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Autor Thema: Brief-Flashmob: Briefe an die Kanzlerin zum Thema Pflege-Notstand  (Gelesen 15698 mal)
admin
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« Antworten #2 am: 07. März 2014, 11:34 »

Dilemma der Pflegekräfte

6. März 2014 - mm Lüneburg. Tausende Briefe ließen Anfang der Woche den Briefkasten im Bundeskanzleramt überquellen. Die Gruppe “PflegeAktivisten” hatte auf Facebook zum 1. März zu einem Brief-Flashmob aufgerufen, knapp 4000 Teilnahmebekundungen gab es für die Aktion. In der Gruppe organisieren sich Pflegekräfte aus Krankenhäusern, Heimen und der häuslichen Versorgung, aber auch betroffene Bürger, sie wollen auf Missstände im deutschen Pflegesystem aufmerksam machen. Eine von ihnen ist die Lüneburgerin Ute Rabe, sie rügt den Abbau von Stellen in Zeiten von Fachkräftemangel.


“Wer selbst nicht betroffen ist, verschwendet kaum einen Gedanken an Pflege- und Gesundheitsversorgung”, sagt die alleinerziehende Mutter eines 16-jährigen Sohnes, ihre zwei Töchter sind bereits aus dem Haus. Sie würde ihre Eltern, die über 80 sind, nicht in einem Heim unterbringen. Der Abbau von Pflegepersonal sorge teils für “katastrophale Rahmenbedinungen” in Heimen und Kliniken, in ihrem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt die 46-Jährige deshalb vor einer “gefährlichen Pflege”. Für Rabe ist unverständlich, warum bei einem drohenden Fachkräftemangel am Personal gespart wird. In Altenheimen würde der Pflegeschlüssel ständig nach unten korrigiert, mittlerweile kämen auf 40 Pflegebedürftige gerade mal zwei Pfleger.

Das Patientenwohl ist auch gefährdet, wenn freiberuflichen Pflegekräften ihre Existenzgrundlage genommen wird, sie nämlich in Kliniken und Heimen kein Aufträge mehr erhalten. So geschehen 2013. Davon betroffen war auch ein Freund von Rabe, der ist Intensivpfleger. 1800 selbstständige Pfleger wähnten sich in dem gleichen Dilemma. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) bezichtigte die Pflegekräfte einer Scheinselbstständigkeit, in Kliniken und Pflegeheimen könne es keine selbstständige Berufsausübung in Pflege und Medizin geben, eine grundsätzlich abhängige Beschäftigung werde vorausgesetzt. Auf Kliniken und Einrichtungen kamen nun Nachzahlungsforderungen der Sozialversicherungsbeiträge teils in Millionenhöhe zu. Widersprüche von Pflegefachkräften, Honorarärzten, Einrichtungen und Kliniken endeten in der Regel vor Gericht, die Prozesse könnten sich jahrelang hinziehen, schreiben die Pflegeaktivisten in einem Papier. Bevor Kliniken zahlten, würden eher Stationen geschlossen, weiß Rabe. Für sie war das Vorgehen der DRV Auslöser, selbst aktiv zu werden. Ihren Brief an die Kanzlerin schrieb sie auch als Betroffene, deren Bruder auf einer Intensivstation verstorben ist, sie habe damals das “Engagement und die Betroffenheit der Pfleger dort gespürt”. Zu spüren bekämen Patienten vor allem die ausufernden Kosten im Gesundheitsheitssystem, auch Rabe fürchtet um ihre Versorgung, ihr Einkommen als Tierpflegerin und Gebäude­reinigerin reiche nicht aus, um eine “vernünftige” Alters-, Pflege- und Krankenversicherung aufzubauen. Nach “leeren Versprechungen” der Politik müsse sich nun etwas ändern. Die Aktivisten legen nach, am 1. Mai soll es die erste Mahnwelle mit Briefen Richtung Bundeskanzleramt geben.

