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Autor Thema: DEMENZ: Gedächtnis-Ambulanz in der Wesermarsch?  (Gelesen 3538 mal)
Multihilde
Gast
« am: 08. November 2006, 09:20 »

28.10.2006
NWZonline
Thema Demenz aus der Tabuzone holen
 
NORDENHAM/JM - Eine so genannte Gedächtnis-Ambulanz will der Leiter der neuen geriatrischen Abteilung, Dr. Peter Plettenberg, an der Wesermarsch-Klinik einrichten. Wie der Chefarzt mitteilte, hat er die dafür erforderliche Zulassung beantragt. In der Gedächtnis-Ambulanz, die den Namen „Denk mal“ tragen soll, können mit Hilfe verschiedener Tests und Fragebögen Demenzerkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer festgestellt werden.
 
Der Verdacht auf Alzheimer besteht bei zunehmender Vergesslichkeit. Ein Zeichen dafür sei zum Beispiel, wenn im Kühlschrank ständig die Lebensmittel verschimmeln. In der Gedächtnis-Ambulanz kann abgeklärt werden, ob tatsächlich eine Demenz die Ursache dafür ist. „Manchmal“, sagt Plettenberg, „gibt es eine ganz andere Erklärung dafür.“ Gegebenenfalls sind die Diagnosen aber auch eine Grundlage, um für einen Angehörigen eine Pflegestufe zu beantragen.
 
Auf das geplante Angebot möchte der Mediziner mit Hilfe eines „Denk-mal-Mobils“ hinweisen. Im nächsten Jahr will Plettenberg dieses Vorhaben in Angriff nehmen. Geplant ist der Einsatz unter anderem in Schulen und Seniorenheimen. Der Facharzt möchte Aufklärungsarbeit leisten und zu einer Enttabuisierung des Themas Demenz beitragen. „Demenzkranke werden von ihren Angehörigen oftmals versteckt“, sagt Plettenberg. Aber dadurch verschlechtert sich ihr Zustand.“ Es gebe zwar keine Möglichkeit, die Krankheit zu heilen. Aber der Krankheitsverlauf könne gestoppt oder verlangsamt werden. „Dafür ist es wichtig, dass die Krankheit früh erkannt wird.“ Um das Projekt zu finanzieren, plant der Arzt ein Benefizkonzert. Er hat bereits die Zusage von Barbara Clear, mit der er befreundet ist. Die Rock- und Folksängerin hat sich einen Namen dadurch gemacht, dass sie ohne Unterstützung von Musikfirmen und eines Managements große Konzerthallen mit mehreren Tausend Besuchern füllt.
 
Peter Plettenberg will aber nicht nur mit Hilfe des „Denk-mal-Mobils“ die Themen Geriatrie und Demenz näher bringen Für Montag, 6. November, plant er einen Vortrag im Rodenkircher Pflegezentrum Bremer & Lieken. Beginn ist um 19.30 Uhr. Plettenberg will vor allem Angehörige, von Demenzkranken, Pflegepersonal und niedergelassene Ärzte ansprechen. Plettenberg referiert zum Thema „Demenz und Pflegekrankheit“. Nach Angaben des Facharztes gibt es zurzeit 800 000 Demenzkranke in Deutschland, die zu Hause gepflegt werden. Experten gehen davon aus, dass ihre Zahl in den nächsten acht bis zehn Jahren auf 1,4 Millionen ansteigen wird. Wie Plettenberg mitteilt, können in den Familien von Demenzkranken Konfliktsituationen entstehen. Nicht selten werden die Pflegenden, die zum Teil 60 Jahre und älter sind, selbst krank.
 
