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Autor Thema: SKANDALE: Alloheim Übernahme + schwere Pflegemängel in vielen Ländern  (Gelesen 14938 mal)
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« Antworten #13 am: 17. Mai 2018, 23:40 »

Zitat
Fragen zu Alloheim
Katalog geht an Sozialressort


Horn-Lehe. Angesichts der bekannt gewordenen Missstände im Seniorenheim an der Marcusallee hat sich der Sozialausschuss des Horn-Leher Beirates jetzt mit einem Fragenkatalog an das zuständige Sozialressort gewandt. Der Pflegeeinrichtung an der Marcusallee, die zur bundesweit tätigen Alloheim-Gruppe gehört, war Mitte März von der Sozialbehörde verboten worden, weitere Bewohner aufzunehmen.

Insbesondere die Arbeit der Wohn- und Betreuungsaufsicht wird in dem Schreiben des Ausschusses thematisiert. So frage man sich unter anderem, warum der Landtag trotz der bekannten Probleme in der Pflegeaufsicht nicht eine wesentliche personelle Stärkung der Bremischen Wohn- und Betreuungsaufsicht vorgenommen, sondern lediglich eine Aufstockung des Personals um zwei Stellen beschlossen habe.

Außerdem wollen die Ortspolitiker wissen, warum die Wohn- und Betreuungsaufsicht nach den zahlreich eingegangenen Beschwerden so spät und dann auch nur mit kurzzeitigem Belegungsstopps reagiert habe. Außerdem wundere man sich, warum die wesentlichen Mängel in der Pflegeeinrichtung bis heute nicht behoben worden seien.
Quelle: weser-kurier.de - Stadtteil-Kurier Nordost, 17.05.2018
« Letzte Änderung: 17. Mai 2018, 23:42 von admin » Gespeichert

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« Antworten #12 am: 28. April 2018, 23:31 »

Zitat
Kritik an Bremer Pflege-Einrichtung
Schwere Vorwürfe gegen Alloheim


von Serena Bilanceri 27.04.2018

Kritik an der Pflege-Einrichtung von Alloheim an der Marcusallee ist in den vergangenen Wochen lauter geworden. Der WESER-KURIER hat mit Angehörigen und einer Zeitarbeitsfirma gesprochen.

Seit etwa einem Monat erheben Angehörige schwere Vorwürfe gegen die Pflegeeinrichtung der Alloheim-Gruppe in der Marcusallee. Die Angehörigen klagten über fehlende Medikamentenvergabe und Sauberkeit, doch der Einrichtungsbetreiber hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. Jetzt hat sich der Senat in den Fall eingeschaltet, über den zunächst Radio Bremen berichtet hatte.

Eine Vereinbarung zwischen der Aufsichtsbehörde und dem Träger ist getroffen worden, ein Qualitätsmanagement wurde eingestellt. Erst seit ein paar Wochen seien wieder neue Leute eingestellt worden, berichtet ein Angehöriger, der nicht namentlich genannt werden möchte. Diese Pfleger seien aber noch ganz neu und würden sich noch nicht richtig auskennen.

Der Mann, der selbst als Pfleger in einem weiteren Pflegeheim arbeitet, hatte sich kürzlich an den WESER-KURIER gewandt und schwere Kritik an den Zuständen in der Alloheim-Einrichtung geübt. Ein weibliches Familienmitglied sei in der Einrichtung in der Langzeitpflege-Abteilung untergebracht. Die Frau sei schwer krank und nicht mehr in der Lage, die Situation einzuschätzen oder sich dazu zu äußern.

Er sei jedoch mit der Lage sehr unzufrieden gewesen. Es habe dort kaum Stammpersonal gegeben. "Man sieht jeden Tag andere Leute – und auch nur sehr, sehr wenige", sagte er bezüglich der betreuenden Pflegekräfte. Einige Pfleger selbst hätten beklagt, es sei im Haus niemand mehr da gewesen, der sich wirklich auskenne.

Ein starker Einsatz von Leiharbeitern führe dazu, dass Patienten und Angehörige die Betreuer oft nicht kannten und umgekehrt, sagt der Angehörige. "Die Pfleger sollten beispielsweise wissen, wie der Mensch berührt werden kann oder was er nicht mag." Sonst würde die Qualität der Pflege darunter leiden. "Ich habe mit Pflegekräften, die dort arbeiten, über die gesamte Situation gesprochen und der allgemeine Eindruck war bei allen schlecht."

Das Unternehmen Alloheim-Gruppe bestreitet die Vorwürfe und sagt: "Es gab zu jedem Zeitpunkt Stammpersonal und zuletzt konnten fünf neue Pflegekräfte gewonnen werden, wodurch sich der Leasingbedarf deutlich reduziert." Im Bereich der Pflegefachkräfte werde der Einsatz von Leasingmitarbeitern vorübergehend noch erforderlich sein.

Arbeitskräfte haben sich beschwert

"Die Seniorenresidenz Marcusalle erfüllt alle Vorgaben in Bezug auf Pflegeschlüssel, Fachkräfte sowie die Besetzung von Nachtschichten." Im Früh-und Spätdienst im Langzeitpflegebereich würden permanent drei Pflegefachkräfte für behandlungspflegerische Leistungen eingesetzt, zusätzlich zu zwei Qualitätsbeauftragten.

Bei der Überprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) seien auch keine Beanstandungen in der personellen Besetzung festgestellt worden. Das sieht der Geschäftsführer einer Leiharbeitsfirma aus, der keine Mitarbeiter mehr ins Alloheim in die Marcusallee schicken will, etwas anders. "Hundert Prozent aller Arbeitskräfte, die wir dorthin gesendet haben, haben sich beschwert", sagte er.

Das Arbeitsumfeld hätte sich in den letzten anderthalb Jahren gewandelt. Das größte Problem sei die knappe Besetzung im Pflegebereich gewesen. Unter solchen Umständen werde es natürlich schwierig, falls jemand ausfalle. Zudem sei das Haus so gebaut, dass die Wege sehr lang seien. "Die Pfleger haben sich beschwert, dass sie zu weit laufen müssen. Sie sagten: 'Wir gehen hier auf dem Zahnfleisch'", sagt er. Das beeinflusse dann die Zeit und die Energie, die in die Bewohner investiert werden könnten.

Auch Katharina Peter, die in Wahrheit anders heißt, hat ähnliche Beschwerden von den Pflegekräften gehört. Ihre Mutter leidet an Demenz und war in dem Heim an der Marcusallee untergebracht. "Es ging so weit, dass im Januar dieses Jahres eine Mitarbeiterin selbst die Wohn- und Betreuungsaufsicht anrief", sagt sie. Die Anzahl der Bewohner, die die Arbeitskraft wegen Krankheitsausfällen alleine betreuen musste, sei sehr hoch gewesen.

