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 am: 10. September 2016, 20:57 
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Landkreis Vechta
Zwölf Verletzte bei Brand in Altenheim in Bakum

Bei einem Brand in einem Alten- und Pflegeheim in Bakum (Landkreis Vechta) sind zwei Bewohner lebensgefährlich und zehn weitere leicht verletzt worden.

10.09.2016 Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer am Sonnabendmorgen gegen 3.20 Uhr in einem Patientenzimmer im zweiten Obergeschoss ausgebrochen, wie die Polizei mitteilte. Mehr als 120 Einsatzkräfte seien vor Ort gewesen. Von den rund 50 Bewohnern der Anlage mussten nach Medienberichten 20 in Sicherheit gebracht werden.

Notärzte und Sanitäter versorgten die Verletzten, auch das Kriseninterventionsteam des Landkreises war vor Ort. Die beiden Bewohner des Zimmers im Dachbereich kamen den Angaben der Polizei zufolge mit schwersten Brandverletzungen in ein Krankenhaus. Zehn Menschen erlitten Rauchgasvergiftungen oder einen Schock.

"Eines der beiden Opfer kam mit schwersten Brandverletzungen in eine Spezialklinik", sagte der leitende Notarzt Bert Mierke. "Wir hatten allein fünf Notärzte im Einsatz", berichtete er.

Wie es zu dem Brand kam, war zunächst unklar. Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Erdgeschoss und erster Stock seien nicht betroffen und weiter nutzbar, hieß es. (lni)
Quelle: www.weser-kurier.de, 10.09.2016

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 am: 07. September 2016, 11:41 
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80 000 Senioren droht Verlust des Heimplatzes
Verband: Gesundheitsminister Gröhe soll Gesetzeslücke schließen


Berlin. Die Pflegereform, die zum Jahreswechsel in Kraft tritt, soll Verbesserungen für Millionen Menschen bringen. An die Stelle der drei Pflegestufen treten fünf Pflegegrade, die künftig die unterschiedlichen Pflegebedarfe besser abbilden und damit zielgenauere Leistungen ermöglichen sollen. Außerdem wird der Pflegbegriff neu gefasst: Er orientiert sich künftig nicht mehr in erster Linie an körperlichen Gebrechen, sondern an den Fähigkeiten zur Bewältigung des Alltags. Damit erhalten erstmals auch demente Personen in vollem Umfang Leitungen aus der Pflegeversicherung. All diesen Veränderungen fügte die Bundesregierung das Versprechen bei, dass niemand durch die Umstellungen schlechter gestellt werden solle als bisher.

Für einige zehntausend Senioren, die ohne Pflegestufe in Pflegeheimen leben, trifft das allerdings nicht zu. Sofern sie das Heim nicht zur Gänze selbst bezahlen können, erhalten sie bisher von den kommunalen Sozialämtern einen Zuschuss: die sogenannte Hilfe zur Pflege. Sie kann nach Angaben des Pflegeverbands BPA monatlich 1000 Euro und mehr betragen. Vom 1. Januar an dürften die meisten dieser Pflegeheimbewohner dem Pflegegrad 1 zugeordnet werden. Dann erhalten sie einen „Entlastungsbetrag“ von pauschal 125 Euro pro Monat. Dafür aber entfällt die Hilfe zur Pflege von den Sozialämtern gänzlich.

Folge: Viele könnten das Heim nicht mehr finanzieren und müssten sich eine andere Bleibe suchen. Bis zu zehn Prozent aller Pflegeheim-Bewohner und damit rund 80 000 Senioren könnten davon betroffen sein, sagt BPA-Sprecher Olaf Bentlage. Der Gesetzgeber sei gefordert, die Gesetzeslücke zu schließen und für den betroffenen Personenkreis die „Hilfe zur Pflege“ durch die Sozialämter zu gewährleisten.

