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  • Podiumsdiskussion: Heimrecht: 20. September 2006
Autor Thema: 20.09.2006: Veranstaltung der Ehrenamtlichen in der Heimmitwirkung  (Gelesen 10269 mal)
admin
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« Antworten #2 am: 23. September 2006, 01:07 »



Wurden zu Botschaftern der Heim-Mitwirkung ernannt (v.l.): Jörg Güthler (Linke.PDS), Susan Mittrenga (Bündnis90/Grüne), Fr.-Wilhelm Heumann (Moderator), Staatsrätin Dr. Birgit Weihrauch, Dr. Joachim Schuster (SPD), Oliver Möllenstädt (FDP) [weitere Fotos >>]


Staatsrätin und Politiker zu Botschaftern ernannt

Bremen, 21.09.2006. Die Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung hatten am 20.09.2006 im Rahmen der Woche des bürgerschaftlichen Engagements die Bremer Staatsrätin Dr. Birgit Weihrauch, sowie Dr. Joachim Schuster (SPD), Oliver Möllenstädt (FDP), Susan Mittrenga (Bündnis90/Grüne) und Jörg Güthler (Linke.PDS) zu einer Podiumsdiskussion ins Konsul-Hackfeld-Haus in Bremen eingeladen. Zum Abschluß der Veranstaltung „Heimrecht als Länderrecht“ wurden die Podiumsmitglieder zu „Botschaftern“ der Heim-Mitwirkung ernannt. Sie wollen sich künftig für Förderung und Unterstützung der Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung einsetzen.

Zu Beginn der gut besuchten Veranstaltung wurden zunächst die Hintergründe und Zusammenhänge der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements von Pastor Michael Schmidt erläutert. Er repräsentierte das Diakonische Werk Bremen, das die Veranstaltung maßgeblich unterstützte. Im anschließenden Grußwort stellte sich Dr. Birgit Weihrauch, die neue Bremer Staatsrätin bei der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, vor und lobte das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen in Deutschland.

In der anschließenden Vorstellung der Ehrenamtlichen erläuterte Martin Stöver, Leiter der Bremer Heimaufsicht, die Aufgaben und Ziele der engagierten „Mit-Wirker“. Mit praktischen Beispielen aus ihrem vielseitigen Aufgabenspektrum gaben die vorwiegend in Alten- und Pflegeheimen eingesetzten Gruppenmitglieder interessante Einblicke in ihre Tätigkeiten und die erzielten Erfolge. Waren in vergangenen Jahren kaum Zugeständnisse der Heimbetreiber zu registrieren, konnten die Ehrenamtlichen inzwischen mit konstruktiver Kritik und Hartnäckigkeit so manche Verbesserung erreichen.

Besonders betont und beklagt wurde die steigende Zahl der Leiharbeitskräfte im Pflegebereich. Hier müsse bei der zu erwartenden Neugestaltung des Heimrechts, besonders in finanzschwachen Ländern wie Bremen, eine deutliche Verschlechterung der Pflegequalität befürchtet werden. Sie forderten die anwesenden Politiker auf, sich dafür stark zu machen, daß im künftigen Länderrecht mindestens die im bisherigen Bundesrecht vorgegebenen Standards übernommen werden. Man könne ja auch bisherige Standards verbessern und somit Vorbild für andere sein.

Die nun beginnende Podiumsdiskussion übernahm der Rechtsanwalt Friedrich-Wilhelm Heumann als Moderator und führte sie souverän und routiniert. Er konfrontierte die Diskutanten mit der Ist-Situation des Heimrechts. Seine erste Frage in die Runde, ob und warum die Umwandlung des Heimrechts vom Bundesrecht in Länderrecht aus ihrer Sicht notwendig sei, wurde facettenreich aber einhellig beantwortet: Alle Anwesenden waren gegen den Beschluß, konnten ihn aber bekanntermaßen nicht verhindern.

