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 am: 29. April 2017, 23:25 
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Zitat
Hermann Gröhe verspricht Milliarden für die Pflege – aber in Heimen kommt kaum etwas an

„Von den neuen Regeln profitieren eine ganze Menge Leute, aber sicher nicht die Pflegebedürftigen oder die Pfleger.“


Gepostet am 11. April 2017, 12:46 Uhr, Daniel Drepper, Chefredakteur, BuzzFeed Deutschland

Die Versprechen waren groß. Die größte Pflegereform aller Zeiten sei das neue Gesetz zur Stärkung der Pflege. Gesundheitsminister Hermann Gröhe nannte 2017 „ein gutes Jahr für Pflegebedürftige, ihre Familien und unsere Pflegekräfte“. Doch viele Pflegekräfte und Heimbetreiber sind sich sicher, dass es ihnen in Zukunft sogar noch schlechter gehen wird. Nach Recherchen von BuzzFeed News Deutschland und Correctiv könnten sie recht behalten.

Pflegekräfte klagen seit Jahren über extreme Belastungen. Oft sind sie nachts für mehr als 50 Bewohner zuständig – und halten es im Schnitt nur rund acht Jahre lang in ihrem Beruf aus. Deshalb kämpfen Initiativen wie Pflege am Boden und Pflege in Bewegung zum Teil seit Jahren für mehr Personal.

Niemand weiß, ob es tatsächlich neues Personal gibt
Das neue Gesetz, genannt Pflegestärkungsgesetz II, soll genau das bringen. Seit Anfang diesen Jahres werden Pflegebedürftige in fünf Pflegegrade statt in drei Pflegestufen eingeteilt. Deshalb muss in allen 16 Bundesländern neu entschieden werden, wie viele Pflegekräfte in den Heimen arbeiten. BuzzFeed und Correctiv wollten wissen, wie viel die Reform für die Pflegeheime wirklich bringt. Doch drei Monate nach Einführung des Gesetzes kann niemand sagen, ob tatsächlich mehr Pfleger eingestellt werden – weder das Bundesgesundheitsministerium, noch Deutschlands größte Krankenkassen AOK, noch private oder gemeinnützige Heimbetreiber.

Im Schnitt, so die Prognosen, soll es in den einzelnen Ländern etwa drei Prozent mehr Personal in den Pflegeheimen geben. In manchen Ländern wie Rheinland-Pfalz, Bayern, Schleswig-Holstein oder Niedersachsen gibt es dagegen bisher noch gar keine Einigung über neues Personal. Und selbst in den Ländern, in denen die Vorgaben leicht erhöht werden, wird es kaum mehr Pflegerinnen geben. Das zeigt das Beispiel Baden-Württemberg. Dort kämpfen Krankenkassen und Kommunen seit Mitte vergangenen Jahres gegen mehr Pflegekräfte.

Kampf gegen mehr Personal
Es ist der 29. Juni 2016. Die Pflegeheimbetreiber haben sich zusammengeschlossen: Caritas, Arbeiterwohlfahrt, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Rotes Kreuz, Diakonie und private Betreiber. Sie alle wollen mehr Pfleger für ihre Heime und beantragen das bei denen, die am Ende zahlen müssen: Bei den Versicherungen und Kommunen. Die Gegner treffen sich zum ersten Mal am 22. Juli und danach mehrfach zu Verhandlungen. Ein Spitzengespräch Ende Oktober endet ohne Ergebnis. Die Heimbetreiber wissen sich nicht mehr zu helfen und beenden die Verhandlungen. Sie rufen die zuständige Schiedsstelle an.

Die Heimbetreiber beantragen gut zehn Prozent mehr Personal. Ihr Argument: Durch die Umstellung von drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade würde zwar zu Beginn großzügig gerechnet, es gebe also zunächst mehr Personal. Das werde sich aber schnell ändern, weil das neue Begutachtungssystem Experten zufolge neue Bewohner benachteilige. Die neuen Bewohner profitieren nicht von der großzügigen Übergangsregelung und werden Experten zufolge niedriger eingestuft. Die Pflegeheime bekommen weniger Geld, obwohl der Aufwand der gleiche ist.

Die Pflegeheimbetreiber verlangen deshalb zusätzliches Geld für Personal. Die Kassen und Kommunen lehnen das ab. Mehr Personal werde nicht benötigt und sei auch nicht gerechtfertigt.


Betreiber, Kassen und Kommunen treffen sich schließlich am 23. Februar vor einem Schiedsgericht in Stuttgart. Das beschließt: einen Kompromiss. Wir brauchen mehr Pfleger, so das Schiedsgericht, um durch die Pflegereform die Pflege nicht noch schlechter zu machen. Zunächst sollen es fünft Prozent mehr Pfleger sein, im Jahr 2020 sollen noch einmal drei Prozent dazu kommen. Dieser Kompromiss sorgt vor allem dafür, dass die Pflege nicht schlechter wird. Er sorgt nur sehr begrenzt dafür, dass die Pflege besser wird. ...


[vollständigen Artikel lesen >>]
Quelle: https://www.buzzfeed.com/danieldrepper/pflege-mangelndes-personal-trotz-gesetz

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 am: 26. April 2017, 15:59 
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Zitat
Qualifizierte Leichenschau
Wie in Bremen mehr Morde aufgedeckt werden sollen


In Bremen wird die sogenannte qualifizierte Leichenschau wohl bald zur Pflicht. Sie soll helfen, die Zahl der unentdeckten unnatürlichen Todesfälle zu senken. Experten zweifeln, ob dieses Ziel gelingt. Die Angehörigen müssen die Untersuchung trotzdem zahlen. ...

