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20. Oktober 2014, 10:03
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 am: 17. Oktober 2014, 01:15 
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Deutschlands erstes Demenzdorf
Eingezäunte Freiheit


In Deutschlands erstem Demenzdorf sind noch zahlreiche Plätze frei. Das liegt auch an der Debatte um den Zaun, der das Gelände umschließt. Kritiker empören sich, dass Menschen mit Demenz einfach weggesperrt würden - Angehörige und Pfleger halten dagegen. ...

... Freiheit in einer Einrichtung, die von einem schulterhohen Zaun umgeben ist? Kritikern stößt das bitter auf. "Alte, kranke Menschen werden einfach ausgelagert, das wirkt wie eine Art Aussätzigendorf", sagt Reimer Gronemeyer. Der Soziologie-Professor ist Mitglied im Stiftungsrat der Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung, hat mehrere Bücher über das Altern im Allgemeinen und das Altern mit Demenz im Besonderen geschrieben. "Wir sperren die Leute weg, damit sie uns Gesunden nicht vor der Nase herumtanzen", sagt er über das Konzept Demenzdorf. "Was soll das?"...

... "Hier wird eine Scheinwelt aufgebaut wie bei der Trueman-Show", sagt Reimer Gronemeyer, das ganze Konzept basiere auf einer Lüge. Michael Schmieder drückt es etwas drastischer aus: "Die Leute werden von vorne bis hinten verarscht." Der Leiter des Vorzeige-Pflegeheims Sonnweid in der Schweiz ist einer der größten Kritiker des Demenzdorf-Konzepts. ...
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/deutschlands-erstes-demenzdorf-eingezaeunte-freiheit-1.2116704#, 05.09.2014

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 am: 17. Oktober 2014, 00:59 
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Zitat
sat1-Regional Thema am 13.03.2014
Selbstständiger leben:
Deutschlands erstes Demenzdorf öffnet in Hameln


In Hameln wurde am Donnerstag Deutschlands erstes Demenzdorf eröffnet, in dem Erkrankte möglichst lange ein selbständiges Leben führen können. In der Anlage wurde sogar ein kleiner Supermarkt errichtet, damit die Bewohner die Möglichkeit haben, ihren Alltag fast genauso zu leben wie früher. Auch ganz profane Dinge gehören zum Alltag des Modellprojekts: Blumen gießen, Wäsche zusammenlegen oder auch Kartoffeln schälen. In normalen Pflegeheimen ist das nicht die Regel, da Bewohner dort rund um die Uhr versorgt werden und sich um nichts kümmern müssen. Ihre privaten Zimmer sollen die Dementen außerdem mit ihren eigenen gewohnten Möbeln einrichten. Insgesamt 52 Bewohner und 35 Betreuer sollen in dem Demenzdorf am Ortsrand von Hameln Platz haben.
Quelle: http://www.sat1regional.de/panorama-video/article/selbststaendiger-leben-deutschlands-erstes-demenzdorf-oeffnet-in-hameln-140598.html



Zitat
Hogeweyk

Das Dorf des Vergessens


Ein ganz normales Dorf: Hauptstraße, Geschäfte, Kneipe. Nur die Bewohner sind besonders, alle sind an Demenz erkrankt. Im ersten Demenzdorf bei Amsterdam fühlen sie sich geborgen.

... Das niederländische Dorf gilt weltweit als Modell. Aus aller Welt reisen Gesundheitsexperten nach Weesp, um von Hogeweyk zu lernen. In Nordrhein-Westfalen und im rheinland-pfälzischen Alzey gibt es Pläne für ähnliche Dörfer.

"Unsere Bewohner sind fröhlicher und ruhiger als anderswo", sagt die Managerin van Amerongen. Dabei ist das Konzept nicht teurer. Pro Patient erhält der Trägerverein den staatlichen Regelsatz von etwa 5000 Euro im Monat.

