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Autor Thema: Fachkräftemangel? Elf Pflegekräfte entlassen - weil sie Missstände anzeigten!  (Gelesen 4751 mal)
admin
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« Antworten #7 am: 17. Januar 2015, 02:45 »

Arbeitsgerichtsurteil nach Überlastungsanzeige:

Altenpflegerinnen stimmen Vergleich zu


Drei ehemalige Mitarbeiterinnen eines Dorstener Altenheims bekommen nun Urlaubsgeld und Überstunden bezahlt. Die fristlose Kündigung wird in eine fristgerechte umgewandelt - so der Vergleich vor dem Arbeitsgericht Herne Mittwoch (19.11.2014). Die Altenpflegerinnen hatten öffentlich auf Missstände durch eine Überlastungsanzeige in dem Seniorenzentrum aufmerksam gemacht - und waren prompt entlassen worden. ...

Quelle:http://www.vidup.de/v/Z1dhE/

[vollständigen Beitrag lesen >>]

Quelle: http://www1.wdr.de/studio/dortmund/themadestages/ueberlastungsanzeige100.html, 19.11.2014
« Letzte Änderung: 17. Januar 2015, 02:49 von admin » Gespeichert

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 was wir tun, sondern auch für das,
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« Antworten #6 am: 24. September 2014, 17:27 »

Zitat
Mitarbeiter haben „Loyalitätspflicht“ verletzt
Haus der Geborgenheit: Erste Prozesse


RHADE/HERNE.  Die Fronten sind verhärtet, eine Einigung ist außer Reichweite: Die Kündigungswelle im Rhader Pflege- und Seniorenheim „Haus der Geborgenheit“ hat am Freitag das Arbeitsgericht Herne erreicht. Gut sieht es für die Betroffenen nicht aus.

Es war kurz nach acht Uhr, als sich die ersten Frauen und Unterstützter vor dem Gerichtsgebäude einfanden. Verdi-Vertreter hatten Fahnen dabei, immer wieder machte das Wort „Skandal“ die Runde. Es geht um elf Mitarbeiterinnen, denen im Juli fristlos gekündigt worden war. Sie hatten eine „Überlastungsanzeige“ geschrieben und angebliche Pflegemängel angeprangert (wir berichteten). Dass sie daraufhin sofort vor die Tür gesetzt wurden – damit hatte aber wohl niemand gerechnet.

„Wir haben doch nichts Böses gemacht“, sagte Demenzbegleiterin Doreen Sieland am Rande der ersten Kündigungsschutz-Prozesse. Es gehe doch nur um das Wohl der Bewohner. Und Manuela Giel, einst stellvertretende Pflegedienstleiterin, ergänzte: „Wir haben immer gekämpft und zusammengehalten.“ Irgendwann komme jedoch jeder an sein Limit. In der sogenannten Überlastungsanzeige hatten sich die Frauen offenbar ihren ganzen Frust von der Seele geschrieben – über angeblich fehlende Arbeitsmittel, Zeitdruck und mehr.

Den Brief hatten sie jedoch nicht nur der Geschäftsleitung vorgelegt, sondern gleich auch noch an Heimaufsicht und Pflegekassen geschickt. Und genau das könnte zum Problem werden.

Intern besprechen Richterin Marlies Rohkämper-Malinowski sprach im Prozess von einer „Loyalitätspflicht“ gegenüber dem Arbeitgeber. Mögliche Missstände müssten erst intern besprochen werden. Nur, wenn man absolut nicht weiterkomme, dürfe man an die Öffentlichkeit gehen. Das habe der Europäische Gerichtshof entschieden.

In den nächsten Wochen müsse deshalb genau dargelegt werden, wann und wie Beschwerden an die Geschäftsleitung herangetragen worden seien. Ob die Kündigungen Bestand haben, soll dann am 19. November entschieden werden. Die Mantra GmbH, die das Senioren- und Pflegeheim betreibt, weist alle Vorwürfe zurück. Die Mitarbeiter- und Fachkräftequote sei sogar höher als erforderlich.

Die Heimaufsicht indes hatte Mängel bei der medizinischen  und  pflegerischen Betreuung festgestellt.  Außerdem  seien Dienstplangestaltung und Personalsituation verbesserungswürdig.
jh
Quelle: Dorstener Zeitung Lokal | Dorsten - (bianca.gloeckner) - Danke ...
« Letzte Änderung: 17. Januar 2015, 02:31 von admin » Gespeichert

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« Antworten #5 am: 09. September 2014, 17:28 »

Urteil wohl im November
Elf Kündigungen im Pflegeheim: Erste Prozesse

DORSTEN/HERNE · Die Kündigungswelle im Rhader „Haus der Geborgenheit“ hat am Freitag das Arbeitsgericht Herne erreicht. Es geht um die Zukunft von elf Mitarbeiterinnen. Besonders gut sieht es für sie nicht aus. ...