... Experten fordern Untersuchung immer am Fundort

An diesem Punkt entzündet sich Kritik. Experten fordern, dass die qualifizierte Leichenschau direkt am Fundort der Leiche durchgeführt werden muss. Lüder Fasche von der Gewerkschaft der Polizei in Bremen befürchtet, dass andernfalls Spuren verloren gehen könnten.

Es ist geradezu kriminalistisch verpflichtend, die Leichenschau am Leichenfundort vorzunehmen – und zwar eine echte qualifizierte Leichenschau.
Lüder Fasche, Gewerkschaft der Polizei in Bremen

Kriminalisten seien auf die Spuren vor Ort angewiesen und die befänden sich unter Umständen gar nicht direkt am Leichnam. ...
Quelle: http://www.radiobremen.de/gesellschaft/themen/qualifizierte-leichenschau102.html, 19.04.2017




Zitat
Qualifizierte Leichenschau: Senat beschließt Gesetzentwurf

25.04.2017 · Bremen wird als erstes Bundesland die qualifizierte Leichenschau einführen.

Künftig wird jede Person, die im Land Bremen verstirbt, nach Feststellung des Todes einer Leichenschau unterzogen. Damit wird künftig bei allen Verstorbenen untersucht, ob eine natürliche Todesursache vorliegt. So erhalten Angehörige mehr Sicherheit über die Todesursache - und auch Verbrechen können leichter aufgedeckt werden.
Einen entsprechenden Gesetzentwurf beschloss der Senat heute (Dienstag, 25. April 2017). Wenn die Bremische Bürgerschaft das Gesetz beschließt, kann es zum 1. August 2017 in Kraft treten.

Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, betonte: "Mit der Einführung der qualifizierten Leichenschau wird die Qualität der Leichenschau verbessert. Patientinnen und Patienten und Angehörige von Verstorbenen erhalten dadurch mehr Sicherheit."

Das Ziel der qualifizierten Leichenschau ist, mehr Informationen über die Todesarten zu bekommen. Es gibt Hinweise darauf, dass viele Tötungsdelikte unerkannt bleiben – und somit nicht geahndet und die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Bei der Änderung geht es aber nicht darum, Angehörige von Verstorbenen unter Generalverdacht zu stellen. Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit den Beteiligten eine praktikable Lösung gefunden, die Rücksicht auf die trauernden Angehörigen nimmt und gleichzeitig die Möglichkeiten einer Untersuchung vor Ort gibt.

Die qualifizierte Leichenschau stellt eine Weiterentwicklung der rechtsmedizinischen Versorgung dar. Bisher haben die Medizinerinnen und Mediziner, die den Tod einer Person im Krankenhaus oder im privaten Umfeld festgestellt hatten, auch den Tod bescheinigt. Künftig wird die Todesfeststellung von der Leichenschau getrennt.
Das bedeutet: Jede Person, die im Land Bremen verstirbt, wird nach der Feststellung des Todes durch einen Arzt oder eine Ärztin noch zusätzlich einer Leichenschau unterzogen. Damit verbessert sich außerdem die Datenbasis über Krankheiten und ihre Verläufe.

Die Leichenschau wird von einem besonders ausgebildeten Leichenschauarzt bzw. einer Leichenschauärztin durchgeführt. Diese Leichenschau wird in einer Leichenhalle der Bestatter oder im Krankenhaus vorgenommen. Falls der Arzt, der den Tod feststellt, den Verdacht hat, dass es sich um einen nicht natürlichen Todesfall handelt, wird die Leichenschauärztin oder der Leichenschauarzt die Leichenschau direkt vor Ort durchführen.

Das Verfahren wird nach zwei Jahren ausgewertet und bei Bedarf verändert.

Quelle: http://senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.271051.de&asl=bremen02.c.732.de

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 am: 11. April 2017, 16:02 
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Weiterhin höchstes Vertrauen in Gesundheitsberufe

Die Grafik zeigt das Ergebnis einer Umfrage zum Vertrauen der Befragten in verschiedene Berufsgruppen. Höchstes Ansehen in der Bevölkerung: 96,6 Prozent der Menschen haben Vertrauen in Feuerwehrleute, 95,8 Prozent in Sanitäter und 94,6 Prozent in Krankenschwestern-/pflegern - aber nur 15,1 Prozent in Politiker ...!


Zitat
Statistik: Vetrauen Sie den folgenden Berufsgruppen? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Hinweise und Anmerkungen
Die GfK Trust in Professions 2014 ist eine internationale Studie des GfK-Vereins, für die 28.000 Menschen in 25 Ländern nach ihrem Vertrauen in Berufe befragt wurden. Hier abgebildet werden die Ergebnisse für Deutschland. Grundlage der Untersuchung ist laut Quelle die Abfrage des Vertrauens in 32 Berufsgruppen mittels folgender Skala: „vertraue ich voll und ganz“, „vertraue ich überwiegend“, „vertraue ich weniger“, „vertraue ich überhaupt nicht“. In der Statistik abgebildet sind die Anteile der Befragten, die zu den einzelnen Berufsgruppen „vertraue ich voll und ganz“ bzw. „vertraue ich überwiegend“ geantwortet haben.

