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Autor Thema: RTL: "Team Wallraff" deckt Pflege-Skandal auf  (Gelesen 19500 mal)
admin
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« Antworten #7 am: 03. August 2015, 15:28 »

Zitat
Vorwürfe von U. Marseille gegen "Team Wallraff" haltlos
Gericht hat bereits einzelne Punkte der Einstweiligen Verfügung zum Thema mangelnde Hygiene in Großküchen des Marseille-Konzerns abgewiesen


Köln (ots) - "Team Wallraff" dokumentierte in seiner letzten Ausgabe am 8. Juni wie unappetitlich und unhygienisch es in einigen deutschen Großküchen zugeht. Darunter auch das Pflegeheim Amarita in Oldenburg, das zu den Häusern der Marseille Kliniken AG gehört. "Team Wallraff" nahm die Recherchen auf, nachdem Günter Wallraff Informationen über Missstände vorlagen.

Die Behauptung von Ulrich Marseille, dass der Beitrag offline ging, da "grobe Verstöße der journalistischen Sorgfalt enthalten sind", ist absolut haltlos.

Unternehmer Ulrich Marseille reagierte vielmehr auf den Beitrag mit einer sogenannten "Einstweiligen Verfügung".

Das bedeutet, dass ein einseitig erlassenes gerichtliches Verbot erwirkt wurde. Dies erfolgte erst einmal ohne Anhörung der Gegenseite. Der Einstweiligen Verfügung musste juristisch auch zunächst Folge geleistet werden. Daher ist der entsprechende Beitrag derzeit offline gestellt, bis eine inhaltliche Prüfung durch das Gericht stattgefunden hat.

"Team Wallraff" ist seiner journalistischen Sorgfaltspflicht eindeutig nachgekommen. Günter Wallraff und seine Kollegen können durch umfangreiches Rohmaterial sowie Testergebnisse von Speiseproben vor Ort die Aussagen und Vorwürfe zu den mangelnden hygienischen Bedingungen im Pflegeheim Amarita in Oldenburg eindeutig beweisen und werden dies im Rahmen des laufenden Gerichtsverfahrens auch darlegen.

Auch die Unterstellungen des Unternehmers, dass es sich um "Fälschungen" und um "Manipulation" handele, entbehren jeglicher Grundlage. Gegen derartige Unterstellungen wird der Sender entsprechende rechtliche Schritte vorbereiten.

Die Behauptung des Unternehmers, hier Menschen "missbraucht" zu haben oder "Schindluder" mit ihnen getrieben zu haben, legt den Verdacht nahe, dass Ulrich Marseille diesen Beitrag nicht wirklich kennt, da hier der Fokus eindeutig auf die Zustände in der Großküche lagen und Personen vor Ort vollständig unkenntlich gemacht worden und zudem lediglich am Rande erschienen sind. Im Gegenteil: "Team Wallraff" liegen vielmehr Informationen vor, in denen die Arbeitsbedingungen der eigenen Mitarbeiter in Frage gestellt wurden.

Im konkreten Fall hat das Gericht bereits einzelne beantragte Punkte der Einstweiligen Verfügung durch das Pflegeheim Amarita eigenständig abgewiesen.
Quelle: http://www.presseportal.de/pm/7847/3085973, 31.07.2015



Zitat
Pressemitteilungen Marseille-Kliniken, 31.07.2015
Schlag gegen „Team Wallraff“
Gericht untersagt falsche Behauptungen


Hamburg, 31.07.2015 - Schwerer Schlag für „Team Wallraff“: RTL musste den Bericht über die Großküchen vom Netz nehmen – aus „juristischen Gründen“, wie es anfangs auf der Seite hieß. Wer die „Team Wallraff“-Sendung auf den Internetseiten von RTL nachträglich ansehen möchte und den entsprechenden Link anklickt, der wird derzeit enttäuscht. Statt eines Videostreams poppt dem Zuschauer jetzt unvermittelt das Impressum der RTL-Internetseite entgegen. Was ist geschehen?

Unter Anleitung des Investigativ-Journalisten Günter Wallraff hatte das „Team Wallraff“ zwei Journalistinnen als Praktikantinnen in verschiedene Großküchen deutscher Unternehmen „eingeschmuggelt“. Sie sollten dort mit verdeckten Kameras und Mikrofonen Missstände aufdecken.

Eine der Journalistinnen tauchte bei der Amarita Oldenburg auf, eine Senioreneinrichtung, die zu der Marseille-Kliniken AG gehört. Die orientalische Frau mit Kopftuch gab vor, in ihrem Heimatland verfolgt zu werden und sie wolle ein Praktikum in der Küche der Amarita machen, als Vorbereitung für eine Ausbildung.