... Noch ist jedoch nichts entschieden. Die betroffenen Frauen müssen nun ganz genau auflisten, wann sie mit der Geschäftsleitung über konkrete Vorwürfe gesprochen haben wollen. Frühestens am 19. November will das Gericht dann entscheiden, ob die Kündigungen rechtens waren. ...

Quelle: http://www.dorstenerzeitung.de/staedte/dorsten/, 05.09.2014
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« Antworten #4 am: 02. September 2014, 01:59 »

WDR-Fernsehen - Lokalzeit aus Dortmund vom 01.09.2014

Pflegemängel im Dorstener Altenheim
Studiogast: Vera Foullong-Marquardt, Verdi Emscher-Lippe


Quelle: http://www1.wdr.de/mediathek/ + http://youtu.be/JZwR4hpzL4U
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« Antworten #3 am: 02. September 2014, 01:31 »

Zitat
Geschäftsführung soll sich äußern

Mängel im Pflegeheim in Rhade festgestellt

Dorsten · Das „Haus der Geborgenheit“ in Rhade muss nicht geschlossen werden. Auch einen Aufnahmestopp für das Pflege- und Seniorenheim gibt es nicht. Aber: Die Heimaufsicht des Kreises Recklinghausen hat „Mängel bei der medizinischen und pflegerischen Betreuung“ ausgemacht. ...
Quelle: http://www.waltroper-zeitung.de/staedte/dorsten/, 29.08.2014



Zitat von: Renate Hartwig
Solidaritätsaufruf für elf gekündigte Pflegekräfte in NRW!

Die Pflege liegt am Boden …….und wir laufen daran vorbei!

„Die stillen Helden fangen an zu schreien ……sie fangen an sich zu wehren. Die guten Geister, ohne die unser Gesundheitssystem komplett zusammenkrachen würde. Schon längst kommen sie zu kurz, wenn es darum geht, den Wert ihrer Arbeit anzuerkennen. Tauchen wir ein in die Welt der Pflegekräfte, die immer nur gestreift wird, wenn es um Missstände geht. …..“!

Der Auszug ist aus meinem Buch „Der goldene Skalp“ (fontis Verlag 2014) in dem ich ein Kapitel lang, den oft sprachlosen Pflegenden Platz einräume, um ihre Probleme, die im Krankheits-und Pflegefall längst unsere sind, zu Wort kommen lasse. In den Monaten meiner Recherchen im Pflegebereich traf ich Frauen und Männer, die in Kliniken, Alten - und Pflegeheimen in der Praxis erleben, was zwar seit Jahren in der Theorie diskutiert, aber nicht geändert wird. Die oft unhaltbaren unmenschlichen Zustände! Und ich fragte sie, weshalb sie nicht aufbegehren und bekam immer die selbe Antwort. „Dann droht die Kündigung“!

Dieser Angstmechanismus „Kündigung“ funktioniert bundesweit. Er wurde gerade bei elf Seniorenheim-Mitarbeitern in NRW demonstriert! Ihnen wurde zum 31.August gekündigt!

Offizielle Version „Vertrauensbruch“ der Hintergrund: Sie arbeiten im Pflege- und Seniorenheims der Mantra Sozial GmbH an der Lembecker Straße 128 in Rhade, einem Ortsteil von Dorsten, im südlichen Westmünsterland. Sie hatten aufgeschrieben, unter welchen Arbeitsbedingungen sie im „Haus der Geborgenheit“ ihren Dienst absolvieren. Sie dokumentierten dies in einer sogenannten, offiziellen Überlastungsanzeige. Diese gilt als Notbremse für Pflegekräfte. Kommt ein Patient zu Schaden, findet sich die überlastete Pflegekraft oft im Gerichtssaal wieder. Argumente von wegen zu wenig Personal, Überlastung, deshalb mangelnde fachgerechte Pflege und Betreuung, enden immer in der Frage des Richters, nach genau einer solchen Überlastungsanzeige, die den elf Mitarbeitern in Dorsten nun zum Verhängnis wurde. Sie konnten die Zustände nicht mehr mit guten Gewissens verantworten und sendeten eine Hilfeschrei, in dem sie die aufgelisteten Fakten an den Arbeitgeber und die Heimaufsicht weiter gaben.
Öffentlich wurde dieser Fall durch einen Artikel in der Dorstener Zeitung. mit der Schlagzeile: „Aufruhr im Haus der Geborgenheit: Seniorenheim-Mitarbeitern wurde zum 31. August gekündigt“. (..) Die Heimaufsicht des Kreises Recklinghausen will das Seniorenheim unter die Lupe nehmen. (..)!