Die Quelle macht keine Angaben zur Zahl der Befragten in Deutschland. Die Quelle macht zudem keine genauen Angaben zur Fragestellung. Die hier gewählte Formulierung kann daher gegenüber der Befragung leicht abweichen.
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1470/umfrage/vertrauen-in-verschiedene-berufsgruppen/

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 am: 11. April 2017, 14:30 
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    Zitat
    Ausbildungsreform: nun doch!

    Berlin, 11.04.2017 · Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) betrachtet den Kompromiss zur Pflegebildungsreform als Einstieg in die Generalistik, bisher aber noch mit vielen Unbekannten. Dazu DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein heute in Berlin: „Es stellen sich bezüglich der Umsetzung dieses Modells viele Fragen zu den Details, beispielsweise der Regelung des Ausbildungsvertrages. All das wird noch spannend. Bei der Überarbeitung des Gesetzentwurfes kommt es darauf an, keine Schlupflöcher zuzulassen, die die Absicht der Reform unterlaufen. Es gibt wohl auch die Vorstellung, dass Schüler/-innen die Ausbildung nach zwei Jahren beenden und damit eine Assistenzqualifikation erreichen. Das ist weder fachlich noch berufspädagogisch sinnvoll machbar und - so unsere feste Überzeugung - verfassungsrechtlich nicht zulässig.“

    In der Gesamtbewertung ist aus Sicht des DBfK festzuhalten: lieber ein Kompromiss, der zumindest den Einstieg in die Generalistik inklusive der wichtigen Bausteine hochschulische Ausbildung und Vorbehaltsaufgaben sichert, als keine Reform. Denn das Scheitern der Reform würde für mindestens eine Legislaturperiode weitere Reformschritte blockieren, da keine Regierung sich an ein derart heißes Eisen wagen würde. Es ist allerdings frustrierend und ernüchternd zu beobachten, welche Argumentation zu diesem Kompromiss im Bundestag geführt hat.

    Verlierer des Kompromisses ist vor allem die Altenpflege. Der Deprofessionalisierungsdruck auf die Pflege, der vor allem in diesem Bereich wirkt, ist fatal. Denn gerade bei pflegebedürftigen Menschen in der Altenhilfe benötigen wir eine sehr hohe pflegerische Kompetenz, um eine gute Versorgung möglich zu machen. Es muss ein zentrales Anliegen der generalistischen Ausbildung sein, diesen Qualitätsanspruch abzusichern. Einige Arbeitgeber und leider auch einige Abgeordnete sehen die Anforderungen nicht so hoch und finden, ein gutes Herz und flinke Hände reichen aus, um in der Altenpflege zu arbeiten. Das ist kurzsichtig und geht zu Lasten der zu pflegenden Menschen.

    Nach langem Aussitzen und zähen Verhandlungen haben sich die Fraktionen der Regierungsparteien kürzlich doch noch auf einen Kompromiss zur Ausbildungsreform in der Pflege geeinigt. An den Details zur Umsetzung des Kompromisses wird derzeit im Bundestag gefeilt, voraussichtlich im Mai wird das Parlament über das Gesetz abstimmen. Die Eckpunkte, soweit bekannt, sehen vor:

    • Die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung wird durch die generalistische Ausbildung abgelöst.
    • Alle Elemente des Entwurfes des Pflegeberufsgesetzes bleiben erhalten (also auch hochschulische Ausbildung als zweiter Zugang zum Beruf und vorbehaltene Tätigkeiten).
    • Nach 22 Monaten können sich die Schüler/-innen entscheiden, ob sie im 3. Ausbildungsjahr einen generalistischen Abschluss oder doch lieber einen Altenpflege- oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeabschluss anstreben wollen.
    • Nach 6 Jahren Umsetzung wird dem Bundestag berichtet, wie viele Schüler sich jeweils für die drei Möglichkeiten entschieden haben. Sollten sich mehr als 50% für die Generalistik entschieden haben, werden die zusätzlichen Abschlüsse abgeschafft.


    Der DBfK ist unverbrüchlich davon überzeugt, dass das generalistische Ausbildungsmodell das einzig zielführende für eine gute pflegerische Versorgung in Deutschland ist. In diesem Sinne werden wir uns auch weiterhin in die politische Debatte einbringen.
    Quelle: www.dbfk.de



    Zitat von: dip-Pressemitteilung
    Einigung zur Pflegeausbildungsreform – Licht, Schatten und dazu noch viel Nebel!

    In den letzten Tagen wurde vermeldet, dass sich die Verhandlungsführer von CDU/CSU und SPD im Bundestag nach zähem Ringen auf Eckdaten einer Pflegeberufereform geeinigt haben. Die vorliegenden Informationen besagen, dass ab 2019 an allen Pflegeausbildungsstätten in Deutschland eine zweijährige, generalistische Ausbildungsphase eingeführt werden soll.


