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Autor Thema: SKANDAL: Wenn Pflegekräfte töten ...  (Gelesen 5994 mal)
admin
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« Antworten #11 am: 30. Juni 2016, 01:18 »

Grauen ohne Ende

Er tötete statt zu helfen: Der Ex-Pfleger Niels H. sitzt wegen Mordes an Patienten im Gefängnis. Die gerichtlich aufgearbeiteten Fälle scheinen jedoch nur Teil einer beispiellosen Serie zu sein.

Mehr als ein Jahrzehnt ist der Vater, die Mutter, der Ehepartner schon tot. Doch für viele Angehörige von Patienten, die an den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst starben, nimmt das Leid kein Ende. Seit Jahren plagt sie die Ungewissheit: War es ein natürlicher Tod oder war es Mord? Ermittler sind an den beiden Kliniken einer der wohl größten Krankenhaus-Mordserien in Deutschland auf der Spur. Im Verdacht steht der Ex-Pfleger Niels H. Wegen fünf Taten ist er bereits überführt und verurteilt. Doch diese Fälle sind offensichtlich nur die Spitze des Eisberges. ...

Quelle: www.weser-kurier.de, 23.06.2016

* WESER-KURIER_Seite14_23-06-2016.pdf (181.81 KB - runtergeladen 11 Mal.)
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« Antworten #10 am: 14. Juni 2016, 19:14 »

Zitat
KLINIKTÖTUNGEN
Meldesystem soll Mordserie verhindern
Sonderausschuss legt Empfehlungen vor – Bessere Leichenschau und Stationsapotheken


Der Landtags-Ausschuss will die Patientensicherheit erhöhen. Vorgeschlagen werden auch Pflichtschulungen. ...
Quelle: http://www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/meldesystem-soll-mordserie-verhindern_a_6,1,2641134237.html



Zitat
Abschlußbericht vom Sonderausschuss „Stärkung der Patientensicherheit und des Patientenschutzes“

Niedersächsischer Landtag – 17. Wahlperiode   Drucksache   17/0000
Stand: 14.04.2016


Der Niedersächsische Landtag hat in seiner 57. Sitzung am 18.02.2015 den Sonderausschuss „Stärkung der Patientensicherheit und des Patientenschutzes“ eingesetzt; zu dem ihm mit dem Einsetzungsbeschluss erteilten Auftrag legt der Sonderausschuss den anliegenden Abschlussbericht vor. ...
Quelle: http://www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/meldesystem-soll-mordserie-verhindern_a_6,1,2641134237.html, http://bit.ly/nwz-abschlussbericht


Zitat
Die "Karriere" eines Serienmörders

Am Anfang gab es nur Hinweise und ein ungutes Gefühl bei Kollegen, am Ende kommt möglicherweise eine Mordserie unvorstellbaren Ausmaßes ans Licht. Krankenpfleger Niels H. soll im Dienst Patienten getötet haben, immer und immer wieder. Zuerst im Klinikum Oldenburg, anschließend im Klinikum Delmenhorst. Eine immer größere Zahl von Verdachtsfällen wird überprüft. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg wird kritisiert, weil sie erst spät auf Hinweise zu weiteren Morden reagiert hat. Eine Chronologie der Ereignisse. ...
Quelle: http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Die-Karriere-eines-Serienmoerders,krankenpfleger402.html

* Entwurf Abschlussbericht insgesamt - Überarbeitung Gliederung 741.pdf (634.06 KB - runtergeladen 14 Mal.)
* Die Karriere eines Seienmörders_NDR-Chronologie.pdf (3674.05 KB - runtergeladen 11 Mal.)
« Letzte Änderung: 14. Juni 2016, 19:52 von admin » Gespeichert

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« Antworten #9 am: 14. Juni 2016, 19:03 »

Zitat
In zwölf Fällen Hinweise auf Tötung
Klinikum-Morde: Neue Exhumierungen


von Andreas D. Becker 24.02.2015

Die Gräber von einem Dutzend ehemaliger Patienten des Klinikums Delmenhorst werden geöffnet. Sie alle könnten von Ex-Krankenpfleger Niels H. auf der Intensivstation des städtischen Krankenhauses getötet worden sein. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft gestern mit, weitere Exhumierungen sind sehr wahrscheinlich. Zudem haben die Ermittler H. als Täter bei acht Fällen beim Rettungsdienst im Landkreis Oldenburg und bei 20 am Klinikum Oldenburg im Verdacht.

Zwölf Gräber werden in den kommenden Wochen geöffnet. Es sind die Gräber von ehemaligen Patienten des Klinikums Delmenhorst. Sie lagen alle auf der Intensivstation. Sie alle könnten Opfer von Krankenpfleger Niels H. geworden sein. Ob er ihnen das Herzmedikament Gilurytmal gespritzt hat, um sie in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen und sie dann wiederzubeleben, müssen die Untersuchungen der Leichname zeigen. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen zumindest derzeit davon aus, wie sie am Montag bei einer Pressekonferenz im Klinikum Oldenburg berichteten.

