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  • PFLEGE-MAHNWACHE: 11. Mai 2012 - 12. Mai 2012
Autor Thema: 11.+12.05.2012: Mahnwachen / DBfK fordert Rettungsschirm für Pflegende  (Gelesen 4777 mal)
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« Antworten #2 am: 14. Mai 2012, 12:11 »

    Mahnwachen „Rettungsschirm für die Pflegenden“ unter erschwerten Bedingungen, aber mit positiver Resonanz

    Berlin, 14. Mai 2012 -  Mit schwierigen Bedingungen hatten die zahlreich erschienenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den bundesweiten Mahnwachen anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden zu kämpfen. Parallel in neun Landeshauptstädten forderte der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) am 11. und 12. Mai den „Rettungsschirm für die Pflegenden“ und wies auf die belastenden Arbeitsbedingungen der Pflege hin. Während an einigen Standorten Aktionen rund um die Uhr nicht genehmigt worden waren, hielten die Aktivisten in Berlin neben dem Bundesgesundheitsministerium tapfer über volle 24 Stunden durch. Trotz Sturmböen, Blitz und Donner, ergiebigen Gewitterschauern und winterlichen Nachttemperaturen kämpften sie konsequent für mehr Unterstützung durch Politiker in Bund und Ländern. Mit Transparenten wie „NEIN zu einer Politik, die die Pflege vor die Wand fährt“, „Wir können nur pflegen, wenn man uns lässt“, „NEIN zu Arbeitsbedingungen, die krank machen“, „Wir wollen gut behandelt werden“ oder „NEIN zu einem System, das einen tollen Beruf ruiniert“ unterstrichen sie die Forderung nach einem Rettungsschirm, der in der Pflege viel dringender gebraucht wird als im Bankensektor. Dieser Meinung schlossen sich im Laufe der Mahnwachen viele Bürger in Gesprächen vor Ort an. „Jeder braucht Euch irgendwann, Eure Arbeit ist wichtig und wird viel zu wenig anerkannt“, so die überwiegende Einschätzung der Passanten.

    Zeitgleich gingen in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Schwerin, Hannover, Dresden, Wiesbaden, Stuttgart und München zehntausende von Pflegenden auf die Straße, um Politiker in Bund und Ländern in die Pflicht zu nehmen und die Bevölkerung zu informieren. Sie fordern

    • Ein zukunftsfestes Gesundheits- und Sozialsystem. Die vorhandenen Mittel müssen so ausgegeben werden, dass eine gute, sichere Versorgung der Menschen gewährleistet wird.
    • Respekt und Anerkennung für die Leistung, die sie in ihrem Beruf erbringen.
    • Arbeitsbedingungen, die es möglich machen, diesen Beruf wieder mit Freude und Stolz und möglichst ein Leben lang auszuüben.
    • Mitsprache bei gesundheitspolitischen Entscheidungen.
    • In allen Versorgungsbereichen mehr qualifiziertes Pflegepersonal, denn kranke und pflegebedürftige Menschen haben ein Recht auf würdevolle Betreuung.


    Quelle: DBfK-Pressemitteilung vom 14.05.2012
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    "Wir sind nicht nur für das verantwortlich,
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    « Antworten #1 am: 12. Mai 2012, 17:33 »

    Zitat von: Weser-Kurier.de
    Mahnwache für bessere Pflege
    Beschäftigte kritisieren „katastrophale Lage“ ihres Berufsstandes / Neue Kammer als Anlaufstelle verlangt


    Anlässlich des heutigen internationalen Tags der Pflegenden haben Pflegerinnen und Pfleger schon gestern eine Mahnwache veranstaltet. Gerrit Krause, Vorsitzender des Bremer Pflegerates, forderte die Einrichtung einer Pflegekammer. Diese solle die Einhaltung der Pflegestandards überprüfen sowie die Aus- und Fortbildung übernehmen.