Quelle: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/148993-dilemma-der-pflegekraefte - Mit freundl. Genehmigung von Katharina Hübner (Lokalred.)
« Letzte Änderung: 07. März 2014, 11:38 von admin » Gespeichert

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"Wir sind nicht nur für das verantwortlich,
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« Antworten #1 am: 02. März 2014, 01:32 »

Viele Briefe an Bundeskanzlerin Merkel sind auf dem Weg ...

... unser Brief ist auch pünktlich in den Briefkasten gesteckt worden ... und die "1. Mahnung" wird vorbereitet, siehe hier:

- https://m.facebook.com/events/410984945670794?_ft_
- https://www.facebook.com/events/410984945670794/



* Kanzlerin_A.Merkel_Ber_140301.jpg (139.06 KB, 800x815 - angeschaut 1074 Mal.)
* Kanzlerin_A.Merkel_Ber_140301_web.pdf (442.04 KB - runtergeladen 504 Mal.)
« Letzte Änderung: 07. März 2014, 11:36 von admin » Gespeichert

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« am: 30. Januar 2014, 15:33 »

    Zitat
    Lieber Kollege, liebe Kollegin, liebe Pflegebedürftige, Pflegende Angehörige und alle die etwas zum Gesundheitssystem zu sagen haben.

    Wir wollen am 01.03.2014 einen Brief an Frau Merkel abschicken, um auf unsere momentane Situation in der Pflege aufmerksam zu machen.

    So erhoffen wir, dass wir doch etwas Aufmerksamkeit bekommen und wir nicht nur öffentlich unser „Problemkind Pflege“ ansprechen.

    Hierzu habe ich ein Musterbrief ausgearbeitet, damit der Einstieg eventuell etwas leichter fällt.

    Ihr könnt den unten stehenden Brief entweder so übernehmen oder ihr schreibt selbst einen mit Euren Erlebnissen in der Pflege.

    Wichtig ist der gemeinsame Einwurftermin, am 01.03.2014, im gelben Briefkasten der Deutschen Post.

    Macht mit und lasst den Briefkasten im Kanzleramt überquellen.

    P.S.: Telefonnummer und E-Mailadresse findet Ihr hier:
    https://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BKin/DE/Service/Kontakt/kontakt_node.html

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


    Vorname, Nachname
    Straße und Hausnummer
    Postleitzahl und Ort



    Bundeskanzleramt
    Bundeskanzlerin
    Angela Merkel
    Willy-Brandt-Straße 1
    10557 Berlin Datum


    Betreff: Pflege Aktivisten/ Veränderungen in allen sozialen Bereichen


    Sehr geehrte Frau Merkel,

    kennen Sie Ihre Worte noch?

    „Pflegekräfte haben einen härteren Job als ich“
    „Pflegekräfte sind die stillen Helden in Deutschland“


    Das Fr. Merkel, waren Ihre Worte im Wahlkampf 2013 zur Pflegesituation in Deutschland.

    Mehr, als diese zwei Sätze, waren wir Ihnen damals nicht wert und werden wir es wohl auch die nächsten Jahre nicht sein, bis es wieder Wahlen gibt.

    Aber NEIN Fr. Merkel, wir sind nicht mehr still.

    Ich will Ihnen nun auch mitteilen, warum wir nicht mehr still sind.

    In der Pflege ist es nicht mehr 5 vor 12, wie oft geschrieben und zitiert, 5 vor 12 war es vor 7 Jahren nun haben wir bereits 18 Uhr überschritten.

