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Autor Thema: Trotz Fachkräftemangel: Wertschätzung durch Arbeitgeber? - Fehlanzeige!  (Gelesen 4872 mal)
admin
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« Antworten #4 am: 13. August 2017, 01:32 »

Zitat
Verband will mehr Pflegefachpersonal
Ärger über Vorstoß privater Anbieter


von ANTJE STÜRMANN

Bremen. Weniger Fachkräfte in der Pflege – dieser Forderung des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienstleistungen (BPA) erteilt der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest eine Abfuhr. Er mahnt den Bundesverband privater Anbieter zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den in seinen Mitgliedseinrichtungen versorgten Bewohnern. Der DBfK weist in seiner Mitteilung darauf hin, dass ohne eine vernünftige Personalausstattung keine gute Pflege möglich sei.

„Die Forderung des BPA, eine starre Fachkraftquote zu flexibilisieren und an die tatsächlichen Bedarfe anzupassen, kann getrost damit übersetzt werden, mit weniger qualifiziertem Personaleinsatz vor allem Ausgaben reduzieren zu wollen“, sagt Martin Dichter, Pflegewissenschaftler und Vorsitzender des DBfK Nordwest. Gleichwohl könne man den BPA, der einen wissenschaftlichen Beleg der Wirksamkeit einer Fachquote verlange, verpflichten: International gebe es zahlreiche Hinweise, die den Zusammenhang zwischen dem Ausbildungsniveau von Pflegenden und der daraus resultierenden Versorgungsqualität zeigen, so Dichter. „Die Menschen, die heute in einer Pflegeeinrichtung versorgt werden, benötigen eine hohe Fachexpertise." Die Anzahl der komplex erkrankten Bewohner habe sich deutlich erhöht. Heidrun Pundt vom Vorstand des DBfK Nordwest und Vize-Vorsitzende des Bremer Pflegerates fügt hinzu: Es müsse eine Diskussion über die Pflegequalität geführt werden und anschließend die Finanzierung festgelegt werden.

Der DBfK Nordwest unterstützt gemeinsam mit dem Pflegerat eine Petition von DBfK-Vorstandsmitglied Christopher Kesting. Kesting fordert von den Politikern eine Anhebung der Fachkraftquote in bremischen Pflegeeinrichtungen. Die Personalverordnung sehe vor, dass im Nachtdienst eine Pflegefachperson bis zu 50 Bewohner versorgen dürfe, im Tagdienst bis zu zehn. Kesting fordert, diese Mindestpersonalvorgaben zu ändern. Eine Pflegefachperson soll tagsüber nicht mehr als acht, nachts nicht mehr als 30 Bewohner versorgen müssen.
Quelle: www.weser-kurier.de, (Sonntags-Kurier) 13.08.2017
« Letzte Änderung: 13. August 2017, 01:33 von admin » Gespeichert

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"Wir sind nicht nur für das verantwortlich,
 was wir tun, sondern auch für das,
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« Antworten #3 am: 10. August 2017, 00:58 »

Zitat
Private fordern Abschaffung der Fachkraftquote
Private wollen weniger Pflegefachkräfte

Sozialsenatorin, die Gewerkschaft Verdi und Betroffene lehnen Abschaffung der Mindestquote kategorisch ab


von ANTJE STÜRMANN

Bremen. Die Lage auf dem Markt für Pflegefachkräfte spitzt sich zu. Stellen bleiben nach Angaben der privaten Anbieter monatelang unbesetzt, weil sie kein qualifiziertes Personal finden. In Pflegeheimen werden deshalb sogar Stationen geschlossen. Der Bremer Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (BPA), Sven Beyer, fordert nun, die gesetzliche Mindestquote für Fachpersonal abzuschaffen – und sorgt damit für Wirbel.

Im Land Bremen hat der Senat in der Personalverordnung zum Bremischen Wohn- und Betreuungsgesetz 2010 festgelegt, dass mindestens die Hälfte des Personals in Pflegeheimen eine dreijährige Ausbildung absolviert haben muss. Diese starre Fachkraftquote sei nicht zeitgemäß, moniert der BPA. Der Verein, in dem 100 Bremer Unternehmen Mitglieder sind, fordert einen ehrlichen Dialog über innovative Konzepte.