Im zuständigen Ministerium sieht man das ähnlich. Es müsse sichergestellt werden, dass tatsächlich niemand durch die Pflegreform schlechter gestellt werde, als bisher, auch wenn die Leistungen für die in Frage stehenden Senioren gar nicht von der Pflegeversicherung, sondern eben von den Sozialämtern kämen, erklärte eine Sprecherin von Gesundheitsminister Hermann Gröhe. Man habe das Problem bereits lange erkannt, sei aber nicht zuständig. Da es sich um Sozialamtsleistungen handele, zeichne das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) verantwortlich.

Dort wird betont, es gebe keine Gesetzeslücke. Ziel sei es, Heimplatzverluste zu vermeiden. Dies sei auch nicht zu befürchten, da die betroffenen Personen „weitgehend, insbesondere bei eingeschränkter Alltagskompetenz mindestens in den Pflegegrad 2 eingestuft werden und somit einen Anspruch auf stationäre Leistungen auch nach dem Recht der Hilfe zur Pflege haben“. Soweit Personen nur in Pflegegrad 1 eingestuft würden, gebe es den Entlastungsbetrag von 125 Euro. Sofern dieser nicht ausreiche, kämen Leistungen nach anderen Vorschriften in Betracht. Jedenfalls sei die Zahl von 80 000 Senioren, denen der Verlust des Heimplatzes drohe, „völlig aus der Luft gegriffen“.

Wenn es aber tatsächlich so viel weniger sind, drängt sich eine Frage auf: Warum garantiert das BMAS nicht einfach die bisherige Hilfe zur Pflege für die betroffenen Senioren? Ein Federstrich im Gesetz genügte.
Quelle: www.weser-kurier.de, 07.09.2016

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 am: 06. September 2016, 16:56 
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Es wurden von verschienenen Seiten inzwischen Verfassungsbeschwerden gegen die PFlegemissstände in Deutschland gestartet - leider bislang ohne Erfolg. Mehr darüber unter em folgenden Link:

http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=2014.0

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 am: 03. September 2016, 13:41 
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Verdacht auf gewerbsmäßigen Betrug
Nordseepflege-Chefin in Untersuchungshaft

Die Geschäftsführerin des Bremerhavener Unternehmens "Nordseepflege", Gülsen Sariergin, sitzt in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft auf Radio-Bremen-Anfrage bestätigte, wurde sie am Freitagvormittag festgenommen. Als Haftgrund wurde Wiederholungsgefahr genannt.


Die Ermittler arbeiten laut Sprecher an einem dritten Verfahren, in dem es um 169 Fälle und einen Schaden von 82.000 Euro geht. In den beiden ersten Verfahren ging es um 630 Fälle. Der mutmaßliche Schaden hier: 650.000 Euro. Der Unternehmerin wurde Abrechnungsbetrug im Zusammenhang mit der Tagespflege vorgeworfen. So sollen Leistungen für Versicherte abgerechnet worden sein, die nach den Ermittlungen entweder gar nicht oder nur teilweise anfielen.

Die Nordseepflege betreibt in der Region Bremerhaven-Cuxhaven mehrere Einrichtungen und hat nach eigenen Angaben mehr als 200 Mitarbeiter. Erst kürzlich hatte die "Nordseepflege" in Bremerhaven-Geestemünde eine Großeinrichtung mit einem Investitionsvolumen von 16 Millionen Euro eröffnet.

Die Beschuldigte und das Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück. Sie gehen davon aus, dass sich die Anschuldigungen im Laufe der weiteren Ermittlungen als haltlos erweisen werden, heißt es in einer Stellungnahme.
Quelle: http://www.radiobremen.de/politik/themen/nordseepflegeverhaftung100.html, 02.09.2016

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 am: 16. August 2016, 17:49 
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DBfK Nordwest e.V.
Die Generalistische Pflegeausbildung - Eine Reform für die Pflege


Die Generalistische Pflegeausbildung ist ein Meilenstein in der Entwicklung professioneller Pflege. Dieses Video und unsere Informationsmaterialien klären auf: Wieso, weshalb, warum Generalistik?