Mir stellt sich die Frage, wo bitte war diese Heimaufsicht bis jetzt? Wo die Gewerkschaft Verdi, die sich nun – zwar berechtigt – in der Zeitung über die Kündigungen empört? Diese Überlastungsanzeigen stapeln sich Ordnerweise in Einrichtungen, wer bitte liest sie überhaupt? Wer nimmt sie ernst? Hier in Dorsten haben elf Pflegekräfte reagiert und sie wollten, dass dieses Dreiaffensyndrom: Nichts hören, nichts sehen und nichts sagen, endlich durchbrochen wird.

Den Unterzeichnerinnen dieser öffentlich gewordenen Überlastungsanzeige gilt mein Respekt und gehört unser aller Solidarität! Tragen wir diese Informationen, wie hier mit diesen elf mutigen Pflegekräften umgegangen wird, in unser eigenes soziales Umfeld, in unsere eigenen Netzwerke, benennen Ross und Reiter und empören uns auf jeden Fall nicht leise.

Falls diese Kündigungen aufrecht erhalten bleiben, bin ich bereit eine Sternfahrt nach Dorsten zu organisieren. Denn wir sollten uns endlich zusammentun um dann vor diesem Pflegeheim in Massen unsere Solidarität mit den Pflegekräften, sowie unseren Protest gegen diese Vorgänge im Pflegebereich und gegen diese Kündigungen sichtbar machen.
Quelle: www.patient-informiert-sich.de/aktuelle_meldungen/details.php?msgid=410



Gefundene Stimmen der Parteien:

- 09.08 2014, DieLinke.Dorsten spricht den entlassenen Pflegekräften aus dem „Haus der Geborgenheit“ in Dorsten-Rhade ihre Solidarität aus!
http://www.dielinke-dorsten.de/

- 31.07.2014,  Rhader „Haus der Geborgenheit“ macht Schlagzeilen
http://www.spd-dorsten.de/index.php?nr=62674&menu=1
« Letzte Änderung: 19. September 2014, 13:19 von admin » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 06. August 2014, 16:58 »

Zitat
Vorwürfe sollen geklärt werden
Die Behörden rückten im "Haus der Geborgenheit" an


von Anke Klapsing-Reich, Redaktion Dorsten

Rhade Zur Klärung der Vorwürfe über unzumutbare Zustände im Rhader Seniorenheim „Haus der Geborgenheit“ rückten am Montag (4.8.) vier Vertreter vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung sowie Vertreter der zuständigen Heimaufsicht vom Kreis Recklinghausen in der Lembecker Straße 128 an.

Bereits in der Woche zuvor hatte ein Mitarbeiter der Heimaufsicht versucht, Einblick in die Unterlagen zu nehmen, was ihm verweigert wurde.

„Auch bei diesem erneuten Versuch war die Heimleitung anfänglich nicht kooperativ, willigte dann aber doch ein“, erklärt Kreispressesprecher Jochem Manz. Während die Vertreter der Heimaufsicht Dienstpläne, Personalsituation und Ähnliches einsahen, prüft der Medizinische Dienst bis einschließlich heute noch die Dokumentationen über die Heimbewohner. Gespräche mit dem Heimbeirat und Betreuern werden weiterhin parallel geführt.

Mit der Auswertung der gesichteten Unterlagen und den daraus eventuell resultierenden Konsequenzen wird frühestens in zwei Wochen gerechnet.
Quelle: http://www.dorstenerzeitung.de/staedte/dorsten/, 05.08.2014



Zitat
Elf Frauen gekündigt
Kreisbehörde rückt im "Haus der Geborgenheit" an


von Thorsten Fechtner, Regionalredaktion

Dorsten Ein Paukenschlag nach dem anderen: War die gleichzeitige Kündigung von elf Mitarbeiterinnen des Pflege- und Seniorenheimes „Haus der Geborgenheit“ schon einer, so ist der unangekündigte Besuch der Heimaufsicht des Kreises Recklinghausen im Dorstener Haus der Mantra Sozial GmbH erst recht einer.
Quelle: http://www.marler-zeitung.de/nachrichten/region/Elf-Frauen-gekuendigt-Kreisbehoerde-rueckt-im-Haus-der-Geborgenheit-an;art999,1359432, 05.08.2014



Zitat
Altenheim wird überprüft:

In einem Altenheim in Dorsten-Rhade hat die Heimaufsicht des Kreises jetzt damit beginnen können, die schwer pflegebedürftigen Bewohner untersuchen zu lassen. Pflegekräfte hatten auf Missstände in dem Heim hingewiesen. Sie erhielten darauf die Kündigung.