Das Beunruhigende an dieser Zahl: Derzeit sind erst 23 von 174 Fällen am Klinikum Delmenhorst von einem unabhängigen Gutachter untersucht, schon jetzt sind also mehr als die Hälfte der Todesfälle verdächtig. Bislang hatte Niels H., gegen den derzeit ein Verfahren am Landgericht Oldenburg wegen drei Morden und zwei versuchten Morden läuft und der 2008 bereits wegen versuchten Mordes zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, behauptet, dass bis zu 30 Menschen seinetwegen gestorben seien, wobei die Zahl immer eine Schätzung war. Zudem bestritt der ehemalige Krankenpfleger, an anderen Arbeitsplätzen getötet zu haben.

Doch die Ermittler legten andere Zahlen vor. Von 1999 bis 2002 war H. am Klinikum Oldenburg beschäftigt. Das Krankenhaus hat selbst ein Gutachten für diese Zeit in Auftrag gegeben, dabei sind zwölf Fälle gefunden worden, in denen beim Tod von außen nachgeholfen wurde. „Wir beschränken uns aber nicht auf das Gutachten des Klinikums“, sagte die leitende Oberstaatsanwältin Daniela Schiereck-Bohlmann. „Wir haben unser eigenes Gutachten erstellt und kommen derzeit auf 20 Sterbefälle, die verdächtig sind.“

Nicht nur in diesen 20 Fällen wird genauer ermittelt. Auch in der Zeit, in der H. beim Deutschen Roten Kreuz in Ganderkesee nebenberuflich als Rettungssanitäter gearbeitet hat, gibt es Auffälligkeiten: In acht Fällen sind Verfahren eingeleitet worden. „Das waren Patienten, die reanimationspflichtig geworden sind“, erklärte Arne Schmidt, der die Sonderkommission „Kardio“ leitet. Es waren Reanimationen, die nicht zum Krankheitsbild der Patienten passten. H.s Jobs in Wilhelmshaven sind teilweise noch nicht ausgewertet, für seine Zeit am St.-Willehad-Krankenhaus seien laut Daniela Schiereck-Bohlmann aber „keinerlei konkrete Hinweise“ auf Taten von H. vorhanden.

„Wir wollen das Treiben von Niels H. vollumfänglich aufklären“, sagte Thomas Sander, stellvertretender Leiter der Staatsanwaltschaft Oldenburg. Er räumte auch ein, dass die Ermittlungen „nicht mit der gebotenen Geschwindigkeit“ durchgeführt wurden. „Es gab Pannen und Verzögerungen, die nicht hätten passieren dürfen“, sagte Sander. „Ich möchte mich im Namen der Staatsanwaltschaft bei allen Angehörigen entschuldigen.“

Die ersten acht Gräber sollen demnächst geöffnet werden, die Behörden wollen dafür immer friedhofsweise vorgehen. Wann das genau sein wird, ist noch unbekannt, erst müssen die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben werden. Ein Film- und Fotografier-Verbot auf dem entsprechenden Friedhof, über den im Vorfeld noch keine Angaben gemacht werden, soll schon am 15. Februar verhängt worden sein. An den Tagen, an denen die Gräber geöffnet werden, wird es auch zu Beeinträchtigungen für die Besucher auf den jeweiligen Friedhöfen kommen, maximal soll es sich um „eine mittlere zweistellige Zahl“ von Friedhöfen im Nordwesten Niedersachsens handeln, sagte Polizeipräsident Johann Kühme.

„Wir werden die Eingänge an den jeweiligen Tagen absperren“, erklärte Schmidt das Vorgehen. Die Besucher müssen sich darauf einstellen, durchsucht und von Beamten zu den Grabstellen, die sie besuchen möchten, begleitet zu werden. So soll verhindert werden, dass Fotos oder Filme von den Arbeiten und eventuell den Leichnamen gemacht werden. Die Gräber sollen jeweils noch am gleichen Tag wieder geschlossen werden. Nach der Obduktion gibt es eine erneute Bestattung in einem neuen Sarg, auch wird das Grab wieder hergerichtet. Die 6000 bis 7000 Euro für eine Exhumierung bezahlen Polizei und Staatsanwaltschaft, auf die Angehörigen kommen keine Kosten zu.
Quelle: http://www.weser-kurier.de/region/delmenhorster-kurier_artikel,-Klinikum-Morde-Neue-Exhumierungen-_arid,1064252.html



Zitat
Delmenhorst: Kranken tödliche Dosis gespritzt
Pfleger unter Mordverdacht: Soko exhumiert acht Leichen