Link zur Aktionsseite des DBfK: http://www.generalistisch-pflegen.de

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=fd1xSPZn7FA, Veröffentlicht am 16.08.2016

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 am: 16. August 2016, 13:49 
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Förderung für Pflegedienste

Hannover.  Die Jungen ziehen weg, zurück bleiben betagte, oft gebrechliche Menschen: Angesichts der Alterung der Bevölkerung will die niedersächsische Landesregierung die ambulante Pflege im ländlichen Raum stärken. "Jüngere fehlen uns hier als pflegende Angehörige und als Fachkräfte", sagte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) am Montag in Hannover. Gleichzeitig seien die Arbeitsbedingungen in der ambulanten Pflege auf dem Land besonders schwierig, weil nur nach Leistungskomplexen bezahlt werde. Die längeren Wegezeiten würden nicht finanziert. Der Verband der Ersatzkassen sieht hingegen keine Versorungsprobleme.

Das Förderprogramm verfügt bis 2018 jährlich über rund sechs Millionen Euro. Es richtet sich an etwa 850 der rund 1230 ambulanten Pflegedienste in Niedersachsen. Sie können Geld beantragen, um zum Beispiel Projekte zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder zur Einführung von EDV-gestützten Systemen zu finanzieren. Die Förderhöchstsumme liegt bei 45000 Euro pro Dienst. "Wir wollen, dass die Menschen auf dem Land bestmöglich pflegerisch versorgt werden", betonte Rundt.
Quelle: www.weser-kurier.de, 16.08.2016

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 am: 12. August 2016, 23:57 
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3.000 Diakonie-Mitarbeiter fürchten Lohnkürzungen

Von Laura Bohlmann

Die Mitarbeiter der Diakonie Bremen fürchten um ihre Löhne. Sie haben einen offenen Brief geschrieben und sich über geplante Lohnkürzungen bei steigender Arbeitszeit beschwert. Die Pflege ist davon besonders betroffen.

Seit dem Frühjahr 2016 werden zwischen den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern der Diakonischen Werke Gehaltsverhandlungen geführt, mit einem nicht zufrieden stellenden Ausgang für die Arbeitnehmer. Insgesamt 3.000 Mitarbeiter des Diako, der Stiftung Friedehorst und der Inneren Mission seien davon betroffen.

„Die Anträge der Arbeitgeber beinhalten ein geringeres Einkommen von bis zu 20 Prozent“, fasst Mitarbeiterverteter Helmut Schümann zusammen. Insbesondere die kleinen Einkommen der Mitarbeiter in der Altenpflege sieht er in Gefahr: „Bei gleicher Arbeit sollen ihnen bis zu 140 Euro weniger im Monat gezahlt werden, das ist nicht nachvollziehbar“, sagt er.

Arbeitszeit erhöht, Löhne gekürzt
In dem offenen Brief, den die Mitarbeiterversammlung an die Arbeitgeber, den Schlichtungsausschuss und die Medien geschickt haben, listet er die Kürzungen auf: „Wir erhalten derzeit noch einen Kindergeldzuschlag von 90,57 Euro, der ersatzlos gestrichen werden soll. Auch die Pflegezulage von 80 Euro soll künftig entfallen. Arbeitnehmer sollen zudem an der betrieblichen Altersvorsorge beteiligt werden, die Jahressonderzahlungen sollen um die Hälfte auf 0,25 Monatsgehälter gekürzt werden.“

Trotz all dieser Kürzungen soll laut Schümann die Wochenarbeitszeit in den Diakonischen Werken von 39 auf 40 Stunden angehoben werden. „Wir sind empört. Und das bei einem Arbeitgeber wie der Diakonie, die sich die christlichen Werte auf die Fahne schreibt“, sagt er.

Mitarbeitervertreter der Diakonie wollen Tarifvertrag
„Unsere jetzigen Verträge stützen sich auf die so genannten Arbeitsvertragsrichtlinien, das ist vergleichbar mit einem Tarifvertrag, ist aber nur eine Vereinbarung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern“, erklärt Schümann. Diese sollen mit den laufenden Verhandlungen geändert werden. „Weil es bisher keine Einigung gab, ist jetzt ein Schlichter eingesetzt worden“, sagt Schümann.

