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Autor Thema: AWO Bremen: Abkehr von Lohndumping und Zeitarbeit?  (Gelesen 32797 mal)
admin
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« Antworten #12 am: 09. November 2013, 02:30 »

Zitat
Höhere Löhne für AWO-Mitarbeiter

Bremen (atz). Die Beschäftigten der Bremer Arbeiterwohlfahrt (AWO) bekommen noch in diesem Jahr mehr Geld. In den Tarifverhandlungen mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wurde eine Erhöhung um 5,6 Prozent vereinbart. „Wir freuen uns sehr, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO Bremen jetzt wieder den Anschluss an die Entgeltentwicklung in der Branche erreicht haben“, sagt Burkhard Schiller, Geschäftsführer der AWO Bremen. Die Mitarbeiter des gemeinnützigen Trägers erhalten damit erstmals seit 2005 wieder eine Lohnerhöhung.

In diesem Jahr soll es zwischen AWO und Verdi zu weiteren Verhandlungen kommen. Ziel sei unter anderem die Gestaltung manteltariflicher Verträge und die weitere Anhebung der Entgelte. Dadurch soll laut Schiller „anstelle des Lohndumpings ein Qualitätswettbewerb zugunsten der Kunden treten“. Auch Gero Kettler, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes AWO Deutschland und Verhandlungsführer, macht deutlich, dass der aktuelle Tarifabschluss „unsere Initiative für einheitliche Tarifstandards im Sozialbereich unterstützt, für die wir uns auf Bundes- und Landesebene intensiv einsetzen.“
Quelle: http://verlag.weser-kurier.de/, 09.11.2013
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« Antworten #11 am: 26. November 2012, 04:28 »

Zitat von: Weser-Kurier, 25.11.2012
Tarifgebundenheit für alle

Bonn-Bremen (rog·dpa). Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) geht mit gutem Beispiel voran und hat sich zum Abschluss ihres Bundeskongresses eine strenge Selbstverpflichtung auferlegt. „Die AWO muss sich sowohl als Arbeitgeberin als auch als Anbieterin sozialer Dienste an ihre Werte binden und sich daran messen lassen“, erklärte Präsident Wilhelm Schmidt gestern in Bonn. Die AWO verpflichtet sich zur vollständigen Tarifgebundenheit aller Beschäftigten und zur Einhaltung von Mindestlöhnen als Lohnuntergrenze.

Für einen strikt reglementierten Einsatz von Leiharbeitern gilt zudem künftig der Grundsatz: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. ...
Quelle: www.weser-kurier, 25.11.2012



KOMMENTAR:

Bekenntnis oder nur Lippenbekenntnis?

Die Führungsfigur der Bremer AWO im Landes- und Kreisverband heißt seit vielen Jahren Burkhardt Schiller. Die Insolvenz des Kreisverbandes im Januar 2011 ist sicher nicht nur den Beschäftigten der AWO in deutlicher Erinnerung - und wenn nicht, sei hiermit daran erinnert. Ebenfalls sollte folgendes nicht vergessen werden:

"AWO-Chef Schiller bestätigte (Anm.: im Januar 2011), dass die alpha-Beteiligungsgesellschaft der AWO vor Jahren die Zeitarbeitsfirma bpsm (Beratung Personal Service Management GmbH) gegründet hat - gemeinsam mit der Zeitarbeitsfirma teamworker, in der die frühere Ehefrau Schillers (Bettina Schiller) Geschäftsführerin ist.

bpsm-Geschäftsführer ist (Anm.: noch immer) Burkhard Schiller. Die AWO hält mehr als die Hälfte der Gesellschafteranteile und ist, so Burkhard Schiller, der drittgrößte Kunde von bpsm. Diese Zeitarbeitskräfte werden nicht nach AWO-Tarif bezahlt, sondern nach dem niedrigeren Zeitarbeitstarif des iGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen), zu dessen Bundesvorstand Bettina Schiller gehört. ..."


Mehr dazu, siehe https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet ...

