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Autor Thema: Eden-Philosophie: Traum oder Wirklichkeit  (Gelesen 9208 mal)
admin
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« Antworten #1 am: 14. August 2008, 16:43 »

Ein Beispiel, das mir noch bekannt ist, sei hier schnell noch nachgetragen. Die CBT - Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH in Köln hebt sich z.T. konzeptionell von anderen Heimbetreibern ab:

Zitat von: cbt-gmbh.de
1995 hat die CBT für ihre 29 Altenheime und Altenwohnheime mit dem sogenannten „Begleitungskonzept“ die Beziehungspflege verwirklicht. Basis hierfür war die Erkenntnis, dass die Aufgaben von Altenpflege vor allem im Beraten und Anleiten, Fördern von Unabhängigkeit und Selbstständigkeit, Unterstützen und Begleiten in den Lebensaktivitäten sowie Begleiten in existentiellen Erfahrungen liegen. ...

Mit der Festlegung auf das Begleitungskonzept hat sich die CBT dafür entschieden,
deutlich die Ziele

    * Bewohnerorientierung
    * Individualisierung der Pflegeabläufe und
    * Förderung der Kompetenz der Mitarbeiter

in den Mittelpunkt zu stellen. ...

Mit dem Konzept der „Begleitungspflege“ setzt die CBT sich ab von bisherigen Organisationsformen, die zu stark die „Funktionspflege“ betonen und unterstützt die Ziele „Bewohnerorientierung“, „Individualisierung der Pflegeabläufe“ und „Förderung der Kompetenz der Mitarbeiter.“ ...

Die CBT hat zweifelsfrei und eindeutig festgestellt, dass durch die Umsetzung des Begleitungskonzeptes weitaus bessere Qualitätsergebnisse erzielt werden.

Höhere „Kunden“zufriedenheit

    * Bewohner, Gästen
    * Angehörigen, Betreuern
    * Ärzten

Höhere Mitarbeiterzufriedenheit

    * Geringe Fluktuation
    * Niedriger Krankenstand
    * Hohe Fachkraftquote
    * Mehr Bewerbungen von Fachkräften
    * Längere Betriebszugehörigkeit
    * Kompetentere Mitarbeiter
    * Größere Arbeitszufriedenheit
    * Mehr ehrenamtliche Mitarbeiter
    * Gute Zusammenarbeit von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitern
    * Beziehung zur Heimleitung gut bis sehr gut

Höhere Qualität die sich feststellen lässt

    * Gemäß interner Qualitätsprüfungen
    * Gemäß MDK-Prüfungen
    * In Pflegeprozessen und Dokumentation
    * Kaum Dekubiti
    * Wenige Pflegefehler

Effizientere Prozesse und Ergebnisse

    * Optimierung von Kosten
    * Ständige Anpassung von Leistungen und „MDK-Stufen“
    * Hohe Auslastung
    * Hohe Nachfrage
    * Dokumentiertes Reklamationsmanagement
    * Größere Leistungstransparenz

Zitat: Franz J. Stoffer, Köln, 28.3.2002 - Begleitkonzept [www.cbt-gmbh.de]

Das  liest sich wie "Praxis-Konzept statt Theorie-Philosopie" - Wäre schön, wenn man mehr davon hätte und diese Konzepte auch realisiert (und gelebt) würden ...  Grinsend
« Letzte Änderung: 10. November 2008, 09:24 von admin » Gespeichert

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"Wir sind nicht nur für das verantwortlich,
 was wir tun, sondern auch für das,
was wir nicht tun" (Jean Molière)
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« am: 03. August 2008, 23:26 »

Alternatives Konzept stellt pflegebedürftige Menschen in den Mittelpunkt

Eden-Philosophie: Traum oder Wirklichkeit


Die "Eden Alternative" (www.eden-europe.net) ist eine - nach eigenen Angaben - schnell wachsende, weltweit akzeptierte Philosophie, welche die Art und Weise, wie pflegebedürftige Menschen im hohen Alter betreut und gepflegt werden, grundlegend verändert. Sie basiert auf zehn humanistischen Werteprinzipien. [Download: Die zehn humanistischen Werteprinzipien >>]

Aus meiner Sicht:
Die "Eden-Alternative" ist aus meiner Sicht der richtige Ansatz. Dazu Zitat Pkt. 1 der 10 Prinzipien: "Die drei Qualen – Einsamkeit, Hilflosigkeit und Langeweile – sind für den Großteil des Leidens unserer alten Menschen verantwortlich."

