergebnisse vor und werden am kommenden Mittwoch, 19.5.2010, in Berlin im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich um die größte Studie ihrer Art in Deutschland.

      Bereits am Dienstag, 18. 5. 2010 wird um 21:00 Uhr exklusiv im ZDF-Politmagazin Frontal 21 über das Thema der Pflege im Krankenhaus und einige zentrale Ergebnisse der Studie berichtet.


      Das Pflege-Thermometer 2009 wurde von der B. Braun-Stiftung unterstützt. Es wird ab Mittwochnachmittag, 19.5. 2010 unter www.dip.de kostenlos herunterladbar sein.

      Das gemeinnützige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) ist ein Institut an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW) in Köln und betreibt einen weiteren Standort an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) bei Koblenz. Es gehört zu den führenden Pflegeforschungsinstituten in Deutschland. Zu den Auftraggebern und Kooperationspartnern gehören Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen, Krankenkassen, Verbände, Kommunen, Hochschulen, wissenschaftliche Institute und weitere Einrichtungen. Im Institut arbeiten rund 20 Mitarbeiter/innen in den vier Abteilungen Pflegebildungsforschung, Pflegeberatung und -prävention, Pflegearbeit und -beruf sowie Grundlagen und Entwicklungen.

      Quelle: http://www.dip.de/presse/pressemitteilungen



      Die Krankenhauspflege kollabiert – DBfK fordert schnelle und nachhaltige Entlastung
      Berlin, 19. Mai 2010

      Seit Jahren haben Experten eindringlich vor dem drohenden Pflegenotstand in deutschen Kliniken gewarnt – nun ist er da und nicht mehr zu kaschieren. Das heute veröffentlichte Pflegethermometer 2009 des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung zeigt erschreckende Befunde: drastische Mängel in der Patientenversorgung, hoffnungslos überlastete Pflegekräfte, die diese Lasten inzwischen nicht mehr tragen können.

      „Das System Krankenhaus wurde kaputtgespart!“ sagt Johanna Knüppel, Referentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK). „Wer jetzt nicht handelt hat den weiteren Zusammenbruch der Krankenversorgung in deutschen Kliniken zu verantworten! Alle Zuständigen, Träger, Politik und Kostenträger, müssen umdenken, andere Prioritäten setzen und für eine schnelle und dauerhafte Entlastung der Pflege sorgen.“

      Mit dem lapidaren Verweis auf fehlende Finanzmittel wurden in Deutschland jahrelang Pflegepersonal abgebaut (nach Berechnungen von Experten fehlen ca. 70.000 Pflegekräfte in den Krankenhäusern), Pflegende in den Kliniken hemmungslos ausgebeutet und die Sicherheit ihrer Patienten aufs Spiel gesetzt. Offensichtlich immer genug Geld war aber vorhanden, um

      • die Anzahl der Klinikärzte um 26 % zu steigern,
      • überproportionale Tarifzuwächse des ärztlichen Dienstes zu finanzieren,
      • unreguliert hohe Preise für Arzneimittel zu zahlen,
      • Über- und Fehlversorgung besonders im Bereich medizintechnischer Ausstattung zu bedienen,
      • eine mit jeder Gesundheitsreform stärker aufgeblähte Bürokratie zu unterhalten.


      Deutschland leistet sich nach wie vor eines der vier teuersten Gesundheitssysteme der Welt, gehört allerdings in der Pflegekraft-Patienten-Relation zu den Schlusslichtern (siehe Daten der OECD). Die dramatischen Auswirkungen kann jeder Patient unmittelbar erleben: Minimalversorgung im Sekundentakt, mehr Fehler bei der Medikation, grobe Hygienemängel und kritisch steigende Infektionszahlen in den Kliniken. Der direkte Zusammenhang zwischen mangelhafter Pflegekapazität und lebensbedrohenden Komplikationen für Patienten ist durch internationale Studien seit langem belegt, in Deutschland wird dies nach wie vor ignoriert.

      Um die unerträglichen Belastungen im Beruf abzumildern gehen Pflegefachkräfte in Teilzeit – und tappen gleich in die nächste Falle:
      Die Krankenhäuser fordern unvermindert Mehrarbeit, sparen dann aber die Zahlung von Überstundenzuschlägen. Das hat Methode als mittlerweile probates Instrument der Kostensenkung. Und den Mitarbeitern droht darüber hinaus zweierlei: Altersarmut durch geringere Rentenerwartung und die Frühberentung wegen gesundheitlicher Schäden durch jahrelange Überlastung. Wo bleiben die Fürsorgeverpflichtung der Arbeitgeberseite und der gesetzliche Arbeitsschutz? Der Pflegefachkräftemangel hat schon jetzt gravierende Auswirkungen für die Unternehmen der Gesundheitsbranche, mit den heutigen Rahmenbedingungen wird man kaum junge Menschen für einen pflegerischen Beruf motivieren können.

      Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), Pressemitteilung
      « Letzte Änderung: 01. März 2014, 02:10 von admin » Gespeichert

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