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Autor Thema: MÄNGEL: Schwere Vorwürfe gegen Berliner Heim  (Gelesen 9317 mal)
admin
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« Antworten #9 am: 28. Februar 2007, 23:53 »

Lazarus-Skandal: Senatorin Knake-Werner soll ihre Hausaufgaben machen

ver.di: Die Pflege benötigt dringend mehr Geld


Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) weist im Zusammenhang mit dem Skandal im Lazarus-Pflegeheim die Unterstellungen von Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner gegen die Pflegekräfte mit Nachdruck zurück. „Der Versuch von Frau Knake-Werner, die Verantwortung für die haarsträubenden Missstände von der Politik auf die Pflegekräfte zu verschieben, ist ebenso offensichtlich wie unverschämt“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke.

Eine zu dünne Personaldecke mit zu vielen ungelernten Kräften führe zur Arbeitshetze und Überlastung. Daraus resultierten Fehler, dies gehe zu Lasten der Qualität und verhindere menschenwürdige Pflege. „Dafür ist der Senat mitverantwortlich. Wir brauchen für die Pflegeheime dringend mehr finanziertes Personal. Hier muss der Berliner Senat – wie alle Bundesländer – dringend seine Hausaufgaben machen in Form eines deutlich verbesserten Personalschlüssels“, stellte Paschke klar.

Paschke sprach sich gleichzeitig für mehr Kontrollen der Pflegeheime bei gleichzeitig verbesserter Personaldecke aus. Nur mit mehr qualifiziertem Personal in den Heimen und der Möglichkeit, unangemeldete Kontrollen in ausreichender Zahl durch die Aufsichtsbehörden durchzuführen, ließen sich gute von schlechten Pflegeeinrichtungen trennen.

Zudem müssten auch die Kontrollberichte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen [MDK] veröffentlicht werden, um Betroffenen und Angehörigen eine Hilfestellung bei der Entscheidung über einen Pflegeplatz zu geben. „Das wäre echter Verbraucherschutz“, betonte Paschke.

Quelle: bb-verdi.de - Landesbezirk Berlin-Brandenburg (Pressemitteilung Nr. 19 vom 21.02.2007)

siehe auch: http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=425.0
« Letzte Änderung: 01. März 2007, 03:23 von admin » Gespeichert

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"Wir sind nicht nur für das verantwortlich,
 was wir tun, sondern auch für das,
was wir nicht tun" (Jean Molière)
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Multihilde
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« Antworten #8 am: 27. Februar 2007, 11:20 »

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/berlin/160216.html

Zitat
Schreckliche Polizeifotos enthüllen grausame Wahrheit

Michael Havemann ist Leiter der LKA-Abteilung 125 (Delikte an Schutzbefohlenen). Bis zu fünf Mal im Monat wird seine Abteilung zu Fällen mit misshandelten Senioren gerufen. Die Dunkelziffer ist, das weiß er, allerdings riesig. Denn es sind absolute Ausnahmen, wenn besorgte Familienangehörige sich an die Polizei wenden oder in den Pflegeheimen ein Kollege eine Aussage machen will. In Berlin leben 580 000 Senioren, davon sind 80 000 auf Pflege angewiesen. Die Delikte gegen die Alten reichen bis zum Mord. Zum ersten Mal zeigt der KURIER Fotos von der Arbeit der Abteilung 125 (weitere Fotos heute im KURIER). Jedem soll dadurch klar gemacht werden, wie drängend das Problem ist. Und wie wichtig es ist, nicht wegzusehen und Hinweisen auf solche Fälle nachzugehen.

Lesen Sie auch: Alten-Hölle Berlin


Quelle: Berliner Kurier, 20.02.2007


Der Bericht Alten-Hölle Berlin ist ausführlicher; geht auch um Gewalt im häuslichen Pflegebereich
« Letzte Änderung: 28. Februar 2007, 23:43 von admin » Gespeichert
Multihilde
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« Antworten #7 am: 26. Februar 2007, 13:11 »

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/632420.html

Dankschreiben an der Pinnwand
Pflegeheim veranstaltet nach schweren Vorwürfen Tag der Offenen Tür
Julia Haak

Die Blaskapelle soll den schlechten Ruf, in den das Lazarus-Pflegeheim in den vergangenen Wochen geraten ist, jetzt wohl wegblasen. Aber in dem Heim an der Bernauer Straße ist mehr nötig, um das beschädigte Image aufzupolieren. Seit Mitte Februar steht es als eine Einrichtung da, in der Patienten gezielt und systematisch mit Medikamenten ruhig gestellt werden, um mehr Geld von den Krankenkassen für die Pflege zu erhalten. Alles nicht wahr, sagen Ärzte, Pfleger, Patienten, Angehörige und der Vorstand der EJF-Lazarus Gesellschaft. Aber der Verdacht ist da, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Körperverletzung. Mitarbeiter fürchten bereits um die Existenz des Heims, weil von 238 Plätzen nur noch 188 belegt seien. Die Verantwortlichen für das Heim haben sich deshalb entschlossen, jetzt offensiv ihr Haus zu verteidigen. Am Sonnabend öffneten sie die Türen, damit jeder sich von der guten Qualität ihrer Pflege überzeugen konnte.