Mehr als 200 Patienten könnte ein Krankenpfleger getötet haben. Mehr als zehn Jahre ist das her - die Opfer sind schon lange beerdigt. Jetzt lässt die Polizei einige Leichen ausgraben. ...
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/delmenhorst-kranken-toedliche-dosis-gespritzt-pfleger-unter-mordverdacht-soko-exhumiert-acht-leichen/11382948.html, 26.02.2016



Zitat
MORD IM KRANKENHAUS
Pfleger von Delmenhorst droht lebenslange Haft

Er wollte den Helden spielen, die Routine durchbrechen. Deshalb soll ein Pfleger Patienten getötet haben. Nun droht ihm lebenslange Haft, doch mit dem Urteil ist der Fall längst nicht abgeschlossen. ...
Quelle: http://www.welt.de/regionales/hamburg/article137829035/Pfleger-von-Delmenhorst-droht-lebenslange-Haft.html
« Letzte Änderung: 14. Juni 2016, 19:20 von admin » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 14. Januar 2016, 23:46 »

Zitat
Exhumierungen in Stuhr und Ganderkesee
Klinikum-Morde Delmenhorst: Sieben neue Opfer gefunden


Andreas D. Becker 14.01.2016

Sieben neue vermeintliche Opfer von Ex-Krankenpfleger Niels H. sind nun gefunden worden. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilen, gab es auf fünf Friedhöfen in den Gemeinden Stuhr und Ganderkesee 16 weitere Exhumierungen.

Damit wurden seit Beginn der Graböffnungen im Frühsommer des Vorjahres 63 Verstorbene auf den im Herzmedikament Gilurytmal enthaltenen Wirkstoff Ajmalin hin untersucht, 21 Mal konnte er nachgewiesen werden.

H. hatte Patienten auf der Intensivstation des Klinikums Delmenhorst das Medikament gespritzt, um sie zuerst in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen und sie dann wiederzubeleben.

Ende 2015 wurden laut Mitteilung der Ermittler Gräber auf den Friedhöfen Heiligenrode, Brinkum, Alt-Stuhr und Moordeich in der Gemeinde Stuhr und auf dem Friedhof Bookholzberg geöffnet. Und die Ermittlungen dauern an, „Polizeidirektion Oldenburg und Staatsanwaltschaft werden die Exhumierungen auf weiteren Friedhöfen fortsetzen“. Es wird sicherlich noch einige Monate dauern, bis der Abschlussbericht vorliegen wird, wobei Martin Rüppell, Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg nicht abschätzen konnte, wann die Akte H. genau geschlossen werden kann.

Patientenakten werden immer noch begutachtet
Zumal noch nicht einmal alle in Frage kommenden Fälle untersucht sind. Immer noch ist ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutachter dabei, Patientenakten zu betrachten. 174 Verdachtsfälle gab es allein in Delmenhorst, Patienten, die während der Dienstzeiten von Niels H. starben oder kurz nach seinem Schichtende.

Es sind ausschließlich Patienten, die nicht feuerbestattet wurden, denn dann lässt sich der Wirkstoff Ajmalin nicht mehr nachweisen. In allen Fällen, die sich laut Gutachter nicht plausibel durch die Erkrankung und den Krankheitsverlauf erklären lassen, wird genauer geschaut, ob die Patienten ermordet wurden. Wann alle Gutachten vorliegen, konnte Rüppell nicht sagen.

Insgesamt ermittelt die Polizei in über 200 Verdachtsfällen. Unter anderem gab es auch welche in Wilhelmshaven, wo H. aufgewachsen ist und im St.-Willehad-Hospital gelernt hat. Später, 2008, als das Urteil aus seinem ersten Prozess noch nicht rechtskräftig war, arbeitete er an der Jade noch in einem Seniorenheim und fuhr Rettungsdienst. Doch offenbar hat er dort niemanden getötet, zumindest ergaben die Ermittlungen „keine konkreten Hinweise“.

In über 20 Verdachtsfällen sind auch Ermittlungen wegen des Anfangsverdachtes des Mordes gegen H. während seiner Zeit am Klinikum Oldenburg eingeleitet worden. An diesem Punkt laufen die Ermittlungen noch, wie Rüppell sagte.

Ermittlungen gegen acht Mitarbeiter
Auch die Ermittlungen gegen acht Mitarbeiter der Kliniken Oldenburg und Delmenhorst wegen des Anfangsverdachts des Totschlags durch Unterlassen laufen noch. „Aber erst müssen wir die Taten des Vordermanns, wie man juristisch sagt, also von Niels H., aufklären“, erklärte Rüppell, warum dort noch keine Fortschritte zu vermelden sind. Die letzte Baustelle, die die Ermittler bearbeiten, ist H.s Zeit beim Rettungsdienst in Ganderkesee. Auch dort heißt es: Die Ermittlungen laufen noch.

