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 am: 09. Januar 2017, 18:52 
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Expertenstandards in der Pflege - Prof. Dr. Gabriele Meyer


Die verschiedenen Expertenstandards zu Sturz, Mobilität, Kontraktur, Freiheitsentziehende Maßnahmen gehören in einen einzigenund sollten gemeinsam abgehandelt werden, laut Professorin Gabriele Meyer im Interview mit der Rechtsdepesche.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ONZCOSTbi-s, Rechtsdepesche  28.04.2016

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 am: 09. Januar 2017, 18:43 
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Freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM)


Rechtsanwalt Hubert Klein erläutert, in dem kurzen Videobeitrag der Rechtsdepesche seine Sicht der Gründe, warum in Pflegeeinrichtungen Bewohner heute immer noch viel zu oft fixiert und damit ihrer Freiheit beraubt werden.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=LxNTSDl7dnA, Rechtsdepesche  28.04.2016

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 am: 30. Dezember 2016, 12:41 
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Zitat
ARD-Dokumentation
Im Land der Lügen
Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren


Quelle: https://youtu.be/yLYI8hq-TFc

Zahlen lügen nicht! Diese angebliche Wahrheit machen sich viele zunutze - vor allem Politik und Wirtschaft, lassen sich doch hinter scheinbar objektiven Zahlen die wahren Interessen und Ziele "wissenschaftlich" verbergen. Ob Cholesterin oder Bevölkerungsprognosen mit Arbeitskräftemangel samt Rentenlücke - täglich wird die Öffentlichkeit mit einer Datenflut überschüttet. Doch kann man den Zahlen wirklich vertrauen? Woher kommen sie? Welche Interessen stecken dahinter und wie wird getrickst? Zahlen, Daten, Diagramme nach Interessenlage? Die Dokumentation begibt sich auf eine Suche nach der Wahrheit im "Land der Lügen".

Zahlen lügen nicht! Diese angebliche Wahrheit machen sich viele zunutze - vor allem Politik und Wirtschaft, lassen sich doch hinter scheinbar objektiven Zahlen die wahren Interessen und Ziele "wissenschaftlich" verbergen.
Ob Bluthochdruck oder Blutzucker - die letzten Jahre wurden die Grenzwerte immer wieder gesenkt. Zur Freude der Pharmaindustrie, die auf diese Weise zu Millionen neuer Patienten kommt. Und der medizinische Nutzen ist längst nicht so eindeutig, wie man der Öffentlichkeit suggeriert, basieren die Zahlen doch oft auf fragwürdigen Studien, die interessengesteuert entstanden sind, sagt der weltweit anerkannte Risikoforscher Prof. Gerd Gigerenzer. "Wir sollten aber nicht nur beklagen, dass man uns mit Zahlen manipuliert. Wir brauchen auch Ärzte, die wissen, wie Grenzwerte entstehen und was sie tatsächlich bedeuten", fordert Gigerenzer.

Nur ein Beispiel von vielen, wie Wirtschaft oder Politik den Menschen ein X für ein U verkaufen. Ob Cholesterin oder Bevölkerungsprognosen mit Arbeitskräftemangel samt Rentenlücke - täglich wird die Öffentlichkeit mit einer Datenflut überschüttet. Doch kann man den Zahlen wirklich vertrauen. Woher kommen sie? Welche Interessen stecken dahinter und wie wird getrickst? Zahlen, Daten, Diagramme nach Interessenlage? Wie kommen Versicherer z. B. auf Lebenserwartungen von 115 Jahren bei ihren Prämienberechnungen?

Diese Dokumentation begibt sich auf eine Suche nach der Wahrheit im "Land der Lügen". Zeigt, mit welchen Tricks getäuscht und manipuliert wird. Und worauf man in Zukunft achten sollte, wenn man nicht im Zahlenmeer ertrinken will. Denn ohne Glaubwürdigkeit haben die besten Zahlen und die schönsten Statistiken jeden Wert verloren.


