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Autor Thema: STUDIE: „Beratung pflegender Angehöriger – Pflegeberatungsbedarf ..."  (Gelesen 7324 mal)
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« Antworten #2 am: 08. Oktober 2013, 00:16 »

Bessere Unterstützung der häuslichen Pflege erforderlich

Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) sieht dringenden Handlungsbedarf bei Beratungsbesuchen und Schulungen für pflegende Angehörige

Berlin, 7. Oktober 2013. Das Thema Häusliche Pflege ist eine zentrale Baustelle der Pflegepolitik. Etwa 1,2 Millionen und damit etwa die Hälfte der pflegebedürftigen Menschen wird in Deutschland im eigenen zu Hause ausschließlich von Familienangehörigen oder nahestehenden Personen gepflegt - ohne professionelle Unterstützung. Doch über die Qualität der Versorgung ist bislang wenig bekannt.

Vor diesem Hintergrund hat die Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) eine Perspektivenwerkstatt mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten zur Qualität in der häuslichen Versorgung durchgeführt. Als Ergebnis der Werkstatt fordert das ZQP, die häusliche Pflege in Deutschland besser zu unterstützen. Dafür müssten aus Sicht der Berliner Stiftung, die Chancen der im Sozialgesetzbuch verankerten verpflichtenden Beratungsbesuche (nach § 37 Abs. 3 SGB XI) für Pflegegeldempfänger sowie Schulungen für pflegende Angehörige besser genutzt und ausgestaltet werden. Denn alltagsorientierte Beratungen und Schulungen sind ein wichtiger Baustein zur Entlastung von Pflege zu Hause

»Die bereits bestehenden Angebote könnten entscheidend zur Qualität in der häuslichen Pflege beitragen. Aber die Anforderungen an gute Beratungseinsätze sind kaum definiert, eine systematische Auswertung der Beratungsbesuche findet nicht statt, die Dokumentation ist nicht einmal einheitlich geregelt«, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege. Trotz der hohen Einsatzquote - es finden mehr als 2 Millionen Besuche überwiegend durch ambulante Dienste  pro Jahr statt - ist über die Versorgungssituation der 1,2 Millionen Menschen, die im eigenen zu Hause ausschließlich von pflegenden Angehörigen versorgt werden, praktisch nichts bekannt. Daher müsse es dringend einheitliche Regelungen geben, um die Qualität in der familialen Pflege weiterzuentwickeln und zu sichern, so Suhr.

Für viele pflegende Angehörige ist es zudem hilfreich, durch Schulungen, die von den Pflegekassen kostenlos angeboten werden, wichtiges Wissen für eine gute Pflege zu erlangen, Pflegetechniken zu erlernen sowie Entlastung und Unterstützung zu erfahren.

Aber auch bei den angebotenen Schulungen hakt es. Zwar schätzen pflegende Angehörige Pflegekurse und Anleitungen insgesamt als sinnvoll und hilfreich ein, jedoch zeigt die Datenlage, dass bestehende Angebote nicht weitreichend genutzt werden. »Die Pflegekurse sind häufig nicht bekannt. Und viele pflegende Angehörige wünschen sich Anleitung im eigenen Zuhause, da diese Hilfestellung individuelle und situationsbezogene Lösungswege bietet«, so Suhr.

Das ZQP-Papier zur »Perspektivenwerkstatt 2013« mit Empfehlungen zu Qualitätsverbesserung und Beratung in der häuslichen Pflege finden Sie unter www.presse.zqp.de.