"Wir geben aber viel weniger aus für Medikamente und Psychologen." ...
Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/article/852062/hogeweyk-dorf-des-vergessens.html?



Zitat
Kommentar: Abschiebung in die Scheinwelt
Deutschland bekommt Demenzdörfer


... Demenzdörfer sollen laut Eigenwerbung etliche Probleme von Pflegeheimen lösen. Naheliegender wäre es, das Angebot der Heime zu verbessern. Den Bewohnern mehr Übungsmöglichkeiten und mehr Ausgang in die Außenwelt zu ermöglichen. Statt sie in Siedlungen am Stadtrand abzuschieben. ...
Quelle: http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nz-news/kommentar-abschiebung-in-die-scheinwelt-1.3198013, 04.10.2013

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 am: 15. Oktober 2014, 01:12 
Begonnen von admin - Letzter Beitrag von admin
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Wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen
15 Monate Haft für Altenpflegerin


Das Amtsgericht verurteilt eine 33-jährige Pflegerin zu einer Gefängnisstrafe. Sie soll einer Frau unter anderem die Füße bewusst mit heißem Wasser verbrüht haben.


Ein Jahr und drei Monate muss eine Pflegehelferin ins Gefängnis, die in zwei Altenheimen mehrmals Senioren misshandelt haben soll. Dieses Urteil fällte nach sieben Verhandlungstagen nun das Ebersberger Amtsgericht. Es verhängte außerdem ein dreijähriges Berufsverbot gegen die 33-jährige Angeklagte. Eine Aussetzung der Strafe auf Bewährung schloss das Gericht aus.
Quote: http://sz.de/1.2173308, 14.10.2014

Die "Süddeutsche" berichtet in dem Artikel, dass die Angeklagte bereits vor fünf Jahren in einem Pflegeheim in dem Ort Dorfen negativ auffällig geworden ist. Dort soll sie eine Bewohner beim Baden mit zu heißem Wasser die Beine verbrüht haben. Nach ihrer Kündigung arbeitete sie in Markt-Schwaben in einem AWO-Pflegeheim, wo sie zwei Bewohnerinnen geschlagen haben soll. In einer weiteren Einrichtung soll sie Bewohner bestohlen haben.

Vom Ebersberger Amtsgericht erhielt sie eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten und darf ihren Beruf drei Jahre nicht ausüben. ...



KOMMENTARe von Pflegekräften auf Facebook :

"Zum Glück hat sie "nur" alte Menschen misshandelt und nicht Steuern hinterzogen. Sonst wäre die Strafe nicht so mild ausgefallen...*unfassbar*"

"Passt doch, was wollt ihr ? Nach vier Jahren erinnert sich niemand mehr an ihre Taten. Diejenigen, die sie wieder einstellen werden brauchen solche Mitarbeiter - wer will und kann sonst bei dem Gehalt diese Verantwortung übernehmen - ..."


Siehe: https://www.facebook.com/ebersberger.zeitung/photos/a.200083816716523.50867.181049328619972/807282975996601/?type=1&theater

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 am: 11. Oktober 2014, 14:24 
Begonnen von Multihilde - Letzter Beitrag von Multihilde
In der Grauzone: Senioren-WG droht das Aus

Wenn ich das richtig verfolgt habe, überlegt Berlin zurück zu rudern bei den selbstbestimmten Wohnformen. Lohnt sich den kompletten Bericht unten zu Niedersachsen zu lesen und sich seine eigene Meinung zu bilden…

Zitat
Im vergangenen Jahr betrug der Anteil selbstbestimmter Wohnformen im Alter in Niedersachsen rund sieben Prozent - in Mecklenburg-Vorpommern hingegen 50 und in Berlin gar 65 Prozent
  ……….

