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Autor Thema: Pflegebetroffenen fehlt oft Wissen über ihre Rechte  (Gelesen 707 mal)
admin
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Beiträge: 3.248


« am: 27. Januar 2017, 10:58 »

Zitat von: taz-Bremen, 27.01.2017
HEUTE IN BREMEN
„Die Angst ist immer da“
INFO Pflegebetroffenen fehlt oft Wissen über ihre Rechte. Rat gibt ’ s dank Heim-Mitwirkung

Interview: Benno Schirrmeister

taz: Herr Leopold, Pflege ist ein weites Feld voller Konflikte: Wie lassen die sich erkennen, vermeiden oder beseitigen?

Reinhard Leopold: Sie haben Recht: Das ist ein weites Feld. Und um die Frage zu beantworten muss ich ein wenig ausholen. Ich selbst bin ja als betroffener Angehöriger in dieses Thema hineingekommen und mit den Krankheiten meiner Eltern groß geworden. Das habe ich erst später realisiert: In dieses System der Pflege ist man entweder, ohne es zu merken, allmählich hineingerutscht, beispielsweise infolge des Alters. Oder es passiert etwas, beispielsweise ein Schlaganfall, dann ist man von einem Tag auf den anderen Pflegebetroffener. Jedenfalls ist man nie darauf vorbereitet.


Zitat
Reinhard Leopold
60, gründete 2006 die Selbsthilfe-Initiative Heim-Mitwirkung und ist Regionalbeauftragter der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen
.

Das heißt?
Es gibt fast immer ein riesiges Informationsdefizit – sowohl bei den Betroffenen als auch bei ihren Angehörigen. Und das führt zu großer Unsicherheit. So weiß man nicht, wie man mit Konflikten umgehen soll , die man in einem Heim antrifft.

Was ist denn da typisch?
Wenn man einen Angehörigen im Heim unterbringt, gibt man da ja auch seine Biografie mit ab. Was oft passiert ist, dass man dann feststellt, die Informationen über Vorlieben, Abneigungen und womöglich auch Marotten des Angehörigen werden nicht berücksichtigt. Die altersbedingte Neigung zu wenig zu trinken, wird nicht aktiv angegangen, oder das Essen bleibt einfach unangetastet stehen, ein klarer Hinweis darauf, dass zu wenig Personal und Zeit dafür da ist.

Und dann?
Dann steht man vor der Frage, was kann ich tun, damit sich das ändert …

Bei den Beispielen, die Sie nennen, können lebensbedrohliche Situationen entstehen. Da wird man kaum stillhalten. Aber überwiegt nicht oft die Angst, dem Angehörigen durch Beschwerden mehr zu schaden als zu nützen?

… weil man das Personal gegen sich aufbringt? Ja, das ist die Grundangst jedes Angehörigen.

Und wie werde ich die los?

Die werden Sie nicht los. Die Angst ist unterschwellig immer da. Sie müssen aber lernen, mit ihr umzugehen und nach Unterstützern suchen. Unsere gesamte Erfahrung läuft darauf hinaus, dass Pflegebetroffene davon profitieren, wenn sich Angehörige auf Augenhöhe begeben und riskieren, sich beim Personal unbeliebt zu machen.

Das funktioniert besser, wenn man sachkundig ist?
Deshalb ist vor zehn Jahren diese unabhängige Selbsthilfe-Initiative zur Heim-Mitwirkung entstanden, deren Bremerhavener Entsprechung sich hoffentlich bei unserer morgigen Veranstaltung dort gründet.

So bringt man das Anliegen in den Fokus der Politik?
Ja! Gerade waren wir bei der Anhörung zum Bremischen Wohn- und Betreuungsgesetz dabei. Mit der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) haben wir unsere Position dargelegt. Auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass sich viel davon im Gesetz wiederfindet, ist es wichtig es zumindest zu versuchen.

Info-Veranstaltungen:

heute, Seniorenbüro, Breitenweg 1A, Bremen, 16 Uhr
Samstag: Betreuungsverein Bremerhaven, Stedinger Str.2, Bremerhaven, 15 Uhr
Quelle: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5375187/ (print), 170127
« Letzte Änderung: 27. Januar 2017, 11:06 von admin » Gespeichert

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"Wir sind nicht nur für das verantwortlich,
 was wir tun, sondern auch für das,
was wir nicht tun" (Jean Molière)
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