Der Vorfall, der alles auslöste, ereignete sich bereits im August vergangenen Jahres. Damals kam der Medizinische Dienst der Krankenkassen, um Patienten zu begutachten, deren Pflegestufe überprüft werden sollte. Eine 86-jährige Bewohnerin des Heims hatte vor der Begutachtung das Beruhigungsmittel Dipiperon erhalten. Der Vorgang wurde anonym bei der Heimaufsicht angezeigt, die Rede war von weiteren Fällen. Der Medizinische Dienst prüfte noch einmal. Von 17 Patienten blieb es bei 16 bei der hohen Pflegestufe 3, nur die 86-Jährige wurde auf 2 zurückgestuft. Die Prüfer stellten jedoch andere Pflegemängel fest. Sie verhängten einen Aufnahmestopp, der erst Anfang Februar wieder aufgehoben wurde.

Die Lazarus-Gesellschaft räumte auf. Sie entließ den Heimleiter wegen der Pflegemängel und die Pflegerin der 86-Jährigen, weil sie Dipiperon eigenmächtig gegeben hatte. "Wir haben hart durchgegriffen. Aber es ist ein Einzelfall. Wir dulden solche Machenschaften überhaupt nicht", sagte Susanne Mährlein-Bischoff, eine von drei Ärztinnen am Sonnabend, während sie Interessierte durchs Haus führte. Sie verwahre sich dagegen, dass Patienten vor der Überprüfung ruhig gestellt würden und sich Pfleger in Teamsitzungen rechtfertigen müssten, wenn Pflegestufen nicht erhöht würden wie es in einem anonymen Schreiben heißt.

61 der etwa 120 Pflegekräfte hätten eine Erklärung abgegeben, dass es keine Medikamentengaben ohne ärztliche Anordnung gebe und auch keine Anweisungen, wie man sich zu verhalten habe, wenn der Medizinische Dienst kommt, so Vorstandsvorsitzender Siegfried Dreusicke. Am Sonnabend ergriffen Patienten und Angehörige das Mikrofon, um für das Haus zu sprechen. Matthias Winkel zum Beispiel, dessen Tante hier betreut wird. Sie sei sehr verunsichert, sagte Winkel. "Und dabei trifft dieser generelle Vorwurf einfach nicht zu", sagt Winkel.

An einer Pinnwand hängen Dankschreiben und Solidaritätsnoten von Angehörigen für die Pflegekräfte. Mitarbeiter distanzieren sich von Machenschaften aller Art. Und am Rande der Veranstaltung gab die Nichte der 86-Jährigen Interviews. "Ich habe einen guten Eindruck von dem Personal und den Räumen", sagte sie. Nur warum ihrer normalerweise sehr ruhigen Tante ein Beruhigungsmittel verabreicht wurde, kann sie sich nicht vorstellen.

Quelle: Berliner Zeitung, 26.02.2007


auch  http://www.ejf.de/ anschauen, dort stehen die Infos des EFJ, die für den Zusammenhang wichtig sind
« Letzte Änderung: 27. Februar 2007, 11:39 von Hilde A. » Gespeichert
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« Antworten #6 am: 21. Februar 2007, 15:09 »

Zu den Möglichkeiten der Überwachung durch die Heimaufsichtsbehörde gibt es folgenden Paragraphen:

§ 15 Überwachung (HeimG)

"(4) Die zuständige Behörde nimmt für jedes Heim im Jahr grundsätzlich mindestens eine Prüfung vor. Sie kann Prüfungen in größeren Abständen als nach Satz 1 vornehmen, soweit ein Heim durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung geprüft worden ist oder ihr durch geeignete Nachweise unabhängiger Sachverständiger Erkenntnisse darüber vorliegen, dass die Anforderungen an den Betrieb eines Heims erfüllt sind. Das Nähere wird durch Landesrecht bestimmt."