Im jüngsten Prozess gegen Niels H. – in dem er Ende Februar 2015 für zwei Morde, zwei versuchte Morde in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung sowie einer schweren Körperverletzung zu lebenslanger Haft verurteilt wurde – hatte er eingeräumt, auf der Intensivstation in Delmenhorst 90 Patienten Gilurytmal gegeben zu haben. 30 – inklusive der damals verhandelten fünf Fälle – seien daraufhin gestorben. Die bisherigen Ermittlungen und Funde scheinen diese Aussage zu stützen.

H. arbeitete von Dezember 2002 bis Juni 2005. Damals wurde er auf frischer Tat von Kollegen ertappt, anschließend wurde er wegen des versuchten Mordes an einem Patienten 2008 rechtskräftig zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Im Rahmen der damaligen Ermittlungen pickte sich der Staatsanwalt acht weitere Fälle heraus, wobei bei fünf Patienten Ajmalin nachgewiesen wurde.

Der Prozess wegen dieser fünf Fälle begann im September 2014 und erregte bundesweites Medieninteresse, auch weil sich schnell abzeichnete, dass H. der wohl größte Serienmörder der bundesrepublikanischen Geschichte sein würde. Obwohl die Fakten, die in dem Prozess auf den Tisch kamen, schon deutlich früher bekannt waren, starteten Staatsanwaltschaft und Polizei erst im November 2014 mit den allumfassenden Ermittlungen, die bis heute andauern.
Quelle: http://www.weser-kurier.de/region/...


Zitat
13.01.2016 | 44:26 Min. | WDR dieStory

Wenn der Pfleger der Mörder ist - Der Fall Niels Högel


Quelle: https://youtu.be/FnllftiBp2s

Die Medien bezeichnen Niels Högel als größten Massenmörder seit dem zweiten Weltkrieg. Dabei ist Högel keine Ausnahme. Immer wieder töten Krankenschwestern und Pfleger Patienten. Und immer fällt es den Kollegen erst anschließend wie Schuppen von den Augen. Berichten sie vom mulmigen Gefühl, das sie schon immer gehabt hätten.
Quelle: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/die-story/video-wenn-der-pfleger-der-moerder-ist---der-fall-niels-hoegel-102.html
« Letzte Änderung: 07. Juli 2016, 14:39 von admin » Gespeichert

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« Antworten #7 am: 14. Juli 2015, 12:18 »

Zitat
FALL DES KRANKENPFLEGERS NIELS HÖGEL
Noch mehr Klinik-Morde?

Die Polizei exhumiert Leiche um Leiche. Für einen neuen Prozess gibt es bereits zwölf potenzielle Nebenkläger. Eine Ausschuss-Anhörung wurde abgesagt.


Von Marco Seng

OLDENBURG/DELMENHORST/HANNOVER Neue Verdachtsfälle im Fall Niels Högel: Nach NWZ-Informationen hat die Polizei bei den laufenden Exhumierungen auf Friedhöfen im Nordwesten bisher bis zu fünf mögliche weitere Opfer des Klinikmörders gefunden. Neben dem Friedhof in Ganderkesee, wo die Untersuchungen bereits abgeschlossen sind, exhumiert die Polizei derzeit Leichen auf Friedhöfen in Delmenhorst. ...


[weitere Artikel zu den Klinik-Morden in der NWZ-online >>]

Quelle: http://www.nwzonline.de/gericht/noch-mehr-klinik-morde-noch-mehr-klinik-morde_a_29,0,2346736833.html, 24.06.2015
« Letzte Änderung: 21. Januar 2016, 17:18 von admin » Gespeichert

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« Antworten #6 am: 12. Mai 2015, 20:06 »

Zitat
Schmerzensgeldfür Klinik-Morde

Delmenhorst (ab). Das Klinikum Delmenhorst übernimmt für die Morde seines ehemaligen Intensivpflegers Niels H. die Verantwortung und bezahlt den Angehörigen Schmerzensgeld und Schadensersatz. Das hat der Kommunale Schadensausgleich (KSA) – die Versicherung des städtischen Krankenhauses – der Anwältin der Opfer, Gaby Lübben, mitgeteilt. „Das ist ein schöner Tag“, sagte sie mit Blick auf die Reaktionen der Familien, die sie in dem umfangreichen Mordprozess vor dem Landgericht Oldenburg in der Nebenklage vertreten hat.

Ende Februar wurde H. wegen zwei Morden, zwei Mordversuchen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und einer gefährlichen Körperverletzung zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Erleichterung ihrer Mandaten sei auch deswegen groß, weil nun ein zivilrechtlicher Prozess vermieden werden kann. „Vor Gericht besteht immer ein gewisses Risiko, zudem wäre ein Prozess eine enorme psychische Belastung gewesen.“ Sie muss nun mit dem KSA die genauen Summen aushandeln, rund vier Wochen werde das wohl dauern.

