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Autor Thema: Alternative: Bessere Pflege im Ausland, z.B. Thailand?  (Gelesen 28705 mal)
admin
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« Antworten #11 am: 13. Mai 2018, 22:17 »

ZDF Auslandsjournal - 21.02.2018
Pflege unter Palmen ‐ Deutsche Senioren in Thailand


Quelle: https://youtu.be/H41rlJgS1hU
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 was wir tun, sondern auch für das,
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« Antworten #10 am: 13. Mai 2018, 22:00 »

Zitat
Arme Rentner: Altenpflege in Osteuropa | WDR Doku - Am 16.10.2017 veröffentlicht


400 000 Senioren in Deutschland können ihre Pflege nicht bezahlen. Das Geschäftsmodell: die Vermittlung alter Menschen in Seniorenheime nach Ungarn, Tschechien und Polen. Dort sind die Pflegekosten sehr viel niedriger – aber für deutsche Senioren bedeuten die Heime in fremden Ländern auch eine Entwurzelung. Keine leichte Entscheidung für Familien: Die Angehörigen möchten sie nicht abschieben und die Senioren selbst möchten den Familien nicht zur Last fallen.
Quelle: https://youtu.be/0a0UOmUlpWc
« Letzte Änderung: 13. Mai 2018, 22:16 von admin » Gespeichert

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« Antworten #9 am: 19. Juni 2013, 22:51 »

Sat1 AKTE - Am 04.11.2016 veröffentlicht
Undercover im Billig Pflegeheim im Ausland

Pflege in Polen Seniorenresidenz an der Oder

Quelle: https://youtu.be/_zrO6wRtSEY



TV-Sendedatum: ZDF - 37 GRAD  |  18.06.2013

Im Osten billiger

Zur Pflege ins polnische Altersheim

Der 83-jährige Hannes kann nicht mehr alleine für sich sorgen und zieht für seinen letzten Lebensabschnitt ins Ausland. Auch Anne (64), die vor fünf Jahren an Alzheimer erkrankte und seit dem von ihrem Ehemann rund um die Uhr versorgt wird, soll versuchsweise in einem polnischen Pflegeheim leben. Günstige Pflege mit guter Ausstattung und hohem Betreuungschlüssel in Polen - das scheint ein erfolgreiches Konzept zu sein. Doch ist es wirklich ein Modell für die Zukunft? 37 Grad begleitet Hannes und Anne bei ihrem Umzug.  ...

Quelle: http://www.zdf.de/37-Grad/Im-Osten-billiger-28143736.html + https://youtu.be/99j0DxrK2t8
« Letzte Änderung: 13. Mai 2018, 22:24 von admin » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 10. Dezember 2012, 23:46 »

NDR Fernsehen Sendedatum: 04.12.2012 21:15 Uhr

Kostenfaktor Heim:
Export von Pflegebedürftigen ins Ausland

Zur Zeit entwickelt sich ein neuer Trend: das Altersheim in der Ferne. Denn viele alte Menschen können sich ein Alters- oder Pflegeheim in Deutschland nicht mehr leisten. ...

... Die 90-jährige Margot Reich aus dem Harz ist diesen Weg gegangen und lebt seit einiger Zeit am Balaton in Ungarn. Der Schritt ist ihr nicht leicht gefallen: Mit dem Umzug hat sie nicht nur ihre vier Wände gewechselt, sondern lebt nun in einem völlig fremden Land. Dementsprechend schwierig war für  sie die Eingewöhnung. ...


Quelle: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/altenexport101.html + https://youtu.be/t7w-z4R8Zgk
« Letzte Änderung: 13. Mai 2018, 22:10 von admin » Gespeichert

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« Antworten #7 am: 08. November 2012, 23:18 »

Bankrotterklärung deutscher Pflegepolitik?

Berlin, 08. November 2012, In jüngster Zeit gibt es zunehmend Berichte in den Medien, dass Familien ihre pflegebedürftigen Menschen ins Ausland schicken, z.B. nach Thailand oder in die Slowakei, um sie dort versorgen zu lassen. Die Begründung für diesen Schritt ist, dass die Pflege in Deutschland nicht mehr bezahlbar sei. Glaubt man dieser Begründung, ist das die Bankrotterklärung unseres  Systems der sozialen Absicherung des Pflegerisikos schlechthin.

Auf die Spitze getrieben wird dieses Modell des ‚Seniorenexports‘ dann noch, wenn eine Versorgung in Asien mit der dort größeren Achtung vor älteren Menschen schöngeredet wird. Oder damit, dass demenzkranke Menschen sowieso nichts mehr verstehen. Wenn bei uns also die Alten, sobald sie pflegebedürftig sind, nichts mehr wert sind, schicken wir sie dahin, wo die Gesellschaft noch nicht so abgebrüht ist?

