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Autor Thema: Medikamenten-Lieferprobleme auch in Heimen  (Gelesen 376 mal)
admin
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« Antworten #1 am: 18. Oktober 2019, 15:32 »

Zitat
Arzneimittelversorgung
vdek-Analyse: Lieferengpässe bei Arzneimitteln nicht auf Ausschreibungen der Kassen zurückzuführen


(Berlin, 18.10.2019) Blutdrucksenker, Schmerzmittel, Krebsmedikamente: Bei 529 Arzneimitteln gab es laut einer Übersicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zuletzt Lieferengpässe (Stand: 29.9.2019). Tatsächlich nicht lieferbar war von den gelisteten Medikamenten jedoch eine wesentlich geringere Zahl. Und: Bei keinem einzigen der nicht lieferbaren Medikamente waren die Arzneimittel-Ausschreibungen der gesetzlichen Krankenkassen der Grund für den Lieferengpass. Das ergab eine Analyse des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek). Sie widerlegt damit eine immer wieder vorgetragene Behauptung der Pharma-Lobby.

Zieht man von den 529 Einträgen der BfArM-Liste die Arzneimittel ab, die am 29.9.2019 bereits wieder lieferbar waren (Löschmitteilung der Hersteller) und diejenigen, die Valsartan enthielten (Rückruf nach dem Valsartan-Skandal), verblieben noch 156 Arzneimittel. Ein Großteil davon war jedoch zum Beispiel in anderen Packungsgrößen erhältlich, oder das Arzneimittel konnte von einem anderen Hersteller bezogen werden. Von den so verbleibenden 89 Wirkstoffen lag für 69 Wirkstoffe kein Rabattvertrag der Krankenkassen vor. Hier bestand also auch kein Zusammenhang mit Ausschreibungen der Kassen. Letztendlich verblieben 20 Wirkstoffe, deren Lieferschwierigkeiten von den Herstellern mit Produktionsproblemen begründet wurden.

Rabattverträge verhindern Lieferengpässe

„Die Behauptung, Lieferengpässe hätten mit den Arzneimittel-Ausschreibungen der Krankenkassen zu tun, entbehrt jeglicher Grundlage. Unsere Analyse belegt dies klar und deutlich. Tatsächlich helfen die Rabattverträge der Kassen, Lieferengpässe zu verhindern. Durch die vertraglichen Lieferverpflichtungen erhalten Arzneimittelhersteller eine bessere Planbarkeit, was letztlich die Liefersicherheit und damit die Versorgungssicherheit für die Patienten erhöht“, erklärte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek.

Nationale Arzneimittelreserve aufbauen und Meldepflichten verschärfen


Elsner unterstrich, dass ein Lieferengpass nicht immer bedeute, dass für die Patienten keine Medikamente zur Verfügung stünden. Oft gebe es Alternativen zu Präparaten mit einem Lieferengpass. Dennoch bestehe politischer Handlungsbedarf: „Lieferengpässe bei Arzneimitteln dürfen die Versorgung der Versicherten nicht gefährden“, so die vdek-Vorstandsvorsitzende. Elsner begrüßte ausdrücklich den kürzlich bekannt gewordenen Entwurf eines Positionspapiers des CDU-Gesundheitspolitikers Michael Hennrich. Das Papier enthalte einige gute Ansätze, um künftig Lieferengpässen besser vorzubeugen. Darunter den Aufbau einer nationalen Arzneimittelreserve sowie die Ausweitung bzw. Verschärfung der bestehenden Meldepflichten. „Der Vorschlag, alle Krankenkassen gemeinsam und einheitlich zu regionalen Ausschreibungen zu verpflichten, ist jedoch kontraproduktiv“, so Elsner. Dadurch würde die Liefervielfalt reduziert und damit die Versorgungssicherheit verringert. „Gegen die Tendenz, die Produktion auf wenige Herstellerbetriebe weltweit zu konzentrieren, brauchen wir Lösungen in einem globalen oder europäischen Kontext“, sagte Elsner.
Quelle: Pressemitteilung des VdeK