Der vollständige Wortlaut des § 15 HeimG ist nachzulesen unter:
http://bundesrecht.juris.de/heimg/__15.html

Der vollständige Text des Heimgesetzes steht u.a. im Internet unter:
http://bundesrecht.juris.de/heimg/
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Multihilde
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« Antworten #5 am: 21. Februar 2007, 15:02 »

Berichte zu Pflegeskandal

http://www.rbb-online.de/_/abendschau/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_mini_5501564.html

Video vom 20.02.07 siehe oben

Startseite der Abendschau
http://www.rbb-online.de/_/abendschau/index_jsp.html

Per Archiv kann man man sich dort sehr schnell einen Überblick verschaffen,  was bisher berichtet wurde und sich zusätzlich die Sachen ansehen/anhören.
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Multihilde
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« Antworten #4 am: 20. Februar 2007, 00:16 »

http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/20.02.2007/3095160.asp#

Zitat
Tagesspiegel

gedruckte Ausgabe
vom 20.02.2007

Ressort: Berlin 

Pflegeheime sollen häufiger kontrolliert werden

Sozialsenatorin kündigt Runden Tisch an. Lazaruswerk beginnt eigene Untersuchung und verhängt Nachrichtensperre

Von Ingo Bach

Immer neue Details verstärken den Verdacht gegen das Krankenheim des Berliner Lazaruswerks, dass Bewohner mit Arzneien ruhiggestellt wurden, um eine höhere Pflegestufe zu erreichen und damit mehr Geld für die Pflege zu erhalten. Der Vorstand des Trägers des Weddinger Heimes, des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerkes (EJF) Lazarus gAG, hat einerseits die Vorwürfe zurückgewiesen. Es habe sich um einen Einzelfall gehandelt.


Quelle: www.tagesspiegel.de


der gesamte Bericht ist unter dem o. a. Link zu lesen. Die Kommentare dazu sind interessant  


Siehe auch: http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news5499061.html

und Video auf

http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/vermischtes/beitrag_jsp/key=news5499449.html



* konsequ.jpg (10.06 KB, 213x315 - angeschaut 688 Mal.)
« Letzte Änderung: 11. März 2007, 10:33 von Hilde A. » Gespeichert
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« Antworten #3 am: 18. Februar 2007, 10:55 »

http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/18.02.2007/3089715.asp

(18.02.2007)
 
Zitat
         
Neuer Verdacht gegen Pflegeheim
Interne E-Mail gibt Hinweise auf systematischen Arzneimissbrauch. Träger kündigt Untersuchung an

Von Ingo Bach und Hannes Heine

Der Verdacht gegen das Pflegeheim des Berliner Lazaruswerks, Patienten ruhig gestellt zu haben, um eine höhere Pflegestufe zu erreichen, verstärkte sich am Wochenende. Eine interne E-Mail vom August 2006 legt die Vermutung nahe, dass zumindest bis zu diesem Zeitpunkt Heimbewohnern vor einer Begutachtung zur Bestimmung der Pflegestufe Arzneien verabreicht wurden. In der E-Mail zwischen zwei Mitarbeitern des Heimes heißt es: „Ich frage mich (...), warum wollen Sie die Ärzte darüber informieren, dass Sie nicht mehr dieses Medikament verabreichen, wenn der MDK (Medizinische Dienst der Krankenkassen) ins Haus kommt, für eine PS (Pflegestufe) bzw. die Höhergruppierung zu forcieren.“




Der Bericht ist unter dem o. a. Link zu finden. Es gibt etliche Kommentare
« Letzte Änderung: 11. März 2007, 10:39 von Hilde A. » Gespeichert
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« Antworten #2 am: 16. Februar 2007, 14:16 »

Quelle: http://www.ejf.de/

Zitat
EJF-Lazarus setzt Ausschuss zur Klärung der Vorgänge in Pflegeeinrichtung ein

Tag der offenen Tür am 24. Februar

Berlin. Der Vorstand des diakonischen Trägers EJF-Lazarus ist über die einseitige Medienberichterstattung über die Vorgänge im Lazarus Wohn- und Pflegeverbund empört. Es sei unseriös und gefährlich, anonyme und aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen als Tatsachen darzustellen, erklärte der Vorstand am Montag, 19. Februar, in Berlin. Die als belastendes Material angeführte E-mail, die unterhalb der Leitungsebene der Einrichtung versandt worden war, wurde inzwischen vom Vorstand eingehend geprüft. Ihr Inhalt ist in den Medien falsch wiedergegeben worden. Sie beinhaltet genau das Gegenteil der behaupteten Aussagen: „Keine Medikation, sondern gute Dokumentation sind notwendig“. Der EJF-Lazarus-Vorstand fordert von den Medien, die derartige verzerrte Berichte in Umlauf gebracht haben, eine Entschuldigung.

Obwohl der Vorstand sich sicher ist, dass Missstände auszuschließen sind, hat er dennoch am Montag, 19. Februar, einen internen Ausschuss eingesetzt, um den Vorgängen seit letztem August im Lazarus Wohn- und Pflegeverbund am Standort Bernauer Straße detailliert nachzugehen. Dem Ausschuss gehören drei Juristen und zwei Fachleute aus dem Bereich der Pflege an. Während der Arbeit des Gremiums werden keine Informationen an die Öffentlichkeit gegeben.

