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Autor Thema: Wenn Pflegekräfte töten (3) - Mordversuch an Bremer Heimbewohnerin  (Gelesen 762 mal)
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« Antworten #3 am: 17. Oktober 2019, 18:18 »

Zitat
Seniorinnen vergiftet
Pflegehelfer muss vor Gericht

Bremer soll Seniorinnen Medikamente gespritzt haben – Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung


von Carolin Henkenberens und Nina Willborn

Bremen. Er soll zwei älteren Pflegeheimbewohnerinnen Medikamente gespritzt haben, obwohl es dafür keinen Grund gab und eine Frau damit sogar in Lebensgefahr gebracht haben: Ein 39 Jahre alter Pflegehelfer aus Bremen ist vom Landgericht Bremen wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt worden. Dies bestätigte Jan Stegemann, stellvertretender Sprecher des Landgerichts, auf Nachfrage. Zuerst hatte die „Bild“ darüber ­berichtet.


Der 39-Jährige war Anfang April festgenommen worden, nachdem eine 75-Jährige ins Krankenhaus gekommen war. Die Ärzte hatten damals Verdacht geschöpft, weil der Frau ohne medizinische Notwendigkeit Medikamente gespritzt worden waren. In der Anklageschrift heißt es laut Landgericht, dass der Mann der Frau zwischen dem 26. und 29. März 2019 Insulin gespritzt haben soll. Danach hatte er selbst die Rettungskräfte angerufen.

Aus diesem Grund werde dem Angeklagten nicht versuchter Mord vorgeworfen, wie es die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Das Schwurgericht werte das Verhalten des Mannes als Rücktrittsgedanken, sagte Stegemann. „Wenn der Notarzt nicht alarmiert worden wäre, wäre die Frau mit großer Wahrscheinlichkeit verstorben.“ Erst nach 48 Stunden intensivmedizinischer Behandlung war die 75-Jährige laut der Anklageschrift nicht mehr in einem lebensbedrohlichen Zustand. In dem zweiten Fall, der sich am 30. März ereignet haben soll, soll die Frau unverletzt geblieben sein.

Die abweichende Entscheidung des Gerichts sei das Ergebnis „eines normalen Prüfvorgangs“, erklärte Frank Passade, Sprecher der Staatsanwaltschaft. „Das heißt aber nicht, dass der Angeklagte am Ende nicht wegen eines versuchten Tötungsdelikts verurteilt werden kann.“

Der 39-Jährige hatte bereits bei seiner Vernehmung gestanden, der 75-jährigen Heimbewohnerin absichtlich die unnötigen Medikamente gegeben zu haben. Der Mann hatte in einem Pflegeheim in Bremen-Mitte gearbeitet. Bevor er dort angestellt wurde, soll er über eine Zeitarbeitsfirma in 35 weiteren Pflegeeinrichtungen gearbeitet haben. Die Polizei hatte eine Sonderermittlungsgruppe gebildet, um mögliche weitere Taten aufzudecken. Im Zuge dieser Ermittlungen sei der zweite Fall ans Licht gekommen, sagte Stegemann.

Ingolf Semper, Sprecher von Bethel im Norden, dem Träger der Einrichtung, betonte die gute und enge Zusammenarbeit mit der Polizei. „Wir sind froh, dass der Fall entdeckt wurde“, sagt er. „Auch wenn so etwas für die anderen Mitarbeiter zunächst keine einfache Situation war.“ Inzwischen seien die Geschehnisse aufgearbeitet. Auch mit den Angehörigen der Bewohner seien viele Gespräche geführt worden. „In so einer Situation ist vor allem Transparenz wichtig“, sagte Semper.


