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Autor Thema: Beeinflusste Ärzte? - Ärzte unter Verdacht!  (Gelesen 7242 mal)
admin
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« Antworten #1 am: 27. November 2015, 10:57 »

    SWR "Odysso" - Do, 26.11.2015 | 22.00 Uhr

weitere Sendetermine
- Di, 1.12.2015 | 11.30 Uhr | EinsPlus
- Mi, 2.12.2015 | 8.30 Uhr | EinsPlus
- Do, 3.12.2015 | 11.30 Uhr | EinsPlus
- Fr, 4.12.2015 | 8.35 Uhr | EinsPlus


Gesundheitssystem
Ärzte unter Verdacht


Vorteilsnahme, Bestechlichkeit, Korruption – im Gesundheitswesen keine Seltenheit. odysso beleuchtet Verflechtung zwischen Ärzteschaft und Industrie und beleuchtet die Konsequenzen für Patienten.

Quelle: http://www.swr.de/odysso/gesundheitssystem-aerzte-unter-verdacht/-/id=1046894/did=16312806/nid=1046894/qf6qo7/index.html+ https://www.youtube.com/watch?v=xzg0m_n9xKo

  • Gekaufte Fachjournale - Ärztemedien berichten einseitig
  • Bezahlte Experten - Meinungsführer arbeiten mit der Pharma-Industrie zusammen
  • Zeitreise - Die gefallenen Halbgötter in Weiß
  • Korrupte Medizin - Ermittlungen wegen Bestechlichkeit
  • Comic - Kritik am neuen Antikorruptionsgesetz
  • Anwendungsbeobachtungen - Fragwürdiges Zubrot für Ärzte
  • Bad Pharma - Widerstand gegen die Pharmamacht
  • Adressen, Links und Literatur


[SWR-Mediathek >>]
(Viedeo verfügbar bis: 25.11.2020, 9.00]

Quelle: http://www.swr.de/odysso/gesundheitssystem-aerzte-unter-verdacht/-/id=1046894/did=16312806/nid=1046894/qf6qo7/index.html
« Letzte Änderung: 21. März 2016, 11:44 von admin » Gespeichert

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"Wir sind nicht nur für das verantwortlich,
 was wir tun, sondern auch für das,
was wir nicht tun" (Jean Molière)
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« am: 21. März 2015, 22:07 »

ARD "PlusMinus"  Sendung vom Mi, 11.03.15 | 21:45 Uhr


Quelle: http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/wdr/arzt-einfluss-pharmaindustrie100.html+ https://youtu.be/knsksVirO0c


Zitat
Beeinflusste Ärzte?

Ärzte müssen sich regelmäßig fortbilden. Doch die notwendigen Veranstaltungen und Seminare sind meistens von der Pharmaindustrie finanziert, Redner und Fachleute von Pharmakonzernen bezahlt. "Plusminus" war in zahlreichen Ärztefortbildungen und zeigt wie subtil die Beeinflussung der Ärzte funktioniert.

In einem Vier-Sterne-Hotel einer deutschen Großstadt findet eine von der Ärztekammer empfohlene Fortbildung für Ärzte statt. Uns hat ein Insider ein Tipp gegeben, dass hier unerlaubt Werbung im großen Stil gemacht werden soll. Obwohl das von der Ärztekammer verboten ist.  Einer der Referenten an diesem Nachmittag ist ein Universitäts-Professor, der nach unseren Recherchen schon für bedeutende Pharmakonzerne tätig war. Eine Zusammenarbeit mit Pharmafirmen wird aber nicht deutlich. Dabei müsste der Referent einen Interessenskonflikt vor allen Zuhörern offenlegen. Auch die Dauerwerbung auf einem Plakat hinter ihm ist verboten. Das neue Kombipräparat darauf stammt natürlich von der Firma, die dort alles zahlt.

Thomas Lempert weigert sich, in pharmagesponserte Veranstaltungen zu gehen. Der Berliner Neurologie-Professor der Schloss-Park-Klinik kritisiert den Einfluss der Konzerne bei Fortbildungen. „Medikamente zu verordnen, ist ein Eingriff in den Körper des Patienten. Er muss genau wie eine Operation, sehr genau abgewogen werden. Das geht nur, wenn alle Informationen auf dem Tisch liegen und kritisch bewertet werden. Wir haben häufig einen werbenden und begeisterten Unterton, wenn es um neue Medikamente geht. Und das ist unwissenschaftlich  und unärztlich“, so Lempert. Er fürchtet, dass die Patienten Schaden nehmen könnten. Vor drei Jahren hat er eine Initiative gegen das Pharmalobbying gegründet. Lempert will Arztfortbildungen ohne Firmen und mehr unabhängige Experten in den Gremien, die Behandlungsempfehlungen erarbeiten. Er und seine Kollegen befürchten, dass bis zu 80 Prozent der Mediziner an gesponserten Fortbildungen teilnehmen.