In der seit über 140 Jahren von Diakonissen getragenen Pflegeeinrichtung wird nach wie vor eine hochqualifizierte und liebevolle, von christlicher Nächstenliebe geprägte Pflege geleistet. Die Einrichtung verfügt über 238 Plätze und beschäftigt mehr als 100 Pflegekräfte. Beim Tag der Offenen Tür am Sonnabend, 24. Februar, kann sich jeder ein Bild von dem vielseitigen Angebot im Hause machen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Heiko Krebs, EJF-Lazarus gAG, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 030 84388978

016/19.02.2007
 




EJF-Lazarus fordert Richtigstellung und Entschuldigung für Vorwürfe des VdAK

Vorstand Stephan: Vorverurteilung kann nicht hingenommen werden

Berlin. Der diakonische Träger EJF-Lazarus fordert vom Berliner Verband der Angestelltenkrankenkassen (VdAK) eine Richtigstellung der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen und eine Entschuldigung für die geäußerten Vorwürfe. „Der Vorwurf der systematischen Manipulation von Pflegeentgelten im Lazarus Wohn- und Pflegeverbund ist eine Falschbehauptung, die nicht hingenommen werden kann“, erklärte der für die Altenhilfe zuständige EJF-Lazarus-Vorstand Hans-Uwe Stephan am Donnerstag, 15. Februar, vor Journalisten in Berlin. „Die Äußerung des Sprechers der Berliner Staatsanwaltschaft, Jürgen Just, dass es in mehreren Fällen zu Körperverletzung und Betrug gekommen sei, ist unrichtig.“

Medienberichte, die auf diesen Anschuldigungen beruhten, „verzerren die Realität gewaltig“, fügte Stephan hinzu. „Wir manipulieren keine Kassenabrechnungen“, betonte der Vorstand. Eine Überprüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MdK) vom Januar dieses Jahres habe „keine Mängel“ der Pflege festgestellt. Auch der Verband der Angestelltenkassen sei an diesen Bericht des MdK gebunden.

In einem einzigen Fall habe eine „überforderte Pflegekraft“ im Sommer vergangenen Jahres ohne ärztliche Anordnung einer 86-jährigen Patientin, die sehr unruhig und aggressiv gewesen sei, das Beruhigungsmittel Dipiperon verabreicht, erläuterte Stephan. An diesem Tag sei die Untersuchung zur neuen Eingruppierung in eine höhere Pflegestufe erfolgt. Nach Bekanntwerden des Falls, sei die Pflegekraft sofort entlassen worden. „Ein solches eigenmächtiges Handeln ist nicht tragbar“, unterstrich Stephan.

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen habe Prüfungen bei allen 20 Bewohnern der Einrichtung vorgenommen, die im vergangenen Jahr eine höhere Pflegestufe erhalten haben. Dabei habe sich ergeben, dass alle Neueinstufungen zu Recht erfolgt seien. Manipulationen habe es dem Prüfungsbericht zufolge nicht gegeben. Aufgrund einer anonymen Anzeige hatten die Heimaufsicht und der Medizinische Dienst der Krankenkassen im Lazarus Wohn- und Pflegeverbund eine Überprüfung eingeleitet. Vieles deute darauf hin, dass die Anzeige aus dem eigenen Hause gekommen sei, äußerte Stephan. Sie entbehre jedoch jeder Grundlage und die Mitarbeiter seien darüber „sehr verärgert“.

Inzwischen sei ein Maßnahmenplan entwickelt worden um die Arbeitsabläufe und Dokumentation in der Alteneinrichtung in der Bernauer Straße besser zu strukturieren. „Wir werden nach wie vor unserer Prämisse Rechnung tragen, dass die Bewohner bei uns im Mittelpunkt stehen und auch weiterhin eine fachlich fundierte und hochqualifizierte sowie liebevolle Pflege erhalten“, erklärte Stephan.

Am Sonnabend, 24 (Februar), ist im Lazarus Wohn- und Pflegeverbund ein Tag der Offenen Tür geplant. Dabei kann sich jeder ein Bild von dem vielseitigen Angebot in dem Haus machen und Gespräche mit Mitarbeitern, Bewohnern und dem Heimbeirat führen. Im Lazarus Wohn- und Pflegeverbund an der Bernauer Straße werden derzeit 190 alte Menschen von rund 100 Pflegekräften und drei Ärzten betreut. Zur Einrichtung mit insgesamt 238 Plätzen gehören ein Krankenheim, eine Wohngruppe für Senioren, altengerechte Wohnungen mit Service und ein ambulanter Pflegedienst.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Heiko Krebs, EJF-Lazarus gAG, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 030 84388978, Mobil: 0172 3804550

015/15.02.2007

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EJF-Lazarus weist Vorwürfe gegen Lazarus Wohn- und Pflegeverbund zurück

Vorstand: Qualität der Pflege zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt