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„Bei Problemen in Einrichtungen ist die Betreuungsaufsicht ansprechbar.“
Bernd Schneider, Sprecher des Sozialressorts

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Nachdem die Vorfälle bekannt geworden waren, waren die Abläufe in dem Seniorenheim durch die Wohn- und Betreuungsaufsicht der Sozialbehörde untersucht worden. Überprüft worden war laut Bernd Schneider, Sprecher des Ressorts, auch der Zugang zu dem Wirkstoff Insulin, der strengen Auflagen unterliegt, sowie andere Faktoren, die die mögliche Tat hätten begünstigen können. Schneider: „In der Einrichtung ist ein Belegungsstopp verhängt worden.“ Diese Maßnahme, frei gewordene Betten vorerst nicht neu zu belegen, diene dazu, Probleme in der Organisation des Arbeitsalltags zu lösen. Laut Schneider sind dem Pflegeheim in dieser Hinsicht Auflagen erteilt worden.

„Bei Problemen in Einrichtungen ist grundsätzlich die Wohn- und Betreuungsaufsicht ansprechbar“, sagte Schneider. „Es können sich Bewohnerinnen und Bewohner melden, aber auch Angehörige oder das Personal selbst. Die Anrufer können sich auch anonym melden.“ Die Wohn- und Betreuungsaufsicht gehe jedem Hinweis auf Missstände nach.

Der Prozess beginnt am 29. Oktober um 9 Uhr. Bis zur Urteilsverkündung sind neun weitere Verhandlungstage angesetzt.
Quelle: Weser-Kurier, S. 7, 17.010.2019
« Letzte Änderung: 17. Oktober 2019, 18:18 von admin » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 08. August 2019, 21:43 »

Zitat
Frau schwebte in Lebensgefahr
Bremer Pflegehelfer wegen versuchten Mordes angeklagt


Pascal Faltermann 16.07.2019

Die Bremer Staatsanwaltschaft hat gegen einen Bremer Pflegehelfer Anklage wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Die Bremer Staatsanwaltschaft hat einen 39-jährigen Pflegehelfer aus Bremen wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Der Mann wird verdächtigt, im März 2019 zwei Bewohnerinnen eines Pflegeheims in der Stadtmitte absichtlich unnötige Medikamente gegeben zu haben. Eine medizinische Notwendigkeit habe dafür nicht vorgelegen. Eine 75-jährige Bewohnerin des Heims geriet dadurch in Lebensgefahr. Der beschuldigte Mann sitzt seit dem 10. April in Untersuchungshaft, teilte Claudia Kück, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, am Dienstag mit. Es wird nicht ausgeschlossen, dass es weitere Taten gibt. Die Ermittlungen laufen.

Der Pflegehelfer gestand nach seiner Festnahme bei der Vernehmung, dass er der Heimbewohnerin absichtlich die unnötigen Medikamente gegeben hatte. Anschließend leitete er laut Staatsanwaltschaft Rettungsmaßnahmen ein. Die betroffene Seniorin musste nach der Tat Ende März ins Krankenhaus gebracht und auf einer Intensivstation behandelt werden. Dass der Frau Medikamente verabreicht worden waren, machte die behandelnden Ärzte stutzig. Die 75-jährige Frau befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Auch einer zweiten Bewohnerin soll der Mann, der über eine Zeitarbeitsfirma in dem Pflegeheim in der Bremer Innenstadt angestellt war, medizinisch nicht indizierte Arzneimittel gegeben haben.

Derzeit „überprüfen wir seine früheren Arbeitsstätten“, sagte Kück. Um welche Art von Medikamenten es sich in diesen Fällen handelt, könne derzeit nicht gesagt werden, um die weiteren Ermittlungen nicht zu beeinflussen. Ein Termin für die Hauptverhandlung am Landgericht Bremen steht bislang noch nicht fest.

