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Autor Thema: PFLEGE-TÜV: "Schulnoten" für Pflegeheime  (Gelesen 62016 mal)
admin
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« Antworten #48 am: 08. Februar 2018, 18:08 »

Zitat
Ab 2016 soll es keine Pflegenoten mehr geben

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann schlägt vor, ein neues Bewertungsverfahren zu erarbeiten. Die derzeitige Durchschnittsnote von 1,3 für Pflegeheime in Deutschland habe keine Aussagekraft. ...
Quelle: https://www.nwzonline.de/politik/ab-2016-soll-es-keine-pflegenoten-mehr-geben_a_26,0,326305242.html, 02.04.2015
« Letzte Änderung: 08. Februar 2018, 18:13 von admin » Gespeichert

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« Antworten #47 am: 08. Februar 2018, 17:46 »

Zitat
Pflege-TÜV: Neue Auswertung nutzen

Die Qualität von Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten in Deutschland ist deutlich schlechter als vom offiziellen Pflege-TÜV des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) bislang dargestellt. Diese Erkenntnis ist nicht neu, wird aber nun durch eine neue Auswertungsmethode der Pflege-Noten durch die Bertelsmann-Stiftung untermauert.

Für das Vergleichsportal www.weisse-liste.de, einem gemeinsamen Projekt der Bertelsmann Stiftung und der großen Patienten- und Verbraucherorganisationen, werden zur Auswertung nur pflegerische Kriterien herangezogen. Andere Prüfkriterien, etwa zur Organisation, zu Einrichtungsmerkmalen oder Befragungsergebnisse werden nicht berücksichtigt. Ausgangspunkt bleiben aber die Daten der Prüfungen des MDK.

Nach der neuen Auswertungsmethode der Weissen Liste erfüllen nur 11 % der Heime beziehungsweise 29 % der Dienste die bei ihnen geprüften Kriterien zu 100 %.  ... [mehr >>]
Quelle: http://www.fokus-pflegerecht.de/pflege-tuev-neue-auswertung-nutzen/, 26.05.2016

« Letzte Änderung: 08. Februar 2018, 18:06 von admin » Gespeichert

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« Antworten #46 am: 16. Januar 2015, 01:54 »

Pauschale Aussetzung der Pflegenoten nicht zielführend

Bonn. Die Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter e.V. (BIVA) begrüßt die Forderung nach einer grundsätzlichen Reform der Pflegenoten. Zugleich lehnt ihr Vorsitzender Dr. Manfred Stegger eine pauschale Aussetzung der Pflegenoten bis zur Umsetzung der Reformen als nicht zielführend ab.


Stegger teilt zwar die Meinung von Karl-Josef Laumann, dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, dass die Notengebung mit ihrer starken Fokussierung auf die Gesamtnote irreführend sei. Dennoch sind die durch die Prüfdienste erhobenen Daten durchaus aufschlussreich, wenn sie transparent aufbereitet und veröffentlicht würden.

Dies ist bisher jedoch nicht der Fall. Stegger macht dafür im Wesentlichen die Anbieter von Pflegeleistungen verantwortlich. Sie hätten bisher eine verbraucherfreundliche Darstellung der Prüfberichte zu verhindern gewusst. Er kritisiert in dem Zusammenhang, dass das bestehende Notensystem ohne stimmberechtigte Beteiligung der Interessenverbände der Betroffenen entwickelt wurde, aber den Anbietern, also denjenigen, die beurteilt werden, maßgeblicher Einfluss gewährt wurde.

Eine wirkliche Reform des „Pflege-TÜVs“ dürfte nach Ansicht von Stegger mehrere Jahre dauern. Mit der Aussetzung der Pflegenoten in diesem Zeitraum gingen wichtige Informationen verloren, die bei genauer Analyse deutliche Rückschlüsse auf die Pflegequalität von Einrichtungen und ambulanten Diensten liefern könnten. Die Aussetzung würde bedeuten, das Kind mit dem Bad auszuschütten.

Als kurzfristige Maßnahme zur Behebung des Missstandes müsste daher der Blick weg von der irreführenden Gesamtnote gelenkt werden. Stattdessen müssten, so Stegger, die bestehenden Daten endlich differenzierter aufbereitet und in verständlicher Form veröffentlicht werden.

Als Beleg dafür, dass die Prüfberichte durchaus aussagekräftig sind, wenn sie genauer analysiert werden, führt Stegger ein Beispiel aus der Beratungspraxis der BIVA an: Erst kürzlich ist eine Einrichtung von Angehörigen eines Pflegebedürftigen wegen verantwortungslosem Umgang mit Medikamenten juristisch belangt worden. Entlassung der Pflegedienstleitung und Zahlung einer Strafe waren die Folge. Eine nachträgliche Betrachtung der Pflegenoten ergab, dass der Prüfdienst die medizinische Versorgung und den Umgang mit Medikamenten in dieser Einrichtung bereits sehr kritisch bewertet hatte. Die Angehörigen hätten also gewarnt werden können, wenn die Prüfergebnisse leichter zugänglich und besser verständlich aufbereitet wären. Eine pauschale Aussetzung der Prüfergebnisse würde, so Stegger, selbst diese schwache Kontrollmöglichkeit unmöglich machen und damit Transparenz gänzlich verhindern.