Die Überprüfung der Zustände im Heim gestaltet sich allerdings schwierig. Nach WDR-Informationen soll der Prüfer der Heimaufsicht des Kreises von der Heimleitung zunächst schroff abgewiesen worden sein. Auch ein zweiter Besuch des Prüfers mit einem Juristen an seiner Seite blieb demnach erfolglos. Erst gestern Nachmittag sei es dann erstmals gelungen, Bewohner des Altenheimes zu untersuchen.

Die Prüfung werde noch mindestens bis heute Abend andauern. Sollten sich die Zustände in dem Heim tatsächlich als unhaltbar erweisen, könnte eine erste Konsequenz sein, dass die Einrichtung keine neuen Bewohner mehr aufnehmen darf. Der Altenheim-Betreiber wollte sich zu den jüngsten Vorgängen nicht äußern.
Quelle: http://www1.wdr.de/studio/muenster/nrwinfos/nachrichten/studios62690.html, Stand: 05.08.2014, 08.36 Uhr
« Letzte Änderung: 12. August 2014, 15:26 von admin » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 01. August 2014, 09:36 »

Zitat
Entlassung schlug hohe Wellen
Heimaufsicht nimmt "Haus der Geborgenheit" unter die Lupe


von Holger Steffe, Redaktion Dorsten

Rhade · Hohe Wellen in Foren und im Internet schlug die Entlassung von elf Mitarbeiterinnen im Rhader "Haus der Geborgenheit". Die Heimaufsicht des Kreises Recklinghausen will das Seniorenheim unter die Lupe nehmen.

Ohne in die Auseinandersetzung eingreifen oder voreilig Position beziehen zu wollen, sieht die Rhader SPD die Vorkommnisse nicht als Einzelfall in Pflegeeinrichtungen und nennt andererseits als erste „Verlierer“ in solchen Auseinandersetzungen die zu betreuenden Menschen.

Das sieht auch Karl-Heinz Rockstein so. Er vertritt für den Kreis Recklinghausen auch in Dorsten die Heimaufsicht. Er prüft und berät hier alle Senioren- und Behinderteneinrichtungen, Hospize und Einrichtungen des betreuten Wohnens, unabhängig von der Trägerschaft. „Hierzu werden diese Häuser regelmäßig aufgesucht. Die medizinische und hygienische Überwachung erfolgt in Begleitung einer Pflegefachkraft und im Einzelfall mit Fachpersonal des Kreisgesundheitsamtes Recklinghausen“, so Rockstein.

"Mitten in den Gesprächen"
Von den Vorkommnissen in Rhade hat die Behörde am 21. Juli Kenntnis erhalten. Hierzu äußert sich Kreissprecher Jochem Manz: „Wir sind mitten in den Gesprächen, mit Angehörigen, Verwandten, Bewohnern und auch Mitarbeitern“. Mit letzteren aber nicht in Bezug auf die Kündigungen, da dies Sache des Arbeitsrechts und der Gewerkschaften sei. Die Anschuldigungen würden ernst genommen, aber Näheres könne zu diesem Zeitpunkt nicht gesagt werden.

Reinhard Leopold aus Bremen hat die Schlagzeilen im Internet verfolgt. Mit seiner Internet-Seite (www.heimmitwirkung.de) sucht er den Schulterschluss zu Angehörigen, Betreuern, Heimbeiräten oder Heimfürsprechern, gerne auch zu denen aus Rhade.