Mit versteckter Kamera und Mikrofonen machte sie sich an die Arbeit. Heraus kam ein manipulativer Bericht über die angeblich schlimmen Zustände in der Küche unserer Senioreneinrichtung, die seltsamerweise kurz vor dem Einsatz der falschen Praktikantin von den örtlichen Gesundheitsbehörden als einwandfrei eingestuft worden war.

Die Dinge, welche die Dame behauptete und die später in der „Team Wallraff“ Sendung verbreitet wurden, erwiesen sich als haarsträubend und falsch.

Das sah auch die Pressekammer des Landgerichtes Hamburg so. In einem Beschluss vom 24.7.2015 untersagten die Richter RTL die Verbreitung verschiedener Behauptungen des „Team Wallraff“. Für den Fall einer Zuwiderhandlung verhängten sie ein Ordnungsgeld von € 250.000,00 gegen den Sender.

Der Sender reagierte angesäuert auf den richterlichen Beschluss. Eine Sprecherin sagte dem Branchendienst „Kress“: „Eine Bearbeitung und Kürzung des Beitrages auf die gerichtlich streitgegenständlichen Sequenzen wäre zu arbeitsintensiv, daher nehmen wir diese dann erst mal in der Regel vom Netz, sprich es bedeutet in Konsequenz, dass wir derzeit auch gezwungen sind den Beitrag offline zu stellen.“ Und weil es ein ganz herber Schlag ins Kontor der Wallräffchen war, kündigte die Sprecherin auch noch an: „Wir behalten uns nach Prüfung aller gerichtlichen Unterlagen jedoch selbstverständlich vor, hiergegen vorzugehen und den Wahrheitsgehalt durch umfangreiches Material entsprechend zu beweisen.“

http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/132213-ulrich-marseille-gegen-rtl-mein-kampf-ist-wichtig-fuer-die-journalistische-gemeinde.html

Wir sind gespannt.

Auf „Kress“ erklärt auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Marseille-Kliniken AG, Ulrich Marseille, warum der Konzern gegen die Berichterstattung von „Team Wallraff“ so hart und konsequent vorgeht: „Der gesamte Bericht musste aus dem Regal genommen werden, weil grobe Verstöße der journalistischen Sorgfalt enthalten sind. Es klingt schon eher nach Manipulation.“ Und weiter: "Ich finde, dass es wichtig ist als Unternehmen, dass man sich solche Fälschungen nicht gefallen lässt. Das ist auch wichtig für die journalistische Gemeinde, solchen Leuten das Handwerk zu legen."

Er warnt Journalisten davor, Gefühle von Menschen zu missbrauchen, mit ihnen "Schindluder" zu treiben. Ulrich Marseille: "Ich weiß, dass die Masse der Journalisten mit so etwas nichts zu tun haben will. Solche Sendungen schaden der gesamten Journalistengemeinde. Daher lassen wir uns das nicht gefallen.“
Quelle: http://www.marseille-kliniken.de/presse/pressemitteilungen.html?pid=303



ANMERKUNGEN:
Auf den nachfolgenden Internetseiten sind Bewertungen durch ArbeitnehmerInnen zu finden, die bei Amarita bzw. Marseille-Kliniken arbeiten:

- http://www.kununu.com/de/by/landshut/so/marseille-kliniken
- http://www.kununu.com/de/hh/hamburg/so/marseille-kliniken
- http://www.kununu.com/de/hb/bremerhaven/so/amarita1
- http://www.kununu.com/de/bb/hohen-neuendorf/pc/amarita-hohen-neuendorf
- http://www.kununu.com/de/nrw/datteln/so/amarita-datteln
- http://www.kununu.com/de/ni/buxtehude/so/amarita
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« Antworten #6 am: 09. Juni 2015, 12:37 »

Zitat
Seniorenheim im Visier von Wallraff
Das Oldenburger Seniorenheim Amarita geriet ins Visier des „Team Wallraff“.

9. Juni 2015 | Von Katrin Zempel-Bley

Oldenburg – Bereits im Vorfeld der Ausstrahlung der Sendung „Team Wallraff“ auf RTL am Montagabend hat die Marseille-Kliniken AG Strafanzeige gegen RTL-Mitarbeiter wegen heimlicher Bild- und Tonaufnahmen sowie des widerrechtlichen Eindringens in die Wohnräume der Bewohner der Oldenburger Senioreneinrichtung Amarita GmbH gestellt.

Am 22. Mai hätten sich zwei Männer unter falschem Namen und falschen Angaben in die zum Konzern der Marseille-Kliniken AG gehörenden Einrichtung Amarita eingeschlichen, um mutmaßlich heimliche Film- und Tonaufnahmen zu machen, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Beide Männer seien von Mitarbeitern als Reporter des „Team Wallraff“ identifiziert worden. Es habe sich um Günther Wallraff und Torsten Misler gehandelt.