Dabei handele es sich um einen unparteiischen Dritten. „Ich fürchte aber, dass die völlig überhöhten Forderungen der Arbeitgeber durchgesetzt werden“, so Schümann. Er setzt sich deshalb dafür ein, gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di einen Tarifvertrag auszuhandeln. „Das ist bisher nicht gewollt.“

Die Arbeitgeberseite sieht den Sachverhalt naturgemäß anders: „Wir haben ab dem 1. August eine Lohnerhöhung um 2,6 Prozent beschlossen“, heißt es in einer Stellungnahme. Schümann entgegnet: „Mit der Erhöhung der Arbeitszeit ist das gleich null.“

Arbeitgeber sehen Veränderung positiv
Zudem betonen die Arbeitgeber, dass die Lohnänderungen nur auf Mitarbeiter zutreffen werden, die neu eingestellt würden. „Für unsere aktuellen Mitarbeiter wollen wir den Besitzstand wahren.“ „Mit dem Dienstgeberantrag bringen wir unsere Anerkennung für die geleistete Arbeit und das große Engagement der Mitarbeitenden zum Ausdruck“, erklärt Thomas Sopp, Verhandlungsführer der Dienstgeberseite.

Die diakonischen Unternehmen erhielten durch den Abschluss Planungssicherheit und können die Erhöhungen in die Verhandlungen mit den Kostenträgern einspeisen, so Sopp weiter. Die Mitarbeitervertretung sieht das anders: „Die Unternehmen müssten besser verhandeln, um die Kosten decken zu können“, so Schümann.

Er will jetzt Unterschriften sammeln, um der Gegenseite zu zeigen, wie viele Arbeitnehmer der Diakonie nicht mit den geplanten Lohnveränderungen einverstanden sind. „In Niedersachsen gibt es einen Tarifvertrag mit ver.di, dem könnten wir uns ganz einfach anschließen“, so Schümann.
Quelle: weser-report.de, 12.08.2016

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 am: 09. August 2016, 23:38 
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"STOP! Flüchtlingsversorgung nicht allein den gesetzlich Krankenversicherten aufbürden !"

Die angelaufene Petition richtet sich NICHT GEGEN FLÜCHTLINGE, sondern plädiert FÜR eine SOLIDARISCHE FINANZIERUNG der Flüchtlingversorgung.

Die Petition ist hier eingebunden und hier im Original zu finden:
openpetition.de/!bgwvw

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 am: 09. August 2016, 23:25 
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Umstrittene Finanzspritze
Bundesregierung nimmt Geld für Flüchtlingsversorgung aus Gesundheitsfonds
Minister Hermann Gröhe (CDU) greift in die Finanzreserven des Gesundheitsfonds.

Bremen/Berlin. Manchmal verstecken sich wichtige politische Entscheidungen hinter falschen Gewändern und dürren Worten. Mit gerade einmal drei Absätzen und am Ende eines Gesetzentwurfs, in dem es um die Versorgung seelisch kranker Menschen geht, hat jetzt das Gesundheitsministerium eine umstrittene Finanzspritze für die gesetzlichen Krankenkassen auf den Weg gebracht. Sie sollen im nächsten Jahr einmalig zusätzliche 1,5 Milliarden Euro erhalten – und zwar aus der Finanzreserve des Gesundheitsfonds, also aus Beitragsgeldern.

Mit dem Geld sollen die Kassen in erster Linie zusätzliche Ausgaben für Flüchtlinge finanzieren. Es handele sich um „einmalige Investitionen“, so Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), um „vorübergehende Mehrbelastungen“ der Kassen „im Zusammenhang mit der gesundheitlichen Versorgung von Asylberechtigten auszugleichen“.

Was so nebensächlich und selbstverständlich daherkommt, bringt Sozialverbände, Gewerkschaften und Grüne auf den Baum. Selbst die SPD ist inzwischen auf Distanz zu Gröhe gegangen, Fraktionsvize Karl Lauterbach bekennt: „Besser wäre es, das Geld aus dem Haushalt zu nehmen.“ Das aber scheiterte an Finanzminister Schäuble.