Es dürfte spannend werden, ob, wann und wie Burkhardt Schiller die Beschlüsse des Bundeskongresses umsetzen wird ...
« Letzte Änderung: 09. November 2013, 02:32 von admin » Gespeichert

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« Antworten #10 am: 08. April 2011, 11:15 »

AWO Bremen unter neuem Dach

Radio Bremen berichtet in seinem TV-Magazin "bunten un binnen" am 01.04.11 um 19:30, dass das Insolvenzverfahren gegen den alten AWO-Kreisverband offiziell eröffnet worden ist und der alte Kreisverband abgewickelt wird. Die Geschäfte übernimmt demnach der neu gegründete AWO Kreisverband Hansestadt Bremen. Im gezeigten Interview äußert sich Burkhard Schiller, alle Mitarbeiter und sämtliche Einrichtungen würden übernommen, Einbußen seien nicht zu befürchten.

[TV-Beitrag anschauen >>]

Quelle: buten un binnen Magazin | RBTV - 01.04.2011
« Letzte Änderung: 08. April 2011, 15:36 von admin » Gespeichert

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« Antworten #9 am: 19. März 2011, 00:56 »

"Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Hansestadt Bremen e.V." gegründet

Nach vorliegenden Informationen ist am 05.03.2011 der „Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Hansestadt Bremen e.V.“ gegründet worden. Dieser soll Nachfolger des in Insolvenz befindlichen AWO-Kreisverband Bremen werden. Nach offizieller Eintragung in das Vereinsregister ist die Gründung einer gemeinnützigen GmbH geplant, die dann das operative Geschäft des heutigen Kreisverbandes mit den bisherigen Beschäftigten weiterführen soll.

AWO-Betriebsrat: "Wir schauen positiv in die Zukunft. In eine Zukunft, die wir mit allen Beteiligten mitgestalten wollen."



Siehe dazu auch
Die AWO erfindet sich neu ...
Quelle: Weser-Kurier, 16.03.2011


* awo-hb_wk110316_AWO erfindet sich neu_.jpg (253.73 KB, 1200x1231 - angeschaut 1671 Mal.)
« Letzte Änderung: 21. März 2011, 10:19 von admin » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 07. März 2011, 14:42 »

Zitat
Grüne: AWO zu nahe an der SPD?

Partei kritisiert Gabriels Einsatz

Bremen (rk). Die Bremer Grünen sorgen sich um die parteipolitische Neutralität der Arbeiterwohlfahrt. Die Bremer AWO hatte SPD-Chef Sigmar Gabriel in dem schwelenden Konflikt zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung eingeschaltet, eine „Zukunftsrunde" soll nun den Dialog zwischen Arbeitnehmern und. Vorstand stärken (wir berichteten). „Ich finde es sehr gefährlich, dass sich Gabriel hier, einbringt", sagte Matthias Güldner, grüner Fraktionschef in der Bürgerschaft. Die Arbeiterwohlfahrt müsse sich wie andere Wohlfahrtsverbände auch politisch neutral verhalten. Denn die SPD-geführten Sozial- und Jugendressorts würden Millionen-Aufträge an diese Verbände vergeben. Und da habe es ein „Geschmäckle", wenn der SPD-Vorsitzende nun Gespräche mit der AWO in Berlin führe: „Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps, Partei und Sozialverband sind unterschiedliche Veranstaltungen."

AWO-Betriebsratschef Arno Ostfeld verteidigt dagegen die Initiative. „Mein Interesse ist, dass die neue AWO nicht wie die alte wird." Und da habe es nichts mit parteipolitischem Klüngel zu tun, SPD-Mitglieder, die auch in der AWO sind, in Debatten einzubeziehen. Konkret geht es auch um die Erneuerung der Bremer AWO-Satzung, die in einem Ausschuss erarbeitet werden sollte und offenbar schon fertig ist - ohne Einbeziehung des Betriebsrats. "AWO-Präsidentin Eva-Maria Lemke-Schulte hatte uns total abgeblockt, als wir unsere Mitarbeit angeboten hatten. In den Medien hatte sie zuvor erst dazu eingeladen." Nun werde der Satzungsentwurf juristisch geprüft und dann den AWO-Gremien präsentiert.