Tag der Offenen Tür am 24. Februar geplant

Berlin. Der Vorstand der diakonischen EJF-Lazarus gAG hat den Vorwurf scharf zurückgewiesen, wonach es im Lazarus Wohn- und Pflegeverbund zu einem versuchten Betrug zur Erlangung höherer Plfegeentgelte gekommen sein soll. Eine Überprüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) in der Altenhilfeeinrichtung in der Bernauer Straße habe ergeben, dass der Vorwurf nicht gerechtfertigt sei, erklärte der zuständige Vorstand Hans-Uwe Stephan, am Mittwoch, 14. Februar, in Berlin. Die Qualität der Pflege sei niemals beeinträchtigt gewesen. Wie der Bericht des MDK vom 31.01.07 bestätigt, liegen „keine Qualitätsmängel in der Pflege vor“.

Der Vorwurf der Körperverletzung sei absurd, sagte Stephan, der seinen Vorstandssitz seit November 2006 vor Ort in der Bernauer Straße hat. Die EJF-Lazarus Gesellschaft prüfe derzeit rechtliche Schritte gegen die Urheber dieser Anschuldigungen. Die Vorwürfe beruhten auf einer anonymen Anzeige. In der Vergangenheit sei das Versagen einer Mitarbeiterin festgestellt worden. Dies habe bereits zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen geführt. Zudem habe es Veränderungen in der Leitung der Einrichtung gegeben.

Zum Lazarus Wohn- und Pflegeverbund gehören ein Krankenheim mit angestellten Ärzten, altengerechte Wohnungen mit Service, eine Wohngemeinschaft für Senioren, ein ambulanter Pflegedienst und ein Hospiz. Derzeit werden dort stationär rund 270 alte Menschen betreut.

Am Sonnabend, 24. Februar, lädt der Lazarus Wohn- und Pflegeverbund ab 10.00 Uhr zu einem Tag der Offenen Tür ein, an dem sich jeder ein Bild vom vielseitigen Angebot sowie der fachlich fundierten und hochqualifizierten Pflege in der Einrichtung machen kann. Auch der Vorstand wird beim Tag der Offenen Tür anwesend sein. Es wird die Möglichkeit geboten, mit Mitarbeitern, Bewohnern und Vertretern des Heimbeirates Gespräche zu führen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Heiko Krebs, EJF-Lazarus gAG, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 030 84388978

Hier ist zu finden, was Dipiperon ist. Siehe auch Wikipedia-Artikel über Pipamperon



Der Lazarus Wohn- und Pflegeverbund
http://www.ejf-lazarus.de/arbeitsbereiche/wohnen-und-pflege-im-alter/berlin/lazarus-wohn-und-pflegeverbund/



« Letzte Änderung: 20. Februar 2007, 00:26 von Hilde A. » Gespeichert
Multihilde
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« Antworten #1 am: 16. Februar 2007, 10:22 »

Wie zu erwarten: weitere Berichte

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/629431.html

Eine Spritze gegen die Aggression
Prüfung im Pflegeheim: 86-Jährige wurde ruhiggestellt / Schwester und Heimleiter mussten gehen
Iris Brennberger

Die Vorwürfe wiegen schwer: Im EJF-Lazarus-Pflegeheim an der Bernauer Straße in Wedding sollen Patienten mit Medikamenten ruhiggestellt worden sein, damit sie eine Einstufung in eine höhere Pflegestufe erhalten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf zum Teil schwere Körperverletzung und Betrugs. Gestern nahm die Heimleitung Stellung: Nur in einem einzigen Fall sei einer Patientin ohne ärztliche Anordnung ein stark beruhigendes Medikament verabreicht worden, sagte Vorstandsmitglied Hans-Uwe Stephan. Von einem systematischen Betrug zum Erschleichen von Pflegegeld könne keine Rede sein. Selbst wenn dies stimmt: Ein Ort zum Wohlfühlen war das Haus, in dem bis zu 250 Menschen stationär betreut werden, in den vergangenen Monaten nicht. Wie gestern bekannt wurde, verhängte die Heimaufsicht wegen erheblicher Pflegemängel Ende Oktober eine Aufnahmesperre. Im Dezember wurde daher der Heimleiter entlassen. Inzwischen, so Stephan, seien die Mängel weitgehend ausgeräumt. Die Aufnahmesperre wurde Anfang des Monats aufgehoben.

Die Verbände der Angestellten-Krankenkassen und Arbeiter-Ersatzkassen (VDAK/AEV) hatten den Fall von angeblich systematischem Kassenbetrug öffentlich gemacht - jedoch ohne die Pflegeeinrichtung zu nennen. Stephan warf den VDAK/AEV dennoch "infame Verleumdung" vor und kündigte rechtliche Schritte an. Er schilderte die Sachlage aus Sicht der Heimleitung: Vor einem Prüftermin durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MdK) im vorigen Spätsommer habe eine Mitarbeiterin einer aggressiven Patientin eigenmächtig das Neuroleptikum Dipiperon verabreicht, das benommen mache. Die Patientin, eine 86-jährige Frau, die Pflegestufe 1 hatte, wurde daraufhin vom MdK zwei Stufen höher eingeschätzt. Laut VDAK/AEV macht der Unterschied beim Pflegesatz rund 400 Euro aus. Der Fall wurde anonym angezeigt.