[TV-/Video-Berichte >>]
« Letzte Änderung: 08. November 2019, 10:55 von admin » Gespeichert

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"Wir sind nicht nur für das verantwortlich,
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was wir nicht tun" (Jean Molière)
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« am: 10. September 2019, 10:48 »

Versorgungsengpässe auch in Pflegeheimen

Arzeimittelknappheit mit teils fatalen Folgen

Bremen, 10.09.2019 – Über Lieferprobleme von Arzneimitteln und Medikamenten durch Apotheken und Kliniken wird mit zunehmender Häufigkeit in den Medien berichtet. Einfache Schmerzmittel bis hin zu speziellen Krebs-Therapiemittel sind demnach oft nicht lieferbar. Ob das auch für stationäre Pflege-Einrichtungen zutrifft, wie groß das Ausmaß des Problems ist und welche konkreten Auswirkungen das in der Praxis hat, dazu wurden nun die Ergebnisse einer aktuellen Erhebung veröffentlicht.

Im August 2019 wurden Pflegekräfte in stationären Einrichtungen im Rahmen einer nicht repräsentativen Online-Umfrage zu Lieferschwierigkeiten von Arzneimitteln und Medikamenten in Pflegeheimen befragt. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Versorgungssicherheit mit Medikamenten auch in Heimen offenbar nicht ausreichend gewährleistet ist“, sagt Reinhard Leopold, Sprecher der Unabhängigen Selbsthilfe-Initiative „Heim-Mitwirkung“ und Regionalbeauftragter des BIVA-Pflegeschutzbund. Er hat die Umfrage in den sozialen Netzen im Internet durchgeführt. Die Mehrheit der Befragten (fast sechzig Prozent) hatte in den letzten zwölf Monaten mit der Nichtverfügbarkeit von Arzneimitteln und Medikamenten beruflich zu tun. Davon wurde „sehr oft“ (mehr als 10 x im Monat) von immerhin knapp sechs Prozent, „häufig“ (bis zu 10 x im Monat) von fast fünfzehn Prozent und „wenig“ (bis zu 10 x in 2 Monaten) von fast vierzig Prozent genannt.


Hoher Zeitaufwand für Ersatzbeschaffung von Medikamenten
Grafik: Reinhard Leopold

Als Auswirkungen für ihre berufliche Tätigkeit  wurden in der Reihenfolge hauptsächlich „Hoher Zeitaufwand für Ersatzbeschaffung“, „Vorwürfe von Betroffenen (z.B. Angehörigen, Betreuern)“ sowie „Stress, weil problematische Folgen drohen“ genannt. Andere fürchten „Vorwürfe von Kollegen/Vorgesetzten“ und „rechtliche Auseinandersetzungen“. Lediglich rund ein Viertel der Befragten äußerte, es habe keine Auswirkungen für ihre Arbeit.

Bei der Frage welche Folgen die Lieferschwierigkeiten der Arzneilieferanten für Patienten habe, äußerten fast ein Drittel „Ja“, es habe negative Folgen für die kranken Menschen. Fast zehn Prozent davon benennen in der entsprechenden offenen Frage auch die konkreten Auswirkungen. Genannt wurden unter anderem Schmerzen, Schlaflosigkeit, Unzufriedenheit, Erhöhte Blutdruckwerte und Schwankungen. Als extremste Auswirkung wurde genannt „Verlust von Gliedmaßen und Tod“.

Fast die Hälfte der Antwortenden macht die Hersteller und den Handel für die Liefer-Engpässe verantwortlich. Lediglich circa fünfzehn Prozent hält die Politik für schuldig und etwa ein Drittel äußerte, sie wisse es nicht und könne es nicht einschätzen.