Quelle: www.biva.de, 14.01.2015
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« Antworten #45 am: 23. November 2014, 16:57 »

Zitat
Schulnoten für Pflege auf dem Prüfstand

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), sieht die Klassifizierung von Pflegeheimen durch den sogenannten Pflege-TÜV als gescheitert an. Die Bewertung nach einem schulnotenähnlichen System geht nach seiner Auffassung an der Realität vorbei. Jetzt soll die Politik eingreifen und praxisorientierte Kriterien erarbeiten lassen.

VON JOHANNES NITSCHMANN

Düsseldorf. Das derzeitige Bewertungssystem für Pflegeheime hält der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), für „irreführend“. Die Wiedergabe der Prüfergebnisse in Schulnoten bilde „nicht die Wirklichkeit“ in den deutschen Pflegeheimen ab, erklärte Laumann gestern vor Journalisten in Düsseldorf. Im Durchschnitt würden die Pflegeheime bundesweit mit der Note 1,3 bewertet. Damit spiegele der sogenannte Pflege-TÜV aber nicht die Realität in den Heimen wider. Durch „Simsalabim-Praktiken“ bei der Heimüberprüfung werde das gesamte Pflegesystem diskreditiert.

„Die Übersetzung in Noten ist gescheitert“, erklärte Laumann. Deshalb werde er dem Deutschen Bundestag in der kommenden Woche vorschlagen, von unabhängigen Wissenschaftlern „klare und transparente Kriterien“ für künftige Qualitätsprüfungen von Heimen entwickeln zu lassen. Bis dahin müsse die Veröffentlichung von Pflegenoten ausgesetzt werden. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK), die Pflegeheimbetreiber und deren Spitzenverbände hätten die vergangenen sechs Jahre nicht genutzt, um einen überzeugenden Pflege-TÜV zu entwickeln. Deshalb müsse sich jetzt die Politik in die Problematik einschalten, damit Pflegepatienten seriöse Daten über die Qualität der Versorgung Versorgung in den jeweiligen Heimen zur Verfügung gestellt werden könnten, forderte der Pflegebeauftragte.

Laumann kritisierte vor allem, dass sich die Vertreter der Selbstverwaltung seit Einführung des Pflege-TÜVs nicht auf eindeutige Kernkriterien bei der Bewertung von Pflegeheimen verständigt hätten. So würden beispielsweise gravierende Fehler bei der Ausgabe von Medikamenten in einem Pflegeheim durchaus mit Abwertung bestraft. Allerdings könnte dies bei dem derzeitigen Noten-System etwa durch eine gute Bewertung der Speisekarte der betreffenden Einrichtung ausgeglichen werden. Bei diesem Punkt sei aber nicht etwa die Qualität des Essens entscheidend, sondern lediglich die Frage, ob die Karte benutzerfreundlich gestaltet, also etwa mit großen Buchstaben und gut leserlich gedruckt sei.

„Das führt doch alles in die Irre“, klagte der Pflegebeauftragte. In seiner Funktion erhalte er häufiger Briefe und Anrufe von Heimbewohnern mit Beschwerden, dass es in ihrer ganzen Einrichtung nach Urin stinke. Diese Missstände hätten allerdings überhaupt keine Auswirkung darauf, dass die entsprechenden Häuser beim Pflege-TÜV mit glänzenden Noten wie etwa einer 1,2 bewertet worden seien.

Ein neues Bewertungssystem brauche dringend auch die Akzeptanz der Bevölkerung, betonte Laumann. Wie in der Schule müsse es bei der Benotung des Pflege-TÜV Haupt- und Nebenfächer geben. Und falls die unabhängigen Wissenschaftler zu der Auffassung gelangen sollten, dass die Qualität eines Pflegeheims in Schulnoten überhaupt nicht seriös darstellbar sei, müssten andere Bewertungsparameter gefunden werden. „Dann müssen wir uns von den Noten eben verabschieden“, sagte Laumann.

Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) unterstützte Laumann bei seiner Kritik: „Das bisherige Pflegenoten-System für Heime gehört abgeschafft, denn es bietet überhaupt keine Orientierung“, sagte Steffens. Es dürfe nicht sein, dass ein Heim mit Mängeln in der Pflege trotzdem eine gute Gesamtnote bekomme, nur „weil es auf den Fluren schöne Bilder aufgehängt hat“.
Quelle: www.weser-kurier.de, 22.11.2014



KOMMENTAR

Patientenbeauftragter fordert Abkehr von "Pflege-TÜV"

Bereits zur Einführung des "Plege-TÜV" im Jahre 2008 wurden Stimmen laut, die das System der Heimbewertung von Anfang an kritisierten. Nach zig Protesten, Petitionen und X Medienberichten über die Unzulänglichkeiten, Betrugsmöglichkeiten, Irreführung und Verbrauchertäuschung - endlich scheint es auch bei Politikern zur Erkenntnis gekommen zu sein, dass es so nicht weiter gehen kann. Es wundert nur, dass es so viele Jahre für diese Erkenntnis gebraucht hat ...