Derzeit laufen noch Ermittlungen in über 170 Fällen gegen H., in denen er ebenfalls Patienten getötet haben könnte. Dazu werden zahlreiche Leichen exhumiert. Ergebnisse dieser Untersuchungen wollen die Ermittler nach derzeitigem Stand im Spätsommer veröffentlichen.
Quelle: www.weser-kurier.de, 12.05.2015
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« Antworten #5 am: 21. April 2015, 14:33 »

Zitat
Ex-Staatsanwalt entgeht Prozess
Kein Nebenverfahren im Fall Niels H.


Oldenburg (ab). Strafvereitelung im Amt, Rechtsbeugung in zwei Fällen: So lautete der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Osnabrück gegen einen ehemaligen Oberstaatsanwalt aus Oldenburg. Er war von August 2011 bis November 2013 Chef-Ermittler gegen den Ex-Krankenpfleger Niels H., der nach eigenen Angaben mindestens 30 Patienten im Klinikum Delmenhorst getötet hat. Dem Ex-Staatsanwalt wird aber kein Prozess gemacht. Das teilte Jörg Sprenger für das Landgericht Oldenburg mit – das Gericht übrigens, an dem der Beschuldigte mittlerweile selbst Richter ist.

Die erste Strafkammer sah keinen hinreichenden Tatverdacht, zudem ging sie davon aus, dass ein Prozess ohne Urteil enden würde. „Vor allem der Vorwurf, er habe vorsätzlich gehandelt, lässt sich nach Ansicht der Kammer nicht halten“, erklärte Sprenger. Der frühere Staatsanwalt habe die Akten „fortlaufend gefördert“, wie es im Amtsdeutsch heißt, er habe Ermittlungen ausgeweitet und selbst eine Überlastungsanzeige geschrieben. Die Kammer habe sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht, sagte Sprenger, weil allen bewusst gewesen sei, wie die Öffentlichkeit auf eine Nicht-Eröffnung des Verfahrens reagieren könnte. Deswegen wurden sogar Zeugen befragt: der den Mordprozess gegen Niels H. leitende Richter Sebastian Bührmann und der Leiter der Staatsanwaltschaft Oldenburg, Roland Herrmann.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat nun die Möglichkeit einer Beschwerde. Dort war am Montag für eine Stellungnahme niemand zu erreichen. Gaby Lübben, Opferanwältin im Mordprozess gegen Niels H., sagte: „Ich gehe davon aus, dass das Landgericht alles gut geprüft hat und kann mit der Entscheidung leben.“
Quelle: www.weser-kurier.de, 01.09.2015



Zitat
Anklage gegen Ex-Staatsanwalt

VON SILKE LOODEN

Osnabrück·Delmenhorst. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück erhebt im Fall des Delmenhorster Ex-Krankenpflegers Niels Högel Anklage gegen einen ehemaligen Oldenburger Oberstaatsanwalt wegen verschleppter Ermittlungen. Der Jurist soll keine weiteren Exhumierungen zur Überprüfung von Todesfällen veranlasst und die Aussagen von Mitgefangenen des inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilten Ex-Krankenpflegers nicht ernst genommen haben. Der Strafjurist war von August 2011 bis November 2013 für den Fall Niels Högel zuständig. Die Anklageschrift wirft ihm Strafvereitelung im Amt sowie Rechtsbeugung in zwei Fällen vor. „Das ist das Schlimmste, was einem Staatsanwalt passieren kann“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Alexander Retemeyer, selbst Oberstaatsanwalt. Ermittlungen gegen einen weiteren Juristen der Staatsanwaltschaft Oldenburg hätten dagegen nichts ergeben.

Während des Prozesses gegen den Krankenpfleger hatte sich die Staatsanwaltschaft Oldenburg bereits bei den Angehörigen der Opfer entschuldigt, dass jahrelang nicht mit Nachdruck ermittelt wurde. Die Überprüfung durch die Staatsanwaltschaft Osnabrück bestätigt nun den Verdacht von Opferanwältin Gaby Lübben. Sie war nach eigenen Angaben wegen ihrer Verschleppungsvorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft Oldenburg sogar bedroht worden. Lübben: „Die Anklageerhebung bestätigt unsere Vermutung. Wir gehen fest von einer Verurteilung aus.“

Niels Högel war am 26. Februar wegen Mordes an zwei Patienten des Klinikums Delmenhorst sowie zwei Mordversuchen mit gefährlicher Körperverletzung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Vor Gericht hatte er gestanden, für insgesamt 30 Morde verantwortlich zu sein. Er soll Patienten auf der Intensivstation ein starkes Herzmittel gegeben haben, um sich später bei der Reanimation hervorzutun.
Der Dezernatsvorgänger des nun angeklagten Ex-Staatsanwalts hatte bereits neun Exhumierungen veranlasst. In fünf Fällen war das Medikament Gilurytmal nachgewiesen worden. Derzeit erfolgen weitere Exhumierungen. Insgesamt werden 174 Todesfälle von der Sonderkommission „Kadio“ überprüft.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Osnabrück hat der Anklagte auch nicht auf die Aussagen von Mitgefangenen des Krankenpflegers reagiert. Diese hatten berichtet, dass Niels Högel in der Haft von den Morden gesprochen hatte. „Damit war eine ausreichende Beweislast gegeben“, meint die Staatsanwaltschaft. Dennoch habe der Jurist nichts unternommen. Im Falle einer Verurteilung drohe ihm eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.

