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Autor Thema: RECHERCHE: Abrechnungsbetrug durch ambulante Pflegedienste  (Gelesen 16348 mal)
Multihilde
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Hinsehen und reagieren ist wichtig....


« Antworten #4 am: 24. Februar 2008, 02:27 »

Betrug im Gesundheitswesen
Zitat
.......
Die schwächere Stellung des Versicherten nutzen auch andere Leistungserbringer systematisch aus. So berichtete Andreas Perschel von der Knappschaft von einem Pflegedienst, dessen leitende Pflegefachkraft, dem Druck durch die Unternehmensleitung nachgebend, die Abrechnungen umfassend manipulierte. Eine ihr unterstellte Beschäftigte musste die von den Versicherten zu unterschreibenden Leistungsnachweise jeweils am Monatsende gezielt „aufhübschen“, um den mit den Kostenträgern maximal abrechenbaren Betrag auszuschöpfen. „Die Pflegebedürftigen, die in einem besonderen Vertrauens- und Abhängigkeitsverhältnis zu dem Personal des Pflegedienstes stehen, unterzeichneten gutgläubig die gefälschten Leistungsnachweise“, erläuterte Perschel. Durch Befragungen der Versicherten konnten jedoch in kurzer Zeit zahlreiche Fälle der Falschabrechnung nachgewiesen werden.
(zahnärztliche-patientenberatung, 23.02.2008, Quelle u. Foto: AOK Niedersachsen)
........
Quelle: http://www.agz-rnk.de/agz/content/2/aktuelles/akt_00534.php

http://www.agz-rnk.de ist eine Seite, auf der man vorbei schauen kann, nicht nur wenn es um Zähne geht........

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« Antworten #3 am: 20. Februar 2008, 10:36 »

Zitat
Fahnder fahren Millionen ein
Krankenkassen sind Abrechnungsbetrügern auf der Spur
Von unserem Mitarbeiter Michael Ahlers

HANNOVER. Illegale Medikamente, gefälschte Abrechnungen, Ärzte als Methadon-Dealer: Krankenkassen-Fahnder deckten Betrügereien in Millionenhöhe auf. "Korruption hat Hochkonjunktur", meinte Brigitte Käser von der AOK Niedersachsen.

Rund 3,5 Millionen Euro holte eine 1998 gebildete "Untersuchungsgruppe Falschabrechungen" der Krankenkassen in den vergangenen zwei Jahren herein, von 1134 untersuchten neuen Fällen wurden bislang mehr als 400 abgeschlossen. Weitere vier Millionen Euro kamen aus früheren Verfahren in die Kasse.

Von Ärzten und Apothekern, Physiotherapeuten und Hebammen, Pflegedienstpersonal bis zu Taxiunternehmen reicht die Liste der Beteiligten. "Da steckt oft kriminelle Energie dahinter", sagt Wolfgang Krause vom IKK-Landesverband Nord.

Eine Ärztin stellte Methadon-Rezepte bis zum Dreifachen der Höchstdosis aus. Rezepte gab es auch für Personen, die gar nicht zum Methadon-Programm zugelassen waren. Die überschüssigen Mengen hortete die Ärztin und gab sie an Abhängige - auch außerhalb des Methadon-Programms - ab, teilweise gegen Geld. Sie wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Eine Physiotherapeutin gab Fahrstrecken für Hausbesuche um bis zu 60 Prozent zu lang an. Für mehrere Bewohner eines Altenheims, die sie bei einem Besuch im Heim betreute, berechnete sie für jeden die volle Anfahrt. "Schwer festzustellen, wenn diese bei verschiedenen Kassen versichert sind", so Käser. Auch wurden Pflegeleistungen an Tagen abgerechnet, an denen die Patienten gar nicht dort waren, sondern im Krankenhaus lagen.

Obwohl Krebsmittel in der günstigeren eigenen Krankenhaus-Apotheke hergestellt wurden, rechneten Ärzte sie über eine externe Apotheke ab. Mit den Kassen wurden die höheren Preise der Fremd-Apotheke abgerechnet. Der Apotheker leitete die Kassen-Gelder an das Krankenhaus weiter und erhielt im Gegenzug rund 25 000 Euro "Dienstleistungspauschale" pro Quartal.

Immer mehr rückt derzeit der Import von nichtzugelassenen Medikamenten ins Visier der Fachleute. Beim Aufdecken von Betrügereien setzen sie auf Tipps von Mitarbeitern und Konkurrenten, vor allem aber auf elektronischen Datenabgleich. Zur Kontrolle sind die Kassen gesetzlich verpflichtet.

Bei einer Abrechnungssumme von rund 5 Milliarden Euro pro Jahr allein bei der AOK sind jene 30 Millionen Euro, die die Gruppe seit Gründung 1998 hereinholte, zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Knapp 800 000 Euro pro Jahr kostet die Arbeit der Fahnder zudem. Käser jedoch hält den Druck für unerlässlich. Die Gruppe soll deshalb bald von zehn auf 15 Mitarbeiter aufgestockt werden. Nach jeder größeren Aktion gebe es eine Flut von Selbstanzeigen, sagt die AOK-Frau. "Da melden sich Leute und sagen: Ich glaube, ich habe das auch gemacht."