„Wir sehen uns zu dieser Strafanzeige veranlasst, weil ganz offensichtlich RTL-Reporter erneut in den persönlichen, geschützten Lebens- und Wohnraum unserer Bewohner eingedrungen sind, um von ihnen Ton und Filmaufnahmen zu machen. Diese billige Quotenjagd der RTL-Reporter ist würdelos und unterschreitet alle ethischen Standards des Journalismus“, findet Dieter Wopen, Vorstandsvorsitzender der Marseille-Kliniken AG.

Schon einmal wurde eine Einrichtung der Marseille-Kliniken AG Ziel von Reportern von „Team Wallraff“. Deren Reporterin Pia Osterhaus hatte sich als Praktikantin unter falschem Namen eingeschlichen und heimlich Ton- und Filmaufnahmen von Mitarbeitern, aber auch von Bewohnern gemacht, die im Mai 2014 ausgestrahlt wurden. „Wir kratzen nicht nur an der Oberfläche, wir bleiben dran“, erklärte RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer auf Nachfrage. „Denn wir hatten nach der Sendung im Mai 2014 eine starke Publikumsresonanz mit vielen neuen Hinweisen auf Missstände in Seniorenheimen.“ Auch damals wurde Strafanzeige gestellt. Allerdings ohne Erfolg. „Das ging aus wie das Hornberger Schießen“, berichtet der Sprecher. „Deshalb sehen wir der Strafanzeige gelassen entgegen.“

Weil Wallraff mehrfach auf die schlechte Qualität des Essens in den Häusern der Marseille Kliniken aufmerksam gemacht worden war, nahm er das Oldenburger Seniorenheim an der Clausewitzstraße ins Visier. In der Sendung ging es um die Hygiene in Großküchen. Unter anderem bewarb sich eine Redakteurin als Praktikantin bereits im vergangenen Jahr im Seniorenheim und bekam tiefere Einblicke in den Umgang und die Verarbeitung von Lebensmitteln. So berichtete sie von Dreck in der Küche und Schimmel auf einer Bratensauce. Wie gefährlich diese Zustände sind, sollten Proben belegen, die die Redakteurin heimlich nahm und untersuchen ließ. Demnach wurden diverse Darmkeime und eben Schimmel nachgewiesen.

Wallraff selbst gab vor, für seine Frau einen Pflegeplatz zu suchen und nahm an einem Probeessen teil, das nach seinen Wertmaßstäben durchfiel: Labberiger Salat, viel Panade wenig Fisch und ein vollkommen überzuckerter Griesbrei.

Selbst wenn angebliche Reinigungsmängel in der Einrichtung vorliegen würden, so rechtfertige das nicht den schweren Eingriff in die Grundrechte der Bewohner des Seniorenheims, heißt es in einer Stellungnahme der Marseille Kliniken. Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärmedizin der Stadt Oldenburg kontrollierte das Seniorenheim im März routinemäßig und stellte Mängel bei der Lagerung von Lebensmitteln fest. Bei einer unangemeldeten Prüfung am 22. Mai wurden leichte Mängel beklagt, teilte Stadtsprecher Reinhard Schenke auf Nachfrage mit. (zb)
Quelle: http://oldenburger-onlinezeitung.de/panorama/seniorenheim-im-visier-von-team-wallraff-48774



Zitat
RTL - Team Wallraff undercover vom 09.06.2015

Team Wallraff: Abgelaufenes Hackfleisch und verschimmeltes Gemüse für Schulen und Kitas

Schimmelgemüse und Hackfleisch mit abgelaufenem Verbrauchsdatum

Die neueste Folge der Reportagereihe 'Team Wallraff' dokumentiert, wie unappetitlich und unhygienisch es in manchen deutschen Großküchen zugeht, die Gerichte für Kitas, Schulen oder Pflegeheime produzieren. Enthüllungsjournalist Günter Wallraff und seine RTL-Reporterkolleginnen Stefanie Albrecht und Düzen Tekkal ermittelten undercover, dass sogar in einigen Fällen abgelaufene Waren verarbeitet werden - möglicherweise, um Kosten zu sparen. Ihre Recherchen zeigen auch, wie das Geschäft zwischen Sonderpostenhändlern und Großküchen funktioniert, die bei ihrer Massenproduktion beim Einkauf sparen wollen. ...


Weil Günther Wallraff schon mehrfach auf die Qualität des Essens in den Häusern der 'Marseille Kliniken AG' aufmerksam gemacht worden war, meldet er sich in einer ihrer Einrichtungen, dem Pflegeheim Amarita in Oldenburg, undercover zum Probeessen an. Außerdem schleuste sich im letzten Jahr die RTL-Reporterin Düzen Tekkal dort als Küchenhilfe für ein Praktikum ein. Sie erlebte dort diverse Nachlässigkeiten im Umgang mit der Lebensmittelverarbeitung und unhygienische Zustände. So sah sie mehr als einmal, dass Teller mit Essen oder Desserts, die aus dem Speisesaal zurückkommen waren, ungekühlt in der warmen Küche bereit gehalten wurden – ein Nährboden für Keime. Außerdem nahm sie in der Küche diverse Proben, um die Hygienebedingungen untersuchen zu lassen. Ein Lebensmitteltechniker stellte u.a. Darmkeime und Schimmelbefall fest.

