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Autor Thema: Bremer Preis gegen Gewalt in der Pflege  (Gelesen 9004 mal)
admin
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« Antworten #2 am: 30. Januar 2013, 01:27 »

[Unsere Fotogalerie der Preisverleihung >>]


Nach dem öffentlich gewordenen Gewaltfall in einem Bremer Pflegeheim bewegt sich was. Die Mitglieder des "Bremer Forum gegen Gewalt in Pflege und Betreuung" haben die Preisverleihung initiiert/organisiert und wollen mit Aktionen wie dieser zur Sensibilisierung und Vermeidung von Gewalt beitragen. Gute Konzepte zur Prävention sind der richtige Weg und sollen belohnt werden.  Zwinkernd

ALLERDINGS: Die taz Bremen berichtete am 17.08.2012: "Christian Frühwald wird Vorsteher der Stiftung Friedehorst. Vor zwei Jahren soll er als Personaldezernent Aussagen eines Missbrauchsopfers zurückgehalten haben. ..."

ABER: Mit dem "Bremer Preis gegen Gewalt in Pflege und Betreuung" wurden ja engagierte Pflegekräfte ausgezeichnet und nicht ihr Arbeitgeber ... und vielleicht gibt es da ja einen Sinneswandel!   Augen rollen Grinsend

UND: Aus Schaden offenbar gelernt, siehe http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/  Zwinkernd



RTL Regional vom 30.01.2013

Sozialsenatorin vergibt Bremer Anti-Gewalt-Preis

 
In Würde altern sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, hat aber in manch einer Pflegeeinrichtung Seltenheitswert. In einem Bremer Altenheim wurde eine Bewohnerin geschüttelt und geschlagen. Die Gewalt hat viele Gesichter und leider häufen sich solche Meldungen immer mehr.

Sozialsenatorin Anja Stahmann (Bündnis 90/Die Grünen) hat am Mittwoch zum ersten Mal den Bremer Preis gegen Gewalt in Pflege und Betreuung vergeben. Ausgezeichnet wurde das Projekt "lets talk about sex". Unsere Reporterin Carmen Niemann berichtet.

Quelle: http://www.rtlregional.de/player.php?id=22561



Zitat von: Weser-Kurier, 30.01.2013
Preis gegen Gewalt in der Pflege verliehen

VON MAX POLONYI

Bremen. Erstmals ist gestern der „Bremer Preis gegen Gewalt in Pflege und Betreuung“ verliehen worden. Die mit 300 Euro dotierte Auszeichnung, mit der das beste Konzept zur Bekämpfung jeglicher Form von Gewalt in Pflegeeinrichtungen und Heimen geehrt wird, ging an die Stiftung Friedehorst in Bremen-Lesum. Ausgeschrieben wurde der Preis im vergangenen Jahr vom Bremer Forum gegen Gewalt in Pflege und Betreuung. Etwa ein Dutzend Bremer Pflegeeinrichtungen hatten sich daraufhin mit ihren Konzepten beworben.

„Das Thema Gewalt in der Pflege hat uns in der Vergangenheit sehr beschäftigt und muss uns auch weiterhin beschäftigen“, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) bei der Preisverleihung. „Gewalt, in welcher Form auch immer, darf niemals toleriert werden.“ Es sei von großer Bedeutung, dieses „Tabuthema“ anzusprechen und es „im öffentlichen Bewusstsein wach zu halten“, sagte Stahmann.

Ute Stollreiter und Nico Oppel nahmen die Auszeichnung für die Stiftung Friedehorst entgegen. Ihr Konzept, mit dem sie sich beworben hatten, ziele auf die „Verhinderung und Aufklärung von sexuellem Missbrauch bei geistig Behinderten“ ab, sagte Oppel. „Die Mitarbeiter auf allen Ebenen waren ebenso an der Entwicklung unseres Konzepts beteiligt, wie die Menschen, die es betrifft“, betonte er.

Das Projekt der Friedehorst Stiftung beinhalte unter anderem einen Leitfaden für Mitarbeiter, die den Verdacht hegten, dass eine Person, gleich ob Kollege oder Bewohner, sexuell missbraucht würde, sagte seine Kollegin Stollreiter. „Außerdem haben wir Regeln für sicheres Wohnen aufgestellt, die wir gemeinsam mit den Bewohnern entwickelt haben.“ Diese hätten demnach beispielsweise das Bedürfnis geäußert, dass die Mitarbeiter ausnahmslos an der Tür klopfen sollten, bevor sie ein Zimmer betreten. „Ein weiterer Punkt des Konzepts betrifft die Kollegen in leitenden Funktionen, die für kontinuierliche Fortbildungen zum Thema Gewalt und sexuellem Missbrauch sorgen müssen“, so Stollenreiter.

Mit dem Preisgeld wollen die Gewinner des Wettbewerbs nun einen Gesprächskreis mit Pro Familia, der Deutschen Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung einrichten. „Sexueller Missbrauch ist ein Dauerthema, das wir frühzeitig erkannt haben und gegen das wir präventiv vorgehen werden“, sagte Stollreiter.