Quelle: www.weser-kurier.de, 20.02.2008
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« Antworten #2 am: 23. Januar 2008, 19:19 »

Verwendung von Pflegedokumentationen bei der Durchführung von Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen

Zur Frage der Heranziehung von Pflegedokumentationen für die Aufklärung und Weiterverfolgung von Falschabrechnungen und Abrechnungsbetrug habe ich zahlreiche Anfragen und Beschwerden erhalten. Soweit zwingend erforderlich dürfen Pflegedokumentationen auch für diese Zwecke verwendet werden. Die Verfahrensweise muss klar festgelegt und die Kenntnisnahme der sensitiven Daten strikt begrenzt werden.

Bei der Pflegedokumentation, die in den Pflegeeinrichtungen geführt wird, handelt es sich um eine personenbezogene Unterlage, die regelmäßig sehr detaillierte, sehr persönliche und überwiegend medizinische Informationen über die Betroffenen enthält und daher besonders schutzwürdig ist. Sie darf daher grundsätzlich nur für den Zweck der Pflege verwendet werden. ...

[zum vollständigen Beitrag >>]

Quelle: http://www.datenschutz.hessen.de/TB35/K05P15.htm
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« Antworten #1 am: 23. Januar 2008, 18:53 »

Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten

AOK-Hessen: Jeder zweite Dienst rechnet falsch ab - Allein in Hessen Schäden in zweistelliger Millionenhöhe

Mainz. Jeder zweite ambulante Pflegedienst in Hessen rechnet falsch mit den Krankenkassen ab. Das berichtet das ARD Politikmagazin Report Mainz unter Bezugnahme auf eine interne Untersuchung der AOK-Hessen.

„Unsere Qualitätsprüfungen bei den ambulanten Pflegediensten in den vergangenen Jahren haben eindeutig gezeigt, dass jeder zweite Pflegedienst, hier 50,81 Prozent, falsch abrechnet. Das ist eine ungeheure Zahl und Sie können sich vorstellen, wie hoch hier die Schäden sind, die auch der Versichertengemeinschaft entstehen. Wir schätzen derzeit, dass es Schäden in zweistelliger Millionenhöhe sind. Allerdings kommt da noch eine Dunkelziffer hinzu und die können wir überhaupt nicht absehen“, so der Sprecher der AOK-Hessen, Andreas Bonn.

In der Vergangenheit seien immer wieder Leistungen abgerechnet worden, die gar nicht erbracht wurden. So rechnete zum Beispiel ein ambulanter Pflegedienst zweimal täglich das Messen des Blutdrucks ab, tatsächlich aber sei er nur Montags gemessen worden.

Bei einer Patientin, die stationär im Krankenhaus behandelt wurde, habe der ambulante Pflegedienst dennoch über mehrere Tage weiter Leistungen abgerechnet.

Die AOK-Hessen kritisiert, dass die Möglichkeiten der Krankenkassen, gegen kriminelle Pflegedienste vorzugehen, sehr begrenzt seien. Selbst Verurteilungen wegen Abrechnungsbetrugs schrecken manche Pflegedienste offenbar nicht ab, weiter zu machen. Andreas Bonn: „Man muss wirklich sagen, dass es heute, aufgrund der Rechtslage für einen Pflegedienst mit krimineller Energie relativ einfach ist, trotz rechtskräftigen Urteils, einige Zeit später einen neuen Pflegedienst aufzumachen, unter neuer Führung, mit neuem Namen, um so wieder am Markt zu erscheinen. Und die Kassen müssen sehen, dass sie wieder Indizien, wieder Beweise dafür zusammentragen, um diesen Leuten das Handwerk zu legen“.

Quelle: Presseinformation REPORT MAINZ, 14. August 2006



[zum gesendeten Beitrag vom 14.08.2006 >>]
« Letzte Änderung: 23. Januar 2008, 19:08 von admin » Gespeichert

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« am: 23. Januar 2008, 16:20 »

RECHERCHE: Abrechnungsbetrug durch ambulante Pflegedienste

Für einen Fernseh-Beitrag sucht der NDR (Wirtschafts- und Verbrauchermagazin „Markt") Betroffene, die vom ambulanten Pflegedienst fehlerhafte Abrechnungen bekommen haben und bereit sind, darüber zu berichten.

Immer mehr pflegebedürftige Menschen sollen in den eigenen vier Wänden versorgt werden. Mehr als zwei Drittel (68% oder 1,45 Millionen) der Pflegebedürftigen wurden bereits im Dezember 2005 zu Hause versorgt. Nach einer Vorausberechnung des Statistischen Bundesamtes sind im Jahr 2010 circa 2,36 Mill. Pflegebedürftige und im Jahr 2020 etwa 2,83 Mill. Pflegebedürftige zu erwarten. Der Anstieg der Pflegebedürftigen, die zu Hause versorgt werden, wird darüber hinaus stark ansteigen.

Der riesige Wirtschaftsmarkt für die ambulante Versorgung entwickelt sich rasant und bietet praktische Hilfen für Betroffe und ihre Angehörigen. Die Verlockung des Mißbrauchs scheint allerdings auch groß zu sein.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung will der NDR dieses Thema aufgreifen und sucht Angehörige, denen fehlerhafte Abrechnungen vorgelegen haben und ehemalige Mitarbeiter von Pflegediensten, die (natürlich anonymisiert) über solche Praktiken berichten würden.

Interessierte Personen nehmen bitte kurzfristig Kontakt auf zu:

Thilo Eckoldt

NDR Fernsehen
Wirtschaft & Ratgeber
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg
Tel. 040-4156-4825
Fax: 040-4156-5412
« Letzte Änderung: 23. Januar 2008, 16:23 von admin » Gespeichert

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