* Laumann_Positionspapier_Pflegenoten_a.pdf (159.24 KB - runtergeladen 193 Mal.)
« Letzte Änderung: 16. Januar 2015, 01:25 von admin » Gespeichert

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« Antworten #44 am: 25. März 2014, 01:32 »

ARD Mittagsmagazin, 10.02.2014
Schlechte Noten für Pflege-TÜV


Seit dem 1. Januar gelten neue Regelungen für den so genannten Pflege-TÜV, der die Noten für Pflegeeinrichtungen vergibt. Das System soll eigentlich Transparenz für die Angehörigen von Pflegebedürftigen schaffen und ihnen die Wahl des Pflegeheims erleichtern. Das System sei viel zu kompliziert und keine Hilfe für die Angehörigen, kritisieren jetzt Experten.

Die Pflegenoten vergibt der Medizinische Dienst der Krankenkassen. Jede Einrichtung wird ein Mal im Jahr geprüft. Bewertet werden unter anderem Pflege, soziale Betreuung und Hauswirtschaft. Im Durchschnitt erhalten die Pflegeheime alle sehr gute Noten.

Prof. Johannes Möller forscht seit 2009 zum Pflege TÜV. Er kritisiert, die Noten sagten nichts aus über die Qualität der Pflege. "Die Pflegeheime haben sich arrangiert... ohne dass sich die Pflegequalität verändert, werden die Noten immer besser."

Quelle: http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/mittagsmagazin/sendung/pflegetuev-pflege-100.html + http://www.youtube.com/watch?v=k77H41559C0
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« Antworten #43 am: 25. März 2014, 01:18 »

SWF Marktcheck, 09.01.2014
Pflege-TÜV: Heimbewertung mit Aussagekraft?


Eine Frau stirbt in einem Seniorenheim. Ihr Freund behauptet, sie hätte bei besserer Versorgung länger leben können. Angehörige eines anderen Bewohners erheben ähnliche Vorwürfe. Doch im Qualitätsbericht des sogenannten Pflege-TÜV schneidet das Heim bestens ab. Wie aussagekräftig ist diese Benotung? Und was können Angehörige tun?

Quelle: http://www.swr.de/marktcheckl + http://www.youtube.com/watch?v=Cj-LziADZd4
« Letzte Änderung: 25. März 2014, 01:38 von admin » Gespeichert

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« Antworten #42 am: 07. Februar 2014, 00:48 »

MDK Transparenzprüfungen aussetzen
- Bevormundung und Betrug stoppen!


Nur wenige Jahre nach der Einführung wird offensichtlich, dass die Transparenzprüfungen des MDK in den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen ihr in SGB XI festgehaltenes Ziel nicht erreicht haben. Die Prüfstrategie der MDK-Landeseinrichtungen hat sich verfestigt und zum eigenen Interesse hin gewandelt. Da die Prüfergebnisse keine Transparenz über die Qualität der geleisteten Pflege leisten und die Prüfer die Prüfsituation nutzen, um Pflegeeinrichtungen über die Prüfkriterien hinaus im eigenen Interesse zu manipulieren, möge beschlossen werden, die Prüfungen so lange auszusetzen, bis ein pflegewissenschaftlich fundierter, statistisch haltbarer und wertneutraler Prüfkatalog erstellt ist.

Im Rahmen der Einrichtung von Pflegekammern in den Bundesländern möge geprüft werden, inwiefern Transparenz über die Pflegequalität in Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege auf Pflegekammern übertragen werden kann.  ...

[zur ONLINE-PETITION >>]



Ich unterstütze die Online-Petition „MDK Transparenzprüfungen aussetzen - Bevormundung und Betrug stoppen!“ und fordere:

SCHLUSS MIT DER IRREFÜHRUNG!

Die IRREFÜHRUNG besteht in mehrfacher Hinsicht, fängt bei der falschen Benennung an und endet mit zusammengefassten Ergebnissen, die der Realität nicht entsprechen:

1) BENENNUNG: a) "Pflege-Noten", b) "Pflege-TÜV", c) "Pflege-Transparenzbericht"

zu a) Es wird in der Argumentation auf Schulnoten verwiesen. Schulnoten in Deutschland werden von Note 1 bis Note 6 vergeben. Bei den "Pflege-Noten" ist aber eine Bewertung nur bis Note 5 vorgesehen. Das ergibt eine völlig andere Spreizung der Ergebnisse und damit die vermutlich bewusst in Kauf genommene Fehlinterpretation der Ergebnisse! Das ist IRREFÜHREND!

zu b) Auch "Pflege-TÜV" führt die Menschen in die Irre! Es hat schließlich nichts mit Prüfergebnissen des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) zu tun. Das ist IRREFÜHREND!

zu c) "Pflege-Transparenzbericht" - Die veröffentlichten Ergebnisse sind alles andere als transparent! Die tatsächlichen Prüfergebnisse werden umfänglich leider nicht veröffentlicht! Diese werden lediglich in "leicht verständliche Form" übersetzt, damit sie Jede(r) verstehen soll. FAKT ist, dass die Ergebnisse weder transparent noch verständlich sind! Das ist IRRENFÜHREND!


2) ERGEBNISSE:

Wenn ein Gesamtergebnis im "Pflege-Transparenzbericht" die Benotung 1,1 ausweist, in der Detail-Note aber z.B. in der Dekubitusprophylaxe (Maßnahmen gegen Wundliegen) die schlechteste Note 5 zu finden ist, ist das IRREFÜHREND!