    Anschließend können Schüler im dritten Jahr wählen, diese fortzusetzen, oder aber ausschließlich auf Altenpflege oder Kinderkrankenpflege zu setzen. Erst sechs Jahre nach der Einführung der Reform soll geprüft und entschieden werden, wie es weitergehen soll. Viele Details sind aber noch unklar. Professor Frank Weidner, Leiter des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) hebt hervor: „Aus fachlicher Sicht kann die Einführung der Generalistik nur begrüßt werden, sie ist überfällig! Das Beibehalten von Altenpflege und Kinderkrankenpflege als eigenständige Berufsabschlüsse und das Offenhalten einer endgültigen Entscheidung sind jedoch unsinnige und zukunftsgefährdende Entscheidungen.“
    Quelle: http://www.dip.de/aktuelles/



    Kommt sie doch?
    Fraktionen einigen sich auf Reform der Pflegeausbildung

    Wie die SPD im Bundestag am Donnerstag mitteilte, haben sich die Koalitionsfraktionen auf einen gemeinsamen Vorschlag zur Reform der Pflegeausbildung einigen können. Dieser sieht eine einheitliche Ausbildung in den ersten beiden Jahren mit der anschließender Wahlmöglicht vor. ...

    Quelle: http://www.rechtsdepesche.de/fraktionen-einigen-sich-auf-reform-der-pflegeausbildung/



    Zitat
    07.04.2017 Generalistik kommt in Teilen

    Der nun gefundene Kompromiss zwischen den Koalitionsfraktionen in der Übersicht


    • Die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege wird abgeschafft und durch eine generalistische Pflegeausbildung ersetzt.
    • Die Ausbildung zur Alten- sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege bleibt erhalten und wird in Form einer zweijährigen generalistischen Ausbildung und einem Jahr der separaten Ausbildung fortentwickelt. Der Abschluss lautet „Altenpfleger/in“ und „Kinderkrankenpfleger/in“.
    • Die Auszubildenden der Alten- und Kinderkrankenpflege können nach dem zweiten Ausbildungsjahr zwischen den Abschlüssen Alten- beziehungsweise Kinderkrankenpflege oder der Generalistik mit dem jeweiligen Schwerpunkt wählen. Die Schulen müssen – soweit die Möglichkeit nicht schulintern besteht – das Angebot durch Kooperation mit anderen Schulen sicherstellen.
    • Die Auszubildenden können nach dem zweiten Ausbildungsjahr den Abschluss zur Pflegeassistenz absolvieren. Die anschließenden Einsatzmöglichkeiten sind flexibel.
    • Die Finanzierung aller Ausbildungswege erfolgt unterschiedslos über einen gemeinsamen Ausbildungsfonds.
    • Nach sechs Jahren erfolgt durch das Bundesgesundheitsministerium eine Evaluation der Zahlen der Auszubildenden der Alten- und Kinderkrankenpflege, die nach dem zweiten Ausbildungsjahr zwischen den Abschlüssen Alten- beziehungsweise Kinderkrankenpflege oder einem generalistischen Abschluss mit Schwerpunkt gewählt haben. Das Ergebnis wird dem Bundestag zur Kenntnis vorgelegt.
    • Haben sich von den Auszubildenden der Alten- und Kinderkrankenpflege, die zwischen den separaten Abschlüssen und der Generalistik gewählt haben, mehr 50 Prozent für den generalistischen Abschluss entschieden, soll der getrennte Abschluss abgeschafft werden. Über die Abschaffung oder Beibehaltung der getrennten Abschlüsse entscheidet der Bundestag nach Vorliegen des Evaluationsberichts. Schulen, die rein generalistisch ausbilden, werden bei der Bestimmung der Abschlussrate nicht berücksichtigt.
    • Die Neuregelungen sollen erstmals für die Ausbildungsjahrgänge ab 2019 gelten.
    Quelle: http://www.pflegeausbildung-generalistisch.de/index.php/Stellungnahmen

     15 
     am: 07. April 2017, 22:33 
    Begonnen von admin - Letzter Beitrag von admin
    Zitat von: Bürger Initiative Gesundheit, 07.04.2017
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit großem Bedauern müssen wir Ihnen unsere Entscheidung zur Liquidation des gemeinnützigen Vereins Bürger Initiative Gesundheit e.V. mitteilen.

    Zu den Hintergründen erhalten Sie beigefügt unsere Pressemitteilung.

    Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zur weiteren Erörterung zur Verfügung.

    Pressestelle
    Bürger Initiative Gesundheit e.V.
    Tel: 0821/66101910
    presse@buerger-initiative-gesundheit.de
    www.buerger-initiative-gesundheit.de

    ----------------------------------------------------------------
    Zitat
    Pressemitteilung „Resignation“ der Bürger Initiative Gesundheit e.V. 

    Im Jahr 2016 hat der amtierende Vorstand den Beschluss gefasst, den Verein mit Wirkung zum Jahr 2017 zu liquidieren. Die Hintergründe liegen in der destruktiven Entwicklung des Gesundheitswesens zu Lasten der Qualität der Versorgung/Behandlung/Betreuung der Bürger/Versicherten/Patienten. Unsere Bemühungen konstruktive Entwicklungen darzulegen und zu fordern, fanden bei den Bürgern, Lobbyisten, den Politikern, der Wissenschaft, der Ökonomie, immer weniger Gehör. Damit war und ist die Grundlage für die Aufgaben-stellungen des Vereins und seiner Satzung entfallen.                                                                          

    Durch Beschluss der Mitgliederversammlung erfolgte die Durchführung der Liquidation des Vereins unter Mitwirkung der Vorstände, von Notaren, Rechtsanwälten, Steuerberatern und in Einklang mit dem Vereinsregister. Wir bedanken uns bei allen Personen die uns unterstützt haben. Gleichzeitig bitten wir um Verständnis für unsere Entscheidung. 

