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Autor Thema: Aufnahmestopps: einige Heimaufsichten greifen jetzt härter durch  (Gelesen 1842 mal)
admin
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« Antworten #3 am: 13. Juli 2015, 18:00 »

Zitat
Kiel
Heime: Es gibt immer mehr Mängel

Die Heimaufsicht stellt immer häufiger Mängel in Heimen für pflegebedürftige und behinderte Menschen fest. Zweimal wurden wegen ungeklärter Todesfälle Ermittlungen eingeleitet. Hauptursache für die Mängel: zu wenig Personal. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Heimaufsicht für 2013 und 2014 hervor.


Von Heike Stüben

Kiel. In den ungeklärten Todesfällen hatten die Prüfer einen Hinweis bekommen. Im ersten Fall fand man einen Widerspruch zwischen Dokumentation und vermuteter Todesursache. Bei der Obduktion stellte sich heraus, dass der Bewohner tatsächlich an einer anderen Erkrankung verstorben war. Weil ein Verschulden der Einrichtung aber nicht nachgewiesen werden konnte, wurde das Verfahren eingestellt. Bei dem zweiten Fall stand in der Dokumentation des Heimes, der Bewohner habe genug Flüssigkeit bekommen. Das Krankenhaus attestierte aber bei der Einlieferung eine unzureichende Flüssigkeitsversorgung. Das Verfahren läuft noch.

 Insgesamt erhielt die Heimaufsicht 112 Beschwerden. Gegenüber dem Bericht 2009/10 ist das eine Steigerung um mehr als 300 Prozent. „Leider weisen diese Beschwerden auch immer häufiger auf gravierende Mängel hin“, sagen die Prüfer. Allen 112 Beschwerden sei man schnell nachgegangen – und zwar immer unangemeldet.

 Und welche Mängel fanden die Prüfer? Fehler in Dienstplänen, rechtswidrige Gebühr für die Taschengeld-Verwaltung. Dazu in Einzelfällen rechtswidrig freiheitsentziehende Maßnahmen, unangemessene soziale Betreuung und zu viele Menschen, die dauerhaft im Heim blieben, obwohl sie wieder nach Hause gekonnt hätten. Bei einer Einrichtung gab es erhebliche bauliche Mängeln bis hin zu Schimmel.

 Vor allem aber stellten die Prüfer immer wieder fest, dass es nicht so viel Fachpersonal gab, wie es das Gesetz vorschreibt. Wenn Stellen frei wurden, hat es demnach teilweise mehrere Monate gedauert, bis sie wiederbesetzt wurden. Das lasten die Prüfer zwar nicht den Einrichtungen an, sondern dem wachsenden Fachkräftemangel gerade für Leitungspositionen. Dennoch hätten die Personalprobleme zu „erheblichen Qualitätsproblemen“ geführt. Unter anderem habe die Pflege der alten Menschen und die Dokumentation oftmals nicht dem anerkannten Fachstandard entsprochen. Dadurch hätten die Bewohner ein größeres Risiko, Folgeschäden zu erleiden.

 Bei einer Bewohnerin, die offenbar kurz vor dem Tod stand, hatte der Hausarzt angeordnet, die Medikamente zurückzufahren. Das tat das Pflegepersonal auch. Der Ernährungszustand wurde nicht mehr überwacht, die Frau nahm deutlich ab. Doch die Frau starb nicht. Nun hätte das Pflegepersonal aktiv werden müssen. Doch mehrere Monate vergingen, ohne dass man den Hausarzt kontaktierte, die Medikamentierung und Pflegeplanung wieder änderte.

 Wie hat die Heimaufsicht reagiert? Vor allem beraten und nachkontrolliert. Zweimal wurde ein freiwilliger Belegungsstopp erreicht, einmal ein Belegungsstopp verhängt. Möglicherweise wurde manches nicht entdeckt: 2014 gab es nur in 46 Prozent der Heime eine Regelprüfung. Es müssten 100 Prozent sein. Die Heimaufsicht hat selbst ein Personalproblem. 2016 soll es angepackt werden.
Quelle: http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Kiel/News-Aktuelle-Nachrichten-Kiel/Kiel-Heime-Es-gibt-immer-mehr-Maengel, 08.07.2015 - mit freundl. Genehmigung der Autorin
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« Antworten #2 am: 13. Juli 2015, 17:51 »

Zitat
KVR-Chef: "Wir schauen genau hin"
Heimaufsicht: Mängel bei jeder zweiten Kontrolle

München - In den vergangenen zwei Jahren führte die Münchner Heimaufsicht genau 205 unangemeldete Kontrollen in den 60 Pflegeheimen der Stadt durch. Das Ergebnis: Bei der Hälfte der Prüfungen wurden Verstöße gegen „die gesetzlichen Qualitätsanforderungen“ festgestellt!