3) PRÜFER:

Die Prüf-Institution MDK ist weder neutral noch unabhängig - da können die Mitarbeiter des MDK noch so fachlich versiert sein! Zwischenzeitlich wurden sogar Vorwürfe laut, dass manche Prüfungen angemeldet erfolgten. Wenn Pflege-Anbieter sich auf die Überprüfung vorbereiten können, werden sie die Möglichkeit nutzen, um sich positiv darzustellen. Das ist leicht nachvollziehbar, aber IRREFÜHREND!


FAZIT:

Es braucht ein völlig neues, wirklich neutrales, unabhängiges Bewertungssystem mit dem Ziel des Nachweises einer fachlich versierten, MENSCHENWÜRDIGEN PFLEGE!
« Letzte Änderung: 25. März 2014, 01:10 von admin » Gespeichert

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« Antworten #41 am: 05. Februar 2014, 19:31 »

REORT MAINZ vom 04.02.2014 | 21:45 Uhr

Experten sehen Unabhängigkeit des MDK in Gefahr  

Bundesgesundheitsminister Gröhe will "Regelungen zu MDK-Verwaltungsräten generell" überprüfen


Mainz. Hauptamtliche Kassenmitarbeiter sitzen bundesweit in den Verwaltungsräten der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) in Deutschland. Das ergab eine Umfrage des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ bei allen MDKen in Deutschland.

In Sachsen und im Saarland sind es mehr als 40 Prozent der Verwaltungsratsmitglieder, in Berlin-Brandenburg, Baden-Württemberg und in Hessen über 30 Prozent. Diese Zahlen hält der SPD-Gesundheitspolitiker, Karl Lauterbach, für bedenklich: "Das halte ich für nicht vertretbar, weil das gefährdet die Unabhängigkeit der medizinischen Dienste".

Auch der Sozial- und Gesundheitsrechtler Professor Ingo Heberlein von der Fachhochschule Fulda sieht den hohen Anteil von hauptamtlichen Kassenmitarbeitern in den MDKen kritisch. "Das ist von hohem Nachteil für die Patienten und das entspricht auch überhaupt nicht der ursprünglichen Vorstellung des MDK als einem unabhängigen Gutachterdienst", so Heberlein im Interview mit REPORT MAINZ. Diese Zahlen würden den MDK immer mehr nur noch zu einer "Zweigstelle der Krankenkassen" machen.



Die Umfrage des ARD Politikmagazins kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass in neun von 15 medizinischen Diensten hauptamtliche Kassenfunktionäre an der Spitze des MDK-Verwaltungsrates stehen. Auf die Frage, ob der Verdacht, dass Gutachten des MDK nicht korrekt ablaufen, begründet sei, antwortete Prof. Heberlein: "Also in der gegenwärtigen Situation halte ich die Besorgnis der Befangenheit gegen den MDK durchaus für begründbar".

Auf Anfrage von REPORT MAINZ sieht Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hier Handlungsbedarf. Schriftlich teilt sein Ministerium dem ARD Politikmagazin mit, dass "die Regelungen zu den Verwaltungsräten der medizinischen Dienste generell überprüft" werden. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert darüber hinaus: "Wenn der medizinische Dienst seine Unabhängigkeit behalten will, dann muss jeder Eindruck vermieden werden, dass sie Instrumente der Krankenkassen sind. Die Patienten müssen sehr viel stärker gehört werden und die Interessenskonflikte müssen sauber ausgeschlossen werden".

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung unterstützt die Kranken- und Pflegekassen in medizinischen und pflegerischen Fragen und wird von diesen finanziert. Laut Gesetz sind die MDK-Gutachter aber unabhängig. Laut medizinischen Diensten finde "eine Einflussnahme der Kassen auf Inhalte und Ergebnisse der Gutachten nicht statt".

[Weitere Infos dazu von REPORT MAINZ >>]

Quelle: http://www.swr.de/report/presse/mdk/-/id=1197424/did=12813984/nid=1197424/13097tk/index.html
« Letzte Änderung: 08. Februar 2014, 14:44 von admin » Gespeichert

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« Antworten #40 am: 20. Juni 2013, 03:29 »

REPORT MÜNCHEN | DAS ERSTE | BR, gesendet am 18.06.2013

Ein Insider packt aus: Wie der MDK wirklich arbeitet
Die Unabhängigkeit des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung, der Gutachten zu medizinischen Behandlungen erstellt, wird immer wieder angezweifelt -- auch von vielen Zuschauern. Ein Insider spricht nun davon, dass von Gutachtern des MDKs erwartet wird, dass sie kassenfreundlich urteilen. report MÜNCHEN hinter den Kulissen des MDK.


http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/dossiers-und-mehr/medizinischer-dienst-der-krankenversicherung100.html

http://www.report.de

Mehr Videos:
http://www.ardmediathek.de
http://mediathek.daserste.de

Quelle: http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/dossiers-und-mehr/medizinischer-dienst-der-krankenversicherung100.html und http://www.youtube.com/watch?v=86JECHB0JC0
« Letzte Änderung: 20. Juni 2013, 18:35 von admin » Gespeichert

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« Antworten #39 am: 11. April 2013, 00:51 »