    VON SIGRID SCHUER

    Bremen. Pflege nach der Stoppuhr, unter Aufsicht von Controllern, eine wachsende Flut von Dokumentationsaufgaben, unzureichende Bezahlung, zu wenig Anerkennung durch Politik und Gesellschaft und eine chronische Unterbesetzung des Personals in Krankenhäusern, Pflege- und Altenheimen – die Liste der von Pflegekräften aufgeführten Missstände ist lang. Viele der geschätzt 18 000 Bremer Pflegekräfte sind frustriert. Das machten sie gestern anlässlich des „Internationalen Tages der Pflegenden“ mit einer Mahnwache auf dem Bahnhofsvorplatz deutlich.

    Zu der Aktion „Rettungsschirm für die Pflege“, die zeitgleich in weiteren acht deutschen Großstädten stattfand, hatte der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe aufgerufen.

    Viele werfen das Handtuch

    Viele, die diesen Beruf ergriffen haben, um Menschen zu helfen, fühlen sich demotiviert sowie körperlich und geistig ausgebrannt und werfen das Handtuch, hieß es gestern. Die Zahlen sprechen für sich: Eine offene Stelle in der Altenpflege blieb im vergangenen Jahr rund 110 Tage unbesetzt. Schuld daran ist nach Angaben des Berufsverbands für Pflegeberufe die „katastrophale Lage in den Einrichtungen des Gesundheitswesens“. Dies habe eine Meinungsumfrage ergeben, für die der Berufsverband 2009 insgesamt 3 048 Pflegende befragen ließ.

    Danach erwägen 33,1 Prozent der Befragten mehrmals monatlich oder sogar täglich eine Berufsaufgabe oder einen Berufswechsel. Zugleich würden 46,8 Prozent der Befragten die eigenen Angehörigen, Freunde oder Bekannten nicht im eigenen Arbeitsbereich versorgen lassen. Und dies trotz der von der Bundesregierung initiierten Pflegereform. „Die verbessert die Situation lediglich marginal“, sagte die zweite Vorsitzende des Bremer Pflegerates, Heidrun Pundt.

    Aufgrund dieser „katastrophalen Lage“ forderte Gerrit Krause, Vorsitzender des Bremer Pflegerates, gestern bei der Mahnwache auf dem Bahnhofsvorplatz die Einrichtung einer Kammer für Pflegeberufe, so wie es sie bereits in anderen europäischen Ländern gibt. Eine Forderung, die von Rainer Bensch, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, mit einem Antrag an den Bremer Senat unterstützt wird. „Wir werden im Bereich der Pflege durch Demenzerkrankungen und den demografischen Wandel einen Boom erleben“, so Rainer Bensch.

    Einer Studie der Deutschen Bank Research zufolge wird sich die Zahl der Pflegekräfte in Bremen bis zum Jahr 2050 von 18 000 auf 36 000 Beschäftigte verdoppeln. „Daher ist es wichtig, schon frühzeitig die Selbstverwaltung zu stärken, sind sich Rainer Bensch und Gerrit Krause einig. „Eine Pflegekammer könnte Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sein, die Pflegestandards und -qualität überwachen, aus- und fortbilden sowie Kontrollen im Sinne einer Berufsaufsicht durchführen“.

    Der Vorsitzende des Bremer Pflegerates wünscht sich aber auch von anderen Parteien Unterstützung für dieses Anliegen. „Wir gehen davon aus, dass wir im Jahr 2030 bundesweit rund eine Million zu wenig Pflegende haben werden“, betonte er. Die Stärkung der pflegerischen Selbstverwaltung durch eine neue Kammer sei nötig, um den Schutz der Pflegebedürftigen zu verbessern und den Berufsangehörigen mehr Selbstbestimmung zu ermöglichen. Wie Krause plädiert auch Bensch dafür, den Stellenwert der Pflegeberufe zu erhöhen und die Qualität der Pflege zu sichern.
    Quelle: www.weser-kurier.de, 12.05.2012
    « Letzte Änderung: 12. Mai 2012, 17:34 von admin » Gespeichert

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    « am: 09. Mai 2012, 13:37 »



    DBfK-Mahnwache der Pflegenden

    Am 11. und 12. Mai Bundesweite Mahnwachen
    zur Situation der Pflegenden in Deutschland


    Seit 1967 wird jährlich am 12. Mai der internationale Tag der Pflegenden begangen. Damit erinnern die Pflegeorganisationen an den Geburtstag von Florence Nitghingale, der Reformerin der Pflege. Zugleich zeigt der Internationale Tag der Pflege auf, was professionelle Pflege zu leisten vermag bzw. mahnen die Gesellschaft, Pflege als eine wichtige und notwendige Ressource der Gesundheits- und Sozialversorgung anzuerkennen.