Der Fall Niels Högel ist also noch lange nicht zu den Akten gelegt. Auch wenn das Strafmaß durch die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld bereits ausgeschöpft ist, geht es weiter um die Wahrheitsfindung. Sollte der Krankenpfleger tatsächlich 30 Morde begangen haben, handelt es sich wohl um die größte Mordserie an deutschen Kliniken überhaupt.

Die Angehörigen der Opfer warten unterdessen weiter auf eine Entschädigung durch die Klinik in Delmenhorst. Mit Nachdruck hatte vor allem Kathrin Lohmann darum gekämpft, dass der Tod ihrer Mutter aufgeklärt wurde und so den Prozess ins Rollen gebracht. Die Angehörigen hatten dem Ex-Staatsanwalt schon länger Versäumnisse vorgeworfen.
Quelle: www.weser-kurier.de, 21.04.2015
« Letzte Änderung: 01. September 2015, 14:48 von admin » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 14. März 2015, 15:15 »

Zitat
Zivilcourage-Preis am Ende eines Kampfes

VON MARCO JULIUS

Delmenhorst. Zum 14. Mal hat die Stadt Delmenhorst am Freitag mit dem Kriminalpräventiven Rat den Preis für Zivilcourage verliehen, der das Motto „Hinschauen und nicht wegsehen!“ trägt. Die Aufmerksamkeit für diesen Preis, der jährlich für vorbildliches Verhalten vergeben wird, war noch nie so hoch wie diesmal. Denn mit Kathrin Lohmann war eine Frau unter den vier Geehrten, deren Geschichte weit über die Grenzen der Stadt Betroffenheit ausgelöst hat. Ohne sie hätte es den zweiten Prozess gegen den ehemaligen Krankenpfleger Niels Högel nicht gegeben. Der Prozess, bei dem der Delmenhorster Ende Februar wegen mehrfachen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden war, hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

Kathrin Lohmanns Mutter starb im März 2003 im Klinikum Delmenhorst. Wie man heute weiß, starb sie nicht eines natürlichen Todes, sondern sie war eines der Opfer des Pflegers Niels Högel. Über Jahre hat Kathrin Lohmann für die Wahrheit gekämpft, seit 2008, als ihr durch einen anderen Prozess gegen Högel der Verdacht kam, er könnte auch ihre Mutter auf dem Gewissen haben. Högel ist verurteilt, doch wie viele Menschen er getötet hat, ist noch nicht abschließend geklärt. Er selbst hat 30 Fälle eingeräumt, es gibt aber bis zu 200 Verdachtsfälle.

Kathrin Lohmanns Anwältin Gaby Lübben sagte, sie sei froh, dass die Stadt die Auszeichnung an ihre Klientin vergeben habe. „Sie allein hat den Fall Högel wieder ins Rollen gebracht, gegen alle Widerstände. Sie hat sich von der Staatsanwaltschaft nicht abwimmeln lassen, auch nicht in Zeiten, in denen sie in ein schwarzes Loch gefallen war“, sagte Gaby Lübben. Auch Oberbürgermeister Axel Jahnz betonte den Kraftakt Kathrin Lohmanns, die „auf einem Weg voller Leiden niemals aufgegeben hat“. Sie habe Gerechtigkeit und Klarheit gesucht und trotz psychischer und physischer Schmerzen durchgehalten, bis die Wahrheit ans Tageslicht gekommen sei.

Kathrin Lohmann sagte nach der Preisverleihung, sie freue sich über die Auszeichnung, die zeige, dass man endlich wahrgenommen habe, was geschehen ist. Sie werde ihr Leben jetzt fortsetzen, nach Jahren des Kampfes, nach Jahren der Niedergeschlagenheit, nach Jahren, in denen sich sogar Freunde von ihr abwandten. Das Urteil, das Klarheit gebracht habe, habe sie erleichtert, sagte Lohmann. Ganz nach dem Motto des Zivilcourage-Preises „Hinschauen und nicht wegsehen!“ werde sie den Fall Högel aber weiter verfolgen.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden Katrin Stubbe, Christian Kiel und Steven Amarteifio. Sie halfen im Mai 2014 bei einem schweren Verkehrsunfall und retteten einer 26-jährigen Radfahrerin, die unter einem Auto eingeklemmt war, vermutlich das Leben. Während Katrin Stubbe der Radfahrerin die Hand hielt, ihr Mut machte, sie so bei Bewusstsein hielt und zudem die Rettungskräfte alarmierte, gehörten Christian Kiel und Steven Amarteifio zu einer Gruppe von Leuten, die gemeinsam über zehn Minuten lang den vorderen Teil des Wagens hochhoben, um das Gewicht von der Radfahrerin zu nehmen, die unter der Last zu ersticken drohte.
Quelle: www.weser-kurier.de, 14.03.2015
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« Antworten #3 am: 02. März 2015, 17:21 »