Wie man solche Lieferprobleme vermeiden könnte, sind sich viele einig: Handel und Apotheken müssten mehr bevorraten, Rabattverträge sollten abgeschafft werden und Hersteller müssten mehr produzieren. Andere antworteten unter anderem, die Produktion sollte nicht ins Ausland verlegt oder das Bestellwesen sollte optimiert werden.

Geantwortet hatten fast fünfundsechzig Prozent als Beschäftigte von Institutionellen Träger (z.B. AWO, Caritas, Diakonie etc.) sowie ca. fünfundzwanzig Prozent von Privatanbietern und knapp zehn Prozent als Beschäftigte in Kommunen und anderen Anbietern.

„Auch wenn die Online-Umfrage nicht repräsentativ ist, wurde dabei dennoch klar und deutlich, dass die Auswirkungen für Patienten, aber auch für Pflegekräfte gravierend und mit teils fatalen Folgen verbunden sein können,“ so Leopold. Er mahnt in diesem Zusammenhang schnelle und deutliche Schritte zur Verbesserung der Situation an und fordert vor allem Hersteller und Politik ihrer Verantwortung für die kranken und pflegebedürftigen Menschen gerecht zu werden.

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Text inklusive der Headlines hat 485 Wörter, 3.692 Zeichen
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Die vollständigen Ergebnisse inklusive der Infografiken gibt [hier >>]

Für weitere Fragen steht Ihnen der Verfasser dieser Presse-Info gerne zur Verfügung.

Reinhard Leopold c/o HEIM-MITWIRKUNG
Unabhängige Selbsthilfe-Initiative für Pflegebetroffene
- Regionalbeauftragter der BIVA e.V. -
Rembertistraße 9
28203 Bremen
Tel.:       0421 / 33 65 91 20
Mobil:    0176 / 550 93 94 3
Skype:   Heim-Mitwirkung
eMail:    presse@heim-mitwirkung.de

BIVA-Regionalbeauftragter
Rembertistr. 9 | 28203 Bremen
Tel. 0421 / 7083087
leopold@biva.de | www.biva.de  www.facebook.com/biva.de


Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V.
Siebenmorgenweg 6-8 | 53229 Bonn
Amtsgericht Bonn | Vereinsregister Nr. 3939

"Heim-Mitwirkung.de"
Bremer Selbsthilfe-Initiative von Angehörigen und Ehrenamtlichen, gegründet
Anfang 2006, engagiert sich generationsübergreifend in der Heim-Mitwirkung. Ziel ist die
Verbesserung der Interessenvertretung insbesondere von Heim-Bewohnern sowie
von pflegenden und begleitenden Angehörigen.

Zur Person:
Über persönliche Betroffenheit ist Reinhard Leopold an das Thema Pflege gekommen und hat viele Jahre seine kranken Eltern auch in Pflegeeinrichtungen begleitet. Seit dem engagiert er sich in der Interessenvertretung für pflegebedürftige Menschen und betreibt ehrenamtlich das Internetportal unter www.heim-mitwirkung.de.  Weitere Infos über sein Engagement finden Sie unter: http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=1557.0

Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V.
(BIVA)
Die BIVA vertritt seit 1974 bundesweit die Interessen von Menschen, die im Alter Wohn- und Pflegeangebote in Anspruch nehmen. Die BIVA ist gemeinnützig, politisch und konfessionell neutral sowie finanziell unabhängig.


* Welche Auswirkungen bzw. Folgen hatte das fur Sie _ Ihre Kollegen_ (Mehrfachauswahl moglich) - balkendiagramm vertikal.png (35 KB, 700x529 - angeschaut 109 Mal.)
* lieferprobleme-bei-arzneimitteln-in-stationaren-einrichtungen-ursache-und-wirkung_190909_final.pdf (652.79 KB - runtergeladen 32 Mal.)
* Presse-Info_Heimmitwirkung_Arzneimittel-Lieferprobleme_190910.pdf (93.78 KB - runtergeladen 25 Mal.)
« Letzte Änderung: 10. September 2019, 11:07 von admin » Gespeichert

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