    Seit dem Jahr 1989 bis zum Jahr 2017, also seit 28 Jahren, war der gemeinnützige Verein mit ehrenamtlich tätigen Vorständen unabhängig aktiv. Dabei ging es um die nachhaltige Einflussnahme auf die Entwicklungen des Gesundheitswesens zu Gunsten der Bürger, Versicherten, Patienten, Pflegebedürftigen.

    Seit dem Jahr 1989 setzte sich der Verein mit all seinen Aktivitäten gegen die ausufernde Kommerzialisierung der Versorgung, Behandlung, Betreuung der Bürger im Gesundheits- system ein. Unterstützt wurden wir durch die Mitgliedschaft von stimmberechtigten Einzelmitgliedern, ferner durch Mitgliedschaften ohne Stimmrecht, von Institutionen des Gemeinwesens in Deutschland, wie Ärzteverbände, Verbände der Pflege, Einrichtungen der stationären Versorgung, durch Hersteller und Händler von Pharmazeutika und von Medizinprodukten, Organisationen der alternativen Medizin usw. Auch mittels der sporadisch eingehenden Spenden von Privatpersonen und Institutionen konnten wir die vielfältigen Aufgabenstellungen erfüllen.

    Der Gesamtkonstrukt unserer Organisation machte es möglich, dass wir immer unabhängig Stellung beziehen und nicht von einseitigen Interessenvertretern unseres Gemeinwesens sachlich beeinflusst werden konnten. In den 28 Jahren wurden wir von einer Vielzahl von anerkannten Experten aus dem Gesundheitswesen und dem Gemeinwesen in Deutschland unterstützt. Auch auf europäischer Ebene konnten wir uns mit der Expertise des Vereins und seiner Experten in die Entwicklung der Charta Europäischer Patientenrechte einbringen und zwar als alleiniger Interessenvertreter aus Deutschland. 

    Die aktuelle und realistische Beurteilung der Entwicklungen des Gesundheitswesens in 

    Deutschland zwingt uns zur Aufgabe und führte zu unserer Resignation in der Sache.

    Mit den besten Grüßen

    Wolfram-Arnim Candidus           Dr. med. Richard Barabasch
    Präsident                               stellvertretender Präsident

     16 
     am: 30. März 2017, 11:53 
    Begonnen von admin - Letzter Beitrag von admin
    Zitat
    Ambulantisierung stationärer Einrichtungen im Pflegebereich und
    innovative ambulante Wohnformen (INAWO)


    Überblick
    Ab 15. November 2016 wird unter der gemeinschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Karin Wolf Ostermann und Prof. Dr. Heinz Rothgang das Projekt „Ambulantisierung stationärer Einrichtungen im Pflegebereich und innovative ambulante Wohnformen“ durchgeführt. Das Erste Pflegestärkungsgesetz hat neben einer besseren Berücksichtigung der individuellen Situation von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen unter anderem auch die Förderung von innovativen ambulanten Wohnformen zum Ziel. Vor diesem Hintergrund wird das Projekt eine valide Informationsgrundlage zum Stand und der Entwicklung ambulanter Wohnformen erarbeiten.
    Überdies untersucht das Projekt, inwiefern der Ausbau solcher Wohnformen eine Verbesserung der Pflege ermöglicht.

    Laufzeit:
    15. November 2016 - 14. November 2017

    Forschungsteam:
    - Prof. Dr. Heinz Rothgang (Projektleitung)
    - Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen (Projektleitung)
    - Dominik Domhoff, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen
    - Dr. rer. pol. Rolf Müller
    - Achim Schmid
    - Annika Schmidt, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen

    Finanzierung:
    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF); Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

    Quelle: http://www.socium.uni-bremen.de/projekte/?proj=547

    [Mehr dazu siehe Download >>]

     17 
     am: 24. März 2017, 22:43 
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    Zitat
    Einheitliche Bezahlung
    Tarifvertrag soll Pflege-Fachkräfte locken


    von Antje Stürmann 23.03.2017

    Die Tarifgemeinschaft Pflege und Verdi haben einen Tarifvertrag unterzeichnet. Nach Angaben der Vertragsparteien ist es deutschlandweit der erste, dem sich verschiedene Anbieter verpflichtet fühlen.

    Die Pflegebranche hat den bundesweit ersten Tarifvertrag, den verschiedene große Anbieter mittragen. Unterzeichnet haben am Donnerstag 16 Arbeitgeber, die sich zur Tarifgemeinschaft Pflege Bremen zusammengeschlossen haben, und die Gewerkschaft Verdi als Arbeitnehmervertreterin. Die Regelungen sollen ab Juni für alle neu Eingestellten gelten.

    Die Tarifgemeinschaft eint Träger vom Arbeiter-Samariter-Bund über die Caritas bis hin zur Heimstiftung – sie alle beschäftigen im Land zusammen mehr als 3200 Menschen in Heimen und Pflegediensten. Das ist ein Drittel aller Beschäftigten im Pflegebereich. Bis 2019 wollen die Parteien einen Vertrag für die Altenpflege im gesamten Land Bremen abschließen. Die Löhne sollen in den nächsten Jahren peu à peu an den Tarifvertrag im öffentlichen Dienst angepasst werden.

    Bis zu 14 Euro pro Stunde
    Zurzeit gibt es eine Vielzahl von Regelungen für die Beschäftigten. „Jeder Träger bezahlt seine Angestellten so, wie er will“, sagt der Vorstandssprecher der Tarifgemeinschaft, Arnold Knigge. Das soll sich ändern. Ziel sind landesweit einheitliche Tarifbedingungen in der Altenpflege.

