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Autor Thema: Dekubitus-Prophylaxe: Vollkontakt statt Weichlagern  (Gelesen 6946 mal)
admin
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« am: 14. April 2010, 17:21 »

Presse-Info OPED GmbH

Der Irrglaube rund um den Druck

Dekubitus-Prophylaxe: Vollkontakt statt Weichlagern

Wer nach langer Bettlägrigkeit einen wunden Rücken, wer als Folge von Diabetes wunde Füße hat, will und muss den Druck beim Liegen oder Stehen von diesen Stellen wegnehmen. Doch es ist ein Mythos, dass man sich dazu möglichst weich betten sollte.

Druck entsteht, wenn eine Kraft auf eine bestimmte Oberfläche ausgeübt wird. Beim Stehen zum Beispiel drückt das eigene Gewicht auf die Fußsohle. Der Druck wird kleiner, wenn die Kraft kleiner wird – oder wenn sich die Fläche vergrößert, auf die sich das Gewicht verteilen kann.

Schaut man sich zunächst mal an, wie der Fuß auf einer harten Oberfläche steht, wird klar: Druck entsteht nur an Ballen und Ferse, also dort, wo der Fuß Kontakt zur Oberfläche hat. Dadurch, dass unsere Wirbelsäule gekrümmt ist, gibt es auch dort nur einige wenige Auflagepunkte. Diese Stellen bekommen das gesamte Gewicht ab, es entstehen an den Auflagepunkten Druckspitzen.

Abbildung 1: Druckverteilung bei harter Oberfläche

Wenn man nun eine weiche Unterlage, zum Beispiel weichen Schaumstoff für Matratze oder Schuheinlage verwendet, wird die Auflagefläche tatsächlich vergrößert. Der Druck hat weniger „scharfe“ Spitzen. Trotzdem bleiben Stellen mit sehr hohem Druck. Grund ist die Rückstellkraft des Schaumstoffs.

Abbildung 2: Druckentlastung durch Weichlagerung

Als Ausweg wird manchmal versucht, die exponierten Stellen freizustellen. Dazu verwendet man sogenannte Mosaiksohlen oder schneidet mit der Schere etwas aus der Schaumstoffsohle heraus. Damit wird die Stelle natürlich entlastet: Denn wo nichts ist, kann auch nichts drücken. Aber: Am Rand der Freistellung sind die Druckspitzen nun umso höher.

Abbildung 3: Verbesserte Weichlagerung durch Freistellen

Ein effektive Druckentlastung ohne gefährliche Spitzen erreicht man also nur, wenn man die maximale Kontaktfläche ausnutzt. Also zum Beispiel die gesamte Fußsohle gleichmäßig belastet. Dies ist der Fall, wenn eine belastungsstabile, feste Oberfläche genau der Kontur des Fußes angepasst wird. Dieser Vollkontakt gilt in der Pflege international als „Goldener Standard“. Weniger glanzvoll ist, dass dies bislang oft das Anlegen eines Gipses am Bein bedeutet hat. Dies ist nicht nur für den Patienten unbequem, sondern auch für das Pflegepersonal sehr zeitaufwendig und erschwert zudem die regelmäßige Wundkontrolle Und selbst wenn Eingipsen beim Fuß vielleicht noch geht, ist es für den wunden Rücken nahezu unmöglich.

Abbildung 4: Vollkontakt als „Goldener Standard“

Eine moderne Alternative zum Gipsfuß ist eine Schiene mit Vakuumkissen. Es ist mit vielen kleinen Kunststoffkügelchen gefüllt. Diese passen sich genau der Anatomie des Fußes an. Entnimmt man dem Kissen die Luft, wird die Form fest – wie bei einem Päckchen Kaffeebohnen. So entsteht eine stabile Oberfläche, auf der sich der Druck gleichmäßig verteilen kann. Den Vorgang des Anpassens kann man durch Be- und Entlüften des Kissens jederzeit wiederholen. Das ersetzt den aufwendigen Gipswechsel.

Abbildung 5: Vakuumkissen als Alternative

Es gibt auch Matratzen, die mit den Kunststoff-Perlen gefüllt sind. Diese Perlen können sich im Inlett frei bewegen und sich so jeder Körperlage und Schlafposition genau anpassen. Auch hier finden Druckpatienten – und mit Ihnen Pflegekräfte oder pflegende Angehörige – eine optimale Entlastung.

Weitere Informationen:
   http://www.isuro-med.de/de/home.html
   http://www.isuro.de
   http://www.vacodiaped.com

Quelle: http://www.openpr.de/news/417261.html
« Letzte Änderung: 14. April 2010, 17:42 von admin » Gespeichert

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