Da werden mal offene Wunden schlecht versorgt, da bekommen Demenzkranke zu wenig zu trinken, da werden Pflegebedürftige mit Psychopharmaka vollgepumpt: In den vergangenen zwei Jahren führte die Münchner Heimaufsicht genau 205 unangemeldete Kontrollen in den 60 Pflegeheimen der Stadt durch. Das Ergebnis: Bei der Hälfte der Prüfungen wurden Verstöße gegen „die gesetzlichen Qualitätsanforderungen“ festgestellt!

Diese Woche stellt die Heimaufsicht im Rathaus ihren neuesten Qualitätsbericht vor. Der tz liegt er schon vor: Genau 1563 Bewohner nahmen die Pflege-Polizisten in den zwei Jahren unter die Lupe – immer kamen sie unangemeldet. Besonders die Schmerzbehandlung und Dekubitus-Vorbeugung mussten in einigen Häusern kritisiert werden [siehe Grafik >>]. Dazu gab es mehrere Beschwerden im Bereich des Medikamentenmanagements. Heißt: Welche Medizin hat welcher Patient wann zu bekommen. Und auch im Bereich der Dokumentation mussten sich einige Stationsleitungen auf die Finger klopfen lassen.

Dennoch ist KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle von dem Ergebnis nicht geschockt: „Zum einen schauen wir hier in München sehr genau hin, wenn es um die Versorgung der Menschen in Pflegeheimen geht. Und zum anderen handelte es sich bei den beanstandeten Mängeln oft nur um kleinere Vergehen.“ Heißt: Ohne Gefahr für Leib und Leben der Bewohner. Fakt ist aber auch: Vier Mal waren die Fehler so schwer, dass ein Aufnahmestopp für das jeweilige Haus die Folge war (also keine Bewohner mehr aufgenommen werden dürfen). Unter anderem im St. Josefheim der Münchenstift am Luise-Kiesselbach-Platz. Dort wurden letztes Jahr unter anderem Bewohner misshandelt. Es gibt aber auch Gutes zu berichten. So zeigt der neue Bericht, dass die Zahl der Bewohner, die mit freiheitsentziehenden Maßnahmen im Bett gehalten wurden (also durch Gitter oder Gurte) in den vergangenen sechs Jahren von 19 Prozent auf 4 Prozent sank. „Das ist ganz klar auch ein Verdienst der Heimaufsicht, denn wir kontrollieren hier seit langem genau“, so Blume-Beyerle.
Quelle: http://www.tz.de/muenchen/stadt/heimaufsicht-maengel-jeder-zweiten-kontrolle-5209586.html, 06.07.2015 - mit freundl. Genehmigung
« Letzte Änderung: 13. Juli 2015, 17:54 von admin » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 13. Juli 2015, 17:44 »

Zitat
Zu wenig Fachkräfte
Aufnahmestopp für Pflegeheime verhängt

Immer mehr Pflegeheime haben große Probleme, Personal zu finden und die gesetzlich geforderte Fachkraftquote einzuhalten. Die städtische Heimaufsicht hat sich jetzt für einen harten Kurs entschieden und verhängt in solchen Fällen einen Aufnahmestopp.


Von Gabi Stief

Hannover. Wird bei einer der jährlichen Prüfungen festgestellt, dass nicht jede zweite Betreuerin eine Fachkraft ist, wird das Heim mit einem sofortigen Aufnahmestopp sanktioniert. In dieser Woche traf es eine Dana-Senioreneinrichtung in der List.

Geschäftsführer Yazid Shammout hält das Vorgehen für skandalös. „Weil eine qualifizierte Mitarbeiterin fehlt, darf kein neuer Bewohner einziehen.“ Auch Reservierungen müssten storniert werden. Nach Informationen des Unternehmens sind zwei weitere Heime in Hannover gezwungen, aufgrund eines Beschlusses der Ordnungsbehörden Interessenten abzuweisen.