    Der neue Vertrag legt neben einheitlichen Sonderzahlungen auch Urlaubsansprüche und Entgelte für jede Berufsgruppe fest. Eine Pflegehilfskraft würde demnach statt bisher 10,20 Euro pro Stunde künftig bis zu 14 Euro verdienen. Ziel sind landesweit einheitliche Tarifbedingungen in der Altenpflege. „Der Tarifvertrag regelt nur die Mindestvergütung“, sagt Knigge. „Wenn ein Träger mehr bezahlen möchte, kann er das natürlich tun.“

    Auf diese Weise wollen die Arbeitgeber der Wohlfahrtspflege Fachkräfte gewinnen und an sich binden. Für sie wird es immer schwieriger, bei steigendem Bedarf gut ausgebildete Kräfte zu finden. „Wir wollen die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern, damit mehr Menschen diese Berufe ergreifen“, sagt Knigge. Dass dieser Plan aufgehen könne, zeige die Vergütung der Auszubildenden, für die es seit März 2015 einen Tarif gibt. Seitdem, so Knigge, gebe es viel mehr Bewerber als Ausbildungsplätze.

    Lohnsteigerung von knapp acht Prozent für 2017 und 2018
    „Wir könnten nun das erste Bundesland sein, in dem es einen einheitlichen Tarif für die Pflegebranche gibt“, wirbt Knigge für eine Ausweitung des Tarifs. Den jüngsten Vertragsabschluss wertet er als Erfolg – sowohl für die Arbeitgeber als auch für die Arbeitnehmer. „Wenn man die jetzigen Vergütungsregelungen mit dem Tarif vergleicht, kommen die Arbeitnehmer im Durchschnitt auf eine Lohnsteigerung von knapp acht Prozent für 2017 und 2018.“

    Das sei unterhalb des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst, aber deutlich mehr als die privaten Anbieter zahlen, sagt Detlef Ahting von Verdi, der mit dem Ergebnis ebenfalls zufrieden ist. „Zum Teil werden die Beschäftigten mehrere Hundert Euro mehr verdienen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung dieses gesellschaftlich wichtigen Berufes“, so Ahting.

    Rainer Brüderle als Arbeitgeberverbandspräsident vom Bundesverband privater Anbieter (BPA) erklärte gegenüber dem WESER-KURIER: „Faire, angemessene und leistungsgerechte Löhne und Gehälter in der Pflege sind nach Ansicht des BPA Arbeitgeberverbands ein wichtiges Instrument zur Aufwertung aller Berufe in der Alten- und Krankenpflege. Aber dafür bedarf es keiner starren Tarifsysteme.

    Verhandlungen mit Kranken- und Pflegekassen
    Die privaten Träger zahlen durchaus attraktive Löhne, was schon durch den grassierenden Fachkräftemangel ein Muss ist. Die Folgen einer höheren Vergütung treffen allerdings nicht die Pflegekassen, sondern ausschließlich die pflegebedürftigen Menschen, deren unterhaltspflichtige Angehörige und die Sozialhilfeträger.“

    Damit die gemeinnützigen Pflegeanbieter, die ihre Beschäftigten nach Tarif bezahlen wollen, nicht die Preise erhöhen müssen, will die Tarifgemeinschaft als nächstes mit den Kranken- und Pflegekassen verhandeln. Detlef Ahting und auch Arnold Knigge rechnen sich gute Chancen aus. Ahting: „Laut Gesetz darf die Bezahlung tarifvertraglich vereinbarter Vergütungen nicht als unwirtschaftlich abgelehnt werden.“

    Der Verband der Ersatzkassen (VDEK) in Bremen indes hält sich bedeckt. Grundsätzlich  befürworte er die tarifgebundene Vergütung in der Pflege, sagt Sprecherin Christiane Rings. „Um sicherzustellen, dass Vergütungserhöhungen in den Unternehmen nicht gewinnorientiert verbucht werden, müssen die Arbeitgeber in der Pflege transparent und nachvollziehbar machen, dass höhere Pflegevergütungen wegen Lohnsteigerungen auch beim Personal ankommen“, so Rings.

    Tarifvertrag als zentrales Instrument
    Tatsächlich gibt es in der Pflegebranche schon jetzt Träger, die sich am Tarifvertrag im öffentlichen Dienst orientieren und von den Kassen unterstützt werden. Ein Beispiel ist die Bremer Heimstiftung. „Wir hatten bislang nie Probleme, tarifliche Änderungen in den Pflegesätzen unterzubringen“, sagt Finanzvorstand André Vater.

    Für Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) trägt der Tarifvertrag zu einer angemessenen Bezahlung in der Altenpflege bei und sei ein wichtiger Schritt. „Zu der notwendigen Kultur der Wertschätzung gehört auch eine angemessene Entlohnung. Ein Tarifvertrag ist ein ganz zentrales Instrument, diese angemessene Entlohnung sicherzustellen“, so Stahmann.