Strittig ist vor allem der Arbeitnehmersitz im Aufsichtsrat und ein ständiger Wirtschaftsausschuss. Betriebsratschef Ostheld sieht den SPD-Vorsitzenden auf seiner Seite: „Die Grundregeln der Mitbestimmung in der AWO halte ich für eine pure Selbstverständlichkeit", zitiert Ostfeld den SPD-Chef.
Quelle: Weser-Kurier, 06.03.2011


* awo-hb_wk110306_AWO_zu nahe an SPD.jpg (123.49 KB, 399x1200 - angeschaut 1580 Mal.)
« Letzte Änderung: 07. März 2011, 14:44 von admin » Gespeichert

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« Antworten #7 am: 21. Februar 2011, 12:30 »

Zitate aus "AWO Unternehmenskodex  -  Stand: November 2008"

... Anforderungen an die Professionalität der Unternehmensführungen ... sind

klare Organisationsstrukturen in den Unternehmen und Betrieben
• eindeutige Abgrenzungen von Zuständig - und Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Funktionen der Gremien und Organe ...

... Die Verantwortung für die operative Führung der Betriebe und Unternehmen obliegt der Geschäftsführung ...

... Im Sinne des AWO Unternehmenskodex gelten dabei jedoch grundsätzlich immer ...

• die nachfolgend beschriebenen Grundsätze einer Trennung von Verantwortung für die operative Führung der AWO Betriebe und Unternehmen auf der einen Seite und ihrer strategischen Ausrichtung sowie der Kontrolle der Geschäftsführung auf der anderen Seite. ...

3. Aufgaben und Verantwortung von Geschäftsführung und Aufsichtsgremium Geschäftsführungen und Aufsichtsgremien übernehmen auf der Basis ihrer jeweiligen Funktionen und Aufgaben die zentrale Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg und für die zukunftsfähige Weiterentwicklung der AWO Betriebe und Unternehmen. Sie sind damit für den langfristigen Erhalt des Vermögens und der sozialen Gestaltungskraft des AWO Mitgliederverbandes verantwortlich.

Verantwortungen, Kompetenzen, Pflichten und Aufgabenbereiche müssen von Geschäftsführung und Aufsichtsgremien im Sinne des AWO Unternehmenskodex, der gesetzlichen Vorgaben zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich sowie eines umfassenden Risikomanagements klar voneinander abgegrenzt und schriftlich niedergelegt sein. ...

Der/die Geschäftsführer/in
leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und hat dafür zu sorgen, dass die Ziele zur Erfüllung des Unternehmenszwecks erreicht werden ...

... Kein Mitglied der Geschäftsführung darf bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen verfolgen ...

... Die Geschäftsführungen unterliegen während ihrer Tätigkeit einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Geschäftsführungen und Mitarbeiterlinnen dürfen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder für sich noch für andere Personen von Dritten Zuwendungen oder sonstige Vorteile fordern oder annehmen oder Dritten ungerechtfertigte Vorteile gewähren.

In der jeweiligen Satzung bzw. Gesellschaftervertrag ist festzulegen, dass eine Befreiung vom Selbstkontrahierungsverbot (nach § 181 BGB) ausgeschlossen ist. ...

Quelle: http://www.awo.org/awo-deutschland/awo-unternehmenskodex.html

* AWO_Unternehmenskodex_2008.pdf (101.04 KB - runtergeladen 798 Mal.)
« Letzte Änderung: 21. Februar 2011, 12:48 von admin » Gespeichert

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« Antworten #6 am: 21. Februar 2011, 11:03 »

Zitat von: weser-kurier.de, 21.02.2011
Eröffnung des Insolvenzverfahrens der AWO im April

Bremerhavener fordern Rücktritt der Verbandsführung

Von Rainer Kabbert

Bremen. Anfang April wird wohl das Insolvenzverfahren für den Kreisverband Bremen eröffnet. Nicht ausgeschlossen, dass es auch die AWO-Töchter berührt. Falls die Gläubiger mitspielen, wird zugleich die neue AWO entstehen. Auf sie könnten Schatten der Vergangenheit fallen. ...