Als 'Team Wallraff' die Marseille Kliniken um eine Stellungnahme bat, erhielt es zunächst statt einer Auskunft lediglich eine Rechnung über 293,69 Euro - für den Aufwand, den die Pressestelle betreiben müsste, um die Fragen zu beantworten. Erst nachdem die Zahlung verweigert wurde, erhielt Team Wallraff eine kostenlose Stellungnahme. ...
Quelle: http://www.rtl.de/cms/team-wallraff-abgelaufenes-hackfleisch-und-verschimmeltes-gemuese-fuer-schulen-und-kitas-2338736.html



Undercover-Reporter im Pflegeheim Oldenburg
Marseille-Kliniken wettern gegen Günter Walraff


Osnabrück. Eine bessere Werbung hätte sich das RTL-Format „Team Wallraff“ kaum wünschen können: Nach einem Undercover-Besuch Wallraffs in der Pflegeeinrichtung Amarita Oldenburg wettert der Betreiber, die Marseille-Kliniken AG, heftig gegen den Reporter.

Auch eine Strafanzeige soll gestellt worden sein. ...


Quelle: http://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/583491/marseille-kliniken-wettern-gegen-gunter-walraff


Verdeckte Dreharbeiten Bei Amarita
Oldenburger Heim stellt Strafanzeige gegen Wallraff

Er kam mit Perücke, unter falschem Vorwand – und drehte für seine Sendung „Team Wallraff“ in der Oldenburger Senioreneinrichtung Amarita. Die erstattete jetzt Anzeige gegen den Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff. ...


Quelle: http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/wallraff-dreht-verdeckt-in-oldenburger-heim-oldenburger-heim-stellt-strafanzeige-gegen-wallraff_a_29,0,606765565.html, 06.06.2015
« Letzte Änderung: 03. August 2015, 15:33 von admin » Gespeichert

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« Antworten #5 am: 07. Oktober 2014, 23:39 »

Zitat
'Team Wallraff' gewinnt den Deutschen Fernsehpreis 2014

Wir haben den Deutschen Fernsehpreis gewonnen
Wir freuen uns über den Gewinn des Deutschen Fernsehpreises. Das „Team Wallraff – Reporter undercover“ wurde in der Kategorie „Beste Reportage“ ausgezeichnet. Nominiert wurden Günter Wallraff als Autor und die Reporter Alexander Römer (Burger King), Pia Osterhaus (Altenheim) und Torsten Misler (Sicherheitsrisiko: Security).


Für die Redaktion von Team Wallraff ist der Deutsche Fernsehpreis eine ganz besondere Auszeichnung. Dass man bei RTL nicht nur erfolgreiche Unterhaltungssendungen produzieren, sondern auch mit investigativem Journalismus bei den Zuschauern punkten kann, zeigt die positive Resonanz, die das Reportage-Format erhalten hat. So wurde auch der Mut belohnt, das Thema Pflege in der Primetime in Spielfilmlänge aufzugreifen: 4,42 Millionen Zuschauer verfolgten die packende Reportage von Pia Osterhaus. „Die Belohnung mit den Deutschen Fernsehpreis ist eine Riesenauszeichnung“, sagt Karla Steuckmann, die das Format unter der Leitung von Jan Rasmus verantwortet.

Vor allem junge Zuschauer haben über „Team Wallraff – Reporter undercover“ den Investigativ-Altmeister Günter Wallraff für sich neu entdeckt. Der Autor wird von jungen Menschen bei Dreharbeiten angesprochen, um Autogramme gefragt. Er ist es auch, der die jüngeren Reporter anleitet. „Wir danken Günter Wallraff für sein Vertrauen“, sagt Karla Steuckmann, die sich auf eine weitere Zusammenarbeit mit Günter Wallraff freut.

Denn dem Reporter-Team rund um Günter Wallraff liegt daran, dass sich nach den Aufdeckungen der Missstände in der Arbeitswelt nachhaltig etwas ändert. Dazu werden nicht nur Anregungen der Zuschauer über soziale Medien von der Redaktion aufgegriffen. Gemeinsam mit den Unternehmen wird nachhaltig daran gearbeitet, dass die Arbeitsbedingungen für die betroffenen Menschen geändert werden.

Der Gewinn des Deutschen Fernsehpreises ist für die Redaktion ein weiterer Anreiz, dran zu bleiben. Denn nur wenn Missstände in Deutschland klar aufgezeigt werden, kann sich auch wirklich etwas ändern.