Die Jury, die die eingeschickten Konzepte für den Preis bewertete, bestand aus sechs Mitgliedern von Wissenschafts- und Pflegeeinrichtungen in Bremen. Jurysprecherin Martina Roes von der Hochschule Bremen sagte bei der Preisverleihung: „Der Wettbewerb leistet einen Beitrag dazu, das Thema Gewalt in der Pflege zu enttabuisieren.“

Erst im November vergangenen Jahres war der Fall einer 85-jährigen Bewohnerin eines Bremer Altenheims bekannt geworden, die von einer Mitarbeiterin der Einrichtung misshandelt wurde (wir berichteten). Die demente Frau hatte ihrem Sohn immer wieder von gewalttätigen Übergriffen durch das Pflegepersonal berichtet, eine Pflegerin würde sie stoßen und an den Haaren ziehen. Der Sohn hielt die Behauptungen seiner Mutter zunächst für unglaubwürdig, überprüfte die Anschuldigungen aber dann mit einer Kamera, die er heimlich im Zimmer seiner Mutter installierte. Schließlich zeigte er die Pflegerin an.
Quelle: www.weser-kurier.de, 30.01.2013



Radio Bremen TV - Buten un Binnen:

Bremer Preis gegen Gewalt in der Pflege

Die Stiftung Friedehorst hat den ersten "Bremer Preis gegen Gewalt in Pflege und Betreuung" bekommen. Der Jury zufolge haben die Mitbewohner, Pädagogen und Wissenschaftler ein preiswürdiges Konzept erarbeitet, wie sexueller Missbrauch von Pflegebedürftigen leichter aufgedeckt oder verhindert werden kann. Im Studio: Martina Roes, Pflegewissenschaftlerin


Autor(in):       Dennis Leiffels
Länge:           4:06
Datum:           Dienstag, 29. Januar 2013
Sendereihe:     buten un binnen Magazin | RB TV
Stichwörter:    Stiftung Friedehorst, Bremen, Forum gegen Gewalt
Permalink:       http://www.radiobremen.de/mediathek/index.html?id=82668

Quelle: http://www.radiobremen.de/mediathek/index.html?id=082668 + http://www.youtube.com/watch?v=DwRDAaqyTy8

« Letzte Änderung: 11. Juni 2013, 09:24 von admin » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 29. Januar 2013, 23:39 »

Pressemitteilung - Die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen:

„Bremer Preis gegen Gewalt in Pflege und Betreuung“ erstmals verliehen

29.01.2013 - Erstmals ist jetzt der „Bremer Preis gegen Gewalt in Pflege und Betreuung“ verliehen worden. Preisträgerin ist die Stiftung Friedehorst, die im Jahr 2011 fachliche Standards zum Umgang mit sexuellem Missbrauch eingeführt hat. Sie enthalten Maßnahmen zur Vorbeugung gegen sexuelle Gewalt und ein jederzeit zugängliches Regelwerk für den Verdachtsfall und bei eingetretenem sexuellem Missbrauch.



Ute Stollreiter und Nico Oppel (Dienste für Menschen mit Behinderung Friedehorst gGmbH) haben den Preis von Sozialsenatorin Anja Stahmann entgegengenommen, Foto: Pressereferat, Senatorin für Soziales


Der Wettbewerb wurde ausgeschrieben, um Ideen aus der Praxis zu sammeln, sie vorbildhaft zu präsentieren und so zur Nachahmung zu empfehlen. „Man muss Gewalt in Pflege und Betreuung in erster Linie im Vorfeld entgegenwirken“, sagte Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen gestern anlässlich der Preisverleihung, „nicht vornehmlich durch strafrechtliche, ordnungsrechtliche und arbeitsrechtliche Maßnahmen nach einem Vorfall.“ Dazu müsse das Thema im öffentlichen Bewusstsein wach gehalten werden. „Öffentlichkeit, eine ständige Debatte, der Austausch zwischen Fachkräften, Pflegebedürftigen Menschen und Angehörigen können zu einem Klima beitragen, Gewalt entgegenzuwirken, sie früh aufzudecken und angemessen zu reagieren, wenn sie in Erscheinung tritt.“

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich bewusst, dass in Einrichtungen der Behindertenhilfe die Gefahr des Missbrauchs von Macht, sexuelle Übergriffe und das Ausnutzen der Pflegesituation durch die strukturellen Abhängigkeiten in besonderem Maße gegeben ist“, heißt es in dem Antrag von Friedehorst. In diesem Bewusstsein hat die Stiftung nach einjähriger Vorarbeit mit Beschäftigten, Gruppenleitungen und dem Bewohnerbeirat erstmals Standards zum Umgang mit sexuellem Missbrauch eingeführt. Sie wurden entwickelt unter der Federführung des Fachbereichs Pädagogik der Universität Bremen. Begleitend hat Pro Familia, die Beratungsstelle zu Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung, einen Gesprächskreis mit Bewohner/innen zur sexuellen Aufklärung geleitet. Die Arbeit mit den Standards soll alle zwei Jahre ausgewertet werden, erstmals im Jahr 2013.