Die Humanität einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht! Hier scheint man in Deutschland auf der ganzen Linie zu versagen. Natürlich steigen die Pflegeausgaben. Aber sie würden weniger steigen, wenn wir weniger Bürokratie hätten und Prioritäten anders setzen würden. Es bleibt zu hoffen, dass die Berichte ein Ausnahmephänomen beschreiben und nicht den Beginn einer akzeptierten Alternative der Versorgung darstellen. Auf jeden Fall sind diese Berichte ein Schrei nach Hilfe der betroffenen Familien.

Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), Pressemitteilung 08.11.2012
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« Antworten #6 am: 31. Oktober 2012, 00:47 »

„Pflegeflucht ins Ausland verstärkt die Probleme!“

"Kostendruck rechtfertigt nicht jeden Unsinn - und erst Recht nicht die Idee, in der Pflege gezielt mit ausländischen Altenheimen zusammen zu arbeiten!" Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen reagiert irritiert auf solche Sparideen. "Deutsche Pflegestandards garantieren anerkannt gute Arbeit - und das, obwohl in der Branche sogar viel zu wenig Geld gezahlt wird", erinnert Landesvorsitzender Adolf Bauer. Jeder Mensch verdiene die bestmögliche Pflege, und die werde aus Sicht seines Verbandes eben in Deutschland geboten.

Bauer zeigt sich dabei solidarisch mit dem hiesigen Pflegepersonal: "Wie muss sich jemand fühlen, der für wenig Geld in der Pflege gute Arbeit leiste, dem dann vorgehalten wird, er sei trotzdem zu teuer? So etwas geht nicht", kritisiert der Landesvorsitzende. Begonnen hatten die Gedankenspiele aufgrund neuer Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach sich mehr als 400.000 Senioren die Unterbringung in Alten- und Pflegeheimen nicht mehr leisten könnten. Als Grund war auf die immer höheren Unterbringungskosten verwiesen worden. "Und wieder einmal wird nur darüber diskutiert, die Ausgaben zu verringern statt das Problem an der Wurzel zu packen und die Menschen so auszustatten, dass Pflegeflucht nach Polen, Rumänien oder gar nach Thailand oder China überhaupt nicht nötig wird", so Bauer.

Er versteht schon den Ansatz der Überlegungen nicht: "Wir reden davon, dass wir den Pflegeberuf in Deutschland angesehener und besser bezahlbar aufstellen wollen und sorgen hintenherum dafür, dass das Gegenteil passiert!" Wenn jetzt vermehrt osteuropäische Preisstandards bei der Pflege zugrunde gelegt werden, gehen hier die Gehälter im Pflegeberuf noch mehr in den Keller. Er rechne mit jeder Unterstützung aus der Niedersächsischen Politik. Alle Parteien sähen diese Erfordernisse, so unterstütze die Landesregierung die Altenpflegeausbildung zum Glück mit millionenschweren Zuschüssen zum Schulgeld ... "sicher nicht, um damit perspektivisch Arbeitslosigkeit in Niedersachsen zu organisieren", so Bauer. Das genau könne aber passieren, wenn sich die Idee der Auslands-Pflege durchsetze. Schon jetzt sorgten viele Arbeitskräfte, die nicht aus Deutschland kommen, dafür, dass sich die Pflege unter Preis verkaufe.

Die laufende Debatte sei ein weiteres Beispiel dafür, dass das Pflegesystem kostentechnisch komplett neu aufgestellt werden muss: "Es führt auf absehbare Zeit kein Weg mehr an der Bürgerversicherung vorbei - unter Berücksichtigung aller, also auch der Beamten, Freiberufler und Politiler", fordert der SoVD-Landesvorsitzende erneut.

Quelle: https://www.sovd-nds.de/21945.0.html, Pressemitteilung vom 28.10.2012
« Letzte Änderung: 31. Oktober 2012, 00:47 von admin » Gespeichert

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« Antworten #5 am: 31. Oktober 2012, 00:33 »

Pflege ist in Deutschland nicht mehr bezahlbar

Die Zahl der Menschen, die sich Pflege nicht mehr leisten können, ist laut neuen Zahlen dramatisch gestiegen. Um der Altersarmut zu entgehen, sind Tausende Senioren ins günstigere Ausland geflohen.

Von Anette Dowideit

Altenheime in Deutschland sind zu teuer. Die Zahl der Menschen, die sich Betreuung und Pflege im Alter nicht mehr leisten können, steigt dramatisch. Das geht aus noch unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die der "Welt am Sonntag" vorliegen.