Laut Staatsrätin Dr. Weihrauch ist eine Arbeitsgemeinschaft Länderrecht in Planung, die über die künftige Grundlagen des Heimrechts der jeweiligen Bundesländer verhandeln und abstimmen soll. Ziel sei ein möglichst einheitliches Heimrecht in allen Bundesländern. Sie hob die Wichtigkeit der Beteiligung von Betroffenen und „Insidern“ wie zum Beispiel der Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung hervor und sicherte deren Beteiligung in Bremen zu.

Alle anwesenden Politiker sprachen sich unisono für einen verläßlichen und bundesweit vergleichbaren Qualitätsstandard in Heimen aus. Susan Mittrenga von den Grünen zeigte deutliches Unverständnis für die beschlossene Gesetzeslage. Sie stellte provozierend fest: „Beim Fußball läßt die FIFA ja auch nicht nach sechzehn unterschiedlichen Regeln spielen, oder?“

Die Frage stellte sich, warum das individuelle Länderrecht einerseits beschlossen, andererseits nun aber über eine Arbeitsgruppe wieder zu einer bundeseinheitlichen Lösung geführt werden soll. Oliver Möllenstädt von der FDP: „Da hätte man ja gleich das Heimrecht als Bundesrecht lassen können.“.

„Das Heimrecht muß Länderrecht und damit ausgebaut und verbessert werden“, schlug Jörg Güthler von Linke.PDS vor. Und weiter: „Die Interessen der Heimbewohner müßten noch stärker unterstützt und besser vertreten werden.“

Von Seiten der SPD argumentierte Dr. Joachim Schuster immer wieder die Haushaltsnotlage Bremens und wies auf die notwendige Finanzierbarkeit hin. Dabei könne eine intelligente Entbürokratisierung in der Pflege – insbesondere bei der Dokumentation - helfen, Kosten zu senken. In diesem Zusammenhang war der Hinweis des Moderators interessant, daß viele Pflegekräfte in solchen Fällen dazu neigen, zusätzliche „Hilfs“-Dokumentationen anzulegen. Sie seien unsicher, ob die reduzierte Form ausreiche. Dabei sei es eindeutig so, daß es eine deutliche Diskrepanz zwischen der entbürokratisierten Form der Dokumentation und vorliegenden Grundsatzurteilen hinsichtlich der Nachvollziehbarkeit bei Pflegemängeln gebe.

Alle Diskutanten sprachen sich für die Entlastung der Fachpflegekräfte aus. Die Entbürokratisierung sei nur eine Möglichkeit von vielen, um dies zu erreichen.

Aus dem Publikum meldeten sich Veranstaltungsgäste mit entsprechenden Wortbeiträgen und Meinungen und erhielten immer wieder Gelegenheit den Politikern im Podium Ihre Sichtweisen mitzuteilen.

Am Ende der Veranstaltung wurden die Politiker von den Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung zu "Botschaftern" der Heim-Mitwirkung ernannt. Zur Erinnerung daran erhielten sie T-Shirts mit der Aufschrift "Botschafter" beziehzungsweise „Botschafterin“ sowie dem Logo der Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung überreicht. Die Politiker sicherten den Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung ihre  Förderung und Unterstützung zu.

[weitere Fotos >>]
« Letzte Änderung: 23. September 2006, 02:48 von admin » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 09. September 2006, 21:32 »

Aktualisierter Stand 18.09.2006 - 16:18 h:

PODIUM:
Wir freuen uns und bedanken uns für die Zusage folgender Podiumsteilnehmer:

Dr. Birgit Weihrauch, die neue Staatsrätin im Ressort für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, wurde eingeladen und hat zwischenzeitlich zugesagt.

Dr. Joachim Schuster (SPD). Er ist Mitglied des SPD-Fraktionsvorstandes und Sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. 