Lies mehr über 'Team Wallraff' gewinnt den Deutschen Fernsehpreis 2014 - RTL.de bei http://www.rtl.de
Quelle: http://www.rtl.de/cms/news/extra/team-wallraff-gewinnt-den-deutschen-fernsehpreis-2014-40c83-bed7-20-2069493.html



KOMMENTAR:

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH an das gesamte Team !!!
Wir wünschen uns noch viel mehr investigative Berichterstattungen - und weniger gestellte Doku-Soaps. Real Life is even harder ...
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« Antworten #4 am: 20. September 2014, 00:32 »

Zitat von: tz-München, 07.01.2015
Heimaufsicht legt neue Missstände offen
Aufnahmestopp: Weiter große Mängel im St.-Josef-Heim


München - Senioren müssen im Bett bleiben und Schmerzen werden ignoriert: Das Altenheim St. Josef am Luise-Kiesselbach-Platz und seine Bewohner kommen einfach nicht zur Ruhe!

Die Heimaufsicht hat das Münchenstift-Haus nach dem Skandal-Bericht (siehe unten) zweimal kontrolliert. Im Mai wurden wieder „erhebliche Mängel“ festgestellt. Bei der Nachkontrolle im September wurde es nicht besser – es kamen sogar neue Mängel hinzu! „Ich bedaure das“, sagt der Münchenstift-Chef und frühere Grünen-Stadtrat Siegfried Benker der tz. Was ist da los?

Das kommt auf Anfrage des örtlichen CSU-Stadtrats Otto Seidl heraus: Der hatte Anfang Dezember im Rathaus wegen „Ungereimtheiten“ in dem Fall nachgehakt. Die Antwort von Sozialreferentin Brigitte Meier (SPD) hält Seidl für lückenhaft. ...

[vollständigen Artikel lesen >>]
Quelle: http://www.tz.de/muenchen/stadt/aufnahmestopp-weiter-grosse-maengel-st-josef-heim-4608333.html



Zitat von: Süddeutsche, 18.09.2014
Skandal nach TV-Bericht

Quälereien im Pflegeheim

Überfordertes Personal, chaotische Arbeitsabläufe und misshandelte Bewohner: Vor gut vier Monaten hat ein TV-Beitrag die Zustände im Münchner Pflegeheim St. Josef aufgedeckt hat. Nun schildert ein Bericht, was schiefgelaufen ist - und welche Konsequenzen gezogen wurden.


Von Andreas Glas

Die Aufnahmen, sagt Siegfried Benker, beschäftigen ihn bis heute. Zum Beispiel die Szene, in der eine alte Frau kraftlos neben ihrem Bett liegt - und die amüsierte Pflegerin erst mal Fotos mit ihrem Handy macht, bevor sie der Frau hilft. Oder die Bilder eines Pflegers, der einen demenzkranken Mann grob in sein Bett stößt. Gesehen hat Benker all das in einer RTL-Sendung, deren Reporterin mit versteckter Kamera im Pflegeheim St. Josef gefilmt hatte.

Viereinhalb Monate ist die Ausstrahlung her, viereinhalb Monate ging der Geschäftsführer des städtischen Altenheimträgers Münchenstift der Frage nach, wie es zu den Misshandlungen kommen konnte. Nun stehen die Ergebnisse fest - und bestätigen weitgehend die RTL-Recherchen: Im St.-Josef-Heim war das Personal überfordert, die Arbeitsabläufe chaotisch, die Personalplanung schwach. So jedenfalls lässt sich ein Bericht des Sozialreferats interpretieren, den der Stadtrat an diesem Donnerstag behandelt. Er schildert chronologisch, was im St.-Josefs-Heim schiefgelaufen ist. ...

[vollständigen Artikel lesen >>]



Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/skandal-nach-tv-bericht-quaelereien-im-pflegeheim-1.2134133, 18.09.2014




[veröffentlichte Prüfberichte Altenhilfe München >>]

* Sozialausschuss-Mü_Sitzungsvorlage-14-20_V00991_140918.pdf (76.45 KB - runtergeladen 468 Mal.)
« Letzte Änderung: 13. Juli 2015, 17:41 von admin » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 19. Juli 2014, 18:12 »

Nach Wallraff-Enthüllungen:
Fristlose Kündigung eines Pflegedienstes durch Sozialsenator bleibt wirksam

Pressemitteilung · Berlin, den 11.07.2014

Sozialgericht lehnt Eilrechtsschutz ab. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sollen abgewartet werden.