Laut dem männlichen Angehörigen hätte sich die Situation ab Januar zugespitzt. Viele gute feste Arbeitskräfte hätten gekündigt. Dies bestätigt auch Peter: "Anfang des Jahres sind sechs Stammkräfte gegangen." Allerdings habe sich die Lage seit 2016 ihrer Meinung nach progressiv verschlechtert. Peters Mutter sei über vier Jahre dort geblieben. "Als sie sich diesen Winter erkältet hat, gab es jedoch Probleme bei der Medikamentenvergabe", erzählt sie.

Die Medikamente hätten auf einem anderen Tablett gelegen und seien der älteren Frau nicht verabreicht worden. "Selbst eine Ärztin hat gesagt: 'Holen Sie Ihre Mutter da raus'", erinnert sie sich. Einen Abend habe keine Fachkraft für die Medikamentenvergabe auf der Etage gestanden. Nachdem der Notrufknopf gedruckt worden sei, sei eine Viertelstunde vergangen, ehe jemand in die zweite Etage gekommen sei.

Mehrere Politiker wurden informiert

Auch in dem Esssaal habe Chaos geherrscht. Die Pflegekräfte müssten sich auch um die Küche kümmern und hätten dann kaum Zeit gehabt, sich mit dem Essen und Trinken ihrer Mutter angemessen zu beschäftigen, schildert sie. Die Sauberkeit der Umgebung hätte darunter gelitten. Genauso wie die der Bewohner: "Ich habe gesehen, wie meine Mutter ungewaschen ins Bett gelegt wurde", sagt sie. Peter gibt nicht den Pflegekräften die Schuld.

Mehrere Pfleger hätten sich beschwert, dass sie nicht eingewiesen würden oder die Zeit nicht ausreiche. Wieso die Lage so geworden sei, wisse auch der männliche Angehörige nicht. "Da, wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler ", räumte er ein. "Aber eine gute Pflege wird in der Regel gewährleistet, wenn das eingenommene Geld auch wieder für die Bewohner ausgegeben wird."

Probleme mit der Alloheim-Einrichtung in der Marcusallee seien auch Reinhard Leopold vom Verein "Heim-Mitwirkung" in Bremen bekannt gewesen. "Wir erhalten schon seit zwei Jahren Beschwerden, und ich habe schon vor über einem Jahr mehrere Politiker persönlich darüber informiert." Dass das Personal in kleiner Anzahl dort vorhanden gewesen sei, bestätigt er.

Alloheim weist Vorwürfe zurück

"Es gab große Probleme beispielsweise bei der Nachschicht. Anfang des Jahres war eine einzige Fachkraft mit einer Hilfskraft für 75 Bewohner zuständig", sagt der Vereinsgründer. Die Regel sei eine Fachkraft für maximal 50 Bewohner, die zweite hinzugerufene Arbeitskraft könnte jedoch auch eine Hilfskraft sein, meldet die Sozialbehörde. Das Personal in der Einrichtung an der Marcusallee sei trotzdem zu gering gewesen, um auf alle Bewohner aufzupassen, beklagt Leopold.

Zudem habe es überproportional viele Leiharbeiter und Selbstständige gegeben. "Einige Pflegekräfte wollen wegen der grottenschlechten Zustände nicht mehr dort hingehen", ärgert er sich. Das schädige den Ruf der gesamten Branche. Dabei gebe es auch Einrichtungen, die eine sehr gute Arbeit leisten, betont Peter. "In dem neuen Heim geht es meiner Mutter viel besser, sie ist wieder lebendiger."

Alloheim weist die Vorwürfe zurück. Es teilte auf Anfrage mit: "Im Rahmen einer Überprüfung Ende Januar kam es im Alloheim Marcusallee zu Beanstandungen. Alloheim hat umgehend Maßnahmen eingeleitet. Die Mängel wurden mittlerweile abgestellt." Über das Verteilen der Mahlzeiten schrieb das Unternehmen: "Das Einhalten der Essenzeiten und das Verteilen der Mahlzeiten hat für uns eine hohe Priorität." Zu den anonymen, einzelfallbezogenen Vorwürfen könne sich die Firma nicht äußern.

In Bremen besuchte die Wohn- und Betreuungsaufsicht zwischen 2017 und 2018 mehrfach das Haus an der Marcusallee. "Die Behörde ist dazu verpflichtet, nach jeder Beschwerde dem Vorwurf vor Ort nachzugehen", sagt der Sprecher der Sozialsenatorin, Bernd Schneider. Vor etwa einem Monat verhängte die Heimaufsicht einen Belegungsstopp. "Damit dürfen zunächst keine neuen Bewohner aufgenommen werden."

Auch eine Überprüfung durch den MDK Anfang 2017 hatte Mängel in der Dokumentation, der medizinischen und pflegerischen Versorgung festgestellt. Die seien zum Teil zeitnah behoben worden, ist aus einer Vorlage der Deputation für Soziales zu entnehmen. Sowohl 2017 als auch 2018 seien mehrere Anordnungen durch die Wohn- und Betreuungsaufsicht erlassen worden.

Damit sollen Lösungen gefunden werden, die das jeweilige Problem innerhalb einer gewissen Frist beheben. Alloheim hatte zunächst einigen widersprochen, doch vor wenigen Tagen ist eine erste Vereinbarung gefunden worden. Der Träger habe ein Qualitätsmanagement eingestellt, sagt Schneider. Eine neue Leitung solle bestellt werden. Damit seien die Anordnungen als erfüllt angesehen worden. "Wir werden die Einrichtung jedoch weiterhin sehr eng begleiten."
Quelle: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-schwere-vorwuerfe-gegen-alloheim-_arid,1724518.html



KORREKTUR / INFO zu "Heim-Mitwirkung":

Ein kleiner Fehler in der Berichterstattung:
Es gibt keinen Verein, sondern eine => Unabhängige Selbsthilfe-Initiative "Heim-Mitwirkung" => www.heim-mitwirkung.de

Diese Gruppe von erfahrenen und unerfahren pflegebetroffenen Menschen trifft sich jeweils am 2. Samstag des Monats um 15 Uhr im Netzwerk Selbsthilfe (Faulenstr. 31, Bremen). Ziel und Zweck sind u.a. der Informations- und Erfahrungsaustausch sowie der Hinweise auf Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten.

Mehr dazu ist im Internet zu finden unter www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=74.0
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« Antworten #11 am: 26. April 2018, 03:49 »

Zitat
Alloheim-Einrichtung an der Marcusallee
Erste Einigung im Fall Alloheim


von Serena Bilanceri

Nachdem von der Sozialbehörde ein Belegungsverbot gegen ein Seniorenheim an der Marcusallee verhängt wurde, gibt es nun eine erste Einigung. Ein Qualitätsmanagement wurde eingestellt, die Leitung wohl abberufen.