Danach ist die Zahl der Empfänger von Hilfe zur Pflege im Jahr 2010 um rund fünf Prozent auf etwa 411.000 Menschen gestiegen. ...

[vollständigen Artikel vom 28.10.2012 lesen >>]

Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article110316468



Wenn deutsche Omas in die Slowakei fliehen müssen

Immer mehr Pflegebedürftige können sich ein deutsches Altenheim nicht mehr leisten. Oft ist dann der Umzug ins Ausland die einzige Lösung. Dabei ist die Versorgung etwa in Osteuropa überraschend gut. ...

[vollständigen Artikel vom 28.10.2012 lesen >>]

Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article110328510
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« Antworten #4 am: 15. September 2012, 16:10 »

NDR Fernsehen - 20.08.2012 22:00 Uhr

Auswandern im Rentenalter

Manche Rentner treffen eine radikale Entscheidung und fangen in Südostasien noch einmal ganz von vorn an. Thailand lockt mit Luxusheimen zu Schnäppchen-Preisen und seinem tropischen Klima. Autor Wolfgang Luck hat in der ersten Folge der zweiteiligen Auswanderer-Dokumentation Rentner porträtiert, die den Schritt gewagt haben - wie etwa Ute S. aus Buxtehude und Reinhard E. aus der Nähe von Kiel.

Ein Jahr später hat er sie und andere erneut besucht. Wie ihre Geschichten weitergegangen sind, zeigt der zweite Teil der Dokumentation: Oma bleibt in Thailand.

NDR-Fernsehen  20.08.2012 | 22:45 Uhr

Oma bleibt in Thailand

Viele Senioren wie Ute S. aus Buxtehude entscheiden sich für einen Lebensabend in Südostasien. Wie geht es ihnen in ihrer neuen Heimat? Welche Probleme gibt es?

[Video starten >>] (43:34 min)
« Letzte Änderung: 15. September 2012, 16:23 von admin » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 16. August 2012, 23:07 »

NDR-Fernsehen - 13.08.2012, 22:00 Uhr

Oma will nach Thailand

Ein Beitrag von Wolfgang Luck

Viele Rentner können sich kein vernünftiges Seniorenheim mehr leisten. Thailand lockt mit Luxusheimen zu Schnäppchen-Preisen. Wie sieht der Lebensabend unter Palmen aus?

[TV-Video anschauen >>]

Quelle: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/videos/minuten589.html



WDR - die story - 27.02.2012

Oma will nach Thailand

Ein Beitrag von Wolfgang Luck, 27.02.2012

 Viele Rentner können sich mit ihrer Mini-Bezügen kein vernünftiges Altenheim in Deutschland leisten. Aus Angst vor dem Pflegenotstand treffen einige eine radikale Entscheidung: sie wandern aus ins Seniorenheim nach Thailand.

[die story - MEDIATHEK - WDR.de >>]

Quelle: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/02/27/die-story.xml
« Letzte Änderung: 15. September 2012, 16:01 von admin » Gespeichert

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Multihilde
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« Antworten #2 am: 11. Juli 2007, 18:52 »

Wohin mit Mutti?
Wenn der schwere Gang in ein Pflegeheim unausweichlich wird
Sascha Langenbach
 
Helena Morzinek (87) mit Tochter Annemarie Zeissler im Apartment des Heims. Den Sekretär (links) und andere Möbel brachte sie mit.
Uhlemann
 
Helena Morzinek (87) ist eine zarte Frau mit einem bezaubernden Lächeln. Die Rentnerin aus Berlin hat die halbe Welt gesehen: Japan, die USA, Indien, Korea, Thailand. Doch zu Hause kannte sie sich plötzlich nicht mehr aus: "6 Pfund Quark hatte meine Mutter im Kühlschrank, dazu drei Brote, fünf Suppen auf dem Balkon", erzählt ihre Tochter Annemarie Zeissler (58). "Sie wusste einfach nicht mehr, dass sie bereits eingekauft oder gekocht hatte." Helena Morzinek leidet an Demenz: Ihr Kurzzeitgedächtnis schwindet; sie wird immer vergesslicher, wird immer öfter nach Worten suchen und auch mit ihrem Gleichgewicht ringen.
 
Ein schreck-licher Moment sei das gewesen, diese Entscheidung für ein Pflegeheim, sagt Annemarie Zeissler, die als Erzieherin arbeitete. "Pflegeheim war für mich immer auch ein Geruch."
 
