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Autor Thema: Demenz – Ein unausweichliches Altersschicksal?  (Gelesen 3405 mal)
Multihilde
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« am: 20. Mai 2010, 13:39 »

Demenz – Ein unausweichliches Altersschicksal?

Gemeinsame Fachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen und des Zukunftsforums Demenz

Bildung und kognitive Aktivitäten führen nachweislich zu einem späteren Auftreten von Symptomen einer Demenz vom Typ Alzheimer. Bei vaskulären, d.h. arteriosklerotisch bedingten Formen, die rund ein Drittel der Demenzerkrankungen ausmachen, sind die Möglichkeiten der Vorbeugung sogar besonders groß. – Mit diesen Erkenntnissen be-schäftigten sich 140 Fachleute aus Wissenschaft und Praxis am 18. Mai 2010 in Bonn. Die Fachtagung wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und dem Zukunftsforum Demenz veranstaltet.
„Es ist uns als Lobby der Älteren wichtig, dass erprobte Präventions- und Therapieansätze, nach denen die Erkrankten und ihre Angehörigen, aber auch professionelle Pflegekräfte händeringend suchen, stärker in die Öffentlichkeit getragen werden“, so die BAGSO-Vorsitzende Prof. Dr. Ursula Lehr, die die Veranstaltung moderierte.
Ein großes Problem sei, dass Demenzen oft zu spät diagnostiziert werden mit der folgenschweren Konsequenz, dass sowohl das kognitive, körperliche und sozial-kommunikative Training als auch die medikamentöse Therapie viel zu spät beginnen, so Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie an der Universität Heidelberg.
Günther Sauerbrey, verantwortlich für das Zukunftsforum Demenz, einer Initiative des Unternehmens Merz, beklagte zum einen, dass die Möglichkeiten der Frühdiagnostik viel zu selten genutzt werden, zum anderen, dass nur etwa ein Viertel der Demenzkran-ken leitliniengerecht Antidementia erhalten. Er forderte zudem, dass die vorgesehene Weiterentwicklung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs endlich umgesetzt werde, damit der bei Demenzkranken anfallende Betreuungsaufwand zumindest teilweise als Leistung der Pflegeversicherung anerkannt wird.
Prof. Dr. Hans Georg Nehen, Leiter der Memory Clinic in Essen, stellte das Konzept einer multidisziplinären (Früh-)Diagnostik von Demenzerkrankungen vor. Das Team setzt sich jeweils aus einem Gerontologen, einem Psychologen, einem geriatrisch spe-zialisierten Neurologen sowie einem internistischen Geriater zusammen.
In einer Langzeitstudie der Universität Nürnberg-Erlangen konnte die präventive Wir-kung eines kombinierten Trainings nachgewiesen werden. Mit dem Training von Ge-dächtnis und Alltagskompetenzen sowie Bewegungsangeboten kann eine möglichst lange Selbstständigkeit älterer Menschen erreicht werden. „Dadurch kann nicht nur die Lebensqualität der älteren Menschen erhöht werden, es ergeben sich darüber hinaus Einsparmöglichkeiten in Milliardenhöhe“, so der Leiter der SimA-Studie Prof. Dr. Wolf D. Oswald. Gelinge es, die Pflegebedürftigkeit aller pflegebedürftigen Menschen nur um einen Monat aufzuschieben, so liege die Kostenersparnis bei 1,21 Mrd. € im Jahr.
Ein gezieltes Bewegungsprogramm (Neue Aktionsräume für Menschen mit Demenz und ihre Angehörige - NADiA) des Instituts für Bewegungs- und Sportgerontologie an der Sporthochschule Köln zeigt ebenfalls positive Effekte.
Dass demenziell erkrankte Menschen – entgegen einer weit verbreiteten Sichtweise – in einer von Akzeptanz und Einfühlungsvermögen getragenen Atmosphäre durchaus auch Freude und Glück empfinden, betonten nicht nur die Referentinnen und Referen-ten, sondern immer wieder auch Teilnehmende, die aus ihrer Arbeit mit Demenzkran-ken berichteten.
Fazit: Demenzen sind nicht heilbar, aber es gibt Möglichkeiten, das Auftreten von Krankheitssymptomen zu verzögern. „Nutzen wir diese Chancen, denn jeder, der mit demenzkranken Menschen – ob privat oder beruflich – zu tun hat, weiß: Schon eine Nicht-Verschlechterung der Krankheit ist ein Gewinn!“ so die BAGSO-Vorsitzende zum Abschluss der Tagung.
Kurze Zusammenfassungen der Vorträge finden Sie unter www.bagso.de

Weitere Informationen:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Ursula Lenz
Bonngasse 10, 53111 Bonn
Tel.: 02 28 / 24 99 93 18, Fax: 02 28 / 24 99 93 20
E-Mail: lenz@bagso.de
www.bagso.de

Quelle:
Pressemitteilung 7 / 2010
Bonn (BAGSO), 20.5.2010


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