Zwischen Alloheim und der Bremer Wohn- und Betreuungsaufsicht ist eine erste Einigung erreicht worden. Der Träger der Pflegeeinrichtung an der Marcusallee war wegen mutmaßlicher Mängel in seinem Bremer Pflegeheim in die Kritik geraten. Alloheim war zunächst gegen einige Anordnungen der Aufsichtsbehörde rechtlich vorgegangen. Jetzt habe der Konzern alle Widersprüche zurückgezogen, sagte Bernd Schneider, Sprecher von Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne).

Der Träger habe ein externes, sechsköpfiges Qualitätsmanagement eingestellt, das mit allen Befugnissen ausgestatten sei. Die bisherige Leitung sei abberufen worden. Dem hat Alloheim laut Radio Bremen inzwischen widersprochen. Schneider sagte weiter, der Fokus liege jetzt vor allem auf den 29 Bewohnern mit den Pflegegraden 4 und 5. Eine Schließung der Einrichtung sei vorerst vom Tisch. Am Dienstag wurde vom Landtag eine Aufstockung des Personals der Aufsichtsbehörde um zwei Stellen beschlossen. Dem Beschluss war ein entsprechender Antrag der SPD und der Grünen vorausgegangen.
Quelle: www.weser-kurier.de, 25.04.2018


Zitat
Wie geht es weiter mit der Pflegeeinrichtung von Alloheim?


25.04.2018 | 2 Min. | Verfügbar bis 25.04.2019 | Quelle: Radio Bremen

Seit Wochen berichten wir über mutmaßliche Misstände im Allohheim-Pflegezentrum in der Marcusalle. Mehrere Angehörige von Bewohnern hatten sich mit schweren Vorwürfe an uns gewandt. Die Sozialbehörde kündigt nun mehrere Konsequenzen für das umstrittene Alloheim-Pflegezentrum in der Marcusallee an. Der Betreiber widerspricht allerdings in einigen Punkten.
Quelle: http://www.ardmediathek.de/tv/buten-un-binnen-Regionalmagazin/... + https://www.youtube.com/watch?v=hTiuugx3CTw



Zitat
Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport
Wohn- und Betreuungsaufsicht und Alloheim-Gruppe verständigen sich auf weiteres Vorgehen für die Marcusallee

Pressemitteilung des Senats vom 26.04.2018

Um die Zukunft des Pflegeheims an der Marcusallee zu sichern, haben die Wohn- und Betreuungsaufsicht (WBA) und die Alloheim-Gruppe weitreichende Vereinbarungen getroffen. Wichtigste Maßnahme ist der Einsatz eines externen Qualitätsmanagements mit insgesamt zwei Fachkräften plus drei zusätzlichen Mitarbeitern des zentralen Qualitätsmanagements von Alloheim. Das Qualitätsmanagement ist ausgestattet mit allen Rechten, Personal- und Budget-Hoheit eingeschlossen.

Zu den vereinbarten Maßnahmen gehört eine neue Form der Zusammenarbeit inklusive einer kooperativ beratenden Tätigkeit der WBA im Zusammenspiel mit dem neuen Qualitätsmanagement und Alloheim. Alle bisherigen Anordnungen werden durch die in der Einrichtung bereits eingeleiteten Veränderungen als erfüllt angesehen - und die Widersprüche sind hinfällig. Als starkes Signal für einen Neuanfang in der Einrichtung soll eine neue Leitung bestellt werden. Die bisherige Leitung wird innerhalb der Alloheim-Gruppe mit neuen Aufgaben betraut.

Die Wohn- und Betreuungsaufsicht sieht in den Vereinbarungen eine gute Grundlage für die künftige Entwicklung der Einrichtung. Die Alloheim-Gruppe teilt diese Auffassung und begrüßt die Vereinbarungen.

Gemeinsames Ziel ist es, das Alloheim-Pflegeheim an der Marcusallee dauerhaft für die Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten und dabei ein hohes pflegerisches Niveau zu sichern.
Quelle: https://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.298853.de&asl=bremen02.c.732.de
« Letzte Änderung: 27. April 2018, 15:44 von admin » Gespeichert

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« Antworten #10 am: 20. April 2018, 09:48 »

Zitat
Unmut über Alloheim

von SERENA BILANCERI

Bremen. Nach der Berichterstattung von Radio Bremen über angebliche Missstände in der Alloheim-Pflegeeinrichtung an der Marcusallee stand am Dienstag die Aktivität der Aufsichtsbehörde auf der Tagesordnung der Deputation für Soziales. Sieben unangekündigte Besuche hat die Wohn- und Betreuungsaufsicht 2017 in der Einrichtung durchgeführt, zwölf vom Januar bis Anfang April 2018. Jeder Prüfung war eine Beschwerde vorgegangen. Die im 2017 befundenen Mängel in der Versorgung und Dokumentation wurden nach einer Beratung "zum Teil zeitnah behoben", ist aus der Vorlage zu entnehmen. Weitere Mängel führten im Jahr 2018 erneut zu einem Belegungsstopp.

Mehrere Anforderungen, sogenannte Anordnungen, die die Mängel beseitigen sollten, seien erlassen worden. Doch der Betreiber sei gegen mehrere rechtlich vorgegangen. Der Inhalt der Anordnungen sei deshalb nicht öffentlich. Der Prozess sei nicht ganz einfach, sagte die Referatsleiterin Sabine Nowack. Übereinstimmend erklärten die verschiedenen politischen Parteien die Zustände für inakzeptabel. SPD-Abgeordneter Klaus Möhle, der die Schließung des Heims gefordert hatte, sagte auf Nachfrage, er würde diese Forderung zum jetzigen Zeitpunkt nicht wiederholen. Er habe Druck auf den Anbieter entstehen lassen wollen, damit sich etwas ändere. "Es kann eine Konsequenz sein, muss aber nicht", fügte er hinzu. Sigrid Grönert (CDU) berichtete, Bewohner in der Einrichtung hätten jetzt Angst, dass sie geschlossen werde. Magnus Buhlert (FDP) fragte, wie lange die Beratung der Einrichtung weiter gehen werde. Beschlüsse wurden während der öffentlichen Diskussion nicht getroffen.
Quelle: www.weser-kurier.de, 20.04.2018
« Letzte Änderung: 20. April 2018, 12:42 von admin » Gespeichert

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« Antworten #9 am: 11. April 2018, 01:09 »

Zitat
„Wo sollen die Leute denn hin“
Der SPD-Abgeordneten Klaus Möhle fordert, das Alloheim-Plegezentrum Marcusallee sofort zu schließen. Dadurch ließen sich Pflege-Missstände jedoch nicht lösen, meint Reinhard Leopold von der Angehörigen-Initiative „Heim-Mitwirkung“


INTERVIEW SIMONE SCHNASE - Bremen-Redakteurin

taz: Herr Leopold, nachdem vergangene Woche drastische Bilder aus dem Alloheim Marcusallee veröffentlicht wurden, hat der SPD-Abgeordnete Klaus Möhle die sofortige Schließung des Heims gefordert. Unterstützen Sie das?