Die Vorsitzende des Bremer Pflegerates, Ilona Osterkamp-Weber, bezeichnet die Forderung nach einer Aufhebung der Fachkraftquote als Verrat an den professionell Pflegenden. „Die Qualität in der Pflege ist mit weniger Fachkräften nicht denkbar.“ Die Lösung für den Fachkräftemangel könne nicht die Absenkung der Fachkraftquote sein. „Offene und ehrliche Debatten sind nötig, aber mit dem Fokus einer qualitativ hochwertigen Versorgung der zumeist schwerst pflegebedürftigen Menschen.“

Auch Gewerkschafterin Kerstin Bringmann (Verdi) will nicht an der Fachkraftquote rütteln: „Damit würden wir ein Symptom des Fachkräftemangels behandeln, nicht die Wurzel.“  Anstatt den Heimen gesetzlich weniger Fachpersonal vorzuschreiben, müsse man die Pflegeberufe zum Beispiel durch bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne so aufwerten, dass viele Menschen sie ergreifen wollen. Das sehen auch Reinhard Leopold von der unabhängigen Selbsthilfe-Initiative Heim-Mitwirkung in Bremen und der Vorstandssprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Arnold Knigge, so. „Wir sollten alles daran setzen, mehr Personal gut auszubilden und für die Pflegeberufe zu gewinnen.“ Die privaten Unternehmen müssten viel mehr dazu beitragen. Stattdessen seien die Arbeitsbedingungen mit befristeten Verträgen, Leiharbeit, Überstunden und schlechter Bezahlung oft prekär, so Leopold. Carola Bury von der Arbeitnehmerkammer befürchtet ebenfalls, dass ohne gesetzlichen Mindeststandard die Qualität der Pflege leidet und sich die Arbeitssituation der verbleibenden Fachkräfte verschlechtert: „Personalplanung darf nicht nach Kassenlage stattfinden. Sie muss sich an den tatsächlichen Bedarfen orientieren.“ Reden könne man darüber, auf die Quote auch Gesundheitsfachberufe anzurechnen. Ein anderer Ansatz sei, die Arbeit so zu gestalten, dass aus den Teilzeitstellen in der Pflege Vollzeitstellen werden, so Bury. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes haben 2015 von den rund 11 300 Pflegebeschäftigten im Land rund 8600 in Teilzeit gearbeitet.

Die Sozialsenatorin steht dem Absenken der Quote ebenfalls kritisch gegenüber. Schon heute komme es immer wieder zu Qualitätsproblemen in Einrichtungen, die Wohn- und Betreuungsaufsicht verlange zunehmend Belegungsstopps. „Wer die Qualität anheben will, indem er die Fachkraftquote absenkt, geht in die falsche Richtung“, so Stahmann. Stattdessen müsse es darum gehen, dauerhaft mehr Fachkräfte für den Beruf zu gewinnen. Bremen habe dazu die Zahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege von 50 im Jahr 2011 auf heute 250 erhöht. Doch nicht alle Plätze seien belegt.

Rückendeckung bekommt der BPA aus der Wissenschaft: Stefan Görres von der Universität Bremen glaubt: „Die Zeit ist reif, über die Fachkraftquote zu diskutieren.“ Seit den 1990er-Jahren, in denen der Bund die Quote festgelegt hatte, habe sich die Pflegelandschaft verändert. Es gebe heute ambulante Angebote, Quartiersansätze – und einen eklatanten Pflegenotstand. Bevor man allerdings die Fachkraftquote abschaffe, müsse man neue Modelle entwickeln, um die Qualität der Pflege zu sichern. Für die Zukunft stellt er sich eine situationsabhängige Fachkraftquote vor. Görres will im Auftrag des Spitzenverbandes der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen erforschen, welchen Personal-Mix ein Heim vorhalten muss, um seine Bewohner gut zu versorgen. Die Pilotstudie habe ergeben: Je besser die Mitarbeiter ausgebildet sind, desto seltener werden die Bewohner ins Krankenhaus eingewiesen. Der Pflegewissenschaftler wartet darauf, dass das Bundesgesundheitsministerium die Mittel in Höhe von 600 000 Euro zusagt.
Quelle: http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-private-wollen-weniger-pflegefachkraefte-_arid,1634292.html, 09.08.2017



Zitat von: Antje Stürmann
Kommentar über die Pflege
Scheinheilig

Die Situation in den Altenpflegeheimen wird immer drastischer. Mitarbeiter und Bewohner spüren deutlich, dass das ausgebildete Personal für die steigende Zahl älterer Menschen mit mehr Gebrechen nicht mehr ausreicht. Die Fachkräfte sind oft hoffnungslos überlastet. Der Verband privater Anbieter fordert nun, die gesetzliche Vorgabe, dass mindestens die Hälfte der Pflegekräfte eine dreijährige Ausbildung abgeschlossen haben muss, abzuschaffen.