Der Prozess ist vorbei - der Skandal geht weiter

Das Landgericht Oldenburg hat Niels H. zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch mit dem Urteil ist der Skandal nicht ausgestanden. Muss der Krankenpfleger erneut vor Gericht? ...

Quelle: http://www.stern.de/panorama/2-krankenpfleger-prozess-niels-h-muss-lebenslang-in-haft-2176370.html, 26. Februar 2015, 14:33 Uhr



Nach Urteil: Muss Niels H. nochmals vor Gericht?


Das Urteil gegen Niels H. ist gesprochen: Der ehemalige Krankenpfleger muss wegen Mordes und versuchten Mordes an Patienten im Klinikum Delmenhorst lebenslang in Haft. Doch der Fall ist damit möglicherweise noch nicht abgeschlossen. Denn es ist offen, wie viele Menschen Niels H. tatsächlich getötet hat.
Vieles spricht dafür, dass der verurteilte Mörder noch einmal vor Gericht muss. Dazu im Studio: buten und binnen-Reporter Uwe Wichert. Ein Beitrag von Uwe Wichert / Steffen Hudemann.

Quelle: buten un binnen, Radio Bremen TV, 26.02.2015 + https://www.youtube.com/watch?v=pT-8w60dC7Y



Lebenslange Haft für Pfleger Niels H.

Der frühere Krankenpfleger Niels H. ist am Donnerstag vom Landgericht Oldenburg zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 38-Jährige sich des zweifachen Mordes, des zweifachen Mordversuchs in Tateinheit mit Körperverletzung sowie gefährlicher Körperverletzung in einem weiteren Fall schuldig gemacht hat. Neun Monate der Haft gelten durch die Untersuchungshaft als verbüßt. Die Kammer stellte eine besondere Schwere der Schuld fest, womit eine Entlassung nach 15 Jahren Haft ausgeschlossen ist. Außerdem verhängte sie ein Berufsverbot gegen Niels H. ...

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Lebenslange-Haft-fuer-Pfleger-Niels-H,krankenpfleger404.html



Die Ermittler gehen mehr als 200 Verdachtsfällen nach
Ex-Krankenpfleger Niels H. muss lebenslänglich ins Gefängnis


Oldenburg  - Der ehemalige Krankenpfleger Niels H. muss wegen Mordes an Patienten lebenslang in Haft. Das Landgericht im niedersächsischen Oldenburg verurteilte den Mann am Donnerstag wegen zweifachen Mordes, zweifachen Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung an Patienten des Klinikums Delmenhorst. ...

http://www.kreiszeitung.de/lokales/oldenburg/oldenburg-ort29216/lebenslange-haft-patientenmorde-krankenhaus-4768276.html
« Letzte Änderung: 02. März 2015, 17:34 von admin » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 16. Februar 2015, 16:05 »

Das Erste - NDR Panorama 3 | 10.02.2015 | 21:15 Uhr

Die unentdeckte Mordserie eines Pflegers

Er hat wohl mehr als 100 Mal getötet, in 174 Fällen wird ermittelt. Wie aber konnte der Pfleger Niels H. so viele Patienten töten, ohne entdeckt zu werden? Eine Spurensuche. ...

[zum TV-Beitrag >>]

Quelle: http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/ + https://www.youtube.com/watch?v=VnJW_8_kCdM



Erleichterung nach Urteilsspruch
Kathrin Lohmann stieß Ermittlungen an – „Bin sehr zufrieden“

Die Mutter der 37-Jährigen wurde von im Klinikum Delmenhorst getötet. Jetzt will die Elsfletherin mit dem Fall abschließen.


von Friederike Liebscher

... Die 37-Jährige war nach dem Tod ihrer Mutter wie gelähmt. Erst als sie 2008 in der Zeitung von einem Prozess gegen einen Krankenpfleger liest, der auf genau der gleichen Station in Delmenhorst einen Patienten umbringen wollte, auf der ihre Mutter lag, wird sie hellhörig. Sie erstattet Anzeige – und bringt damit einen Fall ins Rollen, der sich als eine der größten Mordserien Deutschlands erweisen könnte. ...