Niedersachsens rot-grüne Landesregierung will die Lage entspannen. Die Politiker diskutieren über ein neues Heimgesetz, das mehr Freiräume für verschiedene Wohnformen einräumen soll. Ende des Jahres soll es beschlossen werden. Doch es hagelt im aktuellen Stadium der Verbandsanhörung Kritik. Zuletzt hat im September Hubert Meyer, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistags, bemängelt: "Die vorgesehenen Änderungen beschränken die Schutzmechanismen des Gesetzes für Pflegebedürftige nicht nur, sondern ermöglichen sogar, dass sie völlig unterlaufen werden." Insbesondere daran, dass in den ersten beiden Jahren einer Gründungsphase eine "strukturelle Abhängigkeit" vom Vermieter oder ambulanten Dienst geduldet wäre, stört sich der Kommunalverband.
Diese sind nicht meldepflichtig - sofern sie eben nicht unter bestimmte Auflagen fallen.

Quelle: http://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg


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 am: 07. Oktober 2014, 22:39 
Begonnen von admin - Letzter Beitrag von admin
Zitat
'Team Wallraff' gewinnt den Deutschen Fernsehpreis 2014

Wir haben den Deutschen Fernsehpreis gewonnen
Wir freuen uns über den Gewinn des Deutschen Fernsehpreises. Das „Team Wallraff – Reporter undercover“ wurde in der Kategorie „Beste Reportage“ ausgezeichnet. Nominiert wurden Günter Wallraff als Autor und die Reporter Alexander Römer (Burger King), Pia Osterhaus (Altenheim) und Torsten Misler (Sicherheitsrisiko: Security).


Für die Redaktion von Team Wallraff ist der Deutsche Fernsehpreis eine ganz besondere Auszeichnung. Dass man bei RTL nicht nur erfolgreiche Unterhaltungssendungen produzieren, sondern auch mit investigativem Journalismus bei den Zuschauern punkten kann, zeigt die positive Resonanz, die das Reportage-Format erhalten hat. So wurde auch der Mut belohnt, das Thema Pflege in der Primetime in Spielfilmlänge aufzugreifen: 4,42 Millionen Zuschauer verfolgten die packende Reportage von Pia Osterhaus. „Die Belohnung mit den Deutschen Fernsehpreis ist eine Riesenauszeichnung“, sagt Karla Steuckmann, die das Format unter der Leitung von Jan Rasmus verantwortet.

Vor allem junge Zuschauer haben über „Team Wallraff – Reporter undercover“ den Investigativ-Altmeister Günter Wallraff für sich neu entdeckt. Der Autor wird von jungen Menschen bei Dreharbeiten angesprochen, um Autogramme gefragt. Er ist es auch, der die jüngeren Reporter anleitet. „Wir danken Günter Wallraff für sein Vertrauen“, sagt Karla Steuckmann, die sich auf eine weitere Zusammenarbeit mit Günter Wallraff freut.

Denn dem Reporter-Team rund um Günter Wallraff liegt daran, dass sich nach den Aufdeckungen der Missstände in der Arbeitswelt nachhaltig etwas ändert. Dazu werden nicht nur Anregungen der Zuschauer über soziale Medien von der Redaktion aufgegriffen. Gemeinsam mit den Unternehmen wird nachhaltig daran gearbeitet, dass die Arbeitsbedingungen für die betroffenen Menschen geändert werden.

Der Gewinn des Deutschen Fernsehpreises ist für die Redaktion ein weiterer Anreiz, dran zu bleiben. Denn nur wenn Missstände in Deutschland klar aufgezeigt werden, kann sich auch wirklich etwas ändern.

Lies mehr über 'Team Wallraff' gewinnt den Deutschen Fernsehpreis 2014 - RTL.de bei http://www.rtl.de
Quelle: http://www.rtl.de/cms/news/extra/team-wallraff-gewinnt-den-deutschen-fernsehpreis-2014-40c83-bed7-20-2069493.html



KOMMENTAR:

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH an das gesamte Team !!!
Wir wünschen uns noch viel mehr investigative Berichterstattungen - und weniger gestellte Doku-Soaps. Real Life is even harder ...