    Der DBfK führt in verschiedenen Städten Mahnwachen durch. Sie  beginnen alle am Freitag, 11. Mai um 12.00 Uhr und enden regulär 24 Stunden später, also am 12.  Mai  um 12.00 Uhr. An einigen Standorten sind Aktionen während der Nacht nicht möglich oder nicht erlaubt, dort werden die Mahnwachen verkürzt. Sie finden uns  an den
    folgenden Standorten:

      Berlin: Friedrichstraße  neben dem Bundesgesundheitsmi-nisterium
      Schwerin: Am Markt
      Hannover: Am Markte    (Unterbrechung zw. 20.00 und 08.00 Uhr)
      Düsseldorf: Apolloplatz   (Unterbrechung zw. 22.00 und 08.00 Uhr)
      Bremen: beim Bahnhof   (endet am 11.05. um 18.00 Uhr)
      München: Karlsplatz/Stachus   (endet am 11.05. um Mitternacht)
      Dresden: Freifläche vor der Altmarkgalerie   (endet am 11.05. um Mitternacht)
      Wiesbaden: Fußgängerzone, am Mauritiusplatz   (Unterbrechung zw. 20.00 und 09.00 Uhr)
      Stuttgart: Kleiner Schlossplatz   (Unterbrechung zw. 20.00 und 09.00 Uhr)
     
    Zitat
    „Personal hat wenig bis gar keine Zeit; außer den Rundgängen morgens und abends ist man sich selbst überlassen.“

    „Oft muss man so lange warten, bis jemand zur Klingel kommt, dass es für den Gang zur Toilette schon zu spät ist.“

    „Ohne Angehörige ist man aufgeschmissen!“

    „Ich hatte noch so viele Fragen, aber ich habe mich nicht getraut, die überlasteten Pflegekräfte damit aufzuhalten.“

    „Viele Schwestern und Pfleger waren sehr liebevoll und fürsorglich. Es ist bedauerlich, dass sie nicht mehr die Rahmenbedingungen haben, um ihren Job gern und gut zu machen.“

    „Das durchaus bemühte und freundliche Pflegepersonal kämpft wie gegen Windmühlenflügel gegen einen viel zu hohen, unorganisierten Patientendurchlauf.“


    O-Töne von Krankenhauspatienten, Pflegebedürftigen und Angehörigen, wie sie immer öfter in Deutschland zu hören und zu lesen sind. Was läuft da schief – in unserem „vorbildlichen“ Gesundheitssystem?
           
    Untersützen Sie uns in Bremen (Bahnhofsvorplatz), Hannover und Düsseldorf am 11. und 12. Mai 2012.
      
    Dies ist eine bundesweite Aktion des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe. Wir vertreten die Interessen von beruflich Pflegenden in Deutschland. Gegründet 1903 ist der DBfK der größte und älteste deutsche Berufsverband für professionell Pflegende in allen Sektoren der Gesundheitsversorgung. DBfK-Mitglieder, die ehrenamtlich Tätigen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäftsstellen stehen für eine aktive und starke Rolle der professionellen Pflege – seit 1903, heute und auch morgen.

    Quelle: http://dbfk.de/regionalverbaende/nw/veranstaltungen/rettungsschirm.php

    * Infos-Mahnwachen-2012-04-30(2)(1).pdf (271.14 KB - runtergeladen 287 Mal.)
    « Letzte Änderung: 09. Mai 2012, 14:19 von admin » Gespeichert

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