Aber wo bleiben die Alternativvorschläge, um die Qualität der Pflege zu sichern? Ein Schelm, der Böses dabei denkt, denn Unausgebildete oder Hilfskräfte sind günstiger als gut qualifiziertes Personal. Den seit Juni in Bremen geltenden Tarifvertrag für in der Pflege Beschäftigte, in dem es unter anderem um eine bessere Bezahlung für Hilfskräfte geht, lehnen die privaten Anbieter kategorisch ab. Viel zu spät bereiten Pflegewissenschaftler der Universität Bremen nun eine Studie zur optimalen personellen Ausstattung von Pflegeheimen vor. Die Ergebnisse könnten die Basis für gute Alternativen zur Fachkraftquote bilden. Allein weniger Fachpersonal einzusetzen, wie es die Privaten fordern, wäre für Bewohner und Angestellte fatal.
Quelle: http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-private-wollen-weniger-pflegefachkraefte-_arid,1634292.html, 09.08.2017



KOMMENTAR:
Trotz Fachkräftemangel:
Wertschätzung durch Arbeitgeber? - Fehlanzeige!


Der BPA katapultiert sich mit seinen abstrusen Forderungen nach Abschaffung der Fachkraftquote selbst ins Abseits der Unglaubwürdigkeit und Unseriösität. Wie glaubwürdig können Pflegeanbieter sein, die einerseits eine ausreichend hohe Pflege- und Versorgungsqualität vertraglich zusichern - das aber nur mit immer mehr Hilfskräften und unattraktiven Arbeitsbedingungen realisieren wollen.

Diejenigen in der Anbieter-Lobbyorganisation, die solche Forderungen stellen, sollten auch ehrlich beantworten, ob sie die Bremsen und Elektronik ihrer (künftig selbstfahrenden?) Fahrzeuge auch gerne von unzufriedenen, demotivierten 450-Euro-Hilfskräften anstatt von qualifizierten KFZ-Spezialisten warten und reparieren lassen wollen.

Anbieter beklagen, immer weniger Pflege-Fachkräfte am Markt zu finden. Sie scheinen immer noch nicht verstanden zu haben, dass sie selbst verantwortlich sind für den Fachkräftemangel und somit für den Pflege-Notstand. Sie setzten fleißg weiter auf Minijobs, befristete Arbeitsverträge, Teilzeitstellen, relativ geringe Bezahlung. Und sie wundern sich ernsthaft, dass Menschen solche Arbeitsbedingungen unattraktiv empfinden und sich lieber anderen, weniger stressigen und belastenden Berufen zuwenden.

Aber auch die Politik muss langsam einsehen, dass die Gesetze der freien Marktwirtschaft im Sozialbereich Fehlanreize setzen. Es geht unter den jetzigen Bedingungen eben nicht in erster Linie um Pflege-Qualität, Menschenwürde und Gesundheitsförderung, sondern um Gewinn- und Renditemaximierung. Dabei bleiben die Menschen - Pflegebedürftige, Angehörige wie auch Pflegekräfte - auf der Strecke.

Zu wenig Kolleginnen und Kollegen, hohe Mitarbeiterfluktuation und hohe Krankenstände, zunehmende Unzufriedenheit, Resignation und Demotivation befeuern noch den schon bestehenden Pflege-Notstand. Immer mehr Berichte über Nicht- oder Schlechtversorgung gelangen an die Öffentlichkeit und sorgen zusätzlich für ein zunehmend negatives Image der Pflege.

Aber nicht die Berichte über die unhaltbaren Zustände sind für den immer schlechter werdenden Ruf verantwortlich, sondern die Verursacher!