... Beobachter der Szene fragen sich, ob der Mitgliederverein AWO mit ehrenamtlichen Strukturen zum Wirtschaftsbetrieb AWO passe, mit Millionen-Umsätzen - wobei 1500 (Bremen) und 1400 (Bremerhaven) Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. In AWO-Kreisen wird auch die Frage gestellt, ob es mit Prinzipien der Arbeiterwohlfahrt vereinbar sei, mit den Zeitarbeitsfirmen "bpsm" und "at work" Geld zu verdienen - "at work" war auch an der Abwicklung der Lilienthaler Martins-Klinik beteiligt. ...
Quelle: http://www.weser-kurier.de, 21.02.2011


* awo-hb_wk110221.jpg (244.5 KB, 1200x732 - angeschaut 1793 Mal.)
« Letzte Änderung: 21. Februar 2011, 11:26 von admin » Gespeichert

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« Antworten #5 am: 19. Januar 2011, 22:39 »

Zitat von: weser-kurier.de, 26.01.2011
Mitarbeiter der AWO kritisieren Management

Von Rainer Kabbert

Bremen. Solidarität - Freiheit - Gerechtigkeit: Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat hehre Grundwerte und eine lange Tradition. Nach dem Insolvenzantrag des Kreisverbands Bremen tauchen aber bohrende Fragen auf, wird die Fassade der Sozialromantik brüchig. Dominierte Solidarität, als Kontrolle notwendig war? Gilt Freiheit auch für Beschäftigte - oder nur der Geschäftsführung? Ging es immer gerecht zu auf dem AWO-Sanierungsweg? Kann das alte Personal eine neue AWO schaffen?

... Für die AWO-Misere wird vor allem der frühere Geschäftsführer Hans Taake verantwortlich gemacht (bis 1999), der die Mietverträge unterschrieben und auch fragwürdige Projekte wie die Seniorenresidenz "Akazienhof" in Bremen-Vegesack sowie das Pflegeheim in Bruchhausen-Vilsen (Geschäftsführer auch: Burkhard Schiller) auf den Weg gebracht hatte. ... Anno 2011 will Taake nichts sagen. Kein Wort über angebliche "Provisionen" von Baufirmen und drohenden Regressansprüchen der AWO. ...

... In verantwortlicher Position waren damals schon der jetzige AWO-Vorstandschef Burkhard Schiller, AWO-Vorstandsmitglied Herbert Kirchhoff sowie Volker Tegeler, jetzt Geschäftsführer der AWO Bremerhaven und damals Taake-Stellvertreter im AWO-Landesverband. ...
Quelle: www.weser-kurier.de, 26.01.2011



Zitat von: weser-kurier.de, 19.01.2011
AWO-Betriebsrat will in den Aufsichtsrat

Von Wigbert Gerling und Rainer Kabbert


Bremen. Einen Tag nach Bekanntwerden des AWO-Insolvenzverfahrens ist die Debatte über die Zukunft des Bremer Kreisverbands eröffnet. In einer Kette von Treffen mit dem Senat sowie mit den Mitarbeitern wurden die Folgen des Insolvenzverfahrens erörtert.

Der AWO-Betriebsrat fordert nun einen Sitz im AWO-Aufsichtsrat. Diskutiert wird auch, dass die Arbeiterwohlfahrt an der Zeitarbeitsfirma bpsm beteiligt ist, aus der Personal rekrutiert wird. Die bpsm ist eine gemeinsame Gründung mit einer Firma der früheren Ehefrau von AWO-Chef Burkhard Schiller. ...

... AWO-Chef Schiller bestätigte am Dienstag, dass die alpha-Beteiligungsgesellschaft der AWO vor Jahren die Zeitarbeitsfirma bpsm (Beratung Personal Service Management GmbH) gegründet hat - gemeinsam mit der Zeitarbeitsfirma teamworker, in der die frühere Ehefrau Schillers (Bettina Schiller) Geschäftsführerin ist. bpsm-Geschäftsführer ist Burkhard Schiller. Die AWO hält mehr als die Hälfte der Gesellschafteranteile und ist, so Burkhard Schiller, der drittgrößte Kunde von bpsm. Diese Zeitarbeitskräfte werden nicht nach AWO-Tarif bezahlt, sondern nach dem niedrigeren Zeitarbeitstarif des iGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen), zu dessen Bundesvorstand Bettina Schiller gehört. ...
Quelle: www.weser-kurier.de, 19.01.2011


* awo-hb_wk110119.jpg (213.25 KB, 1200x733 - angeschaut 1739 Mal.)

