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Autor Thema: DIN EN ISO 900x - Was steckt dahinter?  (Gelesen 3954 mal)
admin
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« am: 21. Juni 2007, 13:16 »

Gängige QM-Systeme in der Praxis

Qualitätssysteme: Definitionen zu bekannten Systemen und Sonderformen

DIN EN ISO 9001:2000
Dieses Befähigungssystem bildet weltweit für   eine Vielzahl von Organisationen die Basis für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement. Das ISO Modell ist - branchenunabhängig - geeignet, den Aufbau eines QM-Systems zu strukturieren. Eine Zertifizierung ist möglich.

EPA
Europäisches Praxisassessment ist ein europäisches Gemeinschaftsprojekt (TOPAS Europa, Bertelsmann-Stiftung), das von dem niederländischen Visitae-Modell abgeleitet wurde. Das Modell ist aufgebaut aus: Befragung, Visitation, Feedback-Bericht und Nachbefragung. Eine Zertifizierung ist möglich.

EFQM
Das Modell für Business Excellence der Industriestiftung EFQM (European Foundation for Quality Management) mit Sitz in Brüssel ist ein Bewertungssystem zum umfassenden Qualitätsmanagement. Die Qualitätsanalyse erfolgt durch Selbstbewertung unter Nutzung eines Kriterienrasters, das zwischen Befähiger-Kriterien und Ergebnis-Kriterien unterscheidet.

QEP
QEP wurde von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung entwickelt. Die Abkürzung steht für „Qualität und Entwicklung in Praxen". QEP enthält ein zweiteiliges Bewertungsverfahren: intern als Selbstbewertung und extern als Fremdbewertung durch Visitoren, die bei Erfüllung der Kernanforderungen zu einem Zertifikat führen.

KPQM
Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe hat speziell für Vertragsarztpraxen ein Qualitätsmanagement System entwickelt. Es ist ein Einsteiger-Modell auf der Basis der DIN EN ISO 9001:2000 und der EFQM. Für die Umsetzung in der Praxis ist die Erstellung eines Qualitätsberichtes notwendig, in dem die Praxis sich und ihre Qualitätspolitik darstellt und zehn Kernprozesse aus den Bereichen Patienten (Diagnostik und Therapie), Mitarbeiter und Personalführung sowie Administration beschreibt.

KTQ
Das KTQ-Modell ist bekannt aus dem Krankenhausbereich. Die KTQ-GmbH (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) und deren Kooperationspartner haben auch ein Verfahren für den niedergelassenen Bereich vorgestellt. Es basiert auf einer Kombination von Selbst- und Fremdbewertung.

Andere QM-Systeme werden speziell für Zahnarztpraxen entwickelt wie zum Beispiel:

Z-PMS
Zahnärztliches PraxisManagementSystem der Bundeszahnärztekammer. Z-PMS ist ein dreistufiges System bestehend aus:

1. Rechtlichen Basisinformationen, Checklisten und Erläuterungen zur Umsetzung dieser Basisinformationen
2. Hilfen zur Dokumentation der organisatorischen Arbeitsabläufe einer Praxis, auch durch Checklisten
3. Bausteine für ein individuelles umfassendes systematisches Praxismanagement, Praxisleitbild

Weitere QM-Systeme werden - meist in Anlehnung an die großen Systeme - speziell für die Anforderungen einzelner ärztlicher Fachrichtungen ange
passt wie zum Beispiel die Sonderformen DQM und BVO-QM:

DQM
Die Diabetes Qualitätsmanagement GmbH hat im Auftrag der Deutschen Diabetes-Gesellschaft für die besonder-en Anforderungen von diabetologischeu Schwerpunktpraxen und stationären diabetologischen Einrichtungen ein eigenes QM-System, das DiabetesQualitäts-Modell (DQM), entwickelt. Es soll helfen, interne Stärken und Verbesserungspotenziale zu ermitteln. Dazu gehört auch ein jährlicher Qualitätsbericht, in dem die gesteckten Ziele benannt werden und der Weg beschrieben wird, wie man Ziele erreichen will. Abschließend werden auch die Ergebnisse festgehalten.

BVO-QM
Dieses System hat der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie e. V. (BVO) speziell für niedergelassene Orthopäden entwickelt, damit ein konkreter Praxisnutzen erzielt werden kann. Laut Anbieter eine Einstiegslösung mit geringem Aufwand und Kosten. Auf Wunsch ist das Modell erweiterbar in Richtung DIN ISO 9001:2000, QEP, EFQM oder KTQ.

Die hier aufgeführten Qualitätsmanagement-Systeme wurden ausgewählt, weil sie laut der QM-Studie den Ärzten am bekanntesten sind oder weil es sich uni medizinisch adaptierte Systeme handelt.

Quelle: Stiftung Gesundheit - Stiftungsbrief "QM-Sonderausgabe 2007"

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weitergehende Infos finden Sie u.a. hier:

« Letzte Änderung: 21. Juni 2007, 13:37 von admin » Gespeichert

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