„Wir haben Konzepte dann als gut bewertet, wenn erkennbar war, dass sie auf Nachhaltigkeit ausgelegt sind, also ihre Effekte nicht wieder verpuffen“, erläuterte Martina Roes die Entscheidung der Jury. Roes ist Professorin für Pflegewissenschaften an der Hochschule Bremen und Sprecherin im Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gemeinschaft an der Universität Witten/Herdecke. Zudem, so Martina Roes weiter, sollten die Konzepte dem Problem angemessen sein, also Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigte in geeigneter Weise erreichen. „Diesen beiden Anforderungen wird der Beitrag von Friedehorst am prägnantesten gerecht“, erläuterte Professorin Roes und ergänzte in ihrer Laudatio: „Dieser Wettbewerb leistet einen Beitrag dazu, das Thema Gewalt in der Pflege zu enttabuisieren. Gewalt drückt sich nicht nur in Schlägen aus. Deshalb ist die aktive und öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema so wichtig. Sie trägt dazu bei, das Thema zu versachlichen und auf eine breitere Basis zu stellen. Prävention heißt in diesem Falle auch Aufklärung.“

Die Jury bestand aus sechs Mitgliedern: Martina Roes; Gabriele Holdorf von der Fachstelle Alter im Forum Kirche; Joachim Schwolow von der Landesseniorenvertretung Bremen; Adele Ihnen vom Forum gegen Gewalt in Pflege und Betreuung bei der unabhängigen Patientenberatung Bremen; Margaretha Kurmann von der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau sowie Bremens Behindertenbeauftragter Joachim Steinbrück. Unter einem knappen Dutzend anonymisierter Anträge haben die Vertreterinnen und Vertreter der Jury einstimmig für den Antrag der Stiftung Friedehorst votiert.

Quelle: http://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.61048.de
« Letzte Änderung: 11. Juni 2013, 09:20 von admin » Gespeichert

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« am: 23. November 2012, 19:20 »

Zitat
Hallo Herr Leopold.

Im Anhang die gewünschten Unterlagen. Vielen Dank für die Weiterleitung auf Ihrer Homepage.

Bitte weisen Sie gleichzeitig auf unsere Fristverlängerung zum 30. November 2012 hin.

Herzliche Grüße
Volker Tewes
Stadtteilhaus Huchting

Bremer Heimstiftung    Telefon: 0421-57 22 110
Tegeler Plate 23          Fax: 0421-57 22 119
28259 Bremen             Volker.Tewes@Bremer-Heimstiftung.de
 
-------------------------------------------
Von: Stöver, Martin (SOZIALES) [mailto:Martin.Stoever@SOZIALES.BREMEN.DE]
Gesendet: 01.11.2012 09:10

Betreff: Bremer Preis gegen Gewalt in Pflege und Betreuung


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor etwa zwei Wochen wurden Sie vom "Bremer Forum gegen Gewalt in Pflege und Betreuung" über den "Bremer Preis gegen Gewalt in Pflege und Betreuung" informiert.

Verhinderung von Gewalt in Pflege und Betreuung ist natürlich auch ein Anliegen der Bremischen Wohn- und Betreuungsaufsicht.

Es genügt nicht, da, wo Gewalt vorkommt, ordnungsrechtliche, strafrechtliche oder arbeitsrechtliche Konsequenzen zu ziehen.

Wir brauchen gute Ideen dazu, was man vorbeugend gegen Gewalt tun kann. Solche Idee erwarten wir am ehesten von den Fachleuten aus der Praxis - "best practice" Beispiele also!

In diesem Sinne ermuntere ich Sie, die Chance wahrzunehmen, ihre fachliche Kreativität zu zeigen.

In den Anhängen erhalten Sie noch mal die schon vom Bremer Forum gegen Gewalt in Pflege und Betreuung übersandten Dokumente.

Mit freundlichen Grüßen,

Martin Stöver
Die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales
Bahnhofsplatz 29,  28195 Bremen
Fon +49(0)421 36189545
Fax +49(0)421 3612275
mailto: Martin.Stoever@soziales.bremen.de
www.soziales.bremen.de

P.S.: bei einem Verteiler mit ca. 200 Mail-Adressen kommen schon mal Lücken und Fehler vor – wenn Sie sehen, dass jemand, der/die diese Mail haben sollte, sie nicht, bitte ich um Weiterleitung!

„Bremische Wohn- und Betreuungsaufsicht“ ist der neue Name der Heimaufsicht!
Quelle + Organisation: "Bremer Forum gegen Gewalt in Pflege und Betreuung"
« Letzte Änderung: 29. Januar 2013, 23:30 von admin » Gespeichert

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