Oliver Möllenstädt (FDP) wird anstelle des ursprünglich gemeldeten Uwe Woltemath (terminl. verhindert) als Podiumsteilnehmer dabei sein. Herr Möllenstädt ist Mitglied des FDP-Landesvorstandes.

Susan Mittrenga (Bündnis90/Die Grünen) wird als Landesvorsitzende der Grünen an der Veranstaltung teilnehmen.

Jörg Güthler (Linke.PDS) nimmt als Leiter des Bürgerbüro der Linke.PDS / Abgeordnetenbüros von Dr. Axel Troost (MdB) an der Veranstaltung teil.

Die CDU hat grundsätzliches Interesse bekundet, konnte aber leider noch keinen Namen nennen. Sobald dieser hier vorliegt, werden wir ihn an dieser Stelle veröffentlichen.


MODERATION:
Besonders freuen wir uns, mit Friedrich-Wilhelm Heumann einen kompetenten Moderator gefunden zu haben. Er ist selbständiger Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht. Daneben ist er seit vielen Jahren im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie in der Weiterbildung tätig. Zum Thema „Heimrecht“ wurden von ihm Fachartikel in der Zeitschrift „PflegeRecht“ sowie das Buch "Gesetze für Pflegekräfte" veröffentlicht.

* Presse-Info_Heimmitwirkung060912.doc (103.5 KB - runtergeladen 610 Mal.)
* Presse-Info_Heimmitwirkung060912.pdf (122.09 KB - runtergeladen 835 Mal.)
« Letzte Änderung: 19. September 2006, 22:14 von admin » Gespeichert

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« am: 28. August 2006, 23:51 »

Anläßlich der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements (15.-24.09.2006) ist die folgende Veranstaltung mit Präsentation der Ehrenamtlichen in der Heimmitwirkung geplant:


Welche Ideen, Planungen und Konzepte haben die Politiker zu diesem Thema? Als Podiumsgäste sind die Bremer Staatsrätin Dr. Birgit Weihrauch sowie Vertreter der Bremer Parteien (SPD, CDU, FDP, Grüne, Linkspartei.PDS) eingeladen.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sind gravierende Veränderungen in der Senioren- und Heimpolitik zu erwarten. Zudem wird das Bundesrecht des bisher gültigen Heimrechts künftig durch individuelles Länderrecht abgelöst.

Es besteht entsprechender Informationsbedarf:
  • Wird es bald völlig verschiedene Gesetze in den 16 Bundesländern geben?
  • Bestimmt künftig die Haushaltslage der einzelnen Länder die Qualität in den Heimen?
  • Wird die Fachkraftquote sinken?
  • Was ist mit den bisherigen baulichen Mindeststandards?
  • Kommt die Billig-Pflege?
  • Werden die Heimkosten drastisch steigen?

Neben der Podiumsdiskussion wird das Engagement der Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung vorgestellt und zum "Mit-Wirken" eingeladen.

[Weitere Infos zum Thema >>]

=> Hinweis:
Wir bitten Teilnehmer der Veranstaltung aufgrund des begrenzten Platzangebotes um eine formlose Anmeldung unter info@heim-mitwirkung.de (oder Fax 0421 / 33659122).

=> Danke:
Wir bedanken uns herzlich für die freundliche Unterstützung durch das Diakonische Werk Bremen e. V., mit deren Hilfe diese Veranstaltung stattfinden kann.

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Infos als Downloads des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE):
Hintergrundinformationen zur Aktionswoche 2006
Pressemappe zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2006

* Brief_Einladung060907.pdf (63.71 KB - runtergeladen 698 Mal.)
* Plakat20.09.2006_060906A4.pdf (285.6 KB - runtergeladen 636 Mal.)
* Plakat20.09.2006_060906A3.pdf (336.54 KB - runtergeladen 640 Mal.)
« Letzte Änderung: 22. Dezember 2006, 02:57 von admin » Gespeichert

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