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Autor Thema: Millionenabzocke in Berliner DRK-Kliniken  (Gelesen 2997 mal)
admin
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« am: 19. Oktober 2010, 12:36 »

Millionenbetrug im Gesundheitswesen
Kripo wirft Rot-Kreuz-Ärzten "bandenmäßiges Vorgehen" vor


Berlin/München: Drei Wochen nach einer Großrazzia in den Berliner Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes wird langsam die Dimension eines gigantischen Betrugssystems erkennbar. Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins "Report München" soll das DRK durch manipulierte Abrechnungen 15 Millionen Euro ungerechtfertigt zu Lasten von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen eingenommen haben. Inzwischen spricht die Sonderkommission der Berliner Polizei sogar von bandenartigem Vorgehen und gewerbsmäßigem Betrug.

Die illegalen Millionengewinne wurden  offensichtlich in fünf Kliniken des DRK gemacht, die in einem Konzernverbund jährlich einen Umsatz von über 200 Millionen Euro erzielen. In den sogenannten Medizinischen Versorgungszentren dieser Krankenhäuser sollen  nach Ermittlungen der Kripo von Assistenzärzten erbrachte Leistungen als Facharzttherapien abgerechnet worden sein. Volker Klemmstein vom Polizeipräsidium Berlin: „Das ist hier schon ein Verfahren, das uns sehr erschrocken hat, dass in diesem Milieu derartige kriminelle Energie vorhanden ist, in diesem Maße. Es geht hier ja um Banden und gewerbsmäßige Betrug, der hier vorgeworfen wird und der ganz klar der organisierten Kriminalität zuzuordnen ist.“

In einem Interview mit "Report München" hat jetzt ein Arzt ausgepackt, der 18 Monate lang in einer der Berliner Kliniken des DRK tätig war und dem gekündigt wurde, als er sich weigerte, bei solchen Betrügereien mitzumachen: "Der von der Geschäftsführung organisierte und sogar schriftlich angeordnete Betrug ist allen Beschäftigten bekannt gewesen. In erster Linie wurde gegen die Röntgenordnung verstoßen. Dabei meine ich die unnötige Anwendung von Röntgenstrahlen. Doch nicht nur das.
Während die Assistenzärzte unbeaufsichtigt dann die  Patienten untersuchten, behandelte der Professor in anderen Kliniken Privatpatienten. So bestand immer die Gefahr einen potentiell lebensbedrohlichen Befund zu übersehen. Das ist auch tatsächlich vorgekommen. So ist ein solcher Befund mit meinem Namen versehen worden, obwohl ich gar nicht mehr im MVZ tätig war.“

"Report München" liegen Dokumente vor, die Beweise liefern: Assistenzärzte durften häufig das Ergebnis ihrer Patientenuntersuchungen nicht selbst unterschreiben. Diese wurden dann nachträglich von einem Facharzt unterzeichnet.

Die Vorwürfe des inzwischen an einem anderen Krankenhaus beschäftigten Mediziners sind massiv: „Die Abrechnung über die MVZ basiert auf Betrug. Eine wirksame Kontrolle gibt es nicht, auch kein Unrechtsbewusstsein aus Seiten der Ärzte. In einem unserer letzten Gespräche sagte der Geschäftsführer der DRK-Kliniken: "Machen sie sich mal über uns keine Sorge, wir werden schon einen Deal mit der Staatsanwaltschaft finden."

Während die zuständigen Kassenärztliche Vereinigung von bewußt falschen Buchführungen in Medizinischen Versorgungszentren des Deutschen Roten Kreuzes spricht, weigern sich das DRK und seine als Klinikträger auftretende Schwesternschaft in Berlin – beide übrigens gemeinnützig - auf Anfrage  zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Dafür meldet sich Karin Stötzner zu Wort- die Berliner Patientenbeauftragte: "Die Tatsache, dass einen so massiven Betrug gegeben hat, auf allen Ebenen, dass die Geschäftsführung einen großen Krankenhauses in der Lage war ihre Assistenzärzte so zu knebeln, dass sie diesen Betrug mitgemacht haben, wirft ein so erschreckendes Licht auf das System, das viele Patienten wütend und ungehalten darüber sind." 

Wie hoch bundesweit  Jahr für Jahr die Schäden im deutschen Gesundheitswesen durch Manipulationen aller Art sind, lässt sich nur schätzen, da bisher niemand verlässlich das Zahlenmaterial zusammengetragen hat. Anke Martiny von der Antikorruptionsorganisation Transparency International:

"Fast 14 Milliarden gehen hier vermutlich jedes Jahr verloren durch Betrug, Falschabrechnung und Korruption."


Quelle: Pressemitteilung des ARD-Politmagazins report MÜNCHEN, 18.10.2010



ANMERKUNG:
... ob das im Altenpflegebereich viel besser ist ... Huch
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2010, 12:48 von admin » Gespeichert

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"Wir sind nicht nur für das verantwortlich,
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