Erst-Ausstrahlung vom 11.04.2016 - Die story im Ersten - Film von Tilman Achtnich

Wiederholungen und/oder andere Folgen dieser Reihe
10.01.2017 | 21:00 Uhr | SWR Fernsehen BW, SWR Fernsehen RP   
Im Land der Lügen
Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren
12.01.2017 | 02:45 Uhr | SR Fernsehen, SWR Fernsehen BW, SWR Fernsehen RP   
Im Land der Lügen
Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren
13.01.2017 | 20:15 Uhr | 3sat   
Im Land der Lügen
Wie die Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren
14.01.2017 | 13:45 Uhr | SR Fernsehen, SWR Fernsehen BW, SWR Fernsehen RP   
Im Land der Lügen
Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren

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 am: 30. Dezember 2016, 12:18 
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Zitat
ARD-Dokumentation
Lügen in der Politik - "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort"


Quelle: https://youtu.be/yfAIiRwFeoA

Wer zuckt nicht zusammen, wenn ein Politiker der Öffentlichkeit sein Ehrenwort gibt? Wer kommt nicht ins Zweifeln, wenn ein Kandidat im Wahlkampf Arbeitsplätze, Kindertagesstätten und Steuersenkungen verspricht? Kann man Politikern noch trauen? Viele Wähler haben sich längst an das Gefühl gewöhnt, belogen zu werden. Sie wenden sich von den etablierten Parteien ab - und unorthodoxen Gruppierungen zu. Andere engagieren sich in Bürgerinitiativen, um sich für ihre Interessen stark zu machen.

Wie ist der Verlust von Ansehen und Bedeutung von Politikern zu erklären? Wann und wodurch hat die Abkehr von den Volksvertretern begonnen? Zu Beginn der heißen Phase des diesjährigen Bundestagswahlkampfes untersucht Autor Stephan Lamby in seiner ARD-Dokumentation "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort" Schlüsselsituationen, in denen viele Deutsche den Glauben an ihre Politiker verloren haben. So ruft er Wahlversprechen von Helmut Kohl (1990) ebenso in Erinnerung wie von Gerhard Schröders SPD (2005) und von Guido Westerwelles FDP (2009). Kurzfristig mögen die schillerndsten Versprechungen zum Erfolg führen - Politiker kommen auf diesem Weg an die Macht oder verteidigen ihr Amt. Gelegentlich drängt sich sogar die Frage auf: Wollen Wähler belogen werden? Doch sobald sich ein Wahlversprechen als Lüge entpuppt, ist der Schaden für eine Partei bzw. die politische Klasse nicht zu vermeiden. Das belegen Wahlergebnisse bei den darauffolgenden Wahlen.

Der Film von Stephan Lamby zeigt aber auch: Politiker sind keine Übermenschen, nicht besser oder schlechter als der Rest der Bevölkerung. Gelegentlich stehen sie unter gewaltigem Druck und müssen zwischen widerstrebenden Interessen abwägen. Es gibt Situationen, in denen ein offenes, ehrliches Wort fatale Auswirkungen haben kann. Zu sehen sind daher auch Regierungspolitiker während der Finanz- bzw. Eurokrise, die sich nur mit Notlügen zu helfen wissen. Die ARD-Dokumentation "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort - Lüge und Wahrheit in der Politik" verzichtet ganz auf Statements von Politologen und Journalisten. Zu Wort kommen ausschließlich Politiker, die über eklatante Lügen und Grenzfälle ihrer eigenen Klasse Auskunft geben: Wolfgang Gerhardt, Hans-Christian Ströbele, Heiner Geißler, Brigitte Zypries und Sahra Wagenknecht. Autor Stephan Lamby beobachtet das politische Geschäft seit Jahren. Er hat Filme über Helmut Kohl, Wolfgang Schäuble, Angela Merkel, Joschka Fischer, Peer Steinbrück, Fidel Castro und Henry Kissinger hergestellt. Für seine Arbeit wurde er zuletzt mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Deutsch-Französischen-Journalistenpreis ausgezeichnet.
Erst-Austrahlung vom 12.08.2013 - Die Story im Ersten - Film von Stephan Lamby

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 am: 30. Dezember 2016, 11:07 
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NIEDERSACHSEN
"Wir brauchen eine bessere Bezahlung"

SPD-Fraktionschefin Modder über den Pflegenotstand, die Unterrichtsversorgung und das Koalitionsklima


... Mir persönlich liegt aber der Bereich Pflege noch am Herzen. Wir müssen die Situation bei der Betreuung älterer und kranker Menschen deutlich verbessern. „In Würde alt werden“ ist für mich keine Floskel.