REPORT MÜNCHEN | DAS ERSTE | BR, gesendet am 09.04.2013

Im Durchschnitt Bestnote
Wie der Pflege-TÜV Mängel verschleiert


Seit Juli 2009 bekommen Pflegeeinrichtungen Noten vom Pflege-TÜV- angeblich um die Transparenz und damit die Qualität zu verbessern. Doch beim Gesamtergebnis fällt auf: Fast alle Pflegeheime in Deutschland haben die Bestnote. Ein Pflegeparadies? Mitnichten, sagen Angehörige und Pflegekräfte. Selbst gut bewertete Heimleiter gehen auf die Barrikaden: Der Pflege-TÜV halte nicht, was er verspricht. report MÜNCHEN über ein höchst zweifelhaftes System.


http://blog.br.de/report-muenchen/2013/6181/im-durchschnitt-bestnote.html

http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/dossiers-und-mehr/pflege-tuev106.html

http://www.report.de

Mehr Videos:
http://www.ardmediathek.de
http://mediathek.daserste.de

Quelle: http://youtu.be/yJWqR1bicq4



Pressemitteilung - Berlin, 02.04.2012

GKV-Spitzenverband: Pflegenoten sollen verbessert werden

Derzeit verhandelt der GKV-Spitzenverband mit den Trägerorganisationen der Pflegeheime über die Weiterentwicklung der sogenannten Pflegenoten. Der GKV-Spitzenverband fordert eine klare Verschärfung bei der Benotung, um Qualitätsunterschiede deutlicher erkennbar zu machen.

Dazu erklärt Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes:

„Die wichtigste Aufgabe eines Pflegeheims ist die gute Pflege der Bewohner. Wenn es da Mängel gibt, muss dies direkt und unausweichlich zu einer schlechteren Gesamtnote führen. Mit der Bildung von Kernkriterien und der Einführung der Note 6 werden die Pflegenoten noch mehr Transparenz in die Qualität von Pflegeheimen bringen. In den laufenden Verhandlungen mit den Organisationen der Heimträger werden wir auf mehr Transparenz und strengere Noten drängen. Sollte der Verhandlungsweg nicht zum Erfolg führen, werden wir die aufgrund geänderter gesetzlicher Grundlagen neu geschaffene Schiedsstelle anrufen.“ ...

ANMERKUNG:
Auf telefonische Nachfrage teilt Florian Lanz (Pressesprecher des GKV-Spitzenverbandes) mit, dass heute und morgen (15. + 16.04.2013) die Schiedsstelle tagt. Auf das Ergebnis sind wir sehr gespannt ...

* PM_2012-04-02_Pflegenoten_sollen_verbessert_werden_19331.pdf (32.47 KB - runtergeladen 489 Mal.)
* PM_2012-04-02_Pflegenoten_sollen_verbessert_werden_Anlage_19332.pdf (16.34 KB - runtergeladen 343 Mal.)
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« Antworten #38 am: 09. November 2012, 18:41 »

Pflege-Qualität | PM vom 09.11.2012

Pflege-Noten? Mangelhaft!

Seit 2008 beziehungsweise 2009 erfolgen die Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten nach der Pflege-Transparenzvereinbarung (PTV) – besser bekannt als „Pflege-TÜV“. Seit seiner Einführung steht der Pflege-TÜV unter Beschuss. Es war nie klar, ob er die gewünschte Transparenz bietet, die dem Verbraucher und der Verbraucherin bei der Entscheidung für eine Altenpflegeeinrichtung oder einen ambulanten Pflegedienst behilflich sein soll. Auch einzelne Sozialgerichte urteilten vernichtend über den Pflege-TÜV. Die Beurteilungskriterien seien nicht geeignet die Ergebnis- und Lebensqualität zu bewerten, die Pflegenotenzusammensetzung sei nicht nachvollziehbar und die Gesamtnoten sogar rechnerisch falsch ermittelt. Die Transparenzberichte führen VerbraucherInnen in die Irre, meinte das Sozialgericht Münster im August 2012.

Und auch die Notenentwicklung gibt Anlass zur Kritik. Bei Einführung des Pflege-TÜVs war die schlechteste Durchschnittsnote eines Bundeslandes 2,3. Derzeit ist kein Bundesland schlechter als 1,5! Das liegt vor allem daran, dass der Pflege-TÜV nicht wirklich die Ergebnisqualität der Pflege, sondern vor allem die Qualität und Vollständigkeit der Pflege-Dokumentation misst. Nun können wir, wie die Lehrerschaft in der Notenkonferenz diskutieren, ob alle Schülerinnen und Schüler innerhalb von zwei Jahren besser geworden sind, oder ob die Klausurfragen schon vorher bekannt waren. Völlig egal: Die Pflege-Noten sind nicht mehr aussagekräftig. Das ist eine Schlappe in Anbetracht des Zieles des Verbraucherschutzes.