„Der Gesundheitsfonds darf nicht ausgeschlachtet werden“, schimpft Adolf Bauer, Präsident des Sozialverbands. Mehrausgaben für die Gesundheitsversorgung geflüchteter Menschen seien eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ und „zwingend aus Steuermitteln“ zu finanzieren. Auf eine „allgemeine Staatsaufgabe“ pocht auch DGB-Vorstand Annelie Buntenbach. Und die Grünen sprechen von einem Vergreifen am „Notgroschen“ der Beitragszahler und werfen der Union vor, sich auf „perfide“ Weise  über den Wahltermin retten zu wollen.

Kritik, die auch Michael Lempe, Vorstand der hkk in Bremen, nachvollziehen kann. Und das, obwohl die Finanzspritze für die Kassen ihn doch eigentlich freuen sollte. Dem WESER-KURIER sagt Lempe: „Dieser Regierungsbeschluss ist aus unserer Sicht nur eine kurzfristige Umfinanzierung von Beitragsgeldern, um im Jahr der Bundestagswahl und wichtiger Landtagswahlen für Ruhe an der Beitragsfront der gesetzlichen Krankenversicherung zu sorgen.“ Schon 2018 würden, so der hkk-Chef,  die Zusatzbeiträge wieder bei vielen Kassen steigen, weil die Beitragszahler steigende Behandlungskosten und die hohen Kosten der jüngsten Gesetzesreformen schultern müssten.

Das sieht auch Doris Pfeiffer so, Chefin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen. Zwar begrüßt sie einerseits Gröhes Entscheidung, wirft der Bundesregierung aber wie Lempe vor, die Zusatzbeiträge der Kassen in die Höhe getrieben zu haben. Zudem fordert Pfeiffer, „statt kurzfristiger Einmaleffekte sollten klare Regeln definiert werden, wie das Geld im Gesundheitsfonds, das über die notwendige Reserve hinausgeht, an die Krankenkassen ausgezahlt wird“. Lempe stimmt zu: Die Mittel im Gesundheitsfonds hätten die Beitragszahler selbst eingezahlt. „Daher sind klare Regeln nötig, nach denen dieses Geld wieder an die Krankenkassen zurückfließt.“

Im Gesundheitsministerium versteht man die Kritik nicht. Es  habe immer mal „Entnahmen aus dem Gesundheitsfonds“ gegeben, um die Kassen zu entlasten, sagt eine Sprecherin. Als Beispiel nennt sie die Abschaffung der Praxisgebühr 2014 – damals seien es 2,5 Milliarden Euro gewesen. Im Gesundheitsfonds seien derzeit „4,3 Milliarden Euro mehr drin, als es sein müssten“.

Und hinter einem anderen Gesetz versteckt habe man die Entscheidung auch nicht. Um den gesetzgeberischen Aufwand zu begrenzen, sei der Beschluss „an ein fast fertiges Gesetz gehängt“ worden. Omnibusverfahren nenne man das – eine ganz gebräuchliche Sache. Und so wird nun das umstrittene Gesetz 2017 in Kraft treten. Verhindern kann dies niemand mehr – der Bundesrat muss nicht zustimmen.

