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Autor Thema: Große Belastung: Kinder und Heranwachsende pflegen ihre Eltern  (Gelesen 5183 mal)
admin
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« Antworten #2 am: 12. November 2015, 01:34 »

Young Carers
Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige


Durchführung: ZQP
Laufzeit: Mai 2015 - April 2017
Status: in Bearbeitung

Die Tatsache, dass auch Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige eine bedeutende Rolle in der Versorgung und Betreuung von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen spielen, wird aktuell noch nicht hinreichend zur Kenntnis genommen. Daher liegen aktuell nur wenig belastbare Daten zu Prävalenzen und Ausprägungen vor und damit auch nur wenige spezifische Hilfs- und Unterstützungsangebote. Mit pflegenden Kindern und Jugendlichen (sogenannten „Young Carers“) sind hierbei Personen gemeint, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und regelmäßig für einen oder mehrere Angehörige sorgen, ihnen helfen und sie pflegen. Die Folgen der Pflegetätigkeit für betroffene Kindern und Jugendliche können hierbei gravierend sein. Das ZQP plant daher in Zusammenarbeit mit ausgewählten Expertinnen und Experten einen umfassenden Themenreport zum Thema.

Projektziel ist die Erarbeitung und Veröffentlichung einer umfassenden Informationsschrift für Fachleute, Meinungsbildner, Entscheidungsträger sowie die interessierte Öffentlichkeit. Der geplante Themenreport soll neben einer evidenzbasierten Darstellung des Themas,  basierend auf einer umfassenden Recherche und Aufbereitung des vorhandenen Wissens, auch Interviews mit relevanten Experten, eine Darstellung aller bundesweiten zentralen Projekte sowie auch eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zum Thema beinhalten. Neben einem Serviceteil mit den wichtigsten Adressen und Ansprechpartner sollen weiterhin Handlungsempfehlungen für die Praxis formuliert werden. Zudem sollen Extrakte des Themenreports als Grundlage für die Erstellung praxisrelevanter Informations- und Schulungsmaterialien dienen. Hierbei sind spezifische Materialien für die Pflegeberatung, aber auch Haus- oder Kinderärzte, Schulsozialarbeiter und insbesondere Lehrer geplant – Berufsgruppen also, die in regelmäßigem Kontakt zu Kindern und Jugendlichen stehen. Da vor allem Leistungseinbußen und Fehlzeiten in der Schule zu den vergleichsweise offensichtlicheren Folgen der Pflegetätigkeit bei Kindern und Jugendlichen gehören, ist die Sensibilisierung und Aufklärung dieser Personengruppen von besonderer Relevanz. Es besteht außerdem die Möglichkeit, einen Zugang zu den betroffenen Personen zu erhalten, um so auch gezielt Angebote der Unterstützung und Hilfestellung vermitteln zu können.

Die Bayrische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege übernimmt die Schirmherrschaft für das Projekt.

Quelle: http://zqp.de/index.php?pn=project&id=474




Verbesserung der Lebensqualität von pflegenden Kindern und Jugendlichen durch ein familienorientiertes Hilfeangebot

Das Projekt schließt an das Projekt „Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige“ der ersten Förderphase an, in dem die spezifische Situation von Kindern und Jugendlichen untersucht wurde, die im Fall von chronischer Erkrankung eines Angehörigen in pflegerische Aufgaben eingebunden sind. Vorrangig galt es, Art und Ausmaß der von Kindern und Jugendlichen geleisteten Hilfen zu analysieren und ihre spezifischen Bedürfnisse zu ermitteln. Ziel der zweiten Förderphase ist es, die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen und ein lokales, professionelles, familienorientiertes Unterstützungs- und Hilfeangebot für pflegende Kinder und Jugendliche und ihre Familien zu konzipieren, es im Rahmen eines Pretest-Posttest-Kontrollgruppendesigns in einer Kommune zu implementieren, zu evaluieren und das Konzept nach Abschluss des Projektes im Sinne einer breiten Verwertung auch anderen Kommunen zugänglich zu machen, sofern es sich als effektiv erweist.

[zur Projektseite >>]




Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V.
10. Jahrgang (1) – Februar 2005 Seite 1-72 ISSN 1430-9653

Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige
Eine Untersuchung zu Bedeutung und Konstruktion familialer Pflege, welche von Kindern und Jugendlichen erbracht wird


Schnepp, W. Metzing, S. (Seite 61-62)

Zusammenfassung:
Hilfeleistungen im Fall von Krankheit und Pflegebedürftigkeit werden zu großen Teilen von nahestehenden Angehörigen erbracht, und es ist zu erwarten, dass zukünftig immer größere Teile der Versorgung und Betreuung in die häusliche Umgebung verlagert werden. Bei wachsender Zahl deutschsprachiger Forschungsarbeiten zur Situation erwachsener pflegender Angehöriger, ist hierzulande nahezu nichts über Art und Umfang der Unterstützung und Pflege durch Kinder und Jugendlichen bekannt. Diese Lücke zu schließen, ist Ziel dieser Studie, die in zwei Untersuchungsabschnitte gegliedert ist. Im ersten Untersuchungsabschnitt werden halbstrukturierte, leitfadengestützte Interviews geführt, um Einsicht in die Situation von pflegenden Kindern und Jugendlichen zu gewinnen, Art und Ausmaß der von ihnen geleisteten Unterstützungs- und Pflegeaufgaben zu analysieren und ihre spezifischen Bedürfnisse zu ermitteln. Im zweiten Untersuchungsabschnitt soll ein standardisiertes Instrument entwickelt werden, mit dem das Phänomen pflegender Kinder und Jugendlicher beschrieben und quantifiziert werden kann.

Quelle: http://www.dg-pflegewissenschaft.de/2011DGP/archives/1662
« Letzte Änderung: 12. November 2015, 01:35 von admin » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 12. November 2015, 01:18 »

Wenn Teenager ihre Eltern pflegen müssen

Für Partys haben Carolin, Manuel und Carsten keine Zeit: Sie kümmern sich um den querschnittsgelähmten Vater. Und das auch aus einer Notsituation heraus. Eine Rund-um-die-Uhr-Pflege wäre zu teuer.

...  Ambulante Rund-um-die-Uhr-Pflege kostet in Deutschland monatlich mehrere 1000 Euro, die Pflegeversicherung deckt davon nur einen kleinen Teil ab. Von den 400 Euro, den die Thüringer Familie pro Monat von der Kasse bekommt, kann sie gerade mal die nötigen Medikamente für den Vater bezahlen. ...

Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/article125599215/Wenn-Teenager-ihre-Eltern-pflegen-muessen.html, 09.03.2014
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« am: 12. November 2015, 01:13 »

Vorzeitiger Rollentausch in der Familie
Kinder pflegen Eltern


Sind Eltern krank, drehen sich die Rollen um: Kinder werden zu Erwachsenen, die Mama und Papa pflegen. Aus Angst und Scham wird die Situation oft verschwiegen. Doch es gibt Hilfe.

Wenn Mama oder Papa krank sind, ist das für Kinder schlimm. Sie sorgen sich um ihre Eltern. Häufig kommt noch eine weitere Belastung hinzu: Sie helfen dem kranken Elternteil, entlasten und unterstützen ihn. "Wenn jemand in der Familie chronisch krank ist, nimmt das Einfluss auf die gesamte Familie", sagt die Pflegewissenschaftlerin Sabine Metzing-Blau von der Universität Witten-Herdecke. ...

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/leben/vorzeitiger-rollentausch-in-der-familie-kinder-pflegen-eltern-1.987121, 11.08.2010
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