In der Anzeige war von ähnlichen Fällen die Rede. Anfang September beauftragte die Heimaufsicht den MdK mit einer erneuten Überprüfung des Einzelfalls sowie des gesamten Heimbetriebs. Das Ergebnis: Die 86-Jährige wurde in Pflegestufe 2 zurückgestuft. Beweise für weitere ungerechtfertigte Einstufungen seien nicht gefunden worden, hieß es.

Dafür stellte der MdK eine Reihe anderer, schwerwiegender Mängel fest, wie Michael Meyer, Leiter der Berliner Heimaufsicht, sagt. Aus den Akten der Bewohner sei oft nicht nachvollziehbar gewesen, ob und wann sie Medikamente erhalten hätten. Der MdK habe Zweifel gehabt, "dass fachgerecht gepflegt wurde". So sei nicht klar geworden, wie immobile Bewohner oder Patienten mit Wunden versorgt worden waren. "Eine gewisse Gefährdung von Patienten musste angenommen werden", so Meyer. Daher wurde der Aufnahmestopp verhängt.

Laut Hans-Uwe Stephan hat der Lazarus Wohn- und Pflegeverbund Konsequenzen gezogen. Die examinierte Pflegerin, die eigenmächtig Dipiperon verabreicht hatte, wurde entlassen. Auch der Heimleiter musste gehen - nicht wegen der Dipiperon-Spritze, sondern wegen der sonstigen Mängel. Die Arbeitsabläufe und die Vergabe der Medikamente seien neu organisiert worden, sagt Stephan. Fachleute von außerhalb des Hauses hätten als Berater geholfen. In der Einrichtung arbeiten etwa 100 Pflegekräfte und drei Ärzte.

Eine zweite Überprüfung durch den MdK im Januar bescheinigte dem Heim Verbesserungen. Die Aufnahmesperre wurde Anfang Februar aufgehoben. Stephan gab sich gestern optimistisch: In seinem Haus werde gute Arbeit geleistet. Für die Heimaufsicht ist der Fall aber noch lange nicht erledigt, sagt Meyer. Zum einen müsse man abwarten, was die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben. Diese hatte bei einer Hausdurchsuchung im Januar Akten mitgenommen. Zum anderen müsse es weitere Verbesserungen geben, etwa Schulungen für Mitarbeiter. Meyer kündigt an: "Wir werden diese Einrichtung mit Sicherheit über einen längeren Zeitraum prüfen."

Quelle: Berliner Zeitung, 16.02.2007


http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/629432.html

Wenn Pflege zum Problem wird
Der Vorwurf: Im Pflegeheim der diakonischen EJF-Lazarus gAG an der Bernauer Straße in Wedding sollen Patienten mit Medikamenten ruhiggestellt worden sein, damit der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MdK) sie einer höheren Pflegestufe zuordnet. Denn je höher die Stufe ist, desto mehr Pflegegeld erhält das Heim. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Betreiber der Einrichtung wiesen die Vorwürfe gestern weitgehend zurück.

Weitere Mängel: Der MdK hat bei einer Prüfung im September noch mehr Verfehlungen festgestellt, vor allem bei der Medikamentenvergabe. Ende Oktober wurde für das Haus eine Aufnahmesperre verhängt. Nach Verbesserungen wurde sie zum 28. Februar aufgehoben.

Das Haus: Zu der Einrichtung gehören altengerechte Wohnungen, ein Kranken- und Pflegeheim, ein Hospiz und eine ambulante Pflegestation. In dem Haus können 250 Senioren betreut werden.

Kontrolle: Die Berliner Heimaufsicht ist Teil der Senatsverwaltung für Soziales. Sie kann den Medizinischen Dienst der Krankenkassen um Gutachten bitten.

Beratung: Angehörige, die fürchten, dass Familienmitglieder schlecht betreut werden, können sich an den Verein "Pflege in Not" wenden, Telefon 69 59 89 89. Auch die Krankenkassen bieten Beratungen an.