ÜBRIGENS: Dass die Debatte nicht neu ist, belegt unsere Presse-Info vom 22.06.2011 (!) "Betroffene wehren sich: Pflege-Fachkräftemangel ist hausgemacht" - siehe hier: www.heim-mitwirkung.de/smf/index.php?topic=1601.0

Reinhard Leopold c/o HEIM-MITWIRKUNG
Unabhängige Selbsthilfe-Initiative für Pflegebetroffene
- Regionalbeauftragter der BIVA e.V. -




P.S.:  Herbert Mauel, Geschäftsführer des bpa, äußerte sich im November 2004 völlig anders und freute sich in einer Pressemitteilung über die  Beibehaltung der Fachkraftquote in Pflegeheimen bei 50 Prozent.

Zitat von: Herbert Mauel, bpa
"... ist das ursprüngliche Vorhaben der Landesregierung Baden-Württemberg, unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus die Fachkraftquote in Heimen von 50 Prozent auf ein Drittel zu reduzieren, glücklicherweise vom Tisch" Und weiter: "Eine generelle Absenkung der Fachkraftquote hätte nicht nur mit Bürokratieabbau nichts zu tun, sondern auch gefährliche Auswirkungen auf die Qualität der Pflege und Betreuung gehabt und wäre zu Lasten der Heimbewohner gegangen."
Quelle: http://www.presseportal.de/pm/17920/621798, 26.11.2004

« Letzte Änderung: 16. August 2017, 16:55 von admin » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 23. November 2016, 13:20 »

Zitat
Deutschlandfunk, Sendung "Lebenszeit" vom 14.10.2016

Von Sicherheitspersonal bis Altenpflege
Einigen Berufen fehlt die Wertschätzung

Sie sorgen für unsere Sicherheit. Sie sind im Notfall oft als Erste zur Stelle. Sie erziehen unsere Kinder oder pflegen uns am Ende unseres Lebens. Oft rund um die Uhr und im Schichtdienst, meist unter hohen körperlichen und psychischen Belastungen. Doch am Ende steht selten ein Dankeschön und oftmals nur ein Gehaltszettel knapp über dem Mindestlohn. ...


Am Mikrofon: Michael Roehl

[Sendung nachträglich anhören >>]
Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/von-sicherheitspersonal-bis-altenpflege-einigen-berufen.1176.de.html?dram:article_id=368288
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« Antworten #1 am: 27. Juni 2014, 09:27 »

Bei Fresenius / Helios-Kliniken haben Mitarbeiter nichts zu melden!

Die ARD/DasErste - Sendung "KONTRASTE" berichtet darüber, wie der Fresenius-Konzern das in Deutschland geltende Mitbestimmungsgesetz aushebelt - und die Bundesregierung schaut weg ...

Zitat
Angriff auf die Mitbestimmung:
Großkonzerne hebeln Arbeitnehmerrechte aus


Die paritätische Mitbestimmung gehört zum Kernbestand der Sozialen Marktwirtschaft. In Unternehmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern müssen laut Gesetz Arbeitnehmervertreter über Vorstandsposten mitbestimmen und werden in strategische Entscheidungen eingebunden.

Doch bei Fresenius mit gut 170.000 Mitarbeitern wird diese Form der Mitbestimmung ungern gesehen. Der Konzern wurde in kleinere Einzelunternehmen aufgesplittert, die dann nicht mehr der paritätischen Mitbestimmung unterliegen.

Eine Gesetzeslücke und längst kein Einzelfall mehr!


[TV-Sendung anschauen >>]


[zur Sendungs-Seite >>]

Quelle: http://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste/Sendung?documentId=431796&bcastId=431796, 26.06.2014 | 08:08 min | Verfügbar bis 26.06.2015 | Rundfunk Berlin-Brandenburg



Zitat
15 Prozent Gewinn gefordert

Frankfurt a. M. Der Vorstandsvorsitzende des börsennotierten Gesundheitskonzerns Fresenius, Ulf Schneider, verlangt von seinen Krankenhäusern 15 Prozent Gewinn. „Wir haben dutzendfach gezeigt, dass man ein Krankenhaus in diese Gewinnregion bringen kann“, sagte Schneider dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“. Die zu Fresenius gehörende Klinikkette Helios hat Anfang des Jahres mehr als 40 Krankenhäuser des Rhön-Konzerns übernommen. Sie ist nun mit 110 Häusern der größte Klinikbetreiber in Deutschland.