Bundesregierung unterschätzt Handlungsnotwendigkeit
Die Verhandlungspartner – das sind im Wesentlichen die Pflegekassen, die Verbände der Pflegeeinrichtungen, die überörtlichen Träger der Sozialhilfe und die kommunalen Spitzenverbände – sind quasi dauerhaft dabei, den Pflege-TÜV zu überarbeiten. Doch auch hier ist keine Einigung in Sicht. Im Gegenteil: seit Wochen wird heftig gestritten, nichts geht voran. Nun soll eine Schiedsstelle entscheiden, anders scheint nicht einmal der kleinste Kompromiss machbar. Das wirft kein gutes Licht auf die Weiterentwicklung des Pflege-TÜVs. Aber die Bundesregierung ist weiterhin so naiv, zu glauben, es werde am Ende alles gut. Dabei hat sie mit der letzten Pflegereform selbst ins Gesetz geschrieben, dass es einen Schwenk zu einem neuen Transparenz- und Qualitätssicherungssystem braucht, womit die Ergebnisqualität gemessen wird. Doch Schwarz-Gelb hat keine genauen Handlungsvorgaben an die Selbstverwaltung erlassen und keine Fristen gesetzt. Damit führt das Ganze ins Leere, denn ohne Umsetzungsdruck wird sich so schnell nichts bewegen.

Überarbeitung ist nur Verschlimmbesserung

Wir sollten keine Zeit und Energie mehr verschwenden, an einem für alle abgeschriebenen System herumzudoktern. Der Pflege-TÜV war ein löblicher Versuch, erreicht aber sein Ziel nicht. Zu lange schon werden die Verbraucherinnen und Verbraucher mit den Noten genarrt. Wir brauchen jetzt das Bekenntnis zum Umstieg auf ein neues System der Messung der Ergebnisqualität in der Pflege und einen verbindlichen Zeitplan. Zudem müssen dabei die bisher von den Verhandlungen weitgehend ausgeschlossenen Verbraucherschutzorganisationen und Selbsthilfeverbände eng mit eingebunden werden. Denn sie vertreten die Menschen, um die es geht – und das ist unverzichtbar.

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Seit 2008 beziehungsweise 2009 erfolgen die Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten nach der Pflege-Transparenzvereinbarung (PTV) – besser bekannt als „Pflege-TÜV“. Der Pflege-TÜV steht seitdem im Fokus sehr engagierter und kontroverser Debatten.

Dies war Anlass für eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, um die Bundesregierung zu den bisherigen Erfahrungen und zum Weiterentwicklungsbedarf des Pflege-TÜV zu befragen (BT-Drs. 17/10892).

Zur Antwort der Bundesregierung sehen Sie anbei eine kritische Bewertung von Elisabeth Scharfenberg MdB, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik. Diese finden Sie auch online unter: http://www.gruene-bundestag.de/themen/pflege/pflege-noten-mangelhaft_ID_4386226.html

Die Antwort auf die Kleine Anfrage finden Sie unter: www.gruene-bundestag.de/parlament/initiativen/2012/september/pflege-transparenzvereinbarung_ID_4385397.html

Quelle: Elisabeth Scharfenberg MdB, Sprecherin für Pflegepolitik und Altenpolitik, Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
« Letzte Änderung: 29. Dezember 2012, 17:29 von admin » Gespeichert

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« Antworten #37 am: 06. Juni 2011, 15:00 »

Begleitforschung zu den Pflegenoten in der ambulanten Pflege in Rheinland-Pfalz

Prof. Dr. Frank Weidner, Öffentlichkeitsarbeit, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.

Abschlussbericht jetzt veröffentlicht

Die Umsetzung der ambulanten Pflege-Transparenzvereinbarung (PTVA) durch den MDK Rheinland-Pfalz und die daraus resultierenden „Pflegenoten“ sind in den vergangenen Monaten Gegenstand einer Begleitforschung gewesen, deren Ergebnisse jetzt vorgelegt wurden. Die wissenschaftliche Begleitung wurde vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e. V. (dip) in Zusammenarbeit mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) durchgeführt. Im Abschlussbericht wird die PTVA kritisiert, auf deren Grundlage ambulante Pflegeeinrichtungen durch den MDK geprüft werden. Die Pflegenoten können den Wissenschaftlern zufolge aufgrund der methodischen Mängel des Verfahrens die tatsächliche Qualität der Einrichtung nicht widerspiegeln. Die Begleitforschung hat ferner zahlreiche Hinweise und Vorschläge zur Verbesserung der diesbezüglichen Arbeit des MDK Rheinland-Pfalz erbracht.

Gundo Zieres, Geschäftsführer des MDK Rheinland-Pfalz, sagte bei der Übergabe des Abschlussberichtes: „Erfreulich ist, dass den Mitarbeitern des MDK Rheinland-Pfalz bestätigt wird, dass sie die MDK-Anleitung zu den Qualitätsprüfungen und die Transparenzvereinbarung im Rahmen der diesen Systemen immanenten Unschärfen so korrekt wie möglich umgesetzt haben“. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit der Weiterentwicklung des Verfahrens. Die Überbetonung der Pflegedokumentation verstellt demnach den Blick auf die tatsächlich erbrachten Leistungen und eine ganzheitliche Sichtweise auf die Pflege. „Hier ist der Gesetzgeber gefordert, die Notengebung und deren Grundlagen einer Überprüfung und Verbesserung zu unterziehen“, so Zieres weiter.