 16 
 am: 07. Oktober 2014, 15:10 
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40jahre-bunt

Bonn/Berlin. 1974 wurde die Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter (BIVA) e.V. als kleine Selbsthilfegruppe von einigen Heimbewohnern gegründet. Seitdem hat sie sich zu einer weithin anerkannten Interessenvertretung pflegebedürftiger alter und behinderter Menschen entwickelt und blickt in diesem Jahr auf eine erfolgreiche 40-jährige Geschichte zurück.

Aus diesem Anlass lädt die BIVA am Donnerstag, dem 09. Oktober 2014, zu einer Festveranstaltung  in die Bremische Landesvertretung in Berlin ein. Zum Festakt "40 Jahre BIVA –Erfolgreich für Selbstbestimmtheit im Alter." werden zahlreiche Gäste aus Politik, Wissenschaft und dem Pflegesektor erwartet.

Die Festrede wird die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, halten. Das Bundesministerium hat in den letzten vier Jahrzehnten eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung der Altenpolitik eingenommen und ist ein wichtiger Partner der BIVA.

Bis heute ist die BIVA gemeinnützig, alleine den Betroffenen verpflichtet und die einzige bundesweit arbeitende Interessenvertretung, die sich speziell für die Belange in betreuten Wohnformen lebender älterer, pflegebedürftiger und behinderter Menschen einsetzt und ihnen eine „Lobby“ gibt. Die BIVA hatte entscheidenden Anteil daran, dass Menschen in Pflegeheimen rechtlichen Schutz bekamen, Normen für die Qualität der Pflege etabliert wurden und Sanktionsmöglichkeiten bei Missbrauch erweitert wurden. Mitsprachrechte und das Recht auf Selbstbestimmung der Heimbewohner waren von Anfang an die zentralen Anliegen der BIVA und sind es noch in Zukunft, damit das Leben alter Menschen in Betreuungssituationen in Würde Erfüllung findet und deren Bedürfnissen gerecht wird.

Quelle: http://www.biva.de/ankuendigung-biva-feiert-40-jaehriges-jubilaeum/

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 am: 07. Oktober 2014, 01:37 
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Der neue Wohn- und Betreuungsvertrag:
Was Betroffene und Angehörige beim Vertragsabschluss beachten sollten


von Ulrike Kempchen (Autor)



Die Anwendbarkeit des neuen Wohn- und Betreuungsvertragsgesetzes knüpft anders als das bisherige Heimvertragsrecht nicht mehr an der Wohnform „Heim“ an, sondern an einem bestimmten Vertragsinhalt. Es gilt somit nicht nur für die bundesweit über 700.000 Bewohner von Pflege- und Seniorenheimen, sondern für alle Verträge, in denen sich ein Unternehmer vertraglich zur Überlassung von Wohnraum und zur Erbringung von Pflege- oder Betreuungsleistungen verpflichtet, die der Bewältigung eines durch Alter, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung bedingten Hilfebedarfs dienen.

Systematisch erläutert werden u.a.:
  • Informationspflichten vor Vertragsabschluss
  • Vertragsabschluss und Vertragsdauer
  • Schriftform und Vertragsinhalte
  • Sicherheitsleistungen
  • Leistungspflichten
  • Vertragsanpassung bei Änderung des Pflege- und Betreuungsbedarfs
  • Entgelterhöhung
  • Leistungsstörungen und ihre FolgenVertragsbeendigung durch Kündigung
  • Besonderheiten bei Bezug von Sozialleistungen.

Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 1. Auflage (1. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423507241
ISBN-13: 978-3423507240
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 1,8 cm

Quelle: http://www.amazon.de/

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 am: 06. Oktober 2014, 16:15 
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Sozialverband VdK kritisiert sinnlosen Pflegefonds: Reform droht zu scheitern!

„Sollte der so genannte Pflegevorsorgefonds eingeführt werden, droht das Herzstücke der Pflegereform, der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff, mangels Geld zu scheitern“, kritisiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.