Shammout fühlt sich zu Unrecht „bestraft“. In seinem Pflegeheim an der Waldstraße arbeiten 16,64 Mitarbeiter. Laut Personalplan, der mit den Pflegekassen vereinbart wurde, müssten nur 15,28 Stellen besetzt sein. Das Problem: Das Heim beschäftigt mehr Helfer, aber zu wenig qualifizierte Pflegerinnen. Statt 7,6 examinierte Altenpflegerinnen sind es nur 6,4; die Fachkraftquote liegt damit bei knapp 42 Prozent statt 50 Prozent. „Dies entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben“, heißt es in der schriftlichen Anordnung der Heimaufsicht, die gestern der Pflegeheimleitung zugestellt wurde.

Die Behörde räumt in dem Bescheid ein, dass die Verhängung eines dreimonatigen Aufnahmestopps eine Ermessensfrage ist. Es müsse jedoch vermieden werden, dass das Heim „wirtschaftliche Vorteile gegenüber anderen Mitbewerbern am Markt erzielt“, die höhere Kosten haben, weil sie sich an die vorgeschriebene Zahl an Fachkräften halten. Außerdem gehe es um den Schutz der Bewohner.

Die Heimaufsicht habe ihm mündlich mitgeteilt, dass man die Gesetze jetzt „rigoros durchziehen“ werde, berichtet Shammout. Als vorbildlich sei auf einen bayerischen Erlass verwiesen worden, der Sanktionierungsregeln formuliert. Shammout versichert, dass er seit Längerem neue qualifizierte Mitarbeiter sucht. Mittlerweile sei er auch bereit, einen „Willkommensgruß“ von 3000 Euro zu zahlen. Das Heim an der Waldstraße bietet 66 Plätze für Senioren an, derzeit sind zehn nicht besetzt.

Über Fachkräftemangel klagt die Altenpflege bereits seit Jahren. Viele Einrichtungen werben mittlerweile mit Antrittsprämien oder Dienstwagen. Auch werden verstärkt ausländische Pflegerinnen ins Land geholt. Neu ist, dass sich die Ordnungsbehörden gezwungen sehen, Altenheime zu sanktionieren. Die Heimaufsicht habe keine andere Möglichkeit, als Verstöße zu ahnden, teilte gestern ein Sprecher der Stadt auf Anfrage mit.
Quelle: www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Heimaufsicht-verhaengt-Aufnahmestopp-fuer-Pflegeheime, 03.07.2015 - Mit freundl. Genehmigung der Autorin
« Letzte Änderung: 13. Juli 2015, 17:46 von admin » Gespeichert

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« am: 13. Juli 2015, 17:33 »

Zitat
Heimaufsicht alarmiert: Drastischer Anstieg der Pflegemängel
Patient auf der Toilette vergessen - Trend setzt sich in diesem Jahr fort

NÜRNBERG - Die Zahl der "erheblichen Mängel" bei den Kontrollen der 99 Pflegeeinrichtungen in der Stadt hat drastisch zugenommen. Waren es 2013 gerade einmal vier gravierende Vorkommnisse, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 32 an. Und das Beunruhigende: Der Trend setzt sich in diesem Jahr fort. ...
Quelle: http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/heimaufsicht-alarmiert-drastischer-anstieg-der-pflegemangel-1.4466692, 22.06.2015


Zitat von: tz-München, 07.01.2015
Heimaufsicht legt neue Missstände offen
Aufnahmestopp: Weiter große Mängel im St.-Josef-Heim


München - Senioren müssen im Bett bleiben und Schmerzen werden ignoriert: Das Altenheim St. Josef am Luise-Kiesselbach-Platz und seine Bewohner kommen einfach nicht zur Ruhe!

Die Heimaufsicht hat das Münchenstift-Haus nach dem Skandal-Bericht (siehe unten) zweimal kontrolliert. Im Mai wurden wieder „erhebliche Mängel“ festgestellt. Bei der Nachkontrolle im September wurde es nicht besser – es kamen sogar neue Mängel hinzu! „Ich bedaure das“, sagt der Münchenstift-Chef und frühere Grünen-Stadtrat Siegfried Benker der tz. Was ist da los?

Das kommt auf Anfrage des örtlichen CSU-Stadtrats Otto Seidl heraus: Der hatte Anfang Dezember im Rathaus wegen „Ungereimtheiten“ in dem Fall nachgehakt. Die Antwort von Sozialreferentin Brigitte Meier (SPD) hält Seidl für lückenhaft. ...

[vollständigen Artikel lesen >>]

Quelle: http://www.tz.de/muenchen/stadt/aufnahmestopp-weiter-grosse-maengel-st-josef-heim-4608333.html, 07.01.2015
« Letzte Änderung: 14. Juli 2015, 16:56 von admin » Gespeichert

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