Sozialgericht Berlin, Beschluss vom 8. Juli 2014 (S 212 SO 1647/14 ER): Nach Aufdeckung von betrügerischen Praktiken eines Pflegedienstes aus Berlin-Schöneberg in der RTL-Sendung „Team Wallraff – Reporter Undercover“ (5. Mai 2014) kündigte der Berliner Sozialsenator die mit dem Pflegedienst geschlossene Leistungsvereinbarung im Juni fristlos. Den hiergegen gerichteten Antrag auf Eilrechtsschutz lehnte das Sozialgericht per Beschluss wegen fehlender Dringlichkeit ab. Die Kündigung verursache nur einen relativ geringen finanziellen Schaden. Dem Pflegedienst könne zugemutet werden, den Ausgang der parallel erhobenen Klage abzuwarten. Auch das Ergebnis der laufenden strafrechtlichen Ermittlungen sei abzuwarten.

Für die TV-Dokumentation gab sich Günter Wallraff als gesunder Rentner aus, der als Sozialhilfeempfänger Hilfe im Haushalt benötige. Bei einem Besuch in seiner Wohnung zeigte die Geschäftsführerin des Pflegedienstes ihm und seiner angeblichen Tochter, mit welchen schauspielerischen Tricks er einen Schlaganfallpatienten mimen könne. Zugleich versorgte sie ihn unter anderem mit einem Rollator, Windeln und einer Urinflasche. Ziel war es, bei der Pflegebedarfsfeststellung des Sozialamtes möglichst umfangreiche Hilfeleistungen bewilligt zu bekommen. Als Belohnung sollte Wallraff davon 25 % für sich behalten dürfen.

Aufgrund dieses und drei weiterer ähnlicher Fälle kündigte die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales (Antragsgegner) mit Schreiben vom 11. Juni 2014 die mit der Pflegedienst-GmbH (Antragstellerin) geschlossene Leistungsvereinbarung über die Erbringung von Haushilfe und Hauspflege fristlos. Die Antragstellerin habe zulasten des Landes Berlin in erheblichem Umfang und zumindest grobfahrlässig nicht erbrachte Leistungen abgerechnet. Sie sei als unzuverlässig zu bewerten. Eine Fortführung des Vertrags sei nicht zumutbar.

Hiergegen wandte sich die Antragstellerin mit Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz vom 17. Juni 2014 an das Sozialgericht Berlin. Bei der Kündigung handele es sich um eine Überraschungsentscheidung. Der Antragsgegner versuche, sie kalt zu stellen. Ihr drohe die wirtschaftliche Vernichtung. Ohne vertragliche Grundlage sei es ihr nicht möglich, Leistungen zu erbringen und abzurechnen.

Durch Beschluss vom 8. Juli 2014 hat die Vorsitzende der 212. Kammer des Sozialgerichts Berlin den Antrag zurückgewiesen. Es gebe keine Eilbedürftigkeit. Die Kündigung betreffe nur den kleinen Teilbereich der nach § 75 Abs. 3 SGB XII (zusätzlich zu den Leistungen der Pflegeversicherung) erbrachten Haushilfe und Hauspflege, zum Beispiel psychosoziale Betreuung, Maniküre, Haarwäsche. Dieser Bereich mache nur 2,5 % des monatlichen Umsatzvolumens aus. Eine wirtschaftliche Schieflage drohe damit nicht. Die Antragstellerin sei vielmehr auch weiterhin als Pflegedienst zugelassen. Andere Versorgungsverträge seien bisher nicht gekündigt. Die Durchführung eines Prüfungsverfahrens obliege insoweit den Landesverbänden der Pflegekasse.

Vor diesem Hintergrund könne im Eilverfahren dahingestellt bleiben, ob die Einwände der Antragstellerin in der Sache berechtigt seien. Diese Beurteilung bleibe dem Hauptsacheverfahren vorbehalten. Dafür seien auch die vom Bezirksamt Mitte veranlassten strafrechtlichen Ermittlungen abzuwarten.

Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Er kann von der Antragstellerin mit der Beschwerde beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg in Potsdam angefochten werden.

Quelle: http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/sg/presse/archiv/20140711.1020.398419.html
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« Antworten #2 am: 20. Mai 2014, 01:48 »

HINWEIS:   Offensichtlich hat RTL inzwischen den gesendeten TV-Beitrag aus dem Netz genommen - wir hoffen, dass es dazu bald weitere Infos gibt ...



“Team Wallraff”-Reporterin will sich Kritikern stellen

Fernsehen Die "Team Wallraff"-Reportage über Missstände in Altenheimen bei RTL hat für einige Resonanz gesorgt aber auch für Kritik. Die Marseille-Kliniken AG, die eines der im Film vorkommenden Altenheime betreibt, wies die Vorwürfe aus der Reportage zurück und forderte die Undercover-Reporterin Pia Osterhaus dazu auf, öffentlich Rede und Antwort zu stehen. Osterhaus und "Team Wallraff" wollen die Einladung nun annehmen - aber zu ihren Bedingungen.