Verteilung nach dem Solidarprinzip
Der Gesundheitsfonds ist der zentrale Geldsammel- und -verteilungstopf der gesetzlichen Krankenkassen. Seit seiner Einführung am 1. Januar 2009 fließen die Beiträge der Versicherten nicht mehr von den Arbeitgebern an die Krankenkassen, sondern direkt in den Gesundheitsfonds. 2016 werden das geschätzte 189 Milliarden Euro sein. Auch der aus Steuermitteln finanzierte Bundeszuschuss landet im Fonds – 14 Milliarden Euro sind es in diesem Jahr. Außerdem werden seit 2015 die Zusatzbeiträge an den Gesundheitsfonds abgeführt. Die Liquiditätsreserven betragen derzeit wie im Vorjahr zehn Milliarden Euro. 2014 waren es noch knapp 12.5 Milliarden Euro. Über den Gesundheitsfonds, der vom Bundesversicherungsamt (BVA) in Bonn verwaltet wird, werden die Beiträge dann an die Kassen verteilt. Jede Krankenkasse erhält für jeden Versicherten einen Pauschalbetrag und darüber hinaus ergänzende Ab- und Zuschläge. Diese richten sich nach Alter, Geschlecht und Krankheit des Versicherten. Durch diese Umverteilung der Gelder sollen auch jene  Krankenkassen wettbewerbsfähig bleiben, so die politische Idee, die einen höheren Anteil an kranken und alten Menschen unter ihren Mitgliedern haben. Der Gesundheitsfonds soll also nach dem Solidarprinzip arbeiten. Er soll so für mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Beiträge an die Kassen sorgen. Für das laufende Jahr werden die Einnahmen des Gesundheitsfonds laut Auskunft des BVA auf 206,2 Milliarden Euro geschätzt, die voraussichtlichen Ausgaben auf 220,6 Milliarden.
Quelle: www.weser-kurier.de, 06.08.2016

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 am: 08. August 2016, 19:26 
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Einfältigkeit läßt grüßen:

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FDP-Abgeordnete Marco Genthe und Sylvia Bruns auf Sommertour
Pflegenotstand bekämpfen: Liberale von Weyher Idee begeistert


Von Sigi Schritt.

Um das Problem des Pflegenotstands in Deutschland zu lösen, hat Rolf Specht, geschäftsführender Gesellschafter der Residenzgruppe, eine aus seiner Sicht schnell umsetzbare Idee entwickelt. Die hat er gestern auf der Sommertour der FDP-Landtagsfraktion in der Seniorenresidenz Lerchenhof in Leeste vorgetragen. Sie fand bei Sylvia Bruns, sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin, beim Abgeordneten Marco Genthe (Leeste) und beim ehemaligen Bundestagsabgeordneten Jürgen Timm (Stuhr) breite Zustimmung.

... Specht sieht als mögliche Lösung, ähnlich wie in der Schifffahrt bei den Matrosenbezügen, dass der Staat für examinierte Pflegekräfte in allen Gesundheitssparten auf die Lohnsteuer des Arbeitnehmers verzichtet. ...

... Als „praktikable und schnell umsetzbare Lösung“ bezeichnete Jürgen Timm Spechts Vorschlag. Allerdings sei das eine Sache des Bundes. „Aber das Land Niedersachsen könnte über eine Bundesratsinitiative das Verfahren in Berlin einbringen“, ergänzte Genthe. ...

Die Politiker besuchten neben dem Lerchenhof auch die Senioreneinrichtung „Deutsche Eiche“ in Syke und das „Haus Am Brunnen“ in Brinkum.
Quelle: http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/weyhe-ort54198/pflegenotstand-bekaempfen-liberale-weyher-idee-begeistert-6637601.html, 05.08.2016



ANMERKUNG:
Dass die FDP bereitwillig Unternehmer unterstützt, gehört bekanntermaßen zum Handlungsprinzip und zur Wahl-Taktik der Partei. Dass nun aber FDP-Parteigrößen aus Niedersachsen und ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter der Partei den abstrusen und wirklichkeitsfremden Ideen des Immobilienhais und Heimbetreibers Rolf Specht willfährig Lob spenden, macht die Partei noch unwählbarer, als sie ohnehin schon ist!

Denn wenn Pflegekräfte von der Lohsteuer befreut werden sollen, sollten dann Krankenschwestern und -pfleger leer ausgehen? Und was ist mit KindergärtnerInnen, Rettungssanitätern, Feuerwehrleuten, Polizisten, Lehrern usw., bei denen ebenfalls Personalnotstände zu beklagen sind - und was ist mit all den anderen Berufszweigen, in denen ebenfalls Fachkräftemange herrscht ?!!!

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