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Autor Thema: Pflege-Notsstand? Umschulung eines Nordbremers zum Altenpfleger abgelehnt!  (Gelesen 5858 mal)
admin
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« am: 03. August 2013, 21:47 »

Zitat
NACHSCHLAG

Pflege-Bündnis ist ein Pflegefall

VON MICHAEL BRANDT

Es mangelt an Arbeitskräften in der Altenpflege. Massiv. Studien zufolge könnten in 15 Jahren 150 000 bis 200 000 Männer und Frauen in der Pflege fehlen. Besonders bei gut ausgebildeten Kräften sehe es schlecht aus, hat auch Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) betont, es müsse deshalb qualitativ hochwertig ausgebildet werden.

Schon vor Monaten tauchten schließlich erste Berichte über den Import von Arbeitskräften aus anderen europäischen Ländern in den Medien auf. Sogar in Asien würden die Unternehmen nach Altenpflegern suchen, hieß es.

Selbstverständlich also, dass die Behörden in Bremen und Niedersachsen alles tun, um die drohende Lücke zu schließen. Schließlich geht es nicht um irgendein akademisches Problem, sondern um die Lebensqualität der älteren Menschen in der direkten Nachbarschaft. Und sei es nur, dass sie Hilfe dabei benötigen, täglich einen Verband zu wechseln.

Der Fall eines Nordbremers, der in dieser Woche bekannt wurde, belegt das genaue Gegenteil. Das Problem wird verschludert.

Der 47-Jährige schulte vom Kaufmann zum Altenpflegehelfer um und wollte sich weiterqualifizieren zum staatlich anerkannten Altenpfleger. Genau das, was Sozialsenatorin Stahmann eigentlich will. Er scheitert aber daran, dass das Jobcenter 95 Euro nicht übernehmen will. Denn mit einem Ausbildungsgehalt von 615 Euro plus Wohngeld kann der Mann nicht hinkommen.

Durch die unflexible Haltung im Amt entsteht gleich mehrfach Schaden. Erstens nimmt die Glaubwürdigkeit der Sozialsenatorin ab, weil sie einräumen muss, dass sie nicht in der Lage ist, dem selbst formulierten Anspruch zu entsprechen. Denn mit der Weigerung des Jobcenters, die weitere Qualifizierung des Nordbremers zu fördern, geht dem Arbeitsmarkt ein qualifizierter Pfleger verloren.

Zweitens dokumentiert das Jobcenter einmal mehr, dass es eben nicht in der Lage ist, eine Situation individuell abzuwägen und nach einer sinnvollen Lösung zu suchen. Das Jobcenter gehört zu einer der größten Verwaltungsmaschinerien Deutschlands. Und Bürokratien sind nicht in erster Linie dazu da, Menschen zu helfen, sondern sie sind in erster Linie Selbstzweck. Dieses Bild scheint das Jobcenter mit dem aktuellen Fall untermauern zu wollen.

Und drittens schließlich geht dem genannten 47-Jährigen die Möglichkeit verloren, einen qualifizierteren Job zu machen und damit auch mehr Geld zu verdienen.
Quelle: www.weser-kurier.de, 03.08.2013
« Letzte Änderung: 03. August 2013, 21:49 von admin » Gespeichert

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