* awo-hb_wk110126.jpg (318.26 KB, 1200x1285 - angeschaut 1761 Mal.)
« Letzte Änderung: 26. November 2012, 03:55 von admin » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 17. Januar 2011, 19:46 »

taz 17.01.2011

Eine "Auszeit" für die AWO

Die SPD-nahe Arbeiterwohlfahrt in Bremen hat wegen dubioser Immobilien-Geschäfte aus den Neunzigern Insolvenz angemeldet


... Problem ... Mietverträge für eine Handvoll von der AWO genutzten Häuser in Bremen und umzu, die noch Ende der neunziger Jahre abgeschlossen ... Geschäftsführer der AWO war damals noch der 1999 entlassene Hans Taake, allerdings saß auch Schiller in den neunziger Jahren schon mit in der Geschäftsleitung. ...

Quelle: http://www.taz.de/1/nord/bremen/artikel/1/eine-auszeit-fuer-die-awo/



KOMMENTAR: KLAUS WOLSCHNER ÜBER DIE AWO

Die Beinahe-Pleite könnte gegen alten Filz helfen
VON Klaus Wolschner

Früher wäre das nicht passiert. Denn die Arbeiterwohlfahrt ist ja im Grunde die SPD im Gewande eines gemeinnützigen Vereins. Und wenn der Probleme mit einer teuren Immobilie hat, dann ist es in Bremen eine nahe liegende Idee, dass die SPD-regierte Stadt das Problem ganz einfach übernimmt.

AWO-intern herrschte genauso die Solidarität der Genossen. Der Geschäftsführer Hans Taake hat bei Immobilien-Verträgen in die eigene Tasche gewirtschaftet - nie hat die AWO von ihm Schadensersatz gefordert oder ihn vor Gericht gebracht. Seit Jahren wird stattdessen über seine "Altlasten" gejammert, auf Deutsch: Die AWO-Betriebe erwirtschaften nicht genug, um ihre Miete bezahlen zu können. Dafür haftet kein Geschäftsführer mit seinem Kopf, jedenfalls nicht bei der AWO. Und auch der teure externe Sanierer, der auf Tagessatz-Basis engagiert wurde, um die Arbeit der Geschäftsführung zu machen, hat es offenbar nicht hinbekommen - trotz Auslagerung wesentlicher Betriebsteile und Konkurs der AWO-Tochterfirma ASC. Trotz Lohnverzicht und der angenehmen Steuerbefreiung, die die AWO als gemeinnütziger Verein genießt.

Irgendwas scheint faul bei dem Unternehmen AWO. Und das nicht nur in Bremen. Die Berliner AWO hat vor wenigen Monaten genauso Konkurs angemeldet. Man sollte darüber nachdenken, soziale Arbeit nicht mehr nach dem scheinheiligen alten Muster des Genossen-Vereins zu organisieren. Dabei könnte der Konkurs helfen.

Quelle: http://www.taz.de/1/nord/bremen/artikel/1/ganz-normal-insolvent/ 17.01.2011



Zitat von: weser-kurier.de, 17.01.2011
AWO-Kreisverband Bremen meldet Insolvenz an
Von Günther Hörbst
Bremen. Der Kreisverband Bremen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat Insolvenz eingereicht. Der Bremer Insolvenzverwalter Edgar Grönda ist nach Angaben aus AWO-Kreisen dafür eingesetzt worden. Heute Nachmittag wird dazu um 14.30 Uhr eine Pressekonferenz stattfinden, auf der Grönda ein finanzielles Konzept dazu vorlegen will, wie es mit dem Unternehmen weitergehen kann.

In letzter Zeit wurden immer wieder Hinweise laut, dass sich das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten befindet. Es soll jedoch keine personellen Konsequenzen für die Beschäftigten geben, heißt es. Die jetzt anstehenden Maßnahmen werden als „notwendige Schritte“ bezeichnet, die die Folge von „Altlasten“ aus früherer Zeit seien. Diese seien nicht von der jetzigen Geschäftsführung zu verantworten.