Professor Weidner, Direktor des dip, stellte zusammenfassend fest: „Der MDK Rheinland-Pfalz ist einen bemerkenswerten Weg gegangen, sich selbst überprüfen zu lassen und die Ergebnisse zu veröffentlichen! Das hat Vorbildcharakter!“ Die wissenschaftliche Begleitung hat über mehrere Monate hinweg zunächst die Umsetzung der bundeseinheitlichen PTVA in Rheinland-Pfalz seit 2009 detailliert untersucht. In einem zweiten Schritt wurden eine vergleichende Analyse von Qualitätsberichten und Prüfergebnissen gemäß PTVA vorgenommen. „Wir haben dem MDK Rheinland-Pfalz Empfehlungen gegeben, wie die Qualitätsberichte strukturell und inhaltlich weiterentwickelt und das Prüfverfahren im Rahmen der Möglichkeiten weiter optimiert werden können“, so Weidner.

Die Leitende Ärztin des MDK Rheinland-Pfalz, Dr. Ursula Weibler-Villalobos, bedankte sich für die sorgfältige und kritische Analyse: „Wir haben bereits begonnen, Vorschläge wie die Intensivierung von Fallbesprechungen und systematischen Abstimmungen unter den Prüfern sowie weitere Qualitätssicherungsinstrumente wie Peer-Review-Verfahren umzusetzen.“
 Der Abschlussbericht kann unter www.mdk-rlp.de sowie unter www.dip.de kostenlos herun-tergeladen werden.

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) Rheinland-Pfalz wirkt als eigenständige Einrichtung an der Seite der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen an der Gestaltung des Gesundheitswesens mit. Aufgabenschwerpunkte sind die Begutachtung im Einzelfall und die Beratung in Grundsatzfragen. Der MDK Rheinland-Pfalz hat seinen Sitz in Alzey. Das gemeinnützige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) ist ein Institut an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW) in Köln und betreibt einen Standort an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) bei Koblenz. Univ.-Prof. Dr. Frank Weidner ist Direktor des dip und Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV.

Quelle: http://idw-online.de/de/news425606
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« Antworten #36 am: 17. März 2011, 08:04 »

Kabinett macht Weg frei für strengeren Pflege-TÜV

Bei Streitigkeiten über den „Pflege-TÜV“ sollen künftig die Schiedsstellen der Pflegeversicherung in den Bundesländern entscheiden. Das hat das Bundeskabinett heute in Berlin beschlossen.

Quelle: http://www.domradio.de


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« Antworten #35 am: 26. Februar 2011, 11:29 »

Ein Pflegedienst aus dem Raum Oldenburg in Niedersachsen hat sich mit Erfolg vor Gericht gegen die Veröffentlichung einer Qualitätsprüfung gewehrt.

Zitat
Der Dienst hatte dabei mit der Pflegenote 3,3 abgeschnitten, wie das Sozialgericht Oldenburg am Freitag mitteilte. Nach Ansicht der Richter hatten die Prüfer falsch bewertet. (Az. S9P64/10).

Quelle NWZ 26.02.2011: http://www.nwzonline.de/Region/Ticker


Unter


http://www.landessozialgericht.niedersachsen.de

kann man das 20seitige Urteil vom 17.01.2011 nachlesen, vgl. auch Bildschirmschnapp-Schuss unten


* Sozialgericht Pflegenoten.jpg (17.73 KB, 410x366 - angeschaut 864 Mal.)
« Letzte Änderung: 26. Februar 2011, 13:54 von Multihilde » Gespeichert
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« Antworten #34 am: 18. Februar 2011, 12:42 »

BIVA e. V. fordert die Überarbeitung der Pflege-Transparenz-Vereinbarungen sowie eine verbesserte Verständlichkeit der Prüfergebnisse für den Verbraucher

Presseerklärung vom 18.02.11

In der Diskussion um die Pflege in Deutschland brodelt es. Gesundheitsminister Philipp Rösler hat in den letzten Tagen anlässlich des geführten Pflege-Dialogs Vorschläge gemacht. Wie und wann diese umgesetzt werden können, bleibt abzuwarten. Es ist zu befürchten, dass die Verbraucher weitere Verzögerungen hinnehmen müssen, bis endlich weiterführende Entscheidungen getroffen werden.

Mit dem im Juli 2008 in Kraft getretenen Pflege-Weiterentwicklungsgesetz hat der Gesetzgeber die Qualitätssicherung im Bereich der Pflege neu ausgerichtet. Ziel war es u.a., die Berichterstattung über die Leistungen und die Qualität von Pflegeeinrichtungen auch für den interessierten Laien verständlich zu gestalten, um den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen mittels Vergleich eine brauchbare Entscheidungshilfe bei der Suche nach einem geeigneten Pflegeheim zu bieten. Die Kranken- und Pflegekassen, Sozialhilfeträger, die Verbände der Einrichtungsträger und die maßgeblichen Anbieter von Pflegeleistungen hatten sich dazu in den „Pflege-Transparenz-Vereinbarungen“ (PTVen) über die einzelnen Prüfkriterien sowie die Form der Veröffentlichung der Prüfergebnisse geeinigt.

