Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
14. Dezember 2017, 17:58
Übersicht Hilfe Suche Kalender Einloggen Registrieren
News: 100% kostenfreie PDF Creator und PDF Converter [HIER klicken >>]

+  Heimmitwirkung.de - Alles über Heimmitwirkung, Heim, Heimbewohner, Heimbeiräte, Heimfürsprecher, Pflege
|-+  AKTUELLES / NEWS
| |-+  Aktuelle Meldungen & Hinweise
| | |-+  Wirtschaft-News
| | | |-+  ver.di warnt vor Hedgefonds - "Pflege nicht Finanzinvestoren ausliefern"
« vorheriges nächstes »
Seiten: [1] Nach unten Drucken
Autor Thema: ver.di warnt vor Hedgefonds - "Pflege nicht Finanzinvestoren ausliefern"  (Gelesen 327 mal)
admin
Administrator
Hero Member
*****
Beiträge: 3.272


« am: 07. September 2017, 17:55 »

Zitat
Bühler: Altenpflege darf nicht zum Spekulationsobjekt verkommen

Berlin, 07.09.2017 · Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) warnt davor, dass die Altenpflege zunehmend zum Spekulationsobjekt von Finanzinvestoren und Großkonzernen wird. Das belegten aktuelle Übernahmediskussionen. "Die kommende Bundesregierung muss erklären, wie sie diese für pflegebedürftige Menschen und Beschäftigte gefährliche Entwicklung unterbindet", betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.

"In der Pflege muss es um die Menschen gehen. Doch stattdessen spielen immer häufiger Profitinteressen die zentrale Rolle", kritisiert Bühler. Der Anteil privatwirtschaftlicher Betriebe stieg zwischen 1999 und 2015 von 43,7 auf 52,3 Prozent. Die Tendenz sei weiter steigend. Zuletzt hätten insbesondere Finanzinvestoren und ausländische Großkonzerne die Pflege als Profitquelle entdeckt.

Es sei "unverantwortlich, die Pflege Finanzinvestoren auszuliefern".
Die Fonds seien auf kurzfristige Profitmaximierung ausgelegt. "Sie setzen alles daran, den Wert ihrer Investments durch aggressive Expansion und Kostensenkung zu steigern", erklärt Bühler weiter.
Beschäftigte und pflegebedürftige Menschen hätten das Nachsehen. Die Methoden der finanzgetriebenen privaten Konzerne setzten auch öffentliche und freigemeinnützige Träger unter Druck und wirkten sich daher negativ auf die gesamte Branche aus.

"Die Politik ist gefordert", sagt Bühler an die Adresse der Parteien im Bundestagswahlkampf. "Profitgier hat im Gesundheitswesen nichts zu suchen." Die Regierung müsse für eine rasche bundesweit einheitliche Personalbemessung sorgen und regeln, dass es einfacher werde, Tarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären. Diese müssten dann in allen Einrichtungen unabhängig von ihrer Trägerschaft gelten. Mit einer solidarischen Bürgerversicherung könne die Altenpflege zudem auf eine solide finanzielle Grundlage gestellt werden.

Anlass der ver.di-Warnung sind aktuelle und bevorstehende Übernahmen in der Altenpflegebranche. So wurden der ehemals städtische Pflegeheimbetreiber "Pflegen und Wohnen" in Hamburg und die Berliner Unternehmensgruppe Vitanas an den US-Hedgefonds Oaktree verkauft.

Auch Alloheim mit seinen 165 Einrichtungen und 14.500 Beschäftigten steht laut Medienberichten zum Verkauf. Die US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle hatte die Pflegeheimkette erst 2013 vom britischen Konkurrenten Star Capital übernommen. Um die Marseille-Kliniken sowie einen Teil der im Pflegebereich engagierten AviaRent Capital Management gibt es ebenfalls Verkaufsgerüchte.
Quelle: Presseinfo / Bundesvorstand www.verdi.de, 07.09.2017
Gespeichert

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Wir sind nicht nur für das verantwortlich,
 was wir tun, sondern auch für das,
was wir nicht tun" (Jean Molière)
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Seiten: [1] Nach oben Drucken 
« vorheriges nächstes »
Gehe zu:  


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.9 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Seite erstellt in 0.062 Sekunden mit 20 Zugriffen.
Mit Nutzung dieser Internetseiten erkennt der Besucher unsere Nutzungsbedingungen (hier einsehbar) uneingeschränkt an.
Copyright © 2005-2015 Reinhard Leopold · Alle Rechte vorbehalten. ISSN 1868-243X

MKPortal ©2003-2008 mkportal.it