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Autor Thema: Kopfgeld-Prämie: Pflege-Personal händeringend gesucht  (Gelesen 10555 mal)
admin
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« Antworten #1 am: 27. Mai 2011, 19:18 »

Kritik an der Politik
Diakonie 150 Experten diskutieren in Oldenburg über den Personalmangel in der Pflege-Branche

Fachverband sorgt sich um die Zukunft. So müsse dringend das Schulgeld für die Nachwuchsausbildung entfallen.


von Jürgen Westerhoff

Oldenburg - „Wenn in der Altenpflege schon Kopfprämien für neue Mitarbeiter gezahlt werden, kann da etwas nicht in Ordnung sein.“ Frank Pipenbrink, Geschäftsführer des Niedersächsischen Evangelischen Altenhilfeverbandes aus Hannover, schlägt Alarm – und ist offensichtlich frustriert.

Sein Alarmruf: Es gebe immer mehr Menschen, die auf sachkundige Pflege angewiesen seien, gleichzeitig aber immer weniger Pflegepersonal. Der Frust: Es gelinge nicht, das Thema in der Politik sachgerecht zu behandeln.

Es werde immer schwerer, gut ausgebildete Mitarbeiter zu finden. Je nach Qualifikation würden deshalb Beträge zwischen 1000 und 3000 Euro für die Vermittlung von Fachkräften geboten. Pipenbrink äußerte sich am Donnerstag am Rande einer Tagung des diakonischen Fachverbandes in der Oldenburger Weser-Ems-Halle. 150 Experten aus ganz Niedersachsen diskutierten die komplizierte Lage in der Branche.

Heftige Kritik gab es dabei an der Politik. „Wir fühlen uns von der Politik im Land allein gelassen und nicht ausreichend unterstützt“, sagte Pipenbrink und forderte Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) auf, sich für höhere Entgelte in der Pflege einzusetzen. Die Ministerin spreche zwar davon, dass sie einen Pflegepakt schließen wolle, doch sei zu befürchten, dass dabei nicht viel herauskommen werde.

Verbandsvorsitzender Burkhard Budde (Braunschweig) unterstrich, dass zu einer menschenwürdigen Pflege auch eine angemessene Bezahlung gehöre. Außerdem sei es dringend nötig, den Begriff Pflegebedürftigkeit neu zu definieren. Budde: „Dabei kann es nicht nur um körperliche Gesichtspunkte gehen. Schließlich brauchen auch Demenzkranke Hilfe.“

Zu den konkreten Forderungen des Verbandes gehört auch die Abschaffung von Schulgeld für die Ausbildung in der Altenhilfe.

Deutlich zurückgewiesen wurden Bemühungen der Gewerkschaft Verdi, die sich für ein neues kirchliches Arbeitsrecht einsetzt. „Verdi“ vertrete in dieser Frage nicht die Interessen der Mitarbeiter, sondern wolle lediglich sich selbst ins Gespräch bringen. Der sogenannte Dritte Weg im kirchlichen Arbeitsrecht könne so schlecht nicht sein. Das System habe schließlich dazu geführt, dass dort die höchsten Gehälter der Branche bezahlt würden.

Quelle: http://www.nwzonline.de/Region/Artikel/, 27.05.2011 - Mit freundl. Genehmigung des Autoren J. Westerhoff



Weitere Infos zum Thema siehe auch:

http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=322.0
http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=504.0
http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=1280.0
« Letzte Änderung: 27. Mai 2011, 19:24 von admin » Gespeichert

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« am: 06. November 2010, 21:38 »

Zitat
Scharfer Wettbewerb um Fachkräfte im Pflegebereich

Bremer Klinik zahlt Willkommensprämie

Von Sebastian Manz

Bremen. Der Deutsche Pflegerat warnt vor einem dramatisch ansteigenden Mangel an Pflegekräften in den kommenden Jahren. Im Jahr 2020 werden nach Schätzung des Verbands in deutschen Krankenhäusern fast 140000 Fachkräfte in diesem Bereich fehlen. Bremens Kliniken bereiten sich schon heute auf den drohenden Personalengpass vor. Zum einen wird versucht, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten, um Personal zu gewinnen. Andererseits ist bereits ein verstärkter Wettbewerb um Fachleute im Gange.