Wie groß ist der Einfluss der Industrie?
Verantwortlich für die Fortbildungen sind die Landesärztekammern. Wir fragen bei allen 17 Kammern nach, wie viele von den insgesamt gut 336.000 zertifizierten Fortbildungen gesponsert wurden. Aber nur Hamburg, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg Vorpommern antworten uns überhaupt. Demnach werden eher wenige Veranstaltungen von Pharmafirmen bezahlt. Mehr Daten bekommen wir nicht.

Wir wollen wissen, wie groß der Einfluss der Industrie wirklich ist. Zumindest auf den großen Kongressen geht ohne Industriesponsoring nichts mehr. Lempert geht auf solche Veranstaltungen, um für eine konzernfreie Fortbildung zu werben. Und der Veranstalter, die Psychiatrie-Gesellschaft,  lässt ihn auf dem Kongress in Berlin sogar offiziell über seine Initiative reden. Allerdings muss der Pharmakritiker gleich am ersten Kongresstag um 8.30 Uhr morgens antreten. Ein undankbarer Termin: Da ist noch kaum jemand da. Später kommen 9000 Besucher. Rund 600.000 Euro lassen sich das die Pharmasponsoren kosten.

"Plusminus" liegen noch andere Zahlen vor: Für die Jahrestagung der Deutschen Kardiologiegesellschaft kommen  über einer Million Euro von der Industrie. Der Diabeteskongress wird mit über eine Million gesponsert genauso wie der Urologenkongress, die Neurologiewoche sogar mit 1,9 Millionen. „Der Preis, den wir erbringen, ist, dass wir unsere Selbständigkeit aufgeben, dass wir einen Teil der Marketingbotschaften verinnerlichen und für wissenschaftlich wahr halten“, sagt Lempert. „Und damit nicht die beste Abwägung zwischen Nutzen und Risiko einzelner Medikamente bekommen. Den  eigentlichen Preis zahlen unsere Patienten. Wir wissen von Medikamenten, die jahrelang auf dem Markt waren und tausende zusätzlicher Tote gebracht haben, bevor gemerkt wurde, dass Daten zurückgehalten wurden“.

Ärzteverband beobachtet Vorgehen
In einem weiteren Nobelhotel  geht es um Diabetes-Wirkstoffe. Doch der Referent weist immer wieder auf ein spezielles Präparat hin, ein teures: „Dieses Präparat macht gerade weltweit einen Siegeszug, es senkt das Gewicht des Patienten signifikant“, sagt er. Diese klare Empfehlung ist auch verboten. Wir recherchieren, was das pharma-kritische Arzneimitteltelegramm dazu veröffentlicht hat. Die Autoren sehen für die neuen, teureren Diabetes-Mittel keine Vorteile.

Versteckte oder offene Manipulation?  Viele Ärzte glauben, dass sie das natürlich durchschauen. Bei einer Umfrage unter Allgemeinmedizinern kam heraus, dass sie 47,4 Prozent ihrer Kollegen für manipulierbar halten. Fragt man danach, ob sie selbst beeinflussbar sind, dann sagen 98,7 Prozent „nein, ich nicht“. Diese Selbstüberschätzung beobachtet die Ärztin Adelheid Lüchtrath täglich. Sie und ihre Kollegen vom kritischen Ärzteverband Mezis besuchen regelmäßig Fortbildungen. Um herauszufinden, wo überall die Pharmaindustrie ihre Botschaften platziert.  „Wir gehen in die Veranstaltung hinein, hören uns das an, und wenn wir Verstöße erahnen, dann melden wir das der Ärztekammer. Und auch in der Fortbildung stehen wir auf in der Pause und sagen: ‚das ist hier keine reine Fortbildung, sondern es ist eine beeinflusste Fortbildung‘“, so Dr. Lutz Brüggemann von Mezis.

Durch die Mezis-Aktionen wurde vor einigen Monaten zum ersten Mal die Zertifizierung für eine Veranstaltung aberkannt. „Die beeinflusste Fortbildung führt dazu, dass mehr Geld ausgegeben wird, für Produkte, die wir nicht wirklich brauchen. Und das bedeutet, dass das gesamte Gesundheitssystem damit belastet wird. Das heißt, wenn die Ärzte sich weniger nach den Pharmaindustrien ausrichten würden, wäre unser Gesundheitssystem auch billiger“, sagt Lüchtrath.

Viele Verstöße werden gar nicht erst kontrolliert
Bei einer weiteren zertifizierten Veranstaltung referiert ein Mitarbeiter des Pharmasponsors. Es geht um Cholesterinsenker. Der Referent nutzt die Zeit für politische Forderungen: „Die Politik ist an der schwierigen Finanzsituation der Praxen maßgeblich beteiligt ist…..Gehen sie zu ihrem Abgeordneten und beschweren sie sich!“ Auch so eine politische Forderungen ist nicht erlaubt. Richtlinienverstöße wie diese werden praktisch nie kontrolliert.

Autorin: Pia Busch
Quelle: http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/wdr/arzt-einfluss-pharmaindustrie100.html+ https://youtu.be/knsksVirO0c
« Letzte Änderung: 27. November 2015, 10:58 von admin » Gespeichert

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