Seit Juli 2009 veröffentlichen die Krankenversicherungen die sogenannten „Transparenzberichte“ mit „Pflegenoten“ („Pflege-TÜV“) im Internet und anderer geeigneter Form. Seitdem reißt die öffentliche Diskussion darüber nicht ab. Neben geprüften Pflegeheimen, die sich gegen die Veröffentlichung der Pflegenoten gerichtlich wehren, wird die übereinstimmende Meinung vertreten, eine Weiterentwicklung des Bewertungssystems sei dringend notwendig. Kritisiert werden insbesondere die Gewichtung der kritischen Pflegebereiche, wie z. B. Flüssigkeitsversorgung oder Wundbehandlung, sowie die Erhebung einer Gesamtnote aus dem Mittelwert der Einzelnoten. Es ist nicht nachvollziehbar, dass dadurch Pflegeheime und Pflegedienste, die in sicherheitsrelevanten Bereichen wie z. B. der medizinischen Versorgung die Note 5 erhalten, fast die gleiche Gesamtnote bekommen können wie Heime, bei denen in der Pflege hervorragende Arbeit geleistet wird. Belegt wird diese Auffassung durch die Abschlussberichte der wissenschaftlichen Überprüfung des Bewertungsverfahrens von Frau Prof. Dr. Martina Hasseler (Hamburg) und Frau Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann (Berlin). Solche möglichen Fehlinterpretationen bei der Gesamtbewertung der Prüfergebnisse des MDK müssen umgehend beseitigt werden.

Die Begutachtungen durch Fachleute ist grundsätzlich ein brauchbares Mittel, Heime auf Mängel oder Schwachstellen aufmerksam zu machen und für eine Beseitigung der Mängel und eine Verbesserung der Pflege hinzuwirken. Die vom Gesetzgeber geforderte Transparenz bei der Berichterstattung ist jedoch nicht gegeben. Was der MDK von den Pflegeheimen verlangt, ist die Einhaltung der medizinischen Standards bei Hygiene, Medikamentenversorgung, Ernährung, Wundbehandlung und anderen Aufgaben der Pflege. Es handelt sich dabei um Mindestanforderungen, die erfüllt sein müssen. Werden sie nicht oder nur teilweise erfüllt, müssen Konsequenzen gezogen werden. Auf keinen Fall darf aber ein Heim, das die Mindestanforderung(en) nicht erfüllt, durch Berechnung von Mittelwerten eine gute Note erhalten.

Die BIVA e.V. begrüßt ausdrücklich die Prüfung der Qualität von Pflegeeinrichtungen durch den MDK. Das Scheitern der monatelangen Verhandlungen zu einer Weiterentwicklung der Pflegenoten hat jedoch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen Empörung und Unverständnis ausgelöst.

Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen wollen bei ihrer Suche nach einem geeigneten Pflegeheim mehr erfahren als nur die eigentlich selbstverständliche Erfüllung von Qualitätskriterien. Sie wollen in erster Linie wissen, ob sie sich in dem Heim auch wohlfühlen können. Zur Gewinnung von Informationen über die „Lebensqualität“ eines geprüften Heims hat man als Bestandteil der MDK-Prüfung eine Bewohnerbefragung eingeführt, dessen Ergebnis jedoch nicht in die Gesamtbewertung des Heims einfließt und nur bedingt Auskunft gibt. Der Fragebogen mit 18 Fragen und je 4 Antwortmöglichkeiten kann nur von wenigen Heimbewohnern bewältigt werden. Ältere Bewohner neigen darüber hinaus dazu, eher positiv zu antworten, weil sie Angst haben, eine negative Antwort könnte sich für sie negativ auswirken. Für ältere Bürger, die wissen wollen, welchem Heim sie sich in ihrer wahrscheinlich letzten Lebensphase anvertrauen können, reichen diese Auskünfte nicht aus.

Die BIVA e. V. hat gemeinsam mit dem Institut für Soziale Infrastruktur (ISIS) in Frankfurt am Main die unabhängige Online-Datenbank www.heimverzeichnis.de geschaffen, welche die Suche nach einem geeigneten Heim bundesweit erleichtert. Auf der Basis der Europäischen Charta der Rechte und Pflichten älterer hilfe- und pflegebedürftiger Menschen wurden von Fachleuten aus der Alltagspraxis in Heimen 121 Fragen zur Autonomie der Bewohnerinnen und Bewohner, zur Teilhabe am Leben im Heim und zur Menschenwürde formuliert. Von speziell dafür geschulten, ehrenamtlichen und unabhängigen Gutachterinnen und Gutachtern werden diese Fragen auf freiwilliger Basis an Mitarbeiter der betreffenden Einrichtung, Bewohner(innen) und Heimbeiräte gestellt. Wenn mindestens 80 % der Fragen aus den drei Bereichen Autonomie, Teilhabe und Menschenwürde positiv beantwortet werden, erhält das Heim in der Datenbank „Heimverzeichnis“ einen Grünen Haken als Zeichen seiner Verbraucherfreundlichkeit. Die Bewohnerinnen/Bewohner brauchen hierbei keinen Fragebogen auszufüllen. Das Heimverzeichnis der BIVA e. V. und eine hoffentlich bald überarbeitete, allgemein verständliche und nachvollziehbare Bewertung der Prüfergebnisse der MDK werden sich ergänzen und dann eine brauchbare Entscheidungshilfe für alte, pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige bei der Suche nach einem geeigneten Heim sein.

Quelle: http://www.biva.de
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