Hintergrundinformationen zu Beratungsbesuchen und Schulungen für pflegende Angehörige:

Beratungsbesuche: Das Beratungsangebot zu Hilfe und Pflege ist in Deutschland vielfältig - aber auch kaum zu überschauen. Während es sich bei der Pflegeberatung nach § 7a SGB XI um einen Anspruch auf umfassende Unterstützung bei der Auswahl und Inanspruchnahme notwendiger Hilfe- und Pflegeleistungen handelt, stellen die Beratungsbesuche nach § 37 Abs. 3 SGB XI ein verpflichtendes Angebot für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen dar: Personen, die Geldleistung nach § 37 SGB XI in Anspruch nehmen, sind verpflichtet, zweimal  (in den Pflegestufen I und II)  bzw. viermal im Jahr (in der Pflegestufe III) einen Beratungsbesuch durch einen zugelassenen ambulanten Pflegedienst oder eine andere durch die Pflegekassen anerkannte Beratungsstelle abzurufen. Für Pflegebedürftige mit Pflegestufe 0 sind die Einsätze freiwillig.

Schulungen: Gemäß § 45 SGB XI sollen Pflegekassen unentgeltlich Schulungen zur Pflege für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen anbieten. Ziel ist es, damit zur praktischen pflegefachlichen Unterstützung und Entlastung der pflegenden Angehörigen und damit auch einer Stabilisierung des Pflegearrangements beizutragen. Die Pflegekasse kann die Kurse entweder selbst oder gemeinsam mit anderen Pflegekassen durchführen oder geeignete andere Einrichtungen mit der Durchführung beauftragen.

Quelle: www.zqp.de, Presseinfo 07.10.2013
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« Antworten #1 am: 11. Juli 2011, 11:51 »

Pflegeförderpreis der Marseille-Kliniken AG geht an HTW-Pflegewissenschaftlerin
Katja Jung, Pressestelle Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, 31.05.2011 10:52

Claudia Mischke, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät für Sozialwissenschaften der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW), erhielt am 26. Mai 2011 in Berlin den Pflegeförderpreis 2010 der Marseille-Kliniken AG. Mit dem Förderpreis, der mit 7.500 € dotiert ist, wird seit 2004 jährlich eine herausragende wissenschaftliche Arbeit zu innovativen Entwicklungen im Bereich der Altenpflege, Gerontologie beziehungsweise Geriatrie prämiert.

Claudia Mischke wurde für das Forschungsprojekt „Beratung pflegender Angehöriger – Pflegeberatungsbedarf im Verlauf von „Pflegendenkarrieren“ aus der Perspektive pflegender Angehöriger“ ausgezeichnet, das sie unter der Leitung von Prof. Dr. Martha Meyer an der HTW durchgeführt hat.

Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Direktorin des Instituts für Medizinische Soziologie der Charité und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Marseille-Kliniken AG, stellte in ihrer Laudatio fest, dass für jetzige und künftige Generationen die Pflege eines nahestehenden Menschen zum Regelfall wird.

„Frau Mischkes Arbeit hat uns durch ihre wissenschaftliche Tiefe, vor allem aber auch durch ihre überaus große Aktualität beeindruckt“, so Stefan Herzberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Marseille-Kliniken AG. „Darüber hinaus liefert sie klare Handlungs-Empfehlungen, wie Beratung und Begleitung pflegender Angehöriger besser organisiert werden können.“

In ihrer Arbeit verfolgte Mischke einen neuen Ansatz: in der qualitativ angelegten Studie wurden 30 pflegende Angehörige zu ihren Bedarfen während und nach der Pflegezeit befragt. Kernfragen waren, welche Beratungsbedarfe die pflegenden Angehörigen haben, wie sich diese im Verlauf der häuslichen Pflege ändern und wie eine gute Beratung gestaltet sein sollte.

Mischke wählte für ihre Forschungsarbeit ein pflegewissenschaftliches Modell, das die Pflegezeit in Einstiegsstadium, beständiges Stadium und Austrittsstadium unterteilt. Mischke fand heraus, dass pflegende Angehörige sich über die erlebten Belastungen der Pflege definieren und Bedarfe oft nur aus diesen heraus formulieren können. Diese Bedarfe ändern sich während der Pflegendenkarriere bzw. sind je nach Stadium vorhanden oder nicht.