Das Diako-Krankenhaus geht derzeit ungewöhnliche Wege, um neue Mitarbeiter für sich zu gewinnen. 2000 Euro Willkommensprämie bietet die Klinik examinierten Pflegekräften als Anreiz, um beim Diako anzuheuern. Einigen sich beide Seiten auf eine Zusammenarbeit, gibt es 1000 Euro bei Vertragsabschluss und den Rest des Geldes nach dem Ende der sechsmonatigen Probezeit. Pflegekräften, die derzeit noch für einen anderen Arbeitgeber tätig sind, bietet das Diako außerdem an, etwaige Weihnachtsgeldrückzahlungen zu übernehmen. 'Wir wollen jedes Jahr um 3,5 Prozent wachsen, dafür brauchen wir Menschen', sagt Diako-Geschäftsführer Walter Eggers. Gerade in Ballungsräumen sei es mittlerweile schwierig, geeignetes Pflegepersonal zu finden. 'Wer sich jetzt keine ernsthaften Gedanken um seine Personalentwicklung macht, für den wirds in Zukunft eng', ist sich Eggers sicher. Maßnahmen wie die Willkommensprämie seien beim Diako-Krankenhaus dabei nur ein kleines Element von vielen. 'Wir suchen leistungsorientierte Mitarbeiter und die wollen gefördert und gefordert werden', sagt Eggers.

Auch Barbara Scriba-Hermann, Pflegerische Geschäftsführerin am Rotes Kreuz Krankenhaus, geht davon aus, dass sich der Fachkräftemangel im Pflegebereich dramatisch zuspitzen wird. 'Der Beruf muss für junge Menschen attraktiver werden', fordert sie. Besonders gefragt seien Entwicklungschancen innerhalb des Tätigkeitbereichs etwa durch Weiterbildung. Aber auch Faktoren wie Familienfreundlichkeit, Eigenverantwortung und Sicherheit des Arbeitsplatzes würden wichtiger.

An Interessenten für Ausbildungsplätze fehle es derzeit noch nicht. Doch genügend Azubis seien nur ein Aspekt. 'Wichtig ist, dass die Leute auch bei uns bleiben', sagt Scriba-Hermann. Sorgen bereitet der Pflegeexpertin auch das absehbare Ende des Zivildienstes. 'Früher sind viele junge Menschen erst durch den Zivi oder ein freiwilliges soziales Jahr auf Pflegeberufe aufmerksam geworden - das wird sich vermutlich ändern', sagt sie.

Den Vorstoß des Diako-Krankenhauses, potenziellen Mitarbeitern eine Willkommensprämie zu zahlen, hält Scriba-Hermann als Diskussionsgrundlage für künftige Personalpolitik durchaus für tauglich. 'Wir dürfen aber nicht vergessen, dass nicht Geld alleine einen Job attraktiv macht', betont sie.

Das findet auch Silvia Rievers, Sprecherin des St.-Joseph-Stifts. 'Letztlich sprechen wir hier von einem Beruf, der sehr viel mit Berufung zu tun hat', sagt sie. Arbeitgeber müssten sich ernsthaft fragen, wen sie bekommen, wenn sie ein solches Lockmittel einsetzen.

Obwohl die in Bremen ansässigen Kliniken bisher noch keine akuten Besetzungsprobleme im Pflegebereich verzeichnen mussten, stellen sie sich darauf ein, dass sich die Situation in den kommenden Jahren zuspitzt. Der Deutsche Pflegerat (DPR) geht davon aus, dass in deutschen Krankenhäusern bis zum Jahr 2020 fast 140000 Pflegekräfte fehlen, zehn Jahre werde die Personallücke sogar schon auf über 950000 Fachkräfte anwachsen. 'Dramatische Versorgungsengpässe in der Patientenversorgung sowie eine zunehmende Arbeitsbelastung der verbliebenen Fachkräfte sind vorprogrammiert', warnt Andreas Westerfellhaus, Präsident des DPR. Nur auf die Strategie zu setzen, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, werde sich als fataler Irrweg erweisen. Ausländische Fachkräfte fänden innerhalb der EU und weltweit wesentlich bessere Arbeitsbedingungen vor als in Deutschland. Hoch qualifizierte Pflegekräfte - auch aus Deutschland - suchten deshalb zunehmend ihr berufliches Umfeld in anderen Staaten. 'Es gilt, die Attraktivität der Pflegeberufe immens zu steigern', fordert Westerfellhaus. Neben verbesserten Rahmenbedingungen hält der DPR-Präsident auch deutlich höhere Bezahlung für unabdingbar.

Den trüben Aussichten auf dem Fachkräftemarkt zum Trotz möchte Diako-Geschäftsführer Walter Eggers auch in den kommenden Jahren am eingeschlagenen Wachstumskurs festhalten. Den nötigen Optimismus schöpft er unter anderem aus der Tatsache, dass die Strategie, neues Personal mit goldenem Handschlag zu begrüßen, bereits aufgegangen ist. Nur wenige Tage nach Veröffentlichung der Annonce waren die meisten freien Stellen besetzt.
Quelle: http://www.weser-kurier.de
« Letzte Änderung: 10. Juni 2011, 12:58 von admin » Gespeichert

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