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Autor Thema: Neuer Standard für Dekubitusprophylaxe  (Gelesen 8131 mal)
admin
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« am: 18. März 2011, 23:30 »

DNQP. Standard Dekubitusprophylaxe neu überarbeitet.

(scp) Der überarbeitete Standard zur Dekubitusprophylaxe wurde beim 13. Netzwerk-Workshop vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) in Berlin vorgestellt, den Franz Wagner, Vizepräsident des Deutschen Pflegerates, mit den Worten „Der Stellenwert und die Anerkennung der Expertenstandards sprechen für sich“ eröffnete.

Die wesentlichen Änderungen wurden von Prof. Dr. Theo Dassen von der Charité Universitätsmedizin Berlin vorgestellt. Künftig werde es keine Empfehlung für eine bestimmte Risikoskala geben, da diese zugleich „hilfreich aber auch verwirrend“ sein könnten und deren Wirkung zudem nicht bewiesen sei, betonte Dassen. Damit komme der Einschätzung durch die Pflegefachkraft ein größerer Stellenwert zu als im alten Standard.

Des Weiteren liege keine Evidenz vor, dass Ernährungsdefizite Dekubitus verursachende Wirkungen haben, auch wenn eine adäquate Ernährung weiterhin wichtig sei. Die alte Kriterienebene 4 zur Dekubitusprophylaxe wurde daher gestrichen. Gleichfalls nicht empirisch belegt sei, dass Hautfeuchtigkeit einen Dekubitus verursacht. Dennoch sei die Hautpflege nicht zu vernachlässigen.

Die überarbeitete Fassung des Standards zur Dekubitusprophylaxe enthalte keine Empfehlungen von einzelnen Hilfsmitteln. Besondere Hilfsmittel zur Druckverteilung seien wohl immer besser als „Standardmatratzen“, so Dassen weiter, würden aber nicht die notwendige körpereigene Bewegung des Betroffenen ersetzen. Deutlich hervorgehoben wurde das Ziel der Bewegungsförderung, weitestgehend verzichtet wurde auf den eher passiv klingenden Begriff der Lagerung.

Der Grad eines Dekubitus sei schwierig zu diagnostizieren und daher mit Vorsicht anzuwenden. Neu aufgenommen wurde die Kategorisierung der Dekubituseinteilung anstelle von Dekubitus-Graden. Hintergrund sei das häufig Missverständnis, dass sich ein Dekubitus graduell verändern könne.

Auch dass Schulungen die Dekubitusentstehung verringern, sei nicht empirisch belegt, betonte Dassen weiter. Gleichwohl werde ein individuell strukturiertes Schulungsangebot als effektiv hinsichtlich Wissenszuwachs und Wissenserhalt gesehen.

Die aktualisierte Version des Expertenstandards Dekubitusprophylaxe ist beim DNQP erhältlich. Besonders empfohlen wird das Audit-Instrument zum Expertenstandard. Dies steht für den kostenlosen Download zur Verfügung.

Quelle: www.social-company.de, sc-Newsletter Nr. 5/2011
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