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Autor Thema: Informationen in leichter Sprache  (Gelesen 4292 mal)
Multihilde
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« Antworten #2 am: 30. März 2008, 10:09 »

Hier der Link bei uns im Forum zu Fragen und Antworten Pflegeversicherungsreform:

http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=451.msg1714#new

Ich meine, das geht schon ganz gut in die Richtung; nicht?
« Letzte Änderung: 30. März 2008, 10:17 von Multihilde » Gespeichert
Multihilde
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« Antworten #1 am: 27. März 2008, 12:30 »

Leicht gesagt

Berlin (kobinet) Konfrontiert mit Behördendeutsch stoßen Menschen mit Lernschwierigkeiten an ihre Grenzen. Eine vereinfachte Sprache hilft ihnen, den Alltag besser zu bewältigen. Darüber berichtet heute die Berliner Zeitung in einem ausführlichen Beitrag unter dem Titel "Leicht gesagt" auf ihrer Wissenschaftsseite.

Ein "Antrag auf Trägerübergreifendes Persönliches Budget" bereitet schon Mühe. Was trägerübergreifend bedeutet und wer das Geld bezahlt, ist in dem Formular nicht erläutert. Doch auch ein Blick ins Sozialgesetzbuch, wo die Hintergründe des Persönlichen Budgets beschrieben sind, würde kaum weiterhelfen. Dort steht nämlich: "Bei der Ausführung des Persönlichen Budgets sind nach Maßgabe des individuell festgestellten Bedarfs die Rehabilitationsträger, die Pflegekasse und die Integrationsämter beteiligt. Das Persönliche Budget wird von den beteiligten Leistungsträgern trägerübergreifend als Komplexleistung erbracht."

"Derartig komplizierte Texte bringen Menschen mit Lernschwierigkeiten an ihre sprachlichen Grenzen", sagt Marion Michel vom Institut für Arbeits- und Sozialmedizin an Universität Leipzig. Von Lernschwäche seien rund 1,25 Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Aber auch für Nicht-Muttersprachler und viele Ältere bildeten Behördenbriefe, Packungsbeilagen und Mietverträge oft unüberwindliche Barrieren. "Die Folge ist ein Leben in Abhängigkeit", sagt die Medizinsoziologin.

Die Lösung des Problems trägt den unspektakulären Namen Leichte Sprache. Zahlreiche Initiativen und Vereine fordern, sie einzuführen und bieten häufig auch selbst Übersetzungen von schwierigen Texten an. Die Grundregeln des vereinfachten Deutschs sind wenig überraschend: kurze Sätze, viele Beispiele, keine Konjunktive, Genitive, Fremdwörter und Abkürzungen. "Die Wirkung ist enorm", sagt Michel. "Mithilfe der Leichten Sprache können sich Menschen, die zuvor auf Betreuung angewiesen waren, oft sehr gut selbst um ihre Belange kümmern."

Betroffene hätten erstmals 1994 eine verständlichere Sprache gefordert, erzählt Stefan Göthling. Der 41-Jährige ist Geschäftsführer des Kasseler Vereins Mensch zuerst wird mit den Worten zitiert: "Für uns Menschen mit Lernschwierigkeiten sind schwere Texte genauso hinderlich wie Treppen für Rollstuhlfahrer. Unsere Rechte können wir erst dann richtig wahrnehmen, wenn wir sie auch verstehen."

Inzwischen hat die Arbeit der vielen Initiativen zu Erfolgen geführt: Im Bundestagswahlkampf 2005 ließen die Grünen ihre Wahlprogramme in das vereinfachte Deutsch übersetzen. Göthling: "So schnell sind die ihre Broschüren noch nie losgeworden." Claudia Wessels aus Bremen hat im Auftrag des Sozialministeriums das Gesetz zum Persönlichen Budget in Leichte Sprache übertragen. Der Text lautet jetzt: "Die Hilfen werden von verschiedenen Stellen bezahlt. Zum Beispiel vom Sozialamt oder von der Krankenkasse. Diese Stellen heißen Träger. Bei dem Persönlichen Geld arbeiten alle Träger zusammen." Die Methode sei aufwendig, berichtet Wessels: "Zunächst müssen Menschen mit Lernschwierigkeiten die Übersetzungen lesen. Sie sagen uns, ob sie alles verstehen. Dann wird der Text Experten vorgelegt, die prüfen, ob der Inhalt erhalten geblieben ist." Zwischen Testlesern und Experten könne der Text viele Male hin und hergehen.

In Leipzig bereitet Marion Michel derzeit ein Projekt vor, in dem erstmals Grundlagenforschung zur Leichten Sprache betrieben werden soll. Zusammen mit Sprachwissenschaftlern und Betroffenen sollen dabei wissenschaftliche Standards für die Leichte Sprache erarbeitet werden. Ähnlich wie die Gebärdensprache und Blindenschrift könnte die Leichte Sprache mit der Zeit ganz alltäglich werden, sagt Michel. Darauf hofft auch Stefan Göthling: "Die Leichte Sprache hilft ja schließlich jedem Menschen. Sie bringt die Dinge auf den Punkt."

Quelle: http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,17622/ticket,g_a_s_t
© 2002-2008 kobinet-nachrichten
22.03.2008 - 09:07




Kobinet-Nachrichten sind für mich immer wieder eine sehr gute Fundstelle für aktuelle Informationen, nicht nur zum Behindertenbereich.

http://www.kobinet-nachrichten.org

Toll ist dort die RSS-Möglichkeit und die Medientipps sind wirklich immer topaktuell
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« am: 26. März 2008, 14:15 »

Liebe Leser,

oft sind wichtige Informationen nicht besonders gut zu verstehen. Das nennt man im Volksmund "Behörden-Deutsch". Allerdings sind nicht nur Informationen von Ämtern und Behörden schwer lesbar ...  Augen rollen

Wir möchten an dieser Stelle auf gut verständliche Informationen hinweisen und bitten Sie/Euch bei der Sammlung zu helfen. Angemeldete Forumteilnehmer bitten wir, solche Hinweise hier zu geben.
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