Von Stefan Winterbauer

Über eine PR-Agentur ließ die Marseille-Kliniken AG öffentlich die “Einladung” an die “Team Wallraff”-Reporterin Pia Osterhaus verbreiten. Sie solle am Donnerstag im Pflegehaus Kreuzberg erscheinen, um dem “empörten” Personal Rede und Antwort zu stehen. Osterhaus hatte sich als “Prakikantin Diana” undercover in das Heim begeben und Filmaufnahmen gemacht, die für eine “Team Wallraff”-Folge bei RTL verwendet wurden. Dabei prangerte sie Missstände an: überlastetes Personal, mangelhafte Hygiene und es gab Hinweise auf tätliche Übergriffe gegen Heim-Bewohner.

Die Marseille-Kliniken kritisierten, die Filmaufnahmen für die Reportage seien “nicht legitimiert” gewesen (was bei einer Undercover-Reportage ja Sinn der Sache ist) und einige Mitarbeiter und Bewohner überlegten, wegen Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte Strafanzeige gegen die Reporterin zu stellen. Außerdem seien positive Aspekte unterschlagen worden. Am Donnerstag, 15. Mai um 13 Uhr würden die Mitarbeiter im Speisesaal des Pflegehauses Kreuzberg in Berlin auf Pia Osterhaus warten, um mit ihr über ihre Berichterstattung zu sprechen”, heißt es in der Einladung der Marseille-Kliniken, die dann doch ein bisschen nach Ultimatum klang.

Reporterin Pia Osterhaus hat mittlerweile darauf reagiert und nimmt die Einladung an – allerdings nicht zu den Bedingungen der Marseille-Kliniken. Sie schreibt:  “Leider können wir den von Ihnen vorgeschlagenen Termin innerhalb von 48 Stunden nicht möglich machen und melden uns daher in Kürze mit neuen Vorschlägen. Wir vom ‘Team Wallraff’ kommen gerne zu Ihnen und sicher haben Sie nichts dagegen, wenn auch ein Kamera-Team von uns dabei ist für mögliche Interviews und Drehs vor Ort.”

Immerhin hat RTL gerade bekanntgegeben, dass “Team Wallraff wegen guter Quoten und der großen Resonanz fortgesetzt wird. Da hat die Redaktion ja vielleicht gleich Stoff für eine weitere Folge …

Quelle: http://meedia.de/2014/05/14/team-wallraff-reporterin-will-sich-kritikern-im-marseille-altenheim-stellen/, 14.05.2014
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« Antworten #1 am: 14. Mai 2014, 15:33 »

BIVA Pressemitteilung vom 06.05.2014
Wallraff-Reportage stärkt Positionen der BIVA e.V.

Bonn. In den Kreisen der Verbraucherschützer wurde schon lange vermutet, dass sich der Journalist Günter Wallraff mit seinem Team in deutschen Pflegeheimen umsehen würde. Dass sich seine Erkenntnisse aber so deutlich mit den Erfahrungen der Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter (BIVA) e.V. decken würden, hat die Mitarbeiter der BIVA überrascht.

„Die Reportage des Wallraff-Teams über die Situation in den beiden Pflegeheimen bestätigt leider unsere Erfahrungen“, sagt die Rechtsanwältin Ulrike Kempchen. Sie arbeitet im Informations- und Beratungsdienst der BIVA e.V. Kempchen und ihre Kollegen beraten Menschen in Senioreneinrichtungen bei Rechts- und Pflegeproblemen. „Die gezeigten Bilder machen deutlich, dass die bei uns eingehenden Anrufe und Hilfegesuche keine Einzelfälle von Denunzianten und Querulanten, sondern dem System geschuldet sind.“

Die BIVA fordert eine menschenwürdigere Personalausstattung im Sinne der Bewohner und der Pflegekräfte. Zugleich fordert der Verein mehr Schutz für Pflegepersonal, das sich gegen unzumutbare Zustände in der Einrichtung zur Wehr setzen will. Weiterhin ist eine personelle Aufstockung der Heimaufsichten notwendig, damit diese kurzfristig handeln und den Beschwerden von Angehörigen und Bewohnern nachgehen können.

Außerdem fordert sie die Unabhängigkeit von Aufsichtsbehörden, damit tatsächlich kritisch hingeschaut wird. Innerhalb der Polizei sollten Positionen geschaffen werden, die im Umgang mit pflegebedürftigen potentiellen Opfern von Gewalttaten ausgebildet sind.

„Wir brauchen aber nicht nur mehr Kontrolle und Sanktionsmöglichkeiten“, so Kempchen,“wir müssen vielmehr gemeinsam mit allen Beteiligten die Grundlagen der Pflege verbessern“. Dazu gehören nach Ansicht der BIVA vor allem Personalschlüssel, die nicht nur eine Verwaltung der hilfebedürftigen Menschen möglich machen, sondern eine auf menschliche Zuwendung ausgerichtete würdige Pflege erlauben.