Bedeutet das mehr Personal oder eine höhere Bezahlung?
Aufgrund der demografischen Entwicklung droht uns ein Pflegenotstand. Es fehlen einfach die Fachkräfte. Bei uns im Nordwesten versuchen wir, dies unter anderem mit Personal aus den benachbarten Niederlanden abzufedern. Doch das ist mehr als schwierig. Zum einen wird hier die Ausbildung nicht eins zu eins anerkannt. Zum anderen: In den Niederlanden verdienen die Altenpflegekräfte deutlich mehr. Die überlegen sich doch dreimal, ob sie zu uns über die Grenze wechseln. Wir brauchen also dringend eine höhere Bezahlung. Nur wenn der Pflegeberuf attraktiv ist, wählen die jungen Menschen ihn auch. Es geht ebenso um die Rahmenbedingungen und einen besseren Personalschlüssel. Bei den Pflegesätzen liegt Niedersachsen weit hinten. Wir haben also einen erheblichen Nachholbedarf. ...
Quelle: www.weser-kurier.de, 30.12.2016

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 am: 29. Dezember 2016, 19:49 
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Zitat
Neues Gesetz für Pflegebedürftige

Verwirrung in der Pflege

Im neuen Jahr tritt das neue Pflegestärkungsgesetz in Kraft. Am schlechtesten über die Neuerungen informiert sind offenbar die Pflegebetroffenen selbst.


von SIMONE SCHNASE, Bremen-Redakteurin

BREMEN taz | Sabine Schubert (Name geändert) schaut mit gemischten Gefühlen dem neuen Jahr entgegen. Ihr Vater, der in einem Altenheim lebt, hat dann keine Pflegestufe mehr, sondern einen Pflegegrad – so nennt sich die neue Einstufung, mit der der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) den Pflegebedarf ermittelt. „Und da“, sagt Schubert, „ging das Problem schon los.“ Denn ihr Vater wurde von seiner Krankenkasse falsch eingestuft. Damit ist er möglicherweise nicht allein.

Ab Januar tritt das Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) in Kraft. Dessen Eckpfeiler sind laut Bundesgesundheitsministerium „die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, der sich stärker an den Bedürfnissen jedes einzelnen Menschen, an seiner individuellen Lebenssituation und an seinen individuellen Beeinträchtigungen und Fähigkeiten orientiert“.

Dem widerspricht Schubert nicht: „Jetzt werden auch Faktoren wie eingeschränkte Alltagskompetenz berücksichtigt – bei meinem Vater heißt das: Seine Demenz spiegelt sich ab 2017 im Pflegegrad wider.“ Ihr Vater, der ohne Demenz von Pflegestufe zwei auf Pflegegrad drei „gerutscht“ wäre, wird nun einen Grad höher eingestuft – nämlich auf Pflegegrad vier. „Aber dann bekam ich Bescheid von der AOK, dass er nur Pflegegrad drei bekäme – das hätte bedeutet: monatlich 500 Euro Pflegegeld weniger.“

Schubert beschwerte sich bei der AOK und bekam Recht: „Die Sachbearbeiterin hat eingeräumt, dass es da möglicherweise ein prinzipielles Problem gibt.“ Ihr Vater ist nun zwar richtig eingestuft, „aber nicht jeder hätte das bemerkt“. In der Tat beschäftigt Schubert sich bereits seit Jahren mit dem Pflegesystem und ist engagiert in der Bremer Angehörigeninitiative „Heim-Mitwirkung“. „Das PSG II“, sagt sie, „ist sehr kompliziert.“

Und das scheint ausgenutzt zu werden: „Im Pflegeheim meines Vaters riet man mir, ihn schnell noch bis Ende Dezember vom MDK eine Pflegestufe höher eingruppieren zu lassen – dann nämlich würde er angeblich ab 2017 Bestandsschutz genießen.“ Das stimmt freilich nur, wenn jemand noch gar keine Pflegestufe hat: Bekommt der nämlich noch im alten Jahr eine der niedrigen Pflegestufen I oder II, darf er ab 2017 nicht schlechter gestellt werden. Wer erst ab 2017 einen entsprechenden Pflegegrad erhält, erhält geringere finanzielle Leistungen von der Pflegekasse und der zu zahlende Eigenanteil bei einer Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung wird höher.