Wie der WESER-KURIER berichtete, hatte der Pfleger gestanden, einer pflegebedürftigen Frau die unnötigen Medikamente gegeben zu haben. Daraufhin hatte die Polizei eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe gegründet. Laut Staatsanwaltschaft soll sie untersuchen, ob es auch an anderen Einsatzorten des Pflegers Auffälligkeiten gegeben hat. Der Pfleger habe nach eigenen Angaben über eine Zeitarbeitsfirma in rund 35 Bremer Einrichtungen gearbeitet, hieß es.

Der Fall erinnert an den verurteilten Patientenmörder Niels Högel, der am 6. Juni am Landgericht Oldenburg wegen 85 Morden zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Er spritzte seine Opfer als Krankenpfleger in Oldenburg und Delmenhorst mit Medikamenten zu Tode. Dabei brachte er Patienten in lebensbedrohliche Situationen, um sie zu reanimieren. Viele überlebten das nicht.
Quelle: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-bremer-pflegehelfer-wegen-versuchten-mordes-angeklagt-_arid,1845192.html
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« Antworten #1 am: 13. April 2019, 13:23 »

Zitat
Pfleger vergiftet Patientin + Soko „Lotus“ auf der Spur des Täters + Pflegeheim-Chefin spricht in BILD

Polizei untersucht 35 Pflegeheime

von: ASTRID SIEVERT veröffentlicht am 11.04.2019 - 17:44 Uhr


Bremen – Schockiertes Schweigen im Pflegezentrum Am Doventor. Die Mitarbeiter der Einrichtung, die zur diakonischen Stiftung Bethel gehört, können nicht fassen, was ihr neuer Kollege (39) getan hat.

Der Krankenpfleger gab im Geständnis zu, dass er eine Bewohnerin (75) des Pflegezentrums (81 Plätze) Ende März absichtlich mit Medikamenten vergiftete. Anschließend leitete er eine Wiederbelebung ein.

Auf der Intensivstation retteten Ärzte das Leben der Seniorin, schöpften Verdacht und alarmierten die Polizei (BILD berichtete).

Ein Richter steckte den Bremer Mittwochabend wegen versuchten Mordes in U-Haft.

Großalarm bei der Kripo, weil der Fall Parallelen zu den Taten von Niels Högel (42) aufweist.

In der Befürchtung, dass der Bremer der nächste Serien-Todespfleger sein könnte, bildete die Kripo die Soko „Lotus“. Zehn Beamte untersuchen alle verdächtigen Krankheits- und Todesfälle im Umfeld des 39-Jährigen auf mögliche weitere Opfer.

Mordermittler, Analysten, Toxikologen und Rechtsmediziner sind auf der Spur des Beschuldigten.

Viel zu tun für die Soko: Der Mann war über Zeitarbeitsfirmen in rund 35 Pflegeheimen beschäftigt, wurde im Januar erst im Pflegezentrum fest angestellt.

Geschäftsführerin Stefanie Schwinge-Fahlberg zu BILD: „Es ist unglaublich. Unsere Mitarbeiter kümmern sich aufopferungsvoll um unsere Bewohner. Aber ein Einzelner, der noch nicht einmal seine Probezeit überstanden hatte, kann eine ganze Berufsgruppe in Verruf bringen. Gott sei Dank hat unsere Bewohnerin die Tat überlebt.“
Quelle: https://www.bild.de/regional/bremen/bremen-aktuell/pfleger-vergiftet-patientin-polizei-untersucht-35-pflegeheime-61189718.bild.html



Zitat
Polizei befürchtet neue Högel-Serie
Pfleger (39) vergiftet Patientin (75)

von: ASTRID SIEVERT veröffentlicht am 10.04.2019 - 17:50 Uhr

Bremen – Gibt es in Bremen jetzt einen zweiten Todespfleger wie Niels Högel?

Die Polizei nahm am Mittwoch in einem Pflegeheim in der Innenstadt einen Krankenpfleger (39) fest. Sie ermittelt gegen den Mann wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Mordes an einer Pflegeheim-Bewohnerin (75).