Reinhard Leopold:
Die Schließung sollte immer die allerletzte Maßnahme sein. Meiner Meinung nach ist Klaus Möhles Vorstoß Populismus, um sich selbst in die Öffentlichkeit zu bringen. Er selbst war derjenige, der vor ungefähr anderthalb Jahren den Hinweis gegeben hat, dass die Schließung von Pflegeeinrichtungen problematisch ist, weil die Menschen dann ja woanders untergebracht werden müssten. In der Tat gibt es in diversen Einrichtungen Belegungsstopps und in anderen keine freien Plätze – das heißt: Wo sollen die Leute denn bitteschön hin?

Aber so kann es ja nicht weitergehen…
Nein. Aber eine Schließung löst die Probleme nicht.

Was dann?
Die Linksfraktion hat jetzt einen Bürgerschaftsantrag gestellt, in dem sie eine personelle Aufstockung der bremischen Wohn- und Betreuungsaufsicht, also der Heimaufsicht, fordert. Auch wir sowie die CDU forderten dies schon im Oktober letzten Jahres, als es um die Erneuerung des Heimgesetzes ging. Denn die Regelprüfungen durch die Heimaufsicht, die eigentlich einmal im Jahr in jeder Einrichtung gemacht werden müssen, finden nur zu 24 oder 25 Prozent statt. Man kann an den monatlichen Prüfungsergebnissen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung und des PKV-Prüfdienstes ablesen, dass Bremen seit über einem Jahr das Bundesland ist, das in der medizinischen und pflegerischen Versorgung in Pflegeheimen am schlechtesten abschneidet.

Und das liegt an der Heimaufsicht?
In ihrer Arbeit gibt sie sich alle erdenkliche Mühe. Aber neun Stellen bei der Heimaufsicht, von denen, soweit ich weiß, nicht einmal alle Vollzeitstellen sind, reichen nicht aus. Verantwortlich dafür sind die Sozial- und die Finanzsenatorin.

Hat die Heimaufsicht früh genug auf Klagen von Angehörigen und Mitarbeitenden des Alloheims reagiert hat?
Sie ist da nach eigenem Bekunden ja schon seit mindestens anderthalb Jahren dran und das wissen wir auch durch Rückmeldungen von Angehörigen. Insofern: Ja. Aber was wir bereits seit langer Zeit bemängeln und was auch hier gilt, ist die Beratungsfunktion der Heimaufsicht.

Was meinen Sie damit?
Das bedeutet, dass die Heimaufsicht nicht nur kontrolliert, sondern auch als eine Art Unternehmensberater auftritt. Dabei hat sie hier keinerlei Expertise. Was sie als Beratung anbietet, kann also sogar schädlich sein, weil sie fachlich nicht fundiert ist. Hinzu kommt, dass die Beratungen kostenlos sind. Heime sparen so eine teure, externe Qualitäts- und Unternehmsberatung durch eine Fachfirma. Dabei könnten die Kosten dafür durchaus ein Anreiz für die Betreiber sein, Mängel so schnell wie möglich abzustellen. Ich kenne andere Bundesländer, in denen es kostenpflichtig ist, wenn die Heimaufsicht bei Mängeln auf der Matte stehen muss. Es kann nicht sein, dass das im Haushaltsnotlageland Bremen kostenlos ist.

Wenn die Heimaufsicht Einrichtungen Anordnungen erteilt, stellt sie ihnen das aber durchaus in Rechnung…
Da wäre allerdings zu hinterfragen, wann die ersten Anordnungen erfolgen. Die kommen in der Regel ja erst, wenn Beratungsgespräche nichts gebracht haben. Und Gebührenbescheide in Höhe von fünf- oder zehntausend Euro sind doch für solche Riesenkonzerne wie Alloheim eine Lachnummer.

Also sollte die Heimaufsicht direkt eine externe Unternehmensberatung anordnen?
Das wäre wünschenswert, zumal dann auch die Heimaufsicht die Möglichkeit hat, entsprechende externe Gutachten zu prüfen. Ich bin davon überzeugt, dass das zu schnelleren und besseren Ergebnissen führen würde. Und mit dem eingesparten Geld für die bislang unentgeltlichen Beratungen könnte wenigstens zum Teil mehr Personal finanziert werden.

Wie soll es angesichts der Probleme Angehörigen möglich sein, sich ein einigermaßen realistisches Bild einer Pflegeeinrichtung zu machen?

Deutlich einfacher wäre es für Angehörige, wenn die Heimaufsicht ihre Berichte über Pflegeeinrichtungen veröffentlichen würde. Das war gesetzlich auch schon einmal so vorgesehen, ist aber leider nie geschehen – und im novellierten Heimgesetz ist das einfach gestrichen worden. In ihrem Bürgerschaftsantrag fordert die Linksfraktion auch, die Prüfergebnisse der Heimaufsicht zeitnah und mindestens einmal jährlich ohne informelle Einschränkungen, im Internet zu veröffentlichen. Das ist leider schon lange überfällig.




Reinhard Leopold, 62, ist Gründer der Bremer Angehörigen-Initiative „Heim-Mitwirkung“ und Regionalbeauftragter des Pflegeschutzbundes BIVA e. V.



Quelle: taz.de -bremen, S. 24 Bremen 29 ePaper, 11.04.2018
« Letzte Änderung: 11. April 2018, 01:18 von admin » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 06. April 2018, 17:08 »

Zitat
SPD fordert Schließung von Pflegeeinrichtung Alloheim

Nach der wiederholten Berichterstattung von buten un binnen über Missstände im Pflegezentrum in der Marcusallee fordert der SPD-Abgeordnete Klaus Möhle die Schließung des Heims. Der private Betreiber Alloheim weist alle Vorwürfe zurück.
Quelle: butenunbinnen.de, 05.04.2018 + https://www.youtube.com/watch?v=PnJlLJbqCRY



Zitat
Neue schwere Vorwürfe gegen Alloheim in Bremen

Bilder zeigen tiefe, teils eitrige Wunden am Körper eines Bewohners des Pflegezentrums Marcusallee. Die Tochter des Mannes hat Strafanzeige wegen Körperverletzung gestellt. Für die junge Frau sind das Folgen von Pflegefehlern. Ob dem Heim tatsächlich etwas vorzuwerfen ist, wird jetzt von den Behörden geprüft. Die Leiterin des Referats Ältere Menschen bei der Sozialbehörde, Sabine Nowack, erklärt, wie die Wohn- und Betreeungsaufsicht bei solchen Fällen vorgeht.
Quelle: butenunbinnen.de, 04.04.2018 + https://www.youtube.com/watch?v=gpXngEOm7lg
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« Antworten #7 am: 06. April 2018, 16:54 »

Zitat
Leiharbeit in der Altenpflege
„Ich geh da nicht mehr hin!“


von SIMONE SCHNASE, Bremen-Redakteurin

Leiharbeitsfirmen werden für Altenpflegekräfte immer attraktivere Arbeitgeber. Unter anderem bietet sich ihnen dort die Möglichkeit, Einsätze zu verweigern.