    Reinhard Leopold von der unabhängigen Selbsthilfe-Initiative für Pflegebetroffene Heim-Mitwirkung sieht das ähnlich. Wichtig sei aber auch, dass die Anbieter genügend Personal beschäftigen. „Es nützt die beste Bezahlung nichts, wenn jemand permanent überfordert ist und Überstunden machen muss.“
    Quelle: www.weser-kurier.de

     18 
     am: 24. März 2017, 21:15 
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    Zitat
    Bremen bundesweit Vorreiter
    Tarif für jeden dritten Pfleger

    Die Tarifgemeinschaft Pflege Bremen und Ver.di haben den bundesweit ersten trägerübergreifenden Tarifvertrag für die Altenpflege unterschrieben.


    von Simone Schnase, Bremen-Redakteurin

    BREMEN taz | Ein „Meilenstein in der Pflege“: So nennt die Bremer Tarifgemeinschaft Pflege den gestrigen Abschluss eines Tarifvertrages für die Beschäftigten von Pflegediensten und -heimen in der Freien Wohlfahrtspflege von Bremen und Bremerhaven. In der Tat: Dieser trägerübergreifende Tarifvertrag ist bundesweit der erste seiner Art und durch ihn werden sich die Arbeitsverhältnisse von über 3.000 Pflegenden verbessern, aber ein wirklicher „Meilenstein“ wäre wohl erst ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag (AV) für alle 9.000 Beschäftigten – und der ist nicht in Sicht.

    Tarifvertrag für Azubis scheiterte 2015
    Das wurde im Dezember 2015 deutlich: Damals hatte die Tarifgemeinschaft ihren abgeschlossenen Tarifvertrag für Pflege-Azubis für allgemeinverbindlich erklären lassen wollen, doch der Tarifausschuss des Landes Bremen lehnte ab. Die sechs Mitglieder des paritätisch mit jeweils drei Arbeitgeber- und drei Arbeitnehmervertretern besetzten Ausschusses konnten sich nicht einigen.

    Sie brachten in ihren Beratungen nicht die erforderliche Mehrheit von vier Stimmen zustande – zur großen Freude der Arbeitgeber: „Die Entscheidung ist ein Sieg der wirtschaftlichen Vernunft zum Wohle der Bremer Jugendlichen“, sagte damals Rainer Brüderle, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (BPA). Denn so hätten „gerade die kleineren Einrichtungen weiterhin die Möglichkeit, Ausbildungsplätze zu schaffen und sich im Wettbewerb zu bewähren“.

    Unter Wettbewerb versteht Arnold Knigge, Vorstandssprecher der Tarifgemeinschaft und der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Bremen (LAG), freilich etwas anderes: „Wettbewerb sollte über Qualität und nicht zu Lasten der Arbeitsbedingungen stattfinden“, sagt er. Er will trotz der Niederlage versuchen, auch den am gestrigen Donnerstag unterzeichneten Tarifvertrag Pflege in Bremen (TV ­Pflib) vom Senator für Arbeit für allgemeinverbindlich erklären lassen: „Nachdem wir bei den Azubis so kläglich gescheitert sind, wissen wir allerdings noch nicht, wann das konkret geschehen wird“, sagt Knigge.

    Der TV Pflib gilt verbindlich für 16 Pflegeanbieter, zu denen unter anderen Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz, Paritätischer Wohlfahrtsverband – und als neuestes Mitglied auch die Bremer Heimstiftung gehören: „Die war bis zur Verhandlung über die Allgemeinverbindlichkeit des Azubi-Tarifvertrages noch Mitglied im kommunalen Arbeitgeberverband und ist nach dem Scheitern zu uns gewechselt“, sagt Knigge.

    Der Vertrag sieht einheitliche Vergütungen, verbindliche Zeitzuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit, eine Jahressonderzahlung und eine Urlaubsregelung vor. Er gilt in der stationären Pflege der Tarifgemeinschaft ab 1. Juni und in der ambulanten Pflege ab 1. Oktober. „Mit dem Tarifvertrag verbessern wir die Arbeitsbedingungen vieler Beschäftigter im Pflegebereich. Sie werden zukünftig zum Teil mehrere Hundert Euro mehr verdienen“, sagt Ver.di-Landesbezirksleiter Detlef Ahting.

    Rückendeckung aus der Politik
    Die Beteiligten haben neben dem TV Pflib eine sogenannte „Sozialpartnerschaftserklärung“ unterzeichnet. Darin haben sie vereinbart, über weitere Verbesserungen wie zusätzliche freie Tage oder Zulagen zu verhandeln. „Das Niveau des TV Pflib soll schrittweise auf das Niveau des Tarifvertrages für die Länder (TV-L) angehoben werden“, heißt es dort. „Zudem wurde ein Tarifvertrag für die Auszubildenden in der Altenpflege verhandelt und zwischenzeitlich zum zweiten Mal abgeschlossen. (…) Den Tarifvertragsparteien ist bewusst, dass der Abschluss des TV Pflib einen Einstieg darstellt, für den ein Übergangszeitraum von zwei Jahren vorgesehen ist. Die marktverändernde Wirkung des Tarifvertrages wird dabei unterstützt von politischen Aussagen der Bremer Sozialsenatorin und der Vertreter der Pflegekassen.“

    Der letzte Satz spielt auf die im Herbst von Pflegekassen, Wohlfahrtsverbänden und Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) verabschiedete „Bremer Erklärung“ an. Dort heißt es, die Pflegeberufe könnten aufgewertet werden, wenn ihre Bezahlung nach Tarifverträgen verbessert werde. Für Knigge ist das eine politische Rückendeckung, die er benötigen wird: Denn der TV Pflib ist auch Grundlage für die laufenden Verhandlungen mit Kostenträgern wie den Pflegekassen – und Knigge geht davon aus, dass der Tarifabschluss mit „nicht unbeträchtlichen Kostensteigerungen“ verbunden ist.
    Quelle: http://www.taz.de/!5391746/

     19 
     am: 24. März 2017, 12:00 
    Begonnen von Multihilde - Letzter Beitrag von admin
    Zitat
    Der saarländische Landtag hat am 15. März 2017 Änderungen im Landesheimgesetz beschlossen.