Der schockierende Verdacht: Er soll der Seniorin nicht verordnete Medikamente verabreicht haben, an denen sie hätte sterben können. Anschließend leitete der Pfleger Rettungsmaßnahmen ein.

Wie Polizeisprecher Nils Matthiesen am Mittwoch mitteilte, wurde sein Opfer bereits Ende März mit einem auffallend niedrigen Blutzuckerwert in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Rentnerin musste auf die Intensivstation, bis sich ihr Zustand stabilisierte.

Ärzte schöpften Verdacht, schalteten die Polizei ein. Ermittler stellten den Krankenpfleger, er legte ein Geständnis ab.

Erschreckend viele Parallelen zu den Taten des Todespflegers Niels Högel (42). Er sitzt bereits wegen Mordes aus Geltungssucht an sechs Patienten lebenslänglich im Gefängnis, steht aktuell wegen weiterer 100 Morde in Oldenburg vor Gericht.

Zum Motiv des Bremer Pflegers geben die Ermittler noch keine Auskunft. Sicher ist jedoch, dass auch sie Parallelen zum Fall Högel befürchten: Sie gründeten eine Ermittlungsgruppe.

Nach BILD-Informationen untersuchen Kripo-Beamte alle Kranken- und Todesfälle aus dem betroffenen Pflegeheim und von Patienten, mit denen der 39-Jährige Kontakt hatte.

Die Staatsanwaltschaft beantragte U-Haft.
Quelle: https://www.bild.de/regional/bremen/bremen-aktuell/neue-hoegel-serie-in-bremen-pfleger-39-vergiftet-patientin-75-61167136.bild.html
« Letzte Änderung: 13. April 2019, 13:35 von admin » Gespeichert

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« am: 11. April 2019, 15:35 »

Zitat
Krankenpfleger hat gestanden
Mordversuch in Bremer Heim: Polizei weitet Ermittlungen aus

Der Bremer Krankenpfleger, der einer 75-Jährigen absichtlich unnötige Medikamente gegeben hat, hat seine Tat gestanden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Bremen am Donnerstag mit. ...
Quelle: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-festgenommener-krankenpfleger-aus-bremen-gesteht-die-tat-_arid,1821537.html, 11.04.2019



Zitat
Festgenommener Pfleger:
Bremer Polizei setzt Ermittlungsgruppe ein


  • Ermittlungsgruppe "Lotus" soll auch nach weiteren möglichen Fällen suchen
  • Bremer Polizei stellt dafür zehn Beamte ab
  • Pfleger hatte zugegeben, einer 75-Jährigen ohne medizinischen Grund Medikamente gegeben zu haben

Die Bremer Polizei und die Staatsanwaltschaft verdächtigen einen Krankenpfleger des versuchten Mordes. Wie die Polizei mitteilte, soll der 39-Jährige einer Frau in einem Pflegeheim ein Medikament gegeben haben, das ihren Blutzuckerspiegel gefährlich senkte. Anschließend soll er Rettungsmaßnahmen eingeleitet haben.

Ärzte hatten Ende März Verdacht geschöpft, als die 75-Jährige mit einem auffallend niedrigen Blutzuckerwert in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Sie musste auf einer Intensivstation behandelt werden, bis sich ihr Zustand stabilisierte. Laut Polizei kamen die Ärzte in der Folge zu der Einschätzung, dass die Frau Medikamente erhalten hatte, ohne dass diese verschrieben worden wären.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der Mann die Tat eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann, der in den vergangenen Jahren in bis zu 35 Pflegeeinrichtungen tätig war. Die Polizei ermittelt jetzt, ob es dort weitere Vorfälle dieser Art gegeben hat. Dafür wurde eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen "Lotus" eingesetzt. Zehn Beamte wurden dafür abgestellt.

Man werde genau untersuchen, ob es dort ungeklärte Todesfälle gegeben hat und ob eine Verbindung zu dem Tatverdächtigen gezogen werden kann.