Für alle anderen ändert sich nichts, zumindest nicht beim Eigenanteil: „Wenn ich meinen Vater nach dem alten System noch im Dezember hätte höherstufen lassen, hätte ich allerdings für den Monat Geld nachzahlen müssen – und das Heim würde ab dann mehr Geld von der Pflegekasse bekommen.“

Für Reinhard Leopold, Initiator der „Heim-Mitwirkung“ und Bremens Regionalbeauftragter des Vereins „Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen“ (Biva), ist das „streng genommen Betrug“. Und das Pflegeheim, in dem Schuberts Vater lebt, sei kein Einzelfall: „Mir ist über einige Einrichtungen zu Ohren gekommen, dass sie die Leute gedrängt haben, sich schnell noch im alten Jahr höherstufen zu lassen“, sagt er. „Und die meisten Pflegebetroffenen vertrauen natürlich auf das, was man ihnen sagt.“ Denn sie selbst verstünden die Regelungen des PSG II oft nicht: „Selbst ich tappe da in vielerlei Hinsicht noch im Dunklen.“

Zum Beispiel bei den Kriterien für die künftigen Einstufungen: „Bisher ist da nach den Defiziten der Pflegebedürftigen geschaut worden, jetzt wird gesagt: Wir schauen danach, was die Menschen noch können“, sagt Leopold. Inwiefern sich daraus der Pflegebedarf ableiten lässt, ist ihm schleierhaft: „Er basiert ja nach wie vor auf dem, was ein Mensch nicht selber kann – ich habe den Eindruck, da wird einfach mit einer positiven Formulierung darüber hinweggetäuscht, dass sich eigentlich nichts ändert.“

Verwirrung stiftet auch das „Informationsportal der Medizinischen Dienste zur Pflegebegutachtung ab 2017“. Dorthin werden laut Leopold Betroffene gern verwiesen. In der Tat finden sich dort zum Downloaden die neuen Richtlinien zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit – auf ganzen 247 Seiten. „Die meisten Menschen“, sagt er, „unterschreiben ja schon blind die 40 Seiten langen Pflegeverträge – wie sollen sie dann erst dieses Werk verstehen?“
Quelle: https://taz.de/!5366292/, 22.12.2016



Siehe dazu auch http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=2397.0

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 am: 29. Dezember 2016, 19:35 
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Zitat
Im Interview: Reinhard Leopold, Interessenvertreter für Pflegebetroffene, sieht das PSG II kritisch

„Pflegende Angehörige bleiben oftmals auf der Strecke“


von Susanne van Veenendaal

Bremerhaven, 27.11.2016. Für den großen Wurf hält Reinhard Leopold das Pflegestärkungsgesetz (PSG) II, das ab Januar in Kraft tritt, nicht. Zwar gebe es Verbesserungen, insgesamt überwiegen für ihn aber die negativen Effekte. Leopold ist Regionalbeauftragter der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (Biva).

Halten Sie das PSG II insgesamt für einen Fortschritt?
Die Politik hat lange gebraucht, um zu erkennen, dass es dringenden Handlungs- und Nachholbedarf im Pflegebereich gibt. Es gibt durchaus positive Ansätze der Pflegestärkungsgesetze, der große Wurf ist das PSG II allerdings leider nicht. Insgesamt wird es eher komplizierter als einfacher.
 
Gibt es dennoch Verbesserungen?
Positiv ist das Ziel des PSG II, die pflegebedürftigen Menschen mit demenziellen Erkrankungen über den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff mit zu berücksichtigen. Wie das mit dem neuen Begutachtungsassessment – also der Pflege-Einstufung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) – in der Praxis funktionieren soll, ist mir ehrlich gesagt noch unklar.
 
Inwiefern?
Hier habe ich den Eindruck, dass es nicht einfacher, sondern eher komplizierter werden wird. Gut ist, dass die geplanten Ausweitungen der Leistungen im ambulanten und teilstationären Bereich bei dem Ziel unterstützen, die Pflege so lange wie möglich in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen. Inwieweit das in der Praxis tatsächlich zu Verbesserungen in der Versorgung führen wird, muss sich zeigen. Positiv ist außerdem, dass der Eigenanteil der Kosten für Pflegebedürftige bei allen Pflegegraden gleich hoch sein soll und dass überwiegend höhere Leistungen der Pflegekassen vorgesehen sind.
 