    Das novellierte "Saarländische Wohn-, Betreuungs- und Pflegequalitätsgesetz –  SWBPQG" wird am Tag nach seiner Verkündung in Kraft treten.

    ... Noch gilt das am 19. Juni 2009 in Kraft getretene Landesheimgesetz Saarland – LHeimGS – . Die ursprünglich bestandene Befristung des Landesgesetzes bis zum 31. Dezember 2015 wurde aufgehoben.  Die „Verordnung über personelle Anforderungen für Einrichtungen nach dem Landesheimgesetz Saarland  – PersVLHeimGS –“ wird seit dem 8. April 2011 angewendet. Eine Verordnung (MitwVLHeimGS), die das Thema "Mitwirkung" aufgreift, ist seit dem 13. Dezember 2013 in Kraft.
    Quelle: https://www.aok-verlag.info/de/news/UEberblick-Heimgesetzgebung-in-den-Bundeslaendern/2/

     20 
     am: 24. März 2017, 11:13 
    Begonnen von Multihilde - Letzter Beitrag von admin
    Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Landesheimgesetzes Saarland („Saarländisches Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetz – SWBG“)

    Gesetz zur Änderung des Landesheimgesetzes Saarland und weiterer Gesetze (Drucksache 15/1929), Mittwoch, 16. November 2016

    Auszug aus dem Protokoll der 100. Sitzung des
    Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie


    [Download >>]


    Zitat
    Landesheimgesetz wird Saarländisches Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetz - Gesetzentwurf passiert Ministerrat– Externe Anhörung beginnt

    Pressemitteilung vom 05.07.2016 - 14:30 Uhr
    Der Ministerrat hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Landesheimgesetzes Saarland zur Kenntnis genommen. „Damit werden wir nun die externe Anhörung einleiten und den Gesetzesentwurf nach Abschluss erneut dem Ministerrat zur Beratung vorlegen“, sagte Sozialministerin Monika Bachmann nach der heutigen Kabinettssitzung in Saarbrücken. Die Anhörung wird drei Wochen in Anspruch nehmen.

    „Für ein zeitgemäßes Gesetz war es notwendig den Anwendungsbereich des Gesetzes auf die Tages- und Nachtpflege und ambulante Pflegedienste auszuweiten und auch alternative Wohnformen in den Fokus  zu rücken, damit wir einen umfassenden Schutz der Menschen, die der Pflege bzw. Betreuung bedürfen, auch künftig sicherstellen“, sagte Bachmann.  Das Gesetz heißt künftig: „Saarländisches Gesetz zur Sicherung der Wohn- und Betreuungsqualität volljähriger Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf und volljähriger Menschen mit Behinderung „Saarländisches Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetz“.

    Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie hat eine Expertengruppe konstituiert, die bestehende Änderungs- bzw. Regelungsbedarfe ausgemacht hat. Dabei wurden u.a.  wurden folgende Handlungsfelder festgelegt: 

    • Der Anwendungsbereich wird neugefasst: Zum einen werden die einzelnen Formen nicht selbstorganisierten ambulant betreuten Wohnens definiert. Zum anderen sollen die Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege nicht länger vom Anwendungsbereich ausgeschlossen sein und die ambulanten Pflegedienste werden zusätzlich erfasst.
    • Der Gesetzeszweck wird präzisiert.
    • Die Informationspflichten der Träger werden direkt im Gesetz verankert.
    • Die bestehende Öffnungsklausel wird erweitert. Damit wird den Trägern mit Zustimmung durch die Heimaufsicht, die Möglichkeit gegeben, sich von einzelnen Anforderungen des Gesetzes befreien zu lassen, um bestehende Konzepte weiterzuentwickeln oder neue Einrichtungsformen zu erproben.
    • Die Prüfinstanzen tauschen sich künftig regelhaft auch mit der oder dem Saarländischen Pflegebeauftragten aus.

    „Mit dem nun vorliegenden Gesetzentwurf schaffen wir die Rechtsgrundlage für eine modernes, zeitgemäßes Gesetz, dass den heutigen Anforderungen, die wir an die Pflege und Betreuung von alten Menschen und Menschen mit Behinderungen stellen müssen, gerecht werden“, sagte Bachmann abschließend.

    Hintergrund:
    Das Landesheimgesetz Saarland vom 6. Mai 2009 (Amtsbl. S. 906), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 13. Oktober 2015 (Amtsbl. I S. 790), ist am 19. Juni 2009 in Kraft getreten und sollte mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 enden. Aus diesem Grund war eine Entfristung notwendig, die zum Anlass genommen wurde, das geltende Recht zu überprüfen und zu optimieren. Eine landesrechtliche Regelung des Heimwesens war deshalb erforderlich, weil mit der Föderalismusreform I im Jahr 2006 die Gesetzgebungszuständigkeit vom Bund auf die Länder übergegangen war.
    Quelle: http://www.saarland.de/SID-9443AF19-5B3AEA4D/15670.htm?p=212904.xml
    Quelle:  https://www.landtag-saar.de/Anhrungen/...

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