Auch wenn Parallelen im Tathergang offensichtlich sind, wollen die Ermittler nicht vorschnell Vergleiche mit dem Fall des Krankenpflegers Niels Högel ziehen. Der war wegen Serienmordes in den Kliniken von Oldenburg und Delmenhorst zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Quelle: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/kurz-notiert/versuchter-mord-pflegeheim-bremen-100.html, 11.04.2019



Zitat
Ermittlungen gegen Krankenpfleger wegen versuchten Mordes


Ein Bremer Krankenpfleger hat gestanden, eine 75-jährige Heimbewohnerin absichtlich vergiftet zu haben. Nun sucht die Staatsanwaltschaft weitere Opfer.
Quelle: https://www.butenunbinnen.de/videos/krankenpfleger-mord-ermittlungen-100.html + https://www.youtube.com/watch?v=zTtPRzBlmvU



Zitat
Staatsanwaltschaft ermittelt
Mordversuch in Bremer Pflegeheim

von Lisa-Maria Röhling 10.04.2019

Ein Krankenpfleger soll versucht haben, eine 75-jährige Pflegeheimbewohnerin mit Medikamenten zu töten. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Mordes.

Ein 39-jähriger Krankenpfleger soll in einem Pflegeheim in der Bremer Innenstadt versucht haben, eine 75-jährige Bewohnerin mit Medikamenten zu töten. Das teilte die Polizei Bremen am Mittwoch mit. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb einen Untersuchungshaftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter gestellt. Der junge Mann wurde vorläufig festgenommen. Er soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft bereits in mehreren Pflegeeinrichtungen gearbeitet haben.

Die genauen Hintergründe der Tat sind momentan noch unklar. Nach Angaben der Polizei soll der Krankenpfleger bereits Ende März versucht haben, die Heimbewohnerin zu töten. So habe er der 75-Jährigen zunächst Medikamente verabreicht, um sie dann anschließend zu reanimieren. Die Frau wurde daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert, die behandelnden Ärzte stellten einen auffallend niedrigen Blutzuckerwert fest. Die ältere Dame musste auf der Intensivstation behandelt werden, ihr Zustand stabilisierte sich aber.

Dass der Frau Medikamente verabreicht worden waren, machte die behandelnden Ärzte stutzig, weil es nicht medizinisch notwendig gewesen sei. Entsprechende Nachforschungen der Polizei Bremen führten schließlich zu dem 39-Jährigen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird nun ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet. Wann es allerdings zur Anklage oder einem entsprechenden Strafprozess kommen könnte, ist momentan noch unklar.

Fall erinnert an den des Krankenpflegers Niels Högel
Eine gesonderte Ermittlungsgruppe der Bremer Polizei soll den Fall nun aufklären. Dabei werden nach Angaben von Frank Passade, Sprecher der Staatsanwaltschaft Bremen, auch ehemalige Arbeitsplätze des mutmaßlichen Täters eine Rolle spielen. Der 39-Jährige gab demnach an, vor seiner Einstellung in dem Pflegeheim in Bremen Mitte über eine Zeitarbeitsfirma bereits in 35 Pflegeeinrichtungen gearbeitet zu haben. "Dort wird überprüft, ob es Geschehnisse gab, die wie eine Straftat aussehen", sagte Passade. Über das Pflegeheim in Bremen, in dem die Tat im März passierte, wollte er keine weiteren Angaben machen.

Der Fall erinnert an den des Krankenpflegers Niels Högel. Der ehemalige Krankenpfleger steht aktuell wegen mehrfachen Mordes in Oldenburg vor Gericht, mehr als 100 Patienten soll er in Kliniken in Delmenhorst und Oldenburg getötet haben.
Quelle: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-mordversuch-in-bremer-pflegeheim-_arid,1821305.html
« Letzte Änderung: 13. April 2019, 13:25 von admin » Gespeichert

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