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Autor Thema: Unabhängiges Leben im Alter mit Technik und Dienstleistungen  (Gelesen 7211 mal)
admin
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« Antworten #1 am: 10. Mai 2010, 14:39 »

Wohnen für ältere Menschen  - mit Technik im sozialen Umfeld

Aktuelle IAT-Veröffentlichung zu Gestaltungsmöglichkeiten der Wohnumwelt für Senioren

Zwischen ambulanter und stationärer Gesundheitsversorgung hat sich der Haushalt längst als 3. Gesundheitsstandort etabliert. Aufgrund der Entwicklungen im Bereich der stationären Pflegeeinrichtungen und der Krankenhäuser ist abzusehen, dass weitere Aktivitäten zur Krankheitsbewältigung und Gesunderhaltung in den Haushalt verlagert werden, zeigt eine aktuelle Veröffentlichung aus dem Institut Arbeit und Technik (IAT / Fachhochschule Gelsenkirchen).

Modernste Haus- und Medizintechnik ermöglichen heute vielen Senioren das Leben zu Hause im Alter auch bei fortschreitenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Bei aller Technik dürfe aber die soziale Unterstützung nicht vernachlässigt werden, warnen die IAT-Wissenschaftler Wolfgang Paulus und Sascha Romanowski. „Nur ein Vorgehen, das von den konkreten Bedürfnissen und Wünschen der Älteren und anderer Beteiligter wie Ärzte, Pfleger, Verwandte, Nachbarn ausgeht und die Verwendung von Technikkomponenten mit der Durchführung von sozialen Maßnahmen kombiniert, wird erfolgreich sein!“.

Der Haushalt bildet in Deutschland die mit Abstand wichtigste Pflegeinstanz: So wurden etwa im Jahre 2007 mehr als zwei Drittel (68% bzw. 1,54 Millionen) der 2,25 Mio. pflegebedürftigen Menschen zu Hause betreut, 32% der Bedürftigen (709.000) in professionellen Pflegeheimen. Das Engagement in der privat geleisteten Pflege wird auf insgesamt 625.000 Vollzeitstellen geschätzt, wobei dies in Umsätzen einer Summe von 46 Millionen Euro entspräche. Mit dem demographisch bedingt stark steigenden Pflegebedarf insbesondere älterer Personen und kürzeren Liegezeiten in Akut- und Rehakrankenhäusern steigt auch der Bedarf an medizinischer Versorgung zu Hause und telemedizinischen Lösungen, wie etwa Telehealthmonitoring.

Neben der Technik wird eine gewichtige Herausforderung die Entwicklung neuer und innovativer Wohn- und Betreuungsformen darstellen. Dabei spielen zwar auch zwangsläufig technische Innovationen eine Rolle, doch sollten Aspekte wie die Reorganisation von pflegerischen und ärztlichen Tätigkeiten im Haushalt nicht unberücksichtigt bleiben, meinen die IAT-Forscher. Funktionierende und rentable telemedizinische Produkte sollten Teil einer medizinisch, technisch und vor allem sozial geprägten Infrastruktur sein. Gerade vor diesem Hintergrund sei ein Mangel an verlässlichen und nachhaltigen Business-Modellen noch zu beklagen.

Quelle: Institut Arbeit und Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen (IAT), Pressemitteilung 07.05.2010
« Letzte Änderung: 10. Mai 2010, 15:01 von admin » Gespeichert

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« am: 19. Dezember 2008, 21:40 »

Fachtagung am IAT diskutierte Chancen und Herausforderungen der IKT-Nutzung

Die moderne Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) bietet viele Möglichkeiten, auch im Alter oder bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit allem Komfort zu Hause zu leben. Die Technik darf dabei allerdings nicht im Vordergrund stehen, sondern sie muss in ein soziales Netzwerk eingebettet sein -- und sie muss bedienbar, bezahlbar und nutzbringend sein. Unter diesen Leitgedanken diskutierten Fachleute aus der Technologieentwicklung, der Wohnungswirtschaft, der Wohnberatung, den Verbraucherzentralen sowie aus Forschung und Entwicklung auf einer Fachtagung am Institut Arbeit und Technik (IAT) über zeitgemäße Technikkonzepte für das unabhängige Leben im Alter.