Insolvenzverwalter Grönda  (Kanzlei Schultze & Braun) hatte in den letzten Jahren auch die Insolvenzen des Yachthändlers Drettmann und der Transocean abgewickelt.
Quelle: http://www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Wirtschaft/



buten un binnen vom 17. Januar

[TV-Sendebeitrag ansehen >>]


Zitat von: radiobremen.de
AWO Kreisverband vor Insolvenz
Der Bremer AWO-Kreisverband hat die vorläufige Insolvenz beantragt. Grund sind einige "Altlasten". Ende der 90er Jahre waren Mietverträge abgeschlossen worden, die den AWO Kreisverband immer stärker in finanzielle Bedrängnis gebracht haben. Mit den Vermietern der jeweiligen Immobilien war offenbar nicht zu verhandeln. 1920 war die AWO gegründet worden, wurde von den Nazis verboten und bietet jetzt Dienste von der Altenpflege bis zur Kinderbetreuung. Zur vorläufigen Insolvenz im Studio: Arno Ostfeld, AWO-Betriebsrat.

    * Autor/-in: Constance Hossfeld
    * Länge: 8:17 Minuten
    * Datum: Montag, 17. Januar 2011
    * Sendereihe: buten un binnen Magazin | RB TV
Quelle: http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video21978-popup.html



Weitere Medien berichten:

- http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/bremen/
- http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Nachrichten/Norddeutschland/
- http://www.nwzonline.de
- http://www.taz.de/1/nord/bremen/


* awo-hb_wk110118_1.jpg (156 KB, 800x630 - angeschaut 1619 Mal.)

* awo-hb_wk110118_2.jpg (239.01 KB, 1200x656 - angeschaut 1691 Mal.)

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« Letzte Änderung: 21. Februar 2011, 10:35 von admin » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 17. Januar 2011, 19:45 »

Zitat von: AWO-Bremen, 17.11.2011
Sanierungsplan der AWO Bremen geht in entscheidende Phase

Langjähriger Sanierungsplan wird jetzt durch ein selbst eingeleitetes Insolvenzeröffnungsverfahren des Kreisverbandes Bremen unterstützt Der seit einigen Jahren intensiv voran getriebene Sanierungsplan der Arbeiterwohlfahrt Bremen geht in seine entscheidende Phase. Die Umstrukturierungen der Einrichtungen und Dienste sind damit erfolgreich vorgenommen worden.

Jetzt hat der Bremer Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt im Rahmen dieses Sanierungsplanes ein Insolvenzeröffnungsverfahren selbst eingeleitet. Dabei sind die wesentlichen Einrichtungen der AWO-Gruppe nicht berührt. Deshalb läuft der Geschäftsbetrieb der insgesamt 80 Einrichtungen vollständig weiter. ...

... Das zuständige Amtsgericht hat den mit Sanierungen vertrauten Bremer Rechtsanwalt Edgar Grönda von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Edgar Grönda: „Trotz des jetzt eingeleiteten Verfahrens soll das gesamte Dienstleistungsangebot aufrecht erhalten werden. Die Insolvenzordnung ist darauf angelegt, auch einen sicheren rechtlichen Rahmen für Eigensanierungsprozesse zu geben.“

Das Insolvenzeröffnungsverfahren wurde ausschließlich für den Kreisverband der AWO Bremen eingeleitet. Andere Gesellschaften, wie die AWO Integra gGmbH (Behindertenhilfe, Psychiatrie, Sucht) und die AWO Ambulant gGmbH (Ambulante und Stationäre Pflege) sowie die Servicegesellschaften (Personalverwaltung, Reinigung, Haustechnik usw.) stehen in keinem Zusammenhang mit diesem Verfahren.
Quelle: http://www.awo-bremen.de/aktuelles/



Wie die KollegInnen des Bremer Betriebsrates der AWO die Situation einschätzen, ist in ihrer Betriebsratszeitung "Klartext" [>>] bereits in der Ausgabe November 2010 nachzulesen ...

Quelle: http://www.brawo-bremen.de/1_Wir/BR_Zeitung/ze_Seite_a.htm
« Letzte Änderung: 17. Januar 2011, 20:12 von admin » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 04. November 2010, 15:38 »

Aus für 40 Mitarbeiter

Für 40 Mitarbeiter der ASC, einer Tochterfirma der Bremer Arbeiterwohlfahrt, bedeutet die Insolvenz das Aus. Sie werden ab dem kommenden Jahr keinen Job mehr haben. Das Unternehmen ging vor einigen Monaten in die Insolvenz, nachdem die AWO es nicht mehr finanziell unterstützte und auch das Essen für ihre Kindergärten und Altenheime bei anderen Firmen einkaufte.