Quelle: Berliner Zeitung, 16.02.2007



http://www.welt.de/data/2007/02/16/1214576.html

Gesundheit
Pflegeskandal in Wohnheim des Lazaruswerkes
Die Einrichtung räumt Mängel bei der Dokumentation ein, weist aber Betrugsvorwürfe zurück. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Von Tanja Kotlorz und Florentine Anders

Der kriminellen Fantasie sind selbst im sensiblen Gesundheitsbereich keine Grenzen gesetzt, wie ein Fall zeigt, in dem derzeit die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt. Eine Patientin, die in einem Wohnheim des Berliner Lazaruswerkes an der Bernauer Straße in Wedding versorgt worden ist, soll mit dem Ziel, in eine höhere Pflegestufe eingruppiert zu werden, medikamentös ruhig gestellt worden sein. Da die Frau zu vital sei, habe zwischen den Pflegern und den behandelnden Ärzten stilles Einvernehmen bestanden, der Patientin regelmäßig ein Neuroleptikum zu spritzen.

Auf die Art sei sie von der niedrigen Pflegestufe eins in die höhere Stufe drei gruppiert worden - zu ihrem eigenen körperlichen Schaden und zum finanziellen Schaden der Versicherung. Das Heim hätte so monatlich 400 Euro mehr von der Pflegeversicherung erhalten können.

Der Fall kam anonym zur Anzeige. Die Staatsanwaltschaft ermittelt (Aktenzeichen: 63JS6065/06) wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung und des Betruges, wie Justizsprecher Jürgen Just dieser Zeitung bestätigt.

Die Pflegeeinrichtung sei von Polizisten durchsucht worden. Noch sei unklar, ob es sich nur um einen Einzelfall handele. Ob die Patientin einen dauerhaften Schaden erlitten habe, kann Just nicht sagen.

"Nachdem wir davon erfahren haben, sind wir am 27. Oktober 2006 zusammen mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen zur Kontrolle in das Heim gegangen", sagt der Leiter der Heimaufsicht beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) Berlin, Michael Meyer. Dabei seien "weitere Mängel" festgestellt worden. Das Heim durfte fortan keine neuen Bewohner mehr aufnehmen - Belegungsstopp bis zum 21. Februar 2007. Für die Prüfer sei zum Beispiel nicht nachvollziehbar gewesen, wer welche Medikamente bei welchem Bewohner verordnet habe, kritisiert Meyer. Dabei handele es sich nicht um "harmlose Kopfschmerztabletten", sondern um gravierende Arzneien wie Psychopharmaka.

Ein Aufnahmestopp sei für die Einrichtung mit Einnahmeverlusten verbunden. Noch gravierender sei es, so Meyer, wenn die Heimaufsicht das Pflegeheim schließe. Dies käme einem Berufsverbot gleich. Das letzte Mal, dass die Aufsicht in Berlin ein Pflegeheim geschlossen habe, sei im Jahr 2001 gewesen. Meyer betont: "Das Lazarus ist weit entfernt von einer Schließung."

Wenngleich der Aufnahmestopp für das Lazaruswerk in der Bernauer Straße seit dem 1. Februar aufgehoben sei, stehe die Einrichtung weiterhin unter "ständiger Beobachtung der Heimaufsicht", betont Meyer. Es gebe noch "strukturelle Schwächen". So seien beispielsweise die Schwestern und Pflegekräfte nicht auf dem aktuellen Wissensstand in Sachen Pflege und müssten geschult werden.

Die Mitarbeiter des EJF-Lazarus Pflegeheims waren gestern in heller Aufregung. In einer eilig einberufenen Pressekonferenz wehrte sich der Träger gegen die "infamen Verleumdungen" des Berliner Ersatzkassenverbandes (VDAK). Der Vorwurf, dass Pfleger und Ärzte in dem Heim gezielt Patienten bei der Überprüfung der Krankenkassen durch Medikamente ruhig stellen, damit sie eine höhere Pflegestufe erhalten, bezeichnet der Vorstand Hans-Uwe Stephan als "Verzerrung der Wirklichkeit".

Tatsächlich sei im September vergangenen Jahres einer 87-jährigen Bewohnerin des Hauses von einer Pflegefachkraft das Medikament Dipiperon verabreicht worden. Die Frau ohne Angehörige, die auch jetzt noch in dem Heim wohnt, sei sehr aufgeregt und unruhig gewesen, weil die Prüfung der Pflegestufe durch die Krankenkasse bevorstand. Das Medikament habe die demente Bewohnerin schläfrig gemacht. Daraufhin sei sie von der Pflegestufe I in die Pflegestufe III eingruppiert worden. Nach der anonymen Anzeige sei die Bewohnerin kurze Zeit darauf erneut begutachtet und wieder zurückgestuft worden. Zu hohe Zahlungen durch die Krankenkasse habe es in der Zwischenzeit allerdings nicht gegeben.

"Wir haben uns von der Mitarbeiterin getrennt", sagt Vorstand Hans-Uwe Stephan. Sie sei überlastet gewesen und habe eigenmächtig ohne medizinische Anweisung gehandelt. Auch der Leiter des Standorts mit derzeit 190 Bewohnern und 100 Pflegekräften sei von seiner Tätigkeit entbunden worden, heißt es.