Bürgermeister Tobias Stockhoff weiß bereits seit ein paar Tagen von der Angelegenheit: „Ich habe über das Sozialamt erfahren, dass der Kreis als für die Heimaufsicht zuständige Dienststelle dabei ist zu prüfen, ob es im Rhader Seniorenheim gravierende Missstände gibt.“ Von der Kündigung der elf Mitarbeiter hat Stockhoff erst aus der Zeitung erfahren. „Ich bin gern bereit, mich mit den Betroffenen und der Heimleitung an einen Tisch zu setzen, wenn dies gewünscht wird“, bietet sich der Bürgermeister als Vermittler an.
Quelle: http://www.marler-zeitung.de/staedte/dorsten/46286-Rhade~/Entlassung-schlug-hohe-Wellen-Heimaufsicht-nimmt-Haus-der-Geborgenheit-unter-die-Lupe;art1341,1356014



KOMMENTAR:

Wir brauchen wieder MEHR ZIVICOURAGE in unserem Land! Das kann sich aber nur entwickeln, wenn WIR ALLE  dabei mithelfen mutiger zu werden und nicht mehr alles als "gegeben" und "kann man sowieso nichts machen" ansehen. Dabei stehen Pflegekräfte, Pflegebetroffene und Angehörige auf der gleichen Seite und müssen sich gegenseitig unterstützen - dafür kämpfe und engagiere ich mich.
« Letzte Änderung: 02. September 2014, 02:04 von admin » Gespeichert

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« am: 31. Juli 2014, 22:23 »

Zitat
Aufruhr im Haus der Geborgenheit
Seniorenheim-Mitarbeitern wurde zum 31. August gekündigt

Rhade · Elf Mitarbeiterinnen des Pflege- und Seniorenheims der Mantra Sozial GmbH an der Lembecker Straße 128 erhielten am Mittwoch (30.7.) ihre Kündigung zum 31. August 2014. Sie alle hatten einige Tage zuvor eine Überlastungsanzeige geschrieben, in der sie ihren Arbeitgeber auf die problematischen Arbeitsbedingungen im "Haus der Geborgenheit" hinweisen, die sie nicht mehr guten Gewissens verantworten möchten.


von Anke Klapsing-Reich, Redaktion Dorsten

Eine Personaldecke, die vorne und hinten nicht ausreicht, Mangel an Materialien, um die Bewohner ausreichend zu versorgen, unhaltbare Dienstpläne, und dann die große Fluktuation im Team, die Unruhe und Instabilität ins Haus bringt – auf diese und weitere mangelhafte Rahmenbedingungen machen die elf Kolleginnen in ihrer Überlastungsanzeige aufmerksam.

Gutes Team aufgebaut
„Anstatt, dass sich alle an einen Tisch setzen und einvernehmlich nach Lösungen suchen, bekommen die Mitarbeiterinnen ihre Kündigung“, wundert sich auch Verdi-Gewerkschaftssekretärin Vera Foullong-Marquardt, „so eine massive Reaktion habe ich noch nie erlebt.“ Als sich die elf Mitarbeiterinnen nach ihren Kündigungsschreiben gestern Rat suchend an die Gewerkschaft wandten, sagte die Gewerkschafterin Unterstützung zu: „Jetzt geht es nur noch über die Öffentlichkeit.“ „Wir haben mit dem Pflegedienst ein gutes Team aufgebaut, das nun mit einem Schlag von der Geschäftsleitung zerstört wird“, erklären die Mitarbeiterinnen. Sie wollen arbeiten, aber unter vernünftigen Bedingungen: „Schließlich haben wir es nicht mit Maschinen, sondern mit Menschen zu tun, die uns am Herzen liegen.“

Stellungnahme der Heimleitung
Man sei an einer guten Arbeitsatmosphäre interessiert und bitte die Mitarbeiter regelmäßig, Probleme zu benennen – doch von den elf Unterzeichnern der Überlastungsanzeige sei selbst bei der Betriebsversammlung am 17. Juli keine Kritik geübt worden, teilt die Geschäftsführung der „Mantra Sozial GmbH“ in einer Presseerklärung mit.

Viele Mitarbeiter im Hause hätten sich zudem betroffen von den geäußerten Vorwürfen distanziert. „Die Kündigung (...) erfolgte nicht wegen der Überlastungsanzeige, sondern weil die Mitarbeiter ihr Schreiben (...) mit den unbegründeten, haltlosen Vorwürfen ebenfalls der Heimaufsicht beim Kreis RE sowie der Pflegekasse zur Verfügung gestellt haben. (...) Das Vertrauensverhältnis ist durch diese schwerwiegende Pflichtverletzung nachhaltig gestört.“
Quelle: http://www.dorstenerzeitung.de/staedte/dorsten/Aufruhr-im-Haus-der-Geborgenheit-Seniorenheim-Mitarbeitern-wurde-zum-31-August-gekuendigt;art914,2437518#plx1592983544, 30.07.2014 -


« Letzte Änderung: 10. August 2014, 14:55 von admin » Gespeichert

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