Was sehen Sie als als Verschlechterung an?
Für die bisherigen Pflegestufen 1 und 2 (jeweils ohne eingeschränkte Alltagskompetenz) sind geringere Leistung für vollstationäre Pflege vorgesehen. Ein Bestandsschutz für diejenigen, die bereits eine Pflegestufe haben, soll vor Benachteiligung schützen.
 
Was ist mit denjenigen, die bisher noch keine Pflegestufe haben?
Wer ab Januar nächsten Jahres pflegebedürftig und nach dem neuen System eingestuft
wird, erhält zum Teil geringere finanzielle Leistungen. Deshalb wird pflegebetroffenen Menschen, die noch keine Pflegestufe haben geraten, möglichst vor Jahresende noch einen Antrag auf Begutachtung zu stellen, damit für sie dann der Bestandsschutz gilt.
 
Klingt verwirrend …
Es wird insgesamt komplizierter. Insbesondere in der Übergangsphase von den Pflegestufen hin zu den Pflegegraden werden viele Menschen Probleme haben, die Umstellung nachvollziehen zu können. Auch wenn das Zeitfaktoren-Prinzip – Stichwort Minutenpflege – mit den bisherigen Pflegestufen zu Recht in der Kritik stand, war es dennoch verständlich und überprüfbar. Bei dem neuen System wird lediglich die Selbstständigkeit der begutachteten Person ermittelt. Die Belastungen und der damit verbundene (Zeit-)Aufwand werden dabei nicht bewertet. Das dürfte vermutlich in nicht unerheblichem Maße zu Missverständnissen und Widersprüchen führen.

Welche Probleme wurden nicht behoben? Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?
Die Regierung setzt weiterhin und nun noch stärker auf das Prinzip „ambulant vor stationär“. Für pflegende Angehörige ist aber auch im PSG II keine wirkliche finanzielle Entlohnung für ihre aufopfernde Rolle vorgesehen. Angehörige sollen weiterhin ehrenamtlich, also unentgeltlich, ihre Pflegebedürftigen versorgen. Denn das Pflegegeld wird als Leistung den Pflegebedürftigen gezahlt, nicht den Angehörigen. Abgesehen davon entspricht es – gemessen an dem extrem hohen Einsatz der Angehörigen – noch nicht einmal der Höhe einer Aufwandsentschädigung.
 
Die Angehörigen haben also das Nachsehen?
Fakt ist, dass nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Finanzen der pflegenden Angehörigen oftmals auf der Strecke bleiben. Körperliche und psychische Probleme bis zum Burnout sowie Armut und Hartz IV sind die Folgen. Die damit verbunden und nicht unerheblichen Kosten für die Allgemeinheit werden in den Konzepten der aktuellen Pflegestärkungsgesetze nicht berücksichtigt.
 
Wie sieht es mit dem Einfluss der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen auf wichtige Entscheidungen aus?
Es bleibt den Pflegekassen, Sozialhilfeträgern und Anbietern auch zukünftig überlassen, über Leistungen und deren Kosten zu verhandeln und wichtige Entscheidungen dazu zu treffen – ohne Beteiligung der Pflegebetroffenen. Und das, obwohl die Pflegebetroffenen fast die Hälfte der Kosten im ambulanten beziehungsweise stationären Bereich als Zuzahlung finanzieren müssen. Nach wie vor ist also die Beteiligung der Interessenvertretungen der Pflegebetroffenen an wichtigen Entscheidungen, insbesondere bei den Pflegesatzverhandlungen, nicht vorgesehen. Wo gibt es das noch, dass man für etwas bezahlen muss, aber nicht entscheiden oder beeinflussen kann, was man in welcher Qualität dafür bekommt?!
 
Ändert sich denn etwas in Sachen Fachkräftemangel?
Der bestehende Personal-Notstand wird mit den Pflegestärkungsgesetzen ebenfalls nicht behoben. Kernproblem ist, dass wir sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich dringend mehr Pflegefachkräfte benötigen. Schon heute werden pflegefachliche Tätigkeiten teils von Pflegehelfern und anderen Hilfskräften erbracht, weil qualifizierte Fachkräfte nicht ausreichend verfügbar sind. Das ist aber meiner Meinung nach Leistungs- und Abrechnungsbetrug.
 