———–

Die BIVA ist eine unabhängige Interessenvertretung, die sich seit 1974 für die Stärkung der Rechte von Menschen einsetzt, die Wohn- und Pflegeangebote in Anspruch nehmen. Sie ist bis heute die einzige bundesweite Interessenvertretung für diesen Personenkreis. Die BIVA ist unabhängig. Sie finanziert sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen und steht somit konsequent auf der Seite der Verbraucher. Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie unter BIVA e.V., Siebenmorgenweg 6-8, 53229 Bonn Tel. 0228 / 90 90 48 – 0 Fax. 0228 / 90 90 48 – 22  info@biva.de, www.biva.de.



Pressemitteilung des DBfK Bundesverbands, 06. Mai 2014 - Bertram Grabert-Naß
Am Menschen statt an der Rendite orientiert pflegen

BERLIN - Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) reagiert auf die gestern von RTL gesendete Reportage „Team Wallraff – Reporter undercover“ über die Machenschaften eines betrügerischen Pflegedienstes: „RTL hat in dem auf die Reportage folgenden Magazin RTL EXTRA gezeigt, dass gute Pflege in deutschen Heimen und Pflegediensten möglich ist. Den Menschen geht es dort besser, wo ihnen mit Respekt und Wertschätzung begegnet wird. Das gilt sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die Pflegenden.“, sagt dazu DBfK-Präsidentin Christel Bienstein. Diese Form der pflegerischen Versorgung sei allerdings personalintensiv. Solches Engagement zahle sich dennoch aus, wenn Vollbelegung kein Zufall ist, sondern dem guten Ruf einer Einrichtung folgt. Und auch das Personal danke es den Betreibern dieser Einrichtungen mit geringer Fluktuation, hoher Leistungsbereitschaft und großer Loyalität, so Bienstein. 

Das TV-Magazin um den Journalisten Günter Wallraff hat aber auch unmissverständlich gezeigt, dass Rendite in mehrstelligen Millionenbeträgen zwar Aktionäre glücklich macht. Die Qualität der Versorgung leidet unweigerlich darunter, wenn notwendige Investitionen in Immobilien, Wohnkomfort und Pflege schlicht der Gewinnerzielungsabsicht geopfert werden. Wo Pflege vor allem unter monetären Aspekten betrachtet wird, steht das Geschäft im Mittelpunkt. Wenn ein System seinen Missbrauch zulässt, könnte das fast als eine Einladung dazu verstanden werden.

Es verzerrt aber die Wahrnehmung, wenn alle Pflegedienste dem Verdacht ausgesetzt werden, sie seien korrupte Millionenbetrüger. Das geht an der Wirklichkeit der ambulanten Pflege vorbei und lässt die Branche in einem dramatisch falschen Lichte erscheinen. Wahr ist, dass die weitaus meisten Pflegedienste ihre Aufgaben sehr ernst nehmen, die Menschen verantwortungsvoll begleiten und mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen sehr sorgfältig umgehen.

Quelle: http://www.dbfk-unternehmer.de/home/bund?start=20
« Letzte Änderung: 30. November 2014, 15:06 von admin » Gespeichert

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« am: 07. Mai 2014, 01:39 »

RTL vom 05.05.14, 21:15 Uhr

Team Wallraff: Undercover in deutschen Altenpflegeheimen

Undercover in zwei sehr gut benoteten Altenheimen

Sie haben nach dem Krieg die Trümmer weggeräumt, sie haben Deutschland eine stabile Demokratie beschert und sie haben uns Jüngeren großen Reichtum hinterlassen. Jetzt ist diese Generation in den Altenheimen angekommen. Doch wie sieht ihr Leben dort aus? Das Team Wallraff hat sich undercover zwei Altenheime angesehen. ...

[TV-Beitrag nachträglichen Anschauen >>]

Quelle: http://www.rtl.de/cms/sendungen/real-life/team-wallraff/team-wallraff-undercover-in-deutschen-altenpflegeheimen-3ae4b-c461-24-1895687.html

Pflegeheim-Reportage bei Team Wallraff: Die Reaktionen im Internet [>>]



Es braucht Ideen gegen die Pflegemafia

Muss erst Günter Wallraff undercover aus Altenheimen berichten, damit sich endlich etwas tut in der Pflege? Die Missstände sind himmelschreiend - auch in der häuslichen Pflege. Damit kriminelle Strukturen keine Chance mehr haben, muss sich das System ändern.  ...

[Kommentar von Ruth Schneeberger lesen >>]

Quelle: http://sz.de/1.1952620, 07.05.2014
« Letzte Änderung: 08. Juli 2014, 17:57 von admin » Gespeichert

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