Der Mediziner will darüber hinaus auch Schülern das Thema Altern näher bringen, um das Bewusstsein für die Bedürfnisse älterer Menschen zu schärfen und um für ein besseres Verständnis von Jung und Alt zu werben. In der Realschule I hat er mit diesem Angebot bereits offene Türen eingerannt. Geplant ist dabei auch der Einsatz eines Overalls, der die Gelenke versteift und mit dessen Hilfe jüngere Menschen die Handicaps vieler älterer Menschen nachvollziehen können.
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Ein Stück Lebensqualität zurückgeben
NORDENHAM - Zurzeit müssen Chefarzt Dr. Peter Plettenberg und seine Kollegen von der Geriatrie noch ein wenig improvisieren. 16 Patienten betreut das Team in der internistischen Abteilung der Wesermarsch-Klinik. Voraussichtlich Anfang nächsten Jahres können Plettenberg und seine Mitarbeiter in eine eigene Station mit 24 Betten umziehen.
 
Seit Juli dieses Jahres gibt es die geriatrische Fachabteilung im Nordenhamer Krankenhaus. Und das Angebot wird nach den Worten ihres Leiters sehr gut angenommen. Die Patienten kommen größtenteils aus dem eigenen Haus, aber auch aus Oldenburg und Delmenhorst. Plettenberg, der Facharzt für innere Medizin und Geriatrie ist, knüpft darüber hinaus zurzeit Kontakte nach Wilhelmshaven, Friesland und ins Ammerland.
 
Größtenteils werden in der Geriatrie Schlaganfall-Patienten behandelt. Plettenberg betont aber, dass sämtliche Krankheitsbilder in seiner Abteilung behandelt werden können – von der Lungenentzündung über Herzinfarkte bis hin zu Knochenbrüchen. Ziel ist es, den älteren Menschen, die oftmals unter Demenz leiden, zu helfen, ihre Selbstständigkeit wieder zu erlangen und ihnen ein Stück Lebensqualität zurückzugeben. „In 80 Prozent der Fälle gelingt das auch“, sagt Plettenberg. So können viele Patienten in ihre alte Umgebung zurückkehren und müssen nicht ins Pflegeheim.
 
Wichtig ist dem Mediziner, dass die Angehörigen mithelfen. Deshalb werden sie bei der geriatrischen Komplexbehandlung, die im Durchschnitt drei Wochen dauert, einbezogen. Plettenberg betont zwar, dass er keine Wunder vollbringen kann. Aber der Essener, der zuletzt in Bottrop tätig war, hat in seiner Praxis schon Menschen erlebt, deren Fortschritte zumindest ihnen selbst und den Angehörigen wie Wunder vorkamen. Gerne erzählt Plettenberg von Patienten, die auf der Liege in die Klinik gekommen sind und sie Koffer tragend wieder verlassen haben.
 
In der neuen Station sind nach den Worten des Chefarztes keine Einzelzimmer vorgesehen – und zwar aus gutem Grund. „Gesellschaft ist wichtig. Die Patienten haben unterschiedliche Defizite und unterschiedliche Stärken. Sie können sich deshalb gegenseitig ergänzen.“
 
Geplant ist darüber hinaus ein Gemeinschaftsraum, der zum Beispiel für das Frühstückstraining genutzt wird. Viele verschiedene Hilfsmittel, die den Patienten den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern, kommen zum Einsatz. Vorgesehen ist zudem ein so genannter Snoezelen-Raum, in dem gezielt mit Musik und anderen Reizen die verschiedenen Sinne angesprochen werden. „Die Patienten können zur Ruhe kommen, und oftmals kann in der Folge auf Beruhigungsmittel verzichtet werden.“
 
Um die Patienten in der Geriatrie kümmern sich zurzeit neben Plettenberg ein Ergotherapeut, die Krankengymnasten der Klinik sowie die Ärzte und Krankenpfleger der internistischen Abteilung. Geplant ist, dass zusätzlich noch Altenpfleger und Ärzte eingestellt werden.

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung,
Lokalausgabe Wesermarsch-Zeitung



Zulassung für eine Gedächtnisambulanz nicht einfach ist. Hoffentlich klappt es, damit sie für alle Betroffenen offen ist.

Einzelheiten  zur neuen Abteilung der Wesermarsch-Klinik sind unter

http://www.wesermarschklinik.de/HTML/Geriatrie.htm bzw.
http://www.peter-plettenberg-geriatrie.de/page1.html

zu finden
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