Wie kann das geändert werden?
Die Attraktivität der Pflegeberufe muss deutlich gesteigert werden, wenn mehr junge Menschen sich für einen Pflegeberuf entscheiden sollen. Grundlagen dafür sind die politischen Rahmenbedingungen sowie die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung.

Reinhard Leopold hat jahrelang seine kranken Eltern in Pflegeheimen begleitet. Vor zehn Jahren gründete er die Selbsthilfe-Initiative Heim-Mitwirkung. Zu erreichen ist er unter Tel. 0421/33659120 und info @ heim-mitwirkung.de.
Quelle: http://www.sonntagsjournal.de/wp-content/uploads/archiv/sjnz_161127.pdf

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 am: 19. Dezember 2016, 23:01 
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Der Gipfel der Dreistigkeit:
Zitat
Carsten Maschmeyer sieht sich als Opfer im Anlagebetrug

Der Unternehmer und Investor Carsten Maschmeyer hat vor dem Cum-Ex-Untersuchungsausschuss des Bundestags zu umstrittenen Aktiengeschäften ausgesagt.

Carsten Maschmeyer, der Finanzinvestor und AWD-Gründer, hat bei seiner Zeugenbefragung durch die Abgeordneten gesagt, er habe nie wissentlich in «Cum-Ex»-Geschäfte investiert. Er habe sein Geld windigen Finanzberatern anvertraut und wurde betrogen. „Als Geschädigter kann ich hier berichten, was mir passiert ist“, beginnt der mit dem umstrittenen Finanzvertrieb AWD zu Millionen gekommene Startup-Financier seine Zeugenaussage vor dem „Cum-Ex-„-Untersuchungsausschuss des Bundestages am Donnerstag. Niemals habe er wissentlich Geld in die fragwürdigen Aktiendeals investiert, mit denen die Steuerzahler um Milliarden gebracht wurden. ...
Quelle: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/11/25/carsten-maschmeyer-sieht-sich-als-opfer-im-anlagebetrug/, 25.11.2016



Zitat
Cum-Ex-Untersuchungsausschuss: Hilfloser Löwe Maschmeyer

Carsten Maschmeyer soll einem Untersuchungsausschuss erklären, warum er in zweifelhafte Steuerfonds investierte. Doch er inszeniert sich als Opfer - das in der schlimmsten Phase seines Kampfs Todesdrohungen erhielt. mehr ...
Quelle: SPIEGEL ONLINE - 25.11.2016

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Zitat
Die Schattenseiten von DHDL-Star Carsten Maschmeyer

In der „Höhle der Löwen“ tritt Carsten Maschmeyer als großzügiger Investor auf. Doch seine Unternehmerkarriere hat auch Schattenseiten. Ein Überblick. ...
Quelle: http://t3n.de/news/carsten-maschmeyer-unternehmer-743292/, 13.09.2016



Zitat
Neuer „Löwe" Darum ist Carsten Maschmeyer so umstritten

Neues Rudelmitglied in der „Höhle des Löwen“!

Künftig sitzt der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer (56) neben Judith Williams (43), Frank Thelen (40), Jochen Schweizer (58) und Ralf Dümmel (39) als Juror in der Vox-Erfolgsshow. Doch schon vor Staffelbeginn steht die neue Besetzung mächtig in der Kritik. Denn: In der Finanzwelt gilt der Multi-Millionär als umstritten. ...
Quelle: http://www.express.de/23418516 ©19.01.2016

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 am: 16. Dezember 2016, 23:13 
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Erfolg bei Forderung von Transparenz im Plegesektor
Prüfergebnisse des MDK werden freigegeben


Bonn/Berlin. Im heute im Bundesrat verabschiedeten Dritten Pflegestärkungsgesetz (PSG III) ist erstmals vorgesehen, dass die Prüfergebnisse des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) in Rohform anderen Organisationen zu nicht kommerziellen Zwecken zur Verfügung gestellt werden müssen. Diese können dann die Daten nach eigenen Vorstellungen in verbraucherfreundlichen Internet-Portalen darstellen. Die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) e.V. hatte dies seit Jahren gefordert.