Schneider räumt ein, „dass die ersten Jahre nach einer Übernahme oft schmerzhaft sind, weil die notwendigen Veränderungen auch dazu führen, dass sich einzelne Mitarbeiter schlechterstellen“. Ulf Schneider reagierte damit auch auf die Kritik seines Konzernbetriebsratsvorsitzenden, der dem Management eine „Gutsherrenmentalität“ attestierte, das zu einem „System der Angst und des Kuschens“ in den Krankenhäusern geführt habe.

Schneider sagte: „Ja, wir fordern unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber wir schauen auch, dass die Arbeit zu bewältigen ist.“ Es sei nicht im Interesse der Fresenius-Konzernleitung, „den Bogen zu überspannen“. „Wir achten einerseits auf Effizienz, behalten andererseits aber auch genau im Auge, was leistbar ist und was nicht. Bei uns wird niemand überfordert“, so Ulf Schneider.
Quelle: www.weser-kurier.de, 14.07.2014
« Letzte Änderung: 12. August 2015, 14:34 von admin » Gespeichert

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« am: 04. März 2014, 15:38 »

Kommunikations-Fail der Woche: Saufen Krankenschwestern nur Kaffee?

by Rico-Thore on 28. Feb, 2014 in Diskussion, Fail, Krisenkommunikation

Die Frage, die über diesem Beitrag schwebt, lautet: Wie viel Verantwortung braucht Kommunikation? Wie wirkt es etwa, wenn jemand mit ca. 39.000 Euro Stundenlohn*  jemandem mit ca. 15 Euro Stundenlohn** vorwirft, sie/er würde nur Kaffee trinken statt arbeiten? Was wenn er dies auch noch einem ganzen Berufsstand vorwirft? So geschehen in einem Artikel im aktuellen SPIEGEL (Nr. 9, 2014) zum Thema Gesundheitswirtschaft. ...

Quelle: http://www.pronline.de/diskussion/kommunikations-fail-der-woche-saufen-krankenschwestern-nur-kaffee/



Die ‚Übergabe‘ ist zentrales Meeting der Pflegenden - Helios-Gründer Helmig qualifiziert Kernprozess ab

Potsdam, 03.03.2014 - Gutes Informationsmanagement in der Patientenversorgung ist gerade in Zeiten steigender Arbeits- und Aufgabenverdichtung wichtig und zur Herausforderung geworden. Das hat Helios-Gründer Lutz Mario Helmig nicht verstanden: „Gehen Sie doch mal nachmittags in ein Krankenhaus, und besuchen Sie einen Angehörigen, dann sehen Sie das Schwesternzimmer, an dem ein Schild hängt mit der Aufschrift ‚Übergabe‘. Wenn Sie die Türe öffnen, sehen Sie, wie sie Kaffee saufen.“ (Spiegel 9/2014)


„Zu jeder Besprechung in Managerrunden oder Arbeitsgruppen steht die Tasse Kaffee bereit. Pflegende sind die Manager der Station, die als wichtige Organisationseinheit jeder Klinik gesehen werden muss. Helmigs Kommentar ist absurd und überflüssig", so Anja Kistler, Geschäftsführerin DBfK Nordost.

Bei der Übergabe geht es um Informationsweitergabe, Absprachen und die Koordination patientenbezogener Prozesse. Die Überschneidungszeiten von einer Schicht zur nächsten sind in den letzten Jahren durch die Einführung neuer Arbeitszeitmodelle deutlich verkürzt worden. Qualitätssichernde Konzepte, wie die ‚Übergabe am Bett‘ sind oft personell und zeitlich keine Option mehr, da nicht mehr umsetzbar. Hier gibt es kein weiteres Optimierungspotential, wenn Patienten nicht gefährdet werden sollen.

Professionelle Pflege braucht sich derart unverschämte Sprüche in 2014 nicht mehr bieten zu lassen. Die Tasse Kaffee sollte daher eher vom Unternehmen zur Verfügung gestellt und finanziert werden, wie das für Meetings in der Wirtschaft normal ist.

http://www.dbfk.de, Pressemitteilung vom 03.03.2014



Weitere Infos über Dr. med. Lutz Mario Helmig:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_500_reichsten_Deutschenhttp://www.wiwo.de/koepfe-der-wirtschaft/lutz-mario-helmig/5827020.html
http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Lutz_Helmig
http://www.dc-aviation.com/DE/unternehmen/ansprechpartner/dr-lutz-helmig.php
« Letzte Änderung: 12. August 2015, 14:35 von admin » Gespeichert

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