BREMEN taz | „Zeitarbeit in der Pflege ist immer scheiße.“ Diesen Satz sagt ausgerechnet der Betreiber einer Bremer Leiharbeitsfirma für Altenpflegekräfte. Nicht nur deswegen möchte Joachim Grunert* nicht, dass sein richtiger Name in der Zeitung steht. Er verleiht seine Angestellten unter anderem an die beiden Bremer Pflegeeinrichtungen des Betreibers Alloheim – allerdings nur noch in den Nachtdienst. „Für die Tagschichten mag ich dort niemanden mehr hinschicken“, sagt er.

Als „absolut chaotisch“ beschreibt Grunert die Zustände in den Heimen von Deutschlands zweitgrößter Pflege-Kette: „Es gibt dort viel zu wenig und teilweise völlig ungeeignetes Personal, die Versorgung der Bewohner ist eine Katastrophe, es fehlt an Material – teilweise gibt’s dort nicht einmal Windeln.“ Im Nachtdienst könne das eingesetzte Personal immerhin noch selbst entscheiden, wie es arbeiten wolle, „da ist die Struktur ein bisschen anders“.

Während die Einrichtung in Osterholz durch eine kompetente Pflegedienstleitung noch einigermaßen funktioniere, seien die Zustände im „Pflegezentrum Marcusallee“ kata­strophal, sagt Grunert.

Das sieht auch die Bremische Wohn- und Betreuungsaufsicht (Heimaufsicht) so: Aufgrund schwerer Mängel bei Pflege und Hygiene besteht dort seit zwei Wochen ein von ihr verhängter Aufnahmestopp. „Allerdings haben in beiden Heimen massenweise Pflegekräfte gekündigt und die Zahl der Leiharbeiter ist enorm hoch“, sagt Grunert.

Er bestätigt, was zuvor bereits Angehörige berichtet hatten, nämlich dass es keine Einarbeitung oder Übergabe für die LeiharbeiterInnen gibt: „Man wird da einfach hineingeschmissen. Wichtige Informationen müssen sich die Fachkräfte selbst besorgen, sie müssen die Mitarbeiter nach den Namen der Bewohner fragen, nach Medikamentenplänen und allem anderen, was wichtig ist.“



Betreiber einer Bremer Leiharbeitsfirma für Altenpflegekräfte:
„Wie soll ich denn gut und angemessen mit einem demenzkranken Menschen umgehen, wenn ich ihn gar nicht kenne?“


Allerdings, sagt er, sei das nicht nur in den Einrichtungen von Alloheim so: „Es gibt ganz wenige Ausnahmen, wo man vielleicht mal einen Zettel in die Hand gedrückt bekommt oder sogar begleitet wird, aber insgesamt gibt es in den Pflegeeinrichtungen kein Konzept für Fremdarbeiter.“

Dabei steigt deren Zahl kontinuierlich an. „Zeitarbeitsfirmen schießen wie Pilze aus dem Boden“, sagt Grunert. Und in den beiden Bremer Alloheimen betrage der Anteil der Leiharbeiter 50 Prozent: „Da kann man sich schon vorstellen, wie schlecht die Menschen dort versorgt werden.“

Dabei sind die eingesetzten LeiharbeiterInnen keineswegs inkompetent. „Aber wie soll ich denn gut und angemessen zum Beispiel mit einem demenzkranken Menschen umgehen, wenn ich ihn gar nicht kenne und wenn mir nichts über ihn erzählt wird?“, sagt Grunert. Die Kommunikation gerade mit demenzkranken Menschen funktioniere oft nur durch bestimmte Themen oder einzelne Schlüsselwörter: „Die kennt ein Zeitarbeiter aber nicht.“

Während der Einsatz von Fremdkräften für die Pflegebedürftigen schlecht ist, sind die Arbeitsbedingungen für die LeiharbeiterInnen indes besser als die Festanstellung in einer Einrichtung – und der Grund, warum sich immer mehr Pflegekräfte bei Zeitarbeitsfirmen beschäftigen lassen: „Sie werden besser bezahlt, sie haben die Wahl, Überstunden abzufeiern oder ausgezahlt zu bekommen, sie haben flexiblere Möglichkeiten, Urlaub zu nehmen“, sagt Grunert. LeiharbeiterInnen unterlägen keinem sozialen Druck innerhalb eines festen Teams und: „Sie dürfen Einsätze verweigern.“

Konsequenzen für abgelehnte Aufträge drohen nicht
Und das tun sie auch. In den beiden Einrichtungen von Alloheim zum Beispiel: „Ich habe einige Mitarbeiter, die sagen: Ich geh da nicht mehr hin!“, sagt Grunert. Konsequenzen für abgelehnte Aufträge drohen ihnen nicht: „Sollte eine Zeitarbeitsfirma die Pflegekräfte zwingen, gegen ihren Willen in bestimmten Einrichtungen zu arbeiten, dann kündigen die einfach – die kriegen immer irgendwo eine neue Stelle.“

Es verwundert, dass ausgerechnet profitorientierte Betreiber wie Alloheim derartig viele LeiharbeiterInnen beschäftigen: Denn die sind teuer, 45 bis 55 Euro pro Stunde und Pflegekraft müssen sie an Verleiher Grunert zahlen. Vermutlich fehlen ihnen schlicht die Alternativen.

Dass solche Betriebe dennoch gewinnbringend arbeiten, liegt für ihn an radikalen Einsparmethoden: „Es wird zu wenig Personal eingestellt. Es wird an Pflegemitteln gespart, es fehlen technische Hilfsmittel wie Lifter und es wird massiv am Essen gespart.“

Unzumutbare Verpflegung
Was den HeimbewohnerInnen zu den Mahlzeiten vorgesetzt werde, sei oft unzumutbar, sagt Grunert. Er habe erlebt, dass eine Einrichtung keinen Joghurt anbiete, weil der im Einkauf zu teuer sei. „Da wurden pro Bewohner und Tag 2,79 Euro für Essen kalkuliert – das geht gar nicht.“

Weil die Bremer Heimaufsicht personell viel zu schlecht aufgestellt ist, ist sie kaum in der Lage, regelmäßig den Zustand in allen Pflegeheimen zu kontrollieren. Sie konzentriert sich auf Einrichtungen mit akutem Handlungsbedarf. Momentan ist das das Pflegezentrum Marcusallee von Alloheim, wo der Belegungsstopp bis auf Weiteres aufrecht erhalten bleibt: „Die Einrichtung wird sehr eng von uns betreut“, sagt David Lukaßen, Sprecher der Sozialbehörde, der die Heimaufsicht unterstellt ist. „Die Kollegen sind mindestens im Zwei-Tages-Rhythmus dort, meist täglich.“

Verstärkte Hinweise
Die Heimaufsicht, sagt Lukaßen, sei in ihrer Arbeit auf Hinweise von Angehörigen und Mitarbeitenden angewiesen: „Und wir stellen fest, dass solche Hinweise auch verstärkt kommen – durchaus auch von Leiharbeitern.“ Das sei sehr positiv und hilfreich.