Deutschlands jüngstes Pflegeheim steht im Berliner Stadtteil Tegel. Wenn hier was riecht, dann die frische Farbe. Breite, helle Gänge dominieren das Gebäude, in denen es 25 Quadratmeter große Einzelapartments gibt. Betreuer klingeln an der Tür, bevor sie eintreten. Jeder Bewohner hat ein Bad. Es gibt Bewegungs-Therapien wie Qi Gong. Das Essen wird für die bald 180 Bewohner frisch gekocht, meist mediterrane Küche. Mehr Hotel als Heim. Es ist das neue Zuhause von Frau Morzinek.
 
"Ich habe kein schlechtes Gewissen, meine Mutter hier wohnen zu lassen, weil sie gut versorgt ist", sagt Annemarie Zeissler. "Mein Mann und ich wohnen in der Nähe, wir können sie oft besuchen. Die Betreuer stellen ein Programm auf die Beine, das wir nicht leisten können."
 
Fast 1300 Euro Eigenanteil kostet hier der Heimplatz in der Pflegestufe I. Für Berlin ist das ein guter Mittelwert. Ostdeutsche Städte wie Dresden bieten Pflegeplätze ein ganzes Stück billiger an. In Hamburg ist das fast ein Schnäppchen. Aber karrt man die Schwiegermutter aus Preisgründen elbabwärts nach Dresden? Wohl kaum.
 
"Die reinen Preise sagen nichts über die Qualität der Leistung aus", warnt Katharina Weyandt vom Diakonischen Werk Hamburg. Die Personalausstattung, der Anteil der Fachkräfte und Ungelernten, besondere Angebote zum Beispiel in der Dementenbetreuung und nicht zuletzt das Alter des Gebäudes beeinflussen die Kosten.
 
Zudem ist würdevoller Umgang mit Menschen nicht messbar. Umso mehr kommt es bei der Wahl eines Pflegeheimes auf das Bauchgefühl an. Fühlt sich Mutti oder Papi in einem kleinen, überschaubaren Heim vielleicht wohler als in einem großen, trubeligen Haus, wo vielleicht aber Personalschlüssel und Angebote besser sind?
 
Manche Angehörigen legen noch nicht mal so viel Wert da-rauf, dass das Pflegeheim in der Nähe liegt, weil sie die Eltern gar nicht so oft besuchen. Sie können den geistigen und körperlichen Verfall ihrer Lieben nicht ertragen. Nur: Dann sollte das Heim zum Ausgleich eine richtig tolle Einrichtung sein.
 
Gisela Schuhbauer wohnt seit knapp einer Woche in dem neuen Pflegeheim. Die frühere Schneiderin lernte den Träger des Hauses durch die Kurzzeitpflege in einer anderen Einrichtung kennen und schätzen. Das ist eine Möglichkeit, die Menschen wählen, die bisher in der ambulanten Pflege betreut werden. Den Kurzzeit-Aufenthalt macht man, wenn betreuende Angehörige mal zwei Wochen Urlaub machen.
 
Sich Urlaub zu gönnen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben: Auch das muss bei aller Liebe zu den Eltern möglich sein. Denn die psychische Last spielt wieder beim "richtigen" Zeitpunkt für den Pflegeheim-Eintritt eine enorme Rolle. Was bringt es, wenn man sich als Kind aus Liebes- oder Kostengründen in der privaten Pflege aufreibt, weil es am beruflichen Sachverstand ebenso mangelt wie an der oft nötigen persönlichen Distanz? "Immerhin sind unsere Bewohner im Schnitt 85 Jahre alt - da befinden sich die meisten Kinder selbst schon im oder nahe am Rentenalter", sagt Dr. Petra Thees vom Träger "Domino World". Überschätzen sollte man sich deshalb auf keinen Fall.
 
Annemarie Zeissler hofft, dass ihr Bauchgefühl sie nicht getrogen hat. Mehr noch: dass die Betreuer im Heim ihre Mutter ein Stück weit fit machen. "Vielleicht macht sie sogar noch einen Schritt nach vorne."
 
Dann ist Zeit zum Tschüss sagen. Und plötzlich fragt Helena Morzinek ihre Tochter: "Und wann gehe ich nach Hause?" - "Mama, das ist jetzt dein Zuhause!" - "Ach, wirklich! Hast du mir das schon gesagt?" - "Ja, schon oft. Aber ich sage es dir morgen noch mal."