    • Die Pflege in Deutschland ist ein Trümmerland geworden.
    • Unterversorgte Patienten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und in der ambulanten Versorgung.
    • Die Unterversorgung dieser Patienten endet oftmals tödlich.
    • Blutige Entlassungen aus den Krankenhäusern dank eines Abrechnungssystem ( DRGs ) das jeder Beschreibung spottet.
    • Pflegepersonal wird in den Kliniken abgebaut, um Gewinne zu maximieren.
    • Pflegepersonal wird geoutsourct, über Tochterfirmen zu niedrigeren Gehältern wieder eingestellt, für was wohl? Für die Gewinnmaximierung.
    • Heimisches Pflegepersonal verlässt fluchtartig die deutsche Pflegelandschaft und arbeiten in den skandinavischen Ländern, der Schweiz, Luxemburg usw.
    • Seit Jahren wird versucht jenseits der EU Grenzen Pflegepersonal zu finden die hier arbeiten wollen, jedoch flüchten auch diese Menschen wieder in ihre Heimat.
    • Der schlechte Ruf des deutschen Pflegesystems hat sich längst in die hintersten Ecken unseres Planeten rumgesprochen.


    Aber Nein, immer noch glauben die verantwortlichen Politiker dies sei der Weg um die aktuellen und noch kommenden Probleme lösen zu können. Welch irre Gedanken reiten eigentlich einen Politiker?

    Statt hier die Verhältnisse der Pflege endlich nachhaltig zu verbessern, wird seit Jahren nur Flickschusterei betrieben.

    Die Kettenbetreiber der Pflege maximieren ihr Gewinne in Millionenhöhe, lassen diese Gelder aber nicht mehr in die Pflege zurückfließen um die Pflegesituation zu verbessern.

    Im Gegenteil es wird weiter gespart und ausgepresst, und Sie Frau Merkel sehen dabei zu und sagen NICHTS.

    Auch bei den pflegenden Angehörigen ist die Situation ein reines Desaster. Wer heute seinen Angehörigen pflegt, muss damit rechnen ein Harz 4 Fall zu werden. So gut wie keinerlei staatliche Unterstützung außer einer Aufwandentschädigung in Form eines lächerlichen Pflegegeldes.

    Schämen Sie sich eigentlich nicht Frau Merkel?

    Schämen Sie sich nicht wie in diesem reichen Land mit Pflegebedürftigen, deren Angehörigen und dem Pflegepersonal umgegangen wird?

    Politik ist nicht nur 14 tägig Europa zu retten, anderen Staaten vorzuschreiben wie sie mit ihren Geldern umzugehen haben.

    Politik beginnt in der Innenpolitik, und auch die Pflege, bzw. das gesamte Gesundheitssystem ist ein Innenpolitisches Thema, um das Sie sich schleunigst kümmern sollten.

    Wie ich Ihnen oben schon gesagt habe, wir wollen und werden keine stillen Helden mehr sein und werden unseren Mund auch nicht mehr halten.

    Wir fordern von Ihnen:

    - Die Pflegesituation in Deutschland sofort zur Chefsache zu machen.
    - Ein Verbot weiterer Privatisierung von Krankenhäusern und Pflegeheimen
    - Rückführung privatisierter Krankenhäuser und Pflegeheimen in staatliche Hand
    - Eine grundsätzliche Reform des gesamten Gesundheitssytems im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und nicht im Sinne der privaten (Versicherungs)-Wirtschaft


    Bitte handeln Sie schnell Frau Bundeskanzlerin.

    Sie haben die Verantwortung für alle Menschen die in diesem Land leben, und nicht nur Verantwortung für einige wenige die auf unsere Kosten ihre Taschen vollmachen.

    Und ich möchte von Ihnen auch keine vorgefertigte Antwort bekommen, indem Sie oder Ihre Mitarbeiter auf den tollen Koalitionsvertrag verweisen mit Auszügen aus dem Koalitionsvertrag.

    Und bitte auch keine Aufstellung der letztjährigen Tätigkeiten Ihrer Regierungspolitik im Bereich des Gesundheitssystems.

    Diese Tätigkeiten und Beschlüsse kenn ich alle auswendig und haben die Situation jedes mal nur weiter verschärft statt entlastet.

    Wir wollen endlich Taten für die Menschen in diesem Land sehen.


    Mit freundlichen Grüßen

    ....

    Quelle: https://www.facebook.com/events/402358163232349/?fref=ts
    « Letzte Änderung: 07. März 2014, 11:35 von admin » Gespeichert

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