Grunert indes macht sich wenig Illusionen über den Erfolg der Heimaufsichts-Arbeit. Er habe, berichtet er, im Laufe der vergangenen sieben Jahre nur ein einziges Pflegeheim erlebt, das sich nachhaltig an die von der Behörde erteilten Auflagen gehalten habe. „Ansonsten erlebe ich, dass Einrichtungen immer nur dann mal für vier oder fünf Wochen Pflegekräfte bei uns anfordern, wenn sie gerade unter der Kontrolle der Heimaufsicht stehen. Sobald die aber weg ist, wird der Personalbestand wieder bis aufs Nötigste runtergefahren.“

*Name ist der Redaktion bekannt
Quelle: http://www.taz.de/!5493119, 03.04.2018/
« Letzte Änderung: 06. April 2018, 16:54 von admin » Gespeichert

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« Antworten #6 am: 05. April 2018, 01:03 »

Zitat
Missstände im Pflegeheim


Es haben sich bei uns weitere Angehörige gemeldet, die von verheerenden Missständen im Pflegezentrum in der Marcusalle berichten. Der Träger ist Alloheim, einer der größten Betreiber von Pflegeeinrichtungen.
Quelle: butenunbinnen.de, 19.03.2018 + https://www.youtube.com/watch?v=fVYrZr2f3yQ
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« Antworten #5 am: 15. März 2018, 03:06 »

Zitat
Wegen Mängeln in der Pflege
Belegungsstopp für Bremer Altenheim

Elke Hoesmann 12.03.2018

Die Sozialbehörde hat dem Seniorenheim an der Marcusallee verboten, weitere Bewohner aufzunehmen. Grund dafür sind Mängel im Pflegedienst, meldet der medizinische Dienst der Krankenversicherung.


Wegen schwerer Mängel in der Pflege ist die Heimaufsicht der Sozialbehörde gegen ein Seniorenheim an der Marcusallee vorgegangen. Die Einrichtung mit derzeit 86 belegten Plätzen darf bis auf Weiteres keine Bewohner mehr aufnehmen. Zunächst müssten die vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung festgestellten Mängel behoben werden, sagte Bernd Schneider, Sprecher der Sozialbehörde.

Zu den Pflegedefiziten zählen meist Fehler bei der Medikamentenvergabe, mangelnde Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, der Hygiene oder bei der Dekubitus-Vorsorge. Einen Personalengpass habe es in dem Heim in Horn-Lehe nicht gegeben, sagte Schneider auf Nachfrage. Neben der Einrichtung an der Marcusallee gelten derzeit Belegungsstopps für ein Seniorenheim im Bremer Weidedamm und eines in Bremerhaven.

Das Haus an der Marcusallee gehört zur bundesweit tätigen Alloheim-Gruppe mit Sitz in Düsseldorf. Der Träger mit zwei Standorten in Bremen unterhält nach seinen Angaben 165 Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Die an Finanzinvestoren verkaufte Gruppe steht seit Längerem im Fokus der Öffentlichkeit: In mehreren Heimen gibt es Medienberichten zufolge Mängel und Missstände. So seien Alloheime etwa in Baden-Württemberg geschlossen, in anderen Aufnahmestopps erteilt worden.
Quelle: www.weser-kurier.de, 12.03.2018



Zitat
Angehörige zu Pflegemängeln: "Nichtmal satt und sauber"

Fehlende Medikamente, tagelang ungewaschen. Das ist laut einer Betroffenen der Zustand im Pflegeheim in der Bremer Marcusallee. Sie berichtet, warum sie ihre Mutter aus dem Heim herausgeholt hat.

Quelle: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/alloheim-bremen100.html


Wegen Mängeln: Aufnahmestopp für Bremer Pflegeheim

- Das Altenpflegeheim "Alloheim" im Bremer Stadtteil Horn-Lehe darf vorerst keine neuen Bewohner aufnehmen
- Die Heimaufsicht der Bremer Sozialbehörde hat einen Belegungsstopp für die Einrichtung verhängt
-Grund dafür sind schwere Mängel bei Pflege und Hygiene


Quelle: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/alloheim-bremen100.html
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« Antworten #4 am: 15. Januar 2018, 00:56 »

Zitat
Pflege-Business mit neuen Rekordmeldungen:
Mit 1,1 Milliarden Euro kauft ein Private Equity-Investor einen Pflegeheimbetreiber


Bekanntlich haben viele Menschen zu wenig Geld und darunter ist eine große Gruppe, die jeden zusätzlichen Euro mehr als gebrauchen könnte. Diese Menschen hantieren tagtäglich mit Euro-Beträgen, die wie ein Atömchen im Ozean dessen wirken, was an verzweifelt nach irgendwelchen renditetragenden Anlagemöglichkeiten suchenden Kapitals um den Globus schwappt. Und den Investoren dieser enormen Geldbeträge ist es schnurzpiep egal, ob man in Weizen, Handfeuerwaffen oder alten Menschen investiert, wenn denn da was zu holen ist. Und ganz offensichtlich - und für viele Beobachter angesichts der seit Jahren andauernden Klage über die unterfinanzierte Altenpflege sicher mehr als irritierend - kann man auch mit der Pflege alter Menschen Renditen realisieren, die im zweistelligen Prozentbereich liegen (müssen), um die Erwartungen der Investoren zu erfüllen. Und dass das so ist, kann man an harten Zahlen festmachen: »Pflegeheime sind gefragte Anlageobjekte. Mit etwa drei Milliarden Euro übertraf das Gesamtinvestment 2016 die Ergebnisse des Vorjahres um beachtliche 255 Prozent. Große Portfoliokäufe von ausländischen Investoren, vorrangig aus Frankreich und Belgien, sorgten für diesen Rekordwert. Bemerkenswert dabei ist, dass Immobilien-Investoren wie etwa die Deutsche Wohnen ihr Geld nicht nur in die Gebäude, sondern zunehmend auch in das Betreibergeschäft stecken.«  Schreibt Steffen Uhlmann in seinem Artikel Vom Alter profitieren.