[TV-Sendebeitrag ansehen >>]

    * Autor/-in:Carola Schwirblat
    * Länge:1:05 Minuten
    * Datum:Dienstag, 2. November 2010
    * Sendereihe:buten un binnen Magazin | RB TV

Quelle: http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/wirtschaftawoascentlassungen100.html



AWO in der Kritik

Gewerkschaft Verdi kritisiert Arbeiterwohlfahrt. Seit einem halben Jahr läuft das Insolvenzverfahren der ASC, einer Tochterfirma der Arbeiterwohlfahrt. 220 Mitarbeiter zittern seitdem um ihren Job oder müssen auf einen Großteil ihres Gehalts verzichten, wenn sie weiter arbeiten wollen. Die Gewerkschaft Verdi vermutet eine strategische Insolvenz der AWO-Tochter.

[TV-Sendebeitrag ansehen >>]

Autor(in):    Dennis Leiffels
Länge:        2:54
Datum:        Montag, 20. September 2010
Sendereihe buten un binnen Magazin | RB TV

Quelle: http://www.radiobremen.de/mediathek/index.html?id=035014
« Letzte Änderung: 04. November 2010, 15:44 von admin » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 22. April 2010, 09:19 »

Zitat von: Weser Kurier
... Für die Mitarbeiter von asc kam die Insolvenz offenbar sehr überraschend. Wir waren bis zum Montag dieser Woche in dem festen Glauben, dass die asc weiterbestehen wird", sagte Arno Ostfeld, Betriebsratsvorsitzender der AWO. Ostfeld sprach bis vor Kurzem auch für die asc-Mitarbeiter ein eigener asc-Betriebsrat wurde erst vor vier Wochen gegründet. „Es gab schon Anzeichen dafür, dass der Start der Firma am Markt schwierig war", sagte Ostfeld. Für ihn verwunderlich: Die AWO als Besitzer und Kunde von asc sollte eigentlich Preise und Kosten der Dienstleistungen kennen.

Für Manfred Ackermann, Hausmeister in Huchting und Mitglied des neuen asc-Betriebsrates, bedeutete die Ausgliederung von asc bereits den zweiten Arbeitgeberwechsel durch eine Ausgründung. Sein Arbeitsplatz wanderte zunächst von der AWO zur AWO-Tochter Integra und dann zu asc. Die Stimmung ist jetzt natürlich ist jetzt natürlich gedrückt", sagte Ackermann. ...

Der Betriebsrat fürchtet für die Zukunft vor allem eine Absenkung der Löhne. „Wir fragen uns, ob die Insolvenz vielleicht schon seit der Ausgründung von asc geplant war, um danach die Löhne zu drücken", sagte AWO-Betriebsratsvorsitzender Arno Ostfeld.
Quelle: Weser-Kurier, 22.04.2010


* wk100422_AWO-tochter_asc_insolvent.jpg (94.34 KB, 1200x435 - angeschaut 1712 Mal.)
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« am: 21. April 2010, 22:36 »

Bremer Awo-Tochter meldet Insolvenz an

Insolvenzverwalter: Rettung der ASC möglich

Die ASC, eine Tochterfirma der Bremer Arbeiterwohlfahrt (Awo) muss jetzt Insolvenz anmelden. Gut 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von Arbeitslosigkeit bedroht. Sie sind bei der Awo zuständig für die Bereiche Küche, Reinigung, EDV und Hausmeisterei.

Die Mutterfirma hat bereits seit mehreren Jahren finanzielle Probleme, deshalb wurden die jetzigen ASC-Mitarbeiter ausgegliedert, um Kosten zu sparen. Aber das klappte nicht. Die Awo-Mutter musste monatlich Geld in die Firma pumpen.

Die Folge: Insolvenz. Der Betriebsrat vermutet, dass diese dazu dienen könnte, die Löhne zu senken. Doch diese Vorwürfe weist der Geschäftsführer zurück.

Und zumindest eine gute Nachricht gab es für die Mitarbeiter. Das Insolvenzausfallgeld, also volle Löhne für die kommenden drei Monate, wird gezahlt und der Insolvenzverwalter geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, den Betrieb retten zu können.


Quelle: buten un binnen Magazin | RBTV - 21.04.2010
« Letzte Änderung: 19. März 2011, 01:07 von admin » Gespeichert

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