Aus Sicht des VdK Deutschland ist der Fonds ein gefährliches Hindernis für eine nachhaltige Finanzierung der Pflege. Die Pflegebedürftigen, insbesondere Demenzkranke, brauchen das Geld jetzt für nachhaltige Verbesserungen. Der VdK sieht gemeinsam mit Pflegeexperten wie Professor Rothgang aus Bremen auch die Finanzierung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs in Gefahr, der aus Sicht des Verbands im Fokus einer ernsthaften Reform stehen muss. „Ein solcher ganzheitlicher Pflegebedürftigkeitsbegriff würde vielen alten Menschen nützen, die zwar Hilfebedarf haben, aber bisher nicht den Kriterien der Pflegeversicherung entsprechen. Durch frühe Hilfen und rechtzeitige Wohnraumanpassungen könnten zum Beispiel mehr Menschen in ihrem vertrauten Umfeld bleiben. So würde man auch Vereinsamung oder Heimunterbringung vermeiden können“, erklärt Mascher.

Laut Gesetzesentwurf soll der Pflegebeitragssatz zum 1. Januar 2015 um 0,3 Punkte steigen, weitere 0,2 Punkte sollen später dazukommen. Nach Berechnungen des VdK ist die Finanzierung einer großen Pflegereform mit einer Beitragssatzerhöhung von 0,5 Prozent finanzierbar. Allerdings will die Bundesregierung davon 0,1 Prozent für einen Pflegevorsorgefonds abzweigen. „Rund 1,2 Milliarden Euro jährlich sind dann im Fonds gebunden. Das Geld wäre aber deutlich besser investiert in dringend notwendige Leistungsverbesserungen in der Pflege, beispielsweise in der Ausbildung von Pflegekräften und in der Prävention. Wir müssen dafür sorgen, dass die pflegenden Angehörigen von heute nicht in wenigen Jahren ausgebrannt sind und die nächsten Pflegebedürftigen werden“, so Mascher.

Der VdK hat mit seinen Vorschlägen für eine große Pflegereform zusammen mit Professor Rothgang ein finanzierbares und nachhaltiges Konzept vorgestellt. Die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs ist nicht nur nötig, sondern auch möglich, und zwar schnell. „Die Bundesregierung muss ihre Pläne für den Pflegevorsorgefonds aufgeben. Sie steht bei den Pflegebedürftigen im Wort, endlich eine seriöse Reform zu deren Wohl umzusetzen. Und nicht einen sinnlosen Fonds anzulegen, der Geld hortet, das jetzt gebraucht wird“, fordert Mascher.

Quelle: http://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/vdk-pressemeldung/68292/, 06.10.2014

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 am: 06. Oktober 2014, 15:44 
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Experten: Loch in der Pflegekasse

VON STEFAN KRUSE

Berlin. Bei Fachleuten gibt es einem Zeitungsbericht zufolge vermehrt Zweifel, ob das Geld für die geplante Pflegereform ausreicht. Damit das Versprechen eingehalten werden könne, keinen Pflegebedürftigen schlechter zu stellen als heute, sei nach Einschätzung der SPD, von Pflegeexperten und Krankenkassen mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr mehr nötig, schreibt die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Dokumente.

In der SPD werde daher der Plan diskutiert, die für 2017 geplante zweite Stufe der Beitragserhöhung um ein oder ein halbes Jahr vorzuziehen. Auf diese Weise solle – ähnlich wie in einem vergleichbaren Fall 1995 – ein Puffer angelegt werden.
Die Koalition plant ab Anfang 2015 zahlreiche Verbesserungen in der Pflegeversicherung, etwa höhere Leistungen in den Pflegestufen. 2017 sollen auf Grundlage einer neuen Definition, wer als pflegebedürftig gilt, mehr Menschen in das System aufgenommen werden, zum Beispiel Demenzkranke. Statt wie bisher drei Stufen soll es dann fünf Pflegegrade geben.