Quelle: http://www.nwzonline.de/wesermarsch/blaulicht/erleichterung-nach-urteilsspruch_a_24,0,1778335042.html
« Letzte Änderung: 10. März 2015, 00:10 von admin » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 15. Januar 2015, 03:06 »

Das Erste - Bayerischer Rundfunk

Hilflos und überfordert - Wenn Krankenpfleger töten


Unter Schmerzen soll keiner mehr sterben müssen. Die Realität sieht anders aus. Krankenpfleger packen aus, berichten von Patienten, die allein gelassen mit ihren Schmerzen kämpfen. Verzweifelt greifen Pflegekräfte auch zu illegalen Mitteln - Töten aus Mitleid?

Autoren: Ulrich Hagmann, Rüdiger Kronth

Quelle: http://www.report.de, 13.01.2015 + http://youtu.be/X9ju5K09qcA



Das Erste - Bayerischer Rundfunk

Täter sprechen über ihre Motive:
Wenn Krankenpfleger Patienten töten



Krankenpfleger sollen aus purer Langeweile getötet haben. Über Jahre hinweg. Das Erschreckende: Bei fast allen Fällen gab es Warnzeichen. Doch wieso ist niemand eingeschritten? Einer der Todespfleger spricht nun im Interview.

Autoren: Jeanne Turczynski, Lisa Wreschniok

Quelle: http://www.report.de, 30.09.2014 + http://youtu.be/Wx8vMbv53rs
« Letzte Änderung: 30. Januar 2015, 10:46 von admin » Gespeichert

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« am: 15. Januar 2015, 02:51 »

Zitat
Frühe Hinweiseauf Klinik-Morde

Oldenburg (ab). Es gab anscheinend deutliche Hinweise auf die Taten des Ex-Krankenpflegers Niels H., bevor er im Juni 2005 auf der Intensivstation des Klinikums Delmenhorst auf frischer Tat erwischt wurde. Das jedenfalls sagte eine Zeugin am Donnerstag vor dem Landgericht Oldenburg aus. Die ehemalige stellvertretende Stationsleiterin erklärte, dass es sich um einen Vorfall einen Monat vor der Überführung des Angeklagten gehandelt habe.

Ein Kollege, der mit H. zusammen im Nachtdienst arbeitete, fand in einem Patientenzimmer vier leere Ampullen des Herzmedikaments Gilurytmal. Das ist das Medikament, das H. den Patienten gespritzt haben soll, um sie in eine lebensbedrohliche Krise zu bringen und um sie anschließend zu reanimieren. Dabei sind zahlreiche Patienten wohl auch gestorben. Derzeit muss sich H. wegen drei Morden und zwei versuchten Morden verantworten, gegenüber einem Psychiater sprach er von bis zu 30 weiteren Toten, die er zu verantworten habe. Die Zeugin führte weiter aus, dass sie dem Stationsleiter über den Ampullen-Fund informiert habe, doch der habe ihr geraten, sich rauszuhalten. Ob er den Fall an seine Vorgesetzten weitergab, wusste die Zeugin nicht. Mittlerweile wird auch gegen den Stationsleiter ermittelt. Der Verdacht: Totschlag durch Unterlassen.
Quelle: www.weser-kurier.de, 30.01.2015



Zitat von: Weser-Kurier, 09.01.2015
Wende im Oldenburger Prozess

Pfleger gibt 30 Morde zu


Bis zu 30 Patienten soll er getötet, bei 60 weiteren es versucht haben: Ein unter Mordverdacht stehender Krankenpfleger hat seine Taten erstmals zugegeben – im Gespräch mit einem Gutachter. Dieser verlas gestern im Prozess vor dem Landgericht in Oldenburg eine entsprechende Stellungnahme. Demnach hat der Angeklagte 90 Patienten am Klinikum Delmenhorst eigenmächtig ein Herzmedikament gespritzt, das schwere Komplikationen verursachte. An anderen Arbeitsstätten will er den Angaben zufolge jedoch keinem Patienten Schaden zugefügt haben.

Damit nahm der Prozess gegen den ehemaligen Pfleger eine überraschende Wende. Der 38-Jährige ist wegen dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs an Patienten auf der Delmenhorster Intensivstation angeklagt. Die Vorwürfe habe der Mann in den Gesprächen weitgehend eingeräumt, sagte der Psychiater vor Gericht aus. Er hatte sich im Dezember und Januar viermal mit dem Angeklagten getroffen. Dabei habe sich dieser zutiefst beschämt über seine Taten geäußert, an die er sich nicht vollständig erinnern könne.

Bis zu 30 Patienten starben laut Stellungnahme des Angeklagten von 2003 bis 2005 in Delmenhorst, nachdem er ihnen das Medikament gespritzt hatte. Zu den Motiven äußerte er sich nicht. ...
Quelle: http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Pfleger-gibt-30-Morde-zu-_arid,1028869.html
« Letzte Änderung: 16. Februar 2015, 16:07 von admin » Gespeichert

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