„Umfassende und vergleichbare Information ist Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Pflegemarkt“, sagt Dr. Manfred Stegger, Vorstandsvorsitzender der BIVA. „Nur so kann der Verbraucher fundierte Entscheidungen für oder gegen ein bestimmtes Pflegeangebot treffen.“ Das einzige flächendeckende Instrument, um Pflegequalität zu messen, stellen derzeit die MDK-Prüfungen dar. Allerdings sind die Ergebnisse bislang auf den Portalen der Kassen nur wenig verbraucherfreundlich aufbereitet. „Die Ergebnisse lassen sich selbst für Fachleute nur schwer zu lesen. Sie lassen sich nicht vergleichen, nicht sortieren und ihre Aussagekraft ist durch die irreführenden Pflegenoten verschleiert“, erklärt Stegger.

Verbraucherorganisationen dürfen nun die erhobenen Fakten auswerten und aussagekräftig darstellen. Die BIVA arbeitet bereits seit drei Jahren an dem Portal www.pflegeguete.de. Dort werden die Daten der MDK-Prüfungen verbraucherfreundlich aufbereitet und zudem weitere Informationen zu einzelnen Einrichtungen zusammengetragen. „Das neue Gesetz eröffnet uns die Möglichkeit, diesen Service weiter zu verbessern.“


Quelle: www.biva.de, Pressemitteilung, 16.12.2016

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 am: 14. Dezember 2016, 14:56 
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Verbände fordern Sprinkleranlagen
Schutzlos im Heim


Justus Randt 10.12.2016

Im Schnitt einmal pro Woche brennt es in deutschen Altenpflegeheimen. Darum fordern Patienten- und Technikerverbände nun eine Sprinkleranlagen-Pflicht für Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Heimliches Rauchen, Unaufmerksamkeit oder selbstmörderische Absicht – immer wieder kommt es zu Bränden in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Eher selten ist ein Küchenunfall die Ursache, wie im November in Rinteln (Landkreis Schaumburg), wo eine Fritteuse in Flammen aufgegangen war. Die 43 Bewohner des in aller Eile evakuierten Heimes kamen mit dem Schrecken davon.

Wenige Wochen zuvor waren in Bochum bei einem Feuer in einem Krankenhaus zwei Patienten ums Leben gekommen. Kaum zwei Jahre her, hatte es einen ähnlichen Fall in Hannover gegeben. Damals war der Ruf nach Sprinkleranlagen in Heimen und Kliniken laut geworden – und ist seitdem nicht verhallt.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hält es für „absurd, dass  Sachwerte in Großlagern besser geschützt sind” als Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Der Bundesverband Technischer Brandschutz (BVFA) haut in dieselbe Kerbe. „Mehr als zwei Mal in der Woche brennt es inzwischen im Schnitt in einer sozialen Einrichtung. Wir wollen klarmachen, dass es keine Lobby für die Senioren gibt“, sagt Wolfram Krause, der Geschäftsführer des Herstellerverbandes: „Wenn es auf einem Flughafen brennt, dann wird sofort über die Veränderung von Vorschriften nachgedacht, aber im Personenschutz sind wir unterentwickelt. In den USA sind Sprinkleranlagen flächendeckend in Kliniken und Heimen installiert.“

"Gefahr wird im Brandfall erst spät erkannt"
In der industriellen Fertigung beispielsweise seien Sprinkler „sehr gut verbreitet und absolut notwendig”, um die Produktionssicherheit zu gewährleisten.“ Da hat man erkannt, dass das ein Wirtschaftsfaktor ist“, sagt Krause. „Aber das sind ganz andere, viel größere Anlagen“ als in Altenheimen. „Dort ließen sich für 40.000 Euro, ein Viertel oder Drittel der Kosten in der Industrie, schon zwei Stockwerke absichern. Fast genauso viel, wie man für die installierten Brandmeldeanlagen ausgibt“, sagt der Fachmann. „Der Vorteil des Sprinklers ist: Er alarmiert die Feuerwehr, kann löschen und die Ausdehnung des Brandes begrenzen.“

Eine umfangreiche Richtlinie 28/96 über den Einbau von „Sprinkleranlagen in Wohnbereichen“ könnte Grundlage einer Regelung werden. Erarbeitet wurde sie von einem Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dem VDS, bekannt durch sein gleichnamiges Sicherheitssiegel. Nach wie vor aber, stellt Wolfram Krause klar, „schreibt der Gesetzgeber nichts vor, sondern überlässt dem Betreiber die Entscheidung“.