Und offensichtlich ist da auf dem deutschen "Markt" noch eine Menge Luft nach oben: Der »wachsende Bedarf trifft auf einen noch sehr zersplitterten Markt. So erreichen große Pflegeketten wie Pro Seniore, Alloheim oder die französischen Konzerne Korian und Orpea in Deutschland nur einen Marktanteil von 13 Prozent. Der überwiegende Teil aber besteht aus kleineren Anbietern, die ein bis drei Heime bewirtschaften, sowie aus gemeinnützigen Trägern wie etwa der Arbeiterwohlfahrt.« ...


[zum vollständigen Kommentar von Prof. Stefan Sell >>]



Zitat
Von Finanzinvestor zu Finanzinvestor

Schon länger stand der erneute Verkauf des Pflegeheim-Betreibers Alloheim im Raum. Nun ist es offiziell: Nordic Capital aus Schweden kauft Alloheim für rund 1,1 Milliarden Euro. Presseberichten zufolge hatte sich der Private Equity Fonds Nordic Capital – der seinen Hauptsitz im Steuerparadies Jersey hat – in einem Bieterverfahren gegen die chinesische Fosun international, den französischen Pflegeheimbetreiber DomusVi und den US-amerikanischen Finanzinvestor Ares Capital durchgesetzt. Erst 2013 hatte der US-Investor Carlyle die Pflegeheimkette von Star Capital übernommen. Carlyle setzte in den Folgejahren auf Expansion: Alloheim wuchs von etwa 50 auf 170 Häuser, die Zahl der Betten stieg von 6.000 auf 20.000. Mittlerweile ist Alloheim mit rund 15.000 Beschäftigten der zweitgrößte private Pflegeheimbetreiber in Deutschland. ...
Quelle: https://gesundheit-soziales.verdi.de/mein-arbeitsplatz/altenpflege/++co++814f0b1a-e667-11e7-a2c3-525400ff2b0e



Zitat
Alloheim von Nordic Capital Fund VIII übernommen

Der deutsche Pflegeheimbetreiber Alloheim wurde von der Nordic Capital Fund VIII des Private-Equity-Investors Nordic Capital übernommen. Bislang gehörte die Alloheim dem US-amerikanischen Private-Equity-Riesen Carlyle. Die Alloheim betreibt in Deutschland mehr als 170 Pflegeheime, 52 Einrichtungen für das Betreute Wohnen und 17 ambulante Dienste. Die Alloheim ist bei weniger als 10 % der Pflegeeinrichtungen auch der Eigentümer. Rund 14.500 Mitarbeiter sind für das Unternehmen in 18.000 stationären Pflegeimmobilien und etwa 2.000 Häusern für das Betreute Wohnen tätig. Insgesamt umfasst der Alloheim-Bestand rund 20.000 Betten. Über den Kaufpreis liegen keine Informationen vor, Experten schätzten im Vorfeld den Wert des Unternehmens auf mehr als 1 Milliarde Euro. ...
Quelle: https://dasinvest.de/aktuelles/alloheim-von-nordic-capital-fund-viii-uebernommen.html, 11.12.2017



Zitat
Nordic Capital Fund VIII übernimmt Alloheim

Der auf Jersey registrierte Nordic Capital Fund VIII des Private-Equity-Investors Nordic Capital hat den deutschen Pflegeheimbetreiber Alloheim erworben. ...
Quelle: https://www.immobilien-zeitung.de/1000049064/nordic-capital-fund-viii-uebernimmt-alloheim, 07.12.2017
« Letzte Änderung: 15. Januar 2018, 00:57 von admin » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 24. Juli 2017, 23:22 »

Zitat
F.A.Z. exklusiv
Große deutsche Pflegeheim-Kette wird verkauft

Alloheim, eine der größten deutschen Pflegeheimketten, bekommt einen neuen Eigentümer. Der bisherige steht nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bereits in Kontakt mit Investmentbanken. ...
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/..., 14.07.2017



ALLOHEIM: 291 Millionen Euro Umsatz und 32,4 Millionen Ebitda
- zulasten der Pflegekräfte und pflegebedürftigen Menschen ... und das nicht erst seit gestern ...
👎

Nur drei Beispiele von "x" ...
=> http://www.rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/anhoerung-ueber-maengel-im-alloheim-aid-1.3740820
=> http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dormagen/massive-kritik-am-alloheim-aid-1.178846
=> http://www.leonberger-kreiszeitung.de/inhalt.maengel-in-pflegeheim-in-ludwigsburg-seniorenresidenz-in-der-kritik-page1.b5cf2f38-c257-424f-a0fd-3ce34ee84019.html
« Letzte Änderung: 24. Juli 2017, 23:24 von admin » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 18. Juli 2016, 09:54 »


Mitarbeiter-Erfahrungsberichte: Alloheim Senioren-Residenzen [>>]
« Letzte Änderung: 18. Juli 2016, 10:42 von admin » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 07. April 2016, 23:41 »

Zitat
Essenheim
Weiter Belegungsobergrenze für Essenheimer Seniorenzentrum

ESSENHEIM - Die ständigen Personalwechsel, pflegerische Mängel und mangelhafte Kommunikation haben im Seniorenzentrum „Domherrengarten“ Anfang des Jahres massive Kritik bei Bewohnern, Angehörigen und Beschäftigten ausgelöst. Fast sechs Monate später hat die AZ beim Träger, der Alloheim-Unternehmensgruppe, und beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung nachgefragt. Fazit: Es gibt einige Verbesserungen in der Pflegeeinrichtung, aber von Normalität keine Spur. ...
Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/vg-nieder-olm/essenheim/weiter-belegungsobergrenze-fuer-essenheimer-seniorenzentrum_17052492.htm, 05.07.2016

Zitat
Essenheim
Seniorenzentrum Essenheim:
Ständige Personalwechsel verunsichern Angehörige


ESSENHEIM - Bei Bewohnern, Angehörigen und Beschäftigten hat sich viel Frust aufgestaut. Die angespannte personelle Situation und die negativen Auswirkungen auf Pflege und Betrieb haben das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung auf den Plan gerufen. Der Betreiber des Seniorenzentrums „Domherrengarten“, die Alloheim-Unternehmensgruppe, will mit einer neuen Führungsriege und besserer Kommunikation die Probleme in den Griff bekommen. ...
Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/vg-nieder-olm/essenheim/seniorenzentrum-essenheim-staendige-personalwechsel-verunsichern-angehoerige_16571400.htm, 22.01.2016



Zitat
Quelle: http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=39936, 06.04.2016



Zitat
Monheim
Anhörung über Mängel im Alloheim

Monheim. Eine ehemalige Pflegedienstleiterin des Monheimer Alloheims hat ihre feste Stelle in der Senioreneinrichtung am Ernst-Reuter-Platz vor zwei Jahren gekündigt. "Ich konnte dort einfach nicht mehr arbeiten", äußert sich die 50-Jährige über die Umstände.