Quelle: Berliner Kurier am Sonntag“, Autor: Sascha Langenbach
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/nachrichten/178277.html

Dank an Herrn Langenbach, der der Einstellung des interessanten Berichtes hier im Forum zugestimmt und den Originalbericht in Farbe (vgl. pdf in der Anlage) mit Bildern zur Verfügung gestellt hat Smiley

* k14-15-08 wohin mit Mutti.pdf (198.61 KB - runtergeladen 410 Mal.)
« Letzte Änderung: 11. Juli 2007, 19:06 von Hilde A. » Gespeichert
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« Antworten #1 am: 03. Februar 2007, 18:47 »

05.02.2007 - Frau Woodtli
Dokumentation
Showview: 1-980-563

21:00 3sat Ende: 22:00
 
(Wiederholung am 15.02., 14:45h, Showview: 4-698-573)

Der Lauf des Lebens

In der Schweiz hätte man Frau Woodtli wohl in einem Pflegeheim medikamentös ruhig stellen müssen, doch in Thailand hatte sie drei Betreuerinnen, die sich rund um die Uhr um sie kümmerten. Sie führte trotz ihrer Alzheimer-Erkrankung ein relativ aktives Leben, besuchte Tempel, spielte Federball und kaufte auf dem Markt ein. Sie erlebte jeden Tag neue Abenteuer. Der einzige Unterschied zu anderen Touristen: Sie vergaß alles gleich wieder.

Weil die Erfahrungen in Thailand für ihn und seine Mutter so positiv waren, hat Sozialarbeiter Martin Woodtli ein Betreuungsangebot für Alzheimerkranke auf die Beine gestellt. So entstand eine kleine Wohngemeinschaft in Chiang Mai.

Christoph Müller hatte Margrit Woodtli vor drei Jahren kennen gelernt, als sie körperlich noch rüstig war. Er besuchte sie später, als sie einen Herzinfarkt erlitten hatte, und war da, als sie im Kreis ihrer Familie und Betreuerinnen starb.

Der Film von Christoph Müller stellt die Frage nach der Grenze des medizinisch Machbaren und nach einem würdigen Tod.

Quelle: rtv.de
« Letzte Änderung: 16. August 2012, 23:14 von admin » Gespeichert

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« am: 04. Dezember 2006, 01:43 »

ARD, Donnerstag, 07.12.2006, 00:15 - 01:00 Uhr

Pflegenotstand


Ein kleines unscheinbares Büro in Bonn. Marita Halfen sitzt am Notruftelefon für Senioren. Eine ältere Dame sucht Hilfe. Ihr Mann wird im Pflegeheim misshandelt. Immer mehr Senioren melden sich bei der Krisen-Hotline. 4.880 Anrufe waren es, alleine im vergangenen Jahr.

In Altenpflegeheimen sei Gewalt 'an der Tagesordnung', beklagt Rolf Hirsch, renommierter Altersforscher und Vorsitzender der bundesweiten 'Initiative gegen Gewalt'. Das Pflegepersonal ist oft überlastet. Deshalb müssen alte Menschen in Heimen vielfach verwahrlost, vernachlässigt und einsam dahindämmern.

Das SWR-Team geht auf seiner Spurensuche den Notrufen nach. Es stößt auf schlimme Auswüchse des Pflegenotstandes in Deutschland: Menschen, gefesselt ans Bett, stundenlang hinter Tischen eingeklemmt, festgebunden an Stühlen. Menschen, aus Personal- und Geldnot ruhig gestellt mit Psychopharmaka. Demenzkranke, die hungern, obwohl sie mit Magensonden künstlich ernährt werden.

Und wie sieht die Pflege der Zukunft aus? Bei der Recherche stößt das SWR-Team im Internet auf ein verlockendes 'Angebot für Demenzkranke und ihre Angehörigen': eine Villa für Alzheimerpatienten mit einer herzlichen fürsorglichen Pflege - in Thailand. 'Komfortabel und günstig' wie Anbieter Martin Woodtli aus der Schweiz versichert. Während sich in Chiang Mai rund um die Uhr drei Pflegerinnen eines Patienten annehmen, werden in Deutschland Pflegeroboter entwickelt. Der High-Tech-Assistent von morgen soll die alten Menschen rund um die Uhr umsorgen.

Ein vorbildliches Projekt für die 'Pflege der Zukunft' zeigt uns Professor Hirsch. Eine betreute Wohngemeinschaft für alte Menschen. Die Heimleitung geht auf individuelle Bedürfnisse und Wünsche ein. Dafür braucht sie nicht einmal mehr Personal und Geld. Die Erfolge können sich sehen lassen. Das Haus braucht viel weniger Psychopharmaka, festgebunden wird hier niemand.

Quelle: tvinfo.de
« Letzte Änderung: 19. Juni 2013, 22:21 von admin » Gespeichert

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