Auch Eugen Brysch, Vorstand der Patientenschützer-Stiftung, ist davon überzeugt, dass die Gefahr im Brandfall „erst spät erkannt“ werde. „So können Rettungsmaßnahmen immer nur mit einer Zeitverzögerung eingeleitet werden. Da hilft es auch nichts, wenn die Rettungskräfte in der vorgegebenen Zeit vor Ort waren.“ Die meisten Heimbewohner seien schließlich nicht in der Lage, sich selbst zu retten. „Es wird Zeit, dass in den 2000 Krankenhäusern und 13.000 Pflegeheimen selbstständige Löschanlagen vorgeschrieben werden.“

"Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung"
Diese Forderung hat die Stiftung schon vor zwei Jahren erhoben. „Die Wahrscheinlichkeit, in einem Pflegeheim bei einem Feuer ums Leben zu kommen, ist sieben Mal höher als an einem anderen Ort“, hatten die Patientenschützer hochgerechnet. In Niedersachsen führten dieser Vorstoß und die Medienberichte darüber zu einer mündlichen Anfrage an die Landesregierung, ob die gesetzlichen Brandschutzbestimmungen ausreichten oder sie die Notwendigkeit sehe, die vorgeschriebenen vorbeugenden Maßnahmen um Sprinkleranlagen zu ergänzen. Die Antworten sind schnell wiedergegeben: Erstens: ja, zweitens: nein.

„Rechtsverschärfungen über die bisherigen gesetzlichen und untergesetzlichen Regelungen hinaus sind zurzeit nicht beabsichtigt“, lautete die Antwort aus dem Ressort von Sozial- und Bauministerin Cornelia Rundt (SPD). So gilt in Niedersachsen die Bauordnung des Landes, in der die rund 1500 Pflegeheime als sogenannte Sonderbauten geführt sind – an die besondere Anforderungen gestellt werden können, aber nicht müssen.

„Auch wenn keine generelle gesetzliche Verpflichtung zur Ausstattung von Alten- und Pflegeheimen mit Sprinkleranlagen besteht, ist diese ergänzende Maßnahme wünschenswert, um den Brandschutz zu verbessern“, lautet die aktuelle Auffassung des Ministeriums als oberster Heim- und auch Bauaufsichtsbehörde.

"Ein nennenswerter Brand pro Woche"

Auch der vor zwei Jahren beschlossene Erfahrungsaustausch mit den Behörden anderer Bundesländer „hat bisher keine entsprechenden Änderungsnotwendigkeiten ergeben“, teilt das Ministerium in Hannover mit. Dem Brandschutz in Altenpflegeeinrichtungen werde zu wenig Aufmerksamkeit beigemessen, das hat die Deutsche Expertengruppe Dementenbetreuung (DED) schon vor fast 17 Jahren klargestellt, als sie  „Brandschutzmaßnahmen in Altenpflegeeinrichtungen der besonderen Dementenbetreuung“ erarbeitete.

„Selbst wenn man die Dunkelziffer außer Acht lässt, sollte die Tatsache alarmieren, dass es in den Altenpflegeheimen Deutschlands durchschnittlich in jeder Woche zu einem nennenswerten Brand kommt – Tendenz steigend!“, heißt es im Vorwort der Handlungsempfehlung. „Damit arbeiten Heime nach wie vor“, sagt die damalige DED-Vorsitzende Mechthild Lärm.

In Altenpflegeeinrichtungen seien Brandschutz und der Anspruch, das Heim wohnlich zu gestalten, schwer zu vereinbaren, sagt Lärm. Die Expertengruppe weiß: „Kerzen sind aus unserem Leben nicht wegzudenken und doch eine besonders große Gefahrenquelle: Die offene Flamme ist der größte Risikofaktor zur Entstehung eines Brandes. In den Bewohnerzimmern darf es grundsätzlich kein offenes Licht geben, auch nicht an Feiertagen wie beispielsweise Weihnachten.“
Quelle: http://www.weser-kurier.de/region_artikel,-Schutzlos-im-Heim-_arid,1511771.html

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