Nimmt man die Pflegeheimsituation in Deutschland, ist nochmals grob zu differenzieren nach einerseits "normalpreisigen" und andererseits für Normalbürger nicht bezahlbaren Heimen. Mir ist derzeit leider kein Heim im bezahlbaren Bereich bekannt, in dem alle 10 Punkte der "Eden-Philosophie" umgesetzt werden (können). Es gibt sicherlich im Einzelfall gute Ansätze.

Die wichtigste Voraussetzung für die Realisierung des ideellen Ansatzes sind u.a. ein von Heimbetreiber, über Heimleitung bis hin zur Pflegehilfskraft vorgelebtes, in sich schlüssiges Konzept, das die 10 "Eden"-Prinzipien beinhaltet. Zudem bedingt es ausreichendes, gut ausgebildetes und somit fachlich versiertes, menschlich einfühlsames und kompetentes, motiviertes, wertgeschätztes und angemessen bezahltes Personal in allen Ebenen.

Insbesondere über die Wertschätzung ist auch ein vertrauensvolles Miteinander mit Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen möglich. Wobei es sicher immer auch auf Einzelpersonen im gesamten Pflegeprozeß ankommt, die als "Rädchen" im Gesamtgetriebe das Ganze "rund laufen" oder stocken lassen können.

Nimmt man die "üblichen" Pflegeheime sind es oftmals Lippenbekenntnisse. Die Aussage des MDK dass Qualität nicht in Heime hineingeprüft werden kann, bewahrheitet sich immer wieder (Sprichwort: "Der Fisch fängt vom Kopf her an zu stinken"). Wenn Profit an erster Stelle steht, bleibt die Menschlichkeit auf der Strecke ...

In Krefeld soll es laut Angabe auf den Internetseiten der "Eden-Alternative Europe" ein Heim geben, das nach dem alternative Konzept betrieben wird (http://www.senioren-zentrum-krefeld.de). Die Internetseite befindet sich noch im Aufbau. Weitere Infos liegen z-Zt. nicht vor.

Etwas mehr Informationen findet man bei einem Heim in Hannover (http://www.sophien-residenz-leineaue.de/), das nach eigenen Angaben die 10 Eden-Prinzipien konsequent umsetzt. Hierfür wird auch noch Personal gesucht: examinierte/r Altenpfleger/in Kranken/Gesundheitspfleger/in für den Einsatz im Tagdienst mit 20-40 Std./Woche sowie Pflegekräfte auf 400,- € Basis für den Einsatz in festgelegten Wohnbereichen bei bis zu 40-50 Std. im Monat. WIE sie die "Eden-Philosophie" umsetzen, müßte man hinterfragen ...

Ein anderer Heimbetreiber aus dem hochpreisigen Bereich scheint sich eine ähnliche Philosophie konzeptionell auf die Fahne geschrieben zu haben und das auch zu leben. Ich war am 15.04. diesen Jahres in einem Heim in Bonn und habe mich durch die traumhaft schöne, teuere Sunrise-Domizilwelt führen lassen (Anm.: 01.09.2010 von Kursana übernommen worden). Das mir dabei vermittelte Gefühl war überragend positiv. Eine Frau aus München, mit der ich den Besuch in Bonn unternahm, ist übrigens im Heimbeirat eines solchen Hauses. Sie meinte, ich müsse mir das unbedingt einmal ansehen.

Die Diskussion um Mindestlöhne im Pflegebereich, Mobbing am (Pflege-) Arbeitsplatz, Leiharbeitskräfte mit permanent wechselnden Arbeitsplätzen, gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen Heimträgern und Personal (z.B. Friedehorst in Bremen), Outsourcing wichtiger Betriebsbereiche und so weiter, sprechen da leider eine eindeutig andere Sprache.

Traum und Wirklichkeit klaffen noch zu oft und zu sehr weit auseinander.
« Letzte Änderung: 24. Januar 2012, 12:59 von admin » Gespeichert

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