"Es gibt bereits etliche Anwendungen und Forschungsprojekte für den IKT-Einsatz im Haushalt, die Integration in die Altenarbeit und Altenhilfe ist aber noch nicht gelungen und die nachhaltige, breitflächige Umsetzung fehlt noch", erläuterte PD Dr. Josef Hilbert, Leiter des Forschungsschwerpunkts Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität am IAT, den Stand der Umsetzung. IKT-gestützte Hilfen für das zu Hause leben im Alter gibt es bereits viele: von Hausnotrufsystemen und Teleservices über telemedizinische Überwachung und Medikamenteneinstellung bis zur vollelektronischen Haussteuerung.

Wie die Diskussion zeigte, öffnet sich hier auch für die Wohnungswirtschaft ein großes Betätigungsfeld, das demographiebedingt weiter an Bedeutung gewinnen wird. Mieterbezogene Angebote, die Technik und Dienstleistungen auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten verbinden, treffen angesichts der alternden Bevölkerung auf einen wachsenden Markt. Lothar Schöpe vom Fraunhofer Institut für Software und Systemtechnik (Dortmund) skizzierte, welche technischen Lösungen schon heute realisierbar sind. Karin Bürger von der THS Wohnen GmbH stellte das Hausnotruf- und Betreuungssystem SOPHIA vor, das es älteren Menschen ermöglicht, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben.

Theo Hengesbach von der Wohnberatung NRW forderte eine stärkere Abstimmung und Kooperation zwischen Technikanbietern, Wohnungsunternehmen und haushaltsnahen Dienstleistern, damit den
tatsächlichen Bedarfen der älteren Mieter besser entsprochen werden kann.

Dr. Paul Wolters vom Förderverein Lebensgerechtes Wohnen in Bielefeld betonte, dass damit nicht nur den Bedarfen der Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren entsprochen wird, sondern auch jungen Familien und Menschen mit Behinderungen. Dass die menschliche Ansprache und quartierbezogene Ansätze nicht vernachlässigt werden dürfen, war schließlich Anliegen von Werner Stede von der Bielefelder Gemeinnützigen Wohungsgesellschaft. "Der Gesundheitsstandort Haushalt braucht die Vernetzung mit den professionellen Gesundheitsdiensten", fasste Josef Hilbert die erste Diskussionsrunde zusammen. Wie eine solche Vernetzung entstehen kann, war ein weiterer Themenschwerpunkt der Tagung.

Dr. Volker Becker von der Handwerkskammer Düsseldorf erläuterte, dass das Handwerk auf die Anforderungen an die Wohnraumanpassung, an barrierefreies Bauen und den Beratungsbedarf älterer Menschen vorbereitet ist. Im Handwerkszentrum "Wohnen im Alter" werden bereits Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote für Handwerker bereitgestellt, um die Unternehmen für die Fragen des demographischen Wandels zu sensibilisieren und fit zu machen. Auch in den personenbezogenen und haushaltsbezogenen Dienstleistungen stehen Qualifizierungsangebote und Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung im Mittelpunkt. Heike Nordmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und Brigitte Pawlik von der LEG Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklung GmbH forderten eine konsequente und systematische Berücksichtigung von Verbraucherinteressen bei der Technik- und Dienstleistungsentwicklung und eine Aufwertung personen- und haushaltsnaher Dienstleistungen. Dies müsse sich sowohl in der Entlohnung als auch in der gesellschaftlichen Anerkennung und Wertschätzung dieser Tätigkeiten niederschlagen.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussionsrunden waren sich einig, dass das Themenfeld unabhängiges Wohnen im Alter große Priorität besitzt, um die Autonomie und Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten und zu fördern. Dazu bedarf es intelligenter Lösungen, die eine stärkere Vernetzung von technischen und sozialen Kompetenzen ermöglichen. Beispiele guter Praxis aus Nordrhein-Westfalen haben gezeigt, dass Technikanbieter, Wohnungswirtschaft und Dienstleister bereits an der nutzerorientierten Vernetzung arbeiten. Zukünftig wird es darauf ankommen, tragfähige, finanzierbare und nachhaltige Lösungen und Strukturen zu entwickeln.

Veranstaltet wurde die Fachtagung vom Institut Arbeit und Technik, gefördert durch das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Quelle: Institut Arbeit und Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen (IAT), Pressemitteilung vom 19. Dezember 2008
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2008, 21:45 von admin » Gespeichert

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