Artikel erschienen am 16.02.2007

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Lazarus-Heim

Quelle: www.welt.de


« Letzte Änderung: 16. Februar 2007, 16:20 von admin » Gespeichert
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« am: 15. Februar 2007, 10:43 »

http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/vermischtes/beitrag_jsp/key=news5475069.html

Soziales/Justiz
Schwere Vorwürfe gegen Berliner Heim
Die Berliner Angestellten-Krankenkasse hat schwere Vorwürfe gegen eine Pflegeeinrichtung in der Hauptstadt erhoben.

Mitarbeiter hätten einer älteren Heim-Bewohnerin absichtlich ein schweres Beruhigungsmittel verabreicht, um damit die Einstufung in eine höhere Pflegestufe zu erreichen, teilte Kassensprecherin Geitz am Mittwoch mit. Dem Heim hätte eine solche Umgruppierung nach Angaben der Kasse bis zu 400 Euro mehr Einnahmen im Monat gebracht.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in diesem Fall seit Ende vergangenen Jahres. "Es gab eine Hausdurchsuchung. Wir gehen davon aus, dass es sich um keinen Einzelfall in dieser Einrichtung handelt", sagte ein Justizsprecher. Noch dauerten die Ermittlungen an. Pressemeldungen, wonach es sich um ein Lazarus-Pflegeheim handeln soll, wurden von der Staatsanwaltschaft nicht dementiert.

In der Regel bestimmt in Berlin der Medizinische Dienst der Krankenkassen, welche Pflegestufe für Heimpatienten gerechtfertigt ist. Der Dienst kommt dannzur Begutachtung vor Ort. Heimmitarbeiter hätten der älteren Dame im vergangenen August an einem solchen Begutachtungs-Tag ohne Grund das Medikament Dipiperon verabreicht, sagte Sprecherin Geitz. Dieses Mittel werde normalerweise zur Ruhigstellung aggressiver Patienten benutzt.

Die freundliche und ruhige Bewohnerin, die zuvor noch selbstständig zu den Mahlzeiten kam, sei nach der Gabe des Medikaments zusammengebrochen und habe das Essen verweigert. In diesem Zustand fand der Medizinische Dienst sie später. Das Heim habe dann den Wechsel von der Pflegestufe 1 zur Pflegestufe 3 beantragt. Für die Pflegestufe 1 bekommt ein Heim 1023 Euro im Monat, für die Pflegestufe 3 sind es 1432 Euro im Monat.
 
 
 Stand: 14.02.2007 17:33 

Quelle: © 2007 Rundfunk Berlin-Brandenburg

siehe auch


http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/vermischtes/beitrag_jsp/key=news5493766.html

Zitat
Soziales
Interne Untersuchung im Pflegeheim
Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk Lazarus hat nach dem Vorwurf des Medikamentenmissbrauchs in einem seiner Heime interne Untersuchungen angekündigt. Ein Ausschuss werde ab Montag die Vorgänge des vergangenen Jahres noch einmal genau prüfen, sagte ein Sprecher dem "Tagesspiegel" (Sonntag).

mit der Abendschau  RBB vom 17.02. als Video

und

http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/vermischtes/beitrag_jsp/key=news5489286.html

Zitat
Neuer Verdacht gegen Pflegeheim

Stand: 17.02.2007 08:08

mit RBB-Abendschau vom 16.02.07 als Video

und
 
http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/vermischtes/beitrag_jsp/key=news5479459.html

Zitat
Pflegeheim: Verwaltung vermutet Einzelfall

mit der Abendschau  RBB vom 15.02. als Video



Pressemeldung mit Heimname:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/15.02.2007/3083543.asp
Zitat
gedruckte Ausgabe vom 15.02.2007

Ressort: Berlin 

Heim soll Patienten künstlich hinfällig gemacht haben

Wurden Kranke für höhere Pflegestufe mit Arznei manipuliert?
Träger weist Vorwurf zurück

Von Ingo Bach und Manfred Kriener


Ein ungewöhnlicher Fall von Körperverletzung beschäftigt die Berliner Staatsanwaltschaft. Im Krankenpflegeheim des Berliner Lazaruswerks soll Patienten gezielt ein Neuroleptikum verabreicht worden sein, um ihre Vitalität bei der Begutachtung und Untersuchung des medizinischen Dienstes herabzusetzen. Durch diese Manipulation soll sich das Heim die Einstufung der Patienten in eine höhere Pflegestufe erhofft haben, so die Vorwürfe des Berliner Ersatzkassenverbandes VdAK, die er gestern öffentlich machte.

vollständiger Bericht siehe Link



was ein Krankenpflegeheim ist, war mir nicht so ganz klar. Liege ich da richtig, d. es ein Modellprojekt ist? Lief mal auf mdr im letzten Jahr:
http://www.mdr.de/fakt/3245290.html


Bildschirmschnappschuss rbb




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