... So seien damals die Dienstpläne manipuliert worden: Mitarbeiter hätten Doppelschichten fahren müssen. Krankgemeldete Kollegen seien stattdessen in die Tabellen eingetragen worden. Außerdem sei die Dokumentation für den laufenden Tag schon oft morgens von der Fachkraft abgezeichnet worden. Die Gehaltsabrechnungen hätten teilweise nicht gestimmt, Feiertagszuschläge seien nicht immer abgerechnet worden. Außerdem seien Wunden mangelhaft oder gar nicht versorgt und die Patienten teilweise zum Essen und Laufen gezwungen worden. ...
Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/anhoerung-ueber-maengel-im-alloheim-aid-1.3740820,  12.10.2013



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Wunsiedel
Mitarbeiter kritisieren Alloheim-Chef

Die Beschäftigten der Seniorenresidenz gehen mit dem Vorgehen der Unternehmensgruppe hart ins Gericht. Vor allem beklagen sie, dass sie sehr kurzfristig über die Schließung informiert worden seien. ...
Quelle: https://www.frankenpost.de/lokal/fichtelgebirge/wunsiedel/Mitarbeiter-kritisieren-Alloheim-Chef;art2460,2804191, 05.09.2013



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Dormagen
Massive Kritik am Alloheim

Dormagen. In einem anonymen Schreiben von Angehörigen werden schwere Geschütze aufgefahren: "Die Zustände in dieser Einrichtung sind einfach nicht mehr tragbar." Die Kritik wird an gleich mehreren Punkten festgemacht: Seit 2001 stehe nun bereits der siebte Einrichtungsleiter an der Spitze des Hauses, in der Küche fehlten mitunter die wichtigsten Dinge wie Wurst oder Obst, das Pflegepersonal wechsle ständig, und die Hygiene lasse mehr als nur zu wünschen übrig. ...
Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dormagen/massive-kritik-am-alloheim-aid-1.178846, 17.09.2008
« Letzte Änderung: 18. Juli 2016, 10:42 von admin » Gespeichert

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« am: 09. Januar 2016, 12:33 »

Zitat
Pflegeheim wechselt Besitzer
Alloheim übernimmt Senator-Gruppe


VON STEFAN LAKEBAND

Bremen. Auf dem Markt für Pflegeheime gibt es eine neue Fusion. Das Düsseldorfer Unternehmen Alloheim übernimmt rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres die Senator-Gruppe aus Lübeck, die auch ein Heim in Bremen betreibt. Das teilten beide Unternehmen mit. Die Kartellbehörden müssen dem Geschäft allerdings noch zustimmen.

Alloheim wächst damit um 4300 Pflegebetten und 700 Apartments für Betreutes Wohnen. Insgesamt verfügt das Unternehmen dann über 13 100 Pflegebetten und 1600 Apartments. Damit gehören die Düsseldorfer zu den größten privaten Betreibern von Pflegeeinrichtungen in Deutschland und sind nun etwa gleichauf mit der Orpea-Gruppe, die im vergangenen Sommer die Betreiberfirmen von 34 Pflegeeinrichtungen der Bremer Residenzgruppe übernommen hat und in Bremen seine Zentrale für Norddeutschland beheimaten möchte.

Mit dem Erwerb von Senator übernimmt Alloheim eines der letzten großen Traditionsunternehmen der Pflegebranche. Senator wurde 1983 gegründet und ist im Laufe der Jahre durch Neubauten und Übernahmen kontinuierlich gewachsen. Nach eigenen Angaben liegen die Schwerpunkte in Bremen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. „Senator ist ein solide gewachsenes Unternehmen mit hohen Qualitätsstandards. Die Standorte erfüllen höchste Ansprüche und sind eine ausgezeichnete Ergänzung unseres eigenen Portfolios“, teilt Rainer Hohmann mit, Geschäftsführer von Alloheim. In der Hansestadt betreibt die Senator-Gruppe das Pflegezentrum Marcusallee am Rhododendron-Park. Ob sich durch die Übernahme für die Mitarbeiter und Bewohner etwas ändern wird, ist noch unklar.

Alexander Künzel, Sprecher des Netzwerks „Soziales neu gestalten“, einem Zusammenschluss von Akteuren aus dem Bereich der Wohlfahrtspflege, und Vorstand der Bremer Heimstiftung ist skeptisch. „Ich sehe es mit Sorge, dass im kommerziellen Sektor immer weniger nicht-mittelständische Unternehmen vor Ort Heime betreiben.“

Quelle: www.weser-kurier.de, 09.01.2015



Zitat
Über die Alloheim-Gruppe
Die Alloheim Senioren-Residenzen SE mit Sitz in Düsseldorf ist ein privater Betreiber von Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen. Zur Alloheim-Gruppe gehören 69 Pflegeheime mit mehr als 8.000 stationären Betten, 27 Häuser für das betreute Wohnen mit knapp 1.000 Appartements sowie fünf ambulante Dienste. Bei Alloheim sind rund 6.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Hintergrund
Gegründet wurde das Unternehmen 1973 von Alois Mollik; er eröffnete damals das erste Altenheim in Bad Marienberg. Im Jahr 2008 wurde das Unternehmen in die Alloheim Senioren-Residenzen GmbH umgewandelt und erhielt mit dem Kauf durch den Private-Equity-Investor Star Capital Partners eine neue Trägerschaft.

Seit ihrer Gründung, Anfang der 1970er Jahre, ist Alloheim kontinuierlich gewachsen. Die Gruppe errichtet einerseits selbst neue Alten- und Pflegeheime und übernimmt andererseits auch vorhandene Häuser.

Beim Einstieg von Star Capital Partners gehörten so 13 Alten- und Pflegeheime zum Portfolio des Betreibers; durch verschiedene Zukäufe verwaltete Alloheim im Sommer 2013 49 Einrichtungen.

Im August 2013 wurde das Unternehmen an den US-Finanzinvestor Carlyle veräußert.

Die Alloheim Senioren-Residenzen SE erwarb rückwirkend zum November 2014 insgesamt 15 Pflegeheime von der Procon Trust Invest GmbH mit Sitz in Wiesbaden.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alloheim

Carlyle verwaltete Ende Juni ein Vermögen im Volumen von 180 Mrd. Dollar. ...
Quelle: http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article119075408/Pflegeheim-Betreiber-Alloheim-wird-von-Star-an-Carlyle-verkauft.html, 16.08.2013




Siehe dazu auch:
Gewinn-Maximierung versus Menschenwürde in der Pflege
Heuschrecken im Pflegebereich
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« Letzte Änderung: 17. Mai 2018, 23:42 von admin » Gespeichert

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