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Autor Thema: DEPRESSION: Verwechselung mit Demenz möglich  (Gelesen 3200 mal)
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« am: 30. Dezember 2007, 14:01 »

Die Signale werden oft übersehen

BREMEN. Depressionen bei älteren Menschen werden oft übersehen - zu diesem Ergebnis kommen die Experten des "Kompetenznetzes Depression, Suizidalität". Symptome wie Ängste, körperliche Beschwerden und zunehmender Rückzug vom Alltag würden in vielen Fällen als normale Begleiterscheinung des Alters verkannt und bagatellisiert, so die Kritik.

"Dabei sind Depressionen auch bei älteren Menschen gut behandelbar", sagt Professor Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie des Universitätsklinikums Leipzig und Sprecher des Kompetenznetzes.Studien zufolge entwickeln etwa fünf Prozent der über 65-Jährigen eine solche behandlungsbedürftige Depression. Deutlich häufiger trifft es dabei Frauen und Männer mit körperlichen Erkrankungen oder Behinderungen. Dies erklärt, warum bei Heimbewohnern depressive Episoden häufiger vorkommen als bei Gleichaltrigen, die nicht in Pflegeeinrichtungen leben.

Weil sich Depressionen unter anderem durch eine Sprech- und Denkhemmung sowie durch Konzentrations- und Gedächtnisstörungen ankündigen können, werden sie in vielen Fällen mit denen einer Demenz verwechselt.

Neuropsychologische Befunde, die Vorgeschichte des Patienten sowie bildgebende Verfahren wie ein EEG, wobei die Hirnströme gemessen werden, können dabei helfen, solche Verwechslungen zu vermeiden. Ein weiteres wichtiges Merkmal zur Unterscheidung sei, dass depressive Patienten nicht desorientiert sind; auf Nachfragen geben sie beispielsweise Datum und Uhrzeit richtig an. Bei Demenzkranken sei dies oft nicht mehr der Fall. Erschwerend kokomme hinzu, dass Ältere oft gleichzeitig an mehreren Erkrankungen leiden.Eine frühzeitige Diagnose ist laut Kompetenznetz nicht nur für den Behandlungserfolg entscheidend, depressive Menschen wiesen zudem ein erhöhtes Selbstmordrisiko auf, das mit dem Alter zunehme. Dies zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes aus dem vergangenen Jahr. Danach werden etwa 30 Prozent aller Suizide von Menschen über 65 Jahren verübt; ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt jedoch lediglich 15 Prozent. Vor allem ältere Männer seien betroffen.

Um Depressionen bei Älteren künftig früher erkennen und behandeln zu können, setzt das "Bündnis gegen Depression" unter anderem auf Schulungen von Altenpflegekräften in stationären Einrichtungen. Durch die Nähe zu den Bewohnern bekämen sie als erste mögliche Anzeichen für depressives Verhalten mit. Zudem hätten die Pflegekräfte als wichtige Bezugspersonen einen großen Einfluss auf den Erfolg der Behandlung - so die Erfahrungen aus den ersten Schulungen.

Quelle: Weser-Kurier, 30.12.2007
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