Der Beitragssatz soll zum 1. Januar 2015 von 2,05 Prozent (Kinderlose: 2,3 Prozent) um 0,3 Punkte steigen und 2017 um weitere 0,2 Punkte, sodass dann jährlich fünf bis sechs Milliarden Euro mehr zur Verfügung stehen.

Nach Einschätzung des Bremer Pflegewissenschaftlers Heinz Rothgang, der eine Studie zu dem Thema betreut, bleibt dennoch eine Lücke von mehr als einer Milliarde Euro. Auch der Chef des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, äußert laut „Berliner Zeitung“ Bedenken.
Quelle: www.weser-kurier.de, 06.10.2014

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 am: 30. September 2014, 13:55 
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    Begrenzte Mithaftung für Pflegeplatzkosten

    Hohe Kosten der Heimunterbringung dürfen nicht ohne weiteres auf Angehörige oder ehrenamtliche Betreuer abgewälzt werden

    Das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken untersagt in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil Vereinbarungen, nach denen Angehörige oder Betreuer unbegrenzt für Kosten eines Pflegeplatzes einstehen sollen. Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegen einen Anbieter der Kurzzeitpflege. Ob eine Mithaftung bei Pflegeverträgen überhaupt zulässig ist, muss nun der Bundesgerichtshof entscheiden.

    Pflegeeinrichtungen drängen immer wieder Angehörige oder ehrenamtliche Betreuer, sich an den Kosten für einen Pflegeplatz zu beteiligen, wenn der Bewohner selber nicht für die Kosten aufkommen kann. Formulare für Schuldbeitrittserklärungen werden häufig in den Anlagen der ohnehin umfangreichen Heimverträge versteckt. Ehepartner oder andere dem Bewohner nahe stehende Menschen unterschreiben die Erklärungen häufig ohne zu überblicken, welche Kosten tatsächlich auf sie zukommen können. Wegen des hohen Eigenanteils in der Pflegeversicherung oder bei Schäden, die durch den Bewohner verursacht werden, kann es schnell um mehrere tausend Euro gehen.

    Das Gericht hat klargestellt, dass derartige Vereinbarungen nicht unbegrenzt gelten. Die Mithaftung darf demnach das Doppelte der in einem Monat anfallenden Entgelte nicht übersteigen. Formulare dürfen auch nicht zwischen anderen Anlagen zum Heimvertrag versteckt werden. Damit folgt die Kammer in wesentlichen Punkten dem vzbv, der die Klage überwiegend gewonnen hat. „Betreiber von Pflegeeinrichtungen nutzen eine Zwangslage der Verbraucher aus. Es kann nicht sein, dass Angehörige und Ehrenamtliche in die Mithaftung für hohe Kosten einer Heimunterbringung gedrängt werden. Wir wollen ein generelles Ende dieser zweifelhaften Praxis erreichen.“, sagt Heiko Dünkel, Projektleiter Wohn- und Betreuungsverträge beim vzbv.

    Nicht gefolgt sind die Richter allerdings der Auffassung, dass Schuldbeitritte beim Abschluss von Pflegeverträgen generell unzulässig sind. So urteilten im vergangenen Jahr jedenfalls die Vorgängerinstanz und in einem weiteren Verfahren das Landgericht Mainz. Das Pfälzische Oberlandesgericht hat für zwei damit verbundene Grundsatzfragen ausdrücklich die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen. Der vzbv wird nun das höchste deutsche Zivilgericht anrufen.

    Erwähnte Gerichtsentscheidungen:

    • Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken, Urteil vom 23.07.2014, Az. 1 U 143/13, nicht rechtskräftig
    • Landgericht Kaiserslautern (Vorgängerinstanz), Urteil vom 30.07.2013, Az. 2 O 252/12
    • Landgericht Mainz, rechtskräftig, Urteil vom 31.05.2013, Az. 4 O 113/12


    Quelle: http://www.vzbv.de/13740.htm, 14.08.2014

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