Langjährige Pflege geht an pflegenden Angehörigen nicht spurlos vorbei. In der Eintrittsphase der Pflege muss der Angehörige sich mit der Krankheit, ihren Auswirkungen und dem Pflegeverlauf auseinandersetzen. Beim Neulandbetreten fühlen sich viele pflegende Angehörige auf sich alleine gestellt und wünschen sich eine direkte, unkomplizierte und umfassende Beratung und Unterstützung, auch um ihre eigene Gesundheit zu erhalten.

In der zweiten Phase entwickeln die pflegenden Angehörigen Routinen, um den Pflegealltag zusätzlich zu ihrem bisherigen Alltag besser meistern zu können. Die Pflege wird in diesem Stadium häufig zum Lebensmittelpunkt und drängt den bisherigen Alltag in den Hintergrund. Dennoch trugen die Interviews neben den belastenden Elementen auch bereichernde Erlebnisse der Pflegesituation zu Tage, wie beispielsweise die Vertiefung von Beziehungen in der Familie.

Die Ergebnisse zeigen weiter, dass, entgegen bisheriger Annahmen, pflegende Angehörige auch nach der Pflegezeit einen hohen Beratungs- und Unterstützungsbedarf haben. Der Lebensmittelpunkt Pflege fällt mit dem Tod des zu Pflegenden nämlich auf einmal weg. Neben der Trauer um den Verstorbenen muss der Wegfall der Lebensaufgabe verarbeitet werden. Pflegende Angehörige betreten damit ein zweites Mal Neuland. Das Finden neuer Lebensinhalte und das Verarbeiten der gesundheitlichen Auswirkungen der Pflegephase sind Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen. An dieser Stelle werden Beratungs- und Unterstützungsangebote stark vermisst.

Hintergrund
Die Preisträgerin Claudia Mischke wurde 1968 in Siegburg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester studierte sie Pflegewissenschaften in Darmstadt und Oulu / Finnland. Dem Abschluss als Diplom-Pflegewirtin ließ sie ein Master-Studium in Gesundheitswissenschaften / Public Health in Bielefeld folgen. Claudia Mischke ist seit 2006 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät für Sozialwissenschaften, Department Gesundheit und Pflege an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Saarbrücken. Derzeit promoviert sie außerdem am Department für Pflegewissenschaft, Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke.

[HTW-Endbericht_Pflegende Angehörige.pdf - 3.28 Mb]

Quelle: http://idw-online.de/pages/de/news425995
« Letzte Änderung: 12. Juli 2011, 11:01 von admin » Gespeichert

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« am: 05. August 2010, 14:35 »

Pflegende Angehörige gesucht

Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter. Damit steigt die Zahl derjenigen, die auf Pflege angewiesen sind. Oft übernehmen Angehörige die schwere Aufgabe der Pflege ihrer Familienmitglieder. Bisher ist nur wenig darüber bekannt, wie pflegende Angehörige ihre Situation selbst einschätzen und in welchen Bereichen sie sich Unterstützung wünschen. Aus diesem Grund wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes im Studienbereich Pflege und Gesundheit der HTW ein Fragebogen entwickelt, mit dem dies zukünftig erfasst werden kann.

In Gesprächen mit pflegenden Angehörigen soll nun überprüft werden, ob der Fragebogen geeignet ist, ihre persönliche Pflegesituation und ihre Unterstützungsbedarfe zu erkennen. Wenn dies gelingt, könnte der Fragebogen zukünftig von Pflegefachkräften bei Beratungsgesprächen genutzt werden, um pflegende Angehörige gezielter in ihrer Pflegesituation unterstützen und begleiten zu können.

Die HTW sucht pflegende Angehörige, die für diese Überprüfung den Fragebogen mit den Forschern ausfüllen.
Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei helfen können. Bei Interesse wenden sich pflegende Angehörige bitte an:

    * Claudia Mischke
      Telefon: (0681) 58 67 - 643
      Telefax: (0681) 58 67 -122


Quelle: http://www.htw-saarland.de/service/pressestelle/
« Letzte Änderung: 11. Juli 2011, 11:52 von admin » Gespeichert

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