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Autor Thema: Bremer Tarifgemeinschaft will Einheitstarif f. professionelle Pflegekräfte  (Gelesen 18353 mal)
admin
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« Antworten #5 am: 18. Mai 2014, 00:25 »

Pflege braucht Anerkennung!

Insgesamt etwa 19.000 Frauen und Männer arbeiten in Bremen und Bremerhaven in diesem Bereich – immer mehr von ihnen beklagen zunehmend schlechtere Arbeitsbedingungen und den steigenden Zeitdruck unter dem sie arbeiten müssen.

Viel mehr als „satt und sauber“, ist dabei häufig nicht drin, stattdessen gibt es Pflege im Minutentakt - und für die hohen psychischen und physischen Belastungen, die der Job mit sich bringt, erhalten viele dann auch noch einen unterdurchschnittlichen Lohn. Aber die Ungerechtigkeit beginnt schon in der Ausbildung: Statt - wie in anderen Berufen üblich - erhalten nicht alle „Pflege-Azubis“ von Anfang an eine Ausbildungsvergütung, sondern müssen stattdessen oft sogar noch Schulgeld bezahlen.

Fachkräftemangel? Kein Wunder!
„Angesichts dieser Bedingungen, ist es kein Wunder, dass wir im Pflegebereich mit einem extremen Fachkräftemangel zu kämpfen haben. Um das zu ändern, brauchen Pflegerinnen und Pfleger in ihrem Job endlich die Anerkennung und Bezahlung, die sie verdienen“, betont der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Reinken.

„Als SPD treten wir deshalb für eine schulgeldfreie Ausbildung und eine Ausbildungsvergütung vom ersten Tag an ein. Darüber hinaus müssen alle für das Arbeitsverhältnis wesentlichen Fragen von Gewerkschaften und Arbeitgebern in Tarifverträgen geregelt werden. Ziel muss es sein, über einen Branchentarifvertrag einheitliche Mindeststandards zu definieren. Ein solcher Tarifvertrag kann auf Landesebene für allgemeinverbindlich erklärt werden und so Mindeststandards für alle Pflegekräfte gesetzlich festschreiben. Lohndumping wäre dann in der Pflege legal jedenfalls nicht mehr möglich“, so Reinken.

Ebenso wichtig wie die Festlegung von Mindestentgelten und Arbeitsbedingungen sei darüber hinaus die Definition von Mindestpersonalstandards durch die Bundesregierung.

„Eine angemessene Personalausstattung ist Voraussetzung für qualitativ gute Pflege und zumutbare Arbeitsbedingungen. Die in Bremen geltenden Fachkräftequoten greifen nicht, so lange diese Mindeststandards für die Personalausstattung nicht geregelt sind. Die Festlegung dieser Standards sollte einer mit Gewerkschaften, Pflegeverbänden, Krankenkassen und Krankenhäusern besetzten Kommission übertragen werden, die dabei auch strukturelle Unterschiede und regionale Besonderheiten berücksichtigen muss“, so der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Winfried Brumma.

Die Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege ist aber nicht nur ein Anliegen der Beschäftigten. Eine qualitativ gute Pflege liegt im gesellschaftlichen Interesse und braucht eine ausreichende Finanzierung. Eine Anhebung der Pflegeversicherung und die angestrebte Bürgerversicherung würden die aktuelle Notlage spürbar entschärfen.

Quelle: http://www.spd-fraktion-bremen.de/in-der-diskussion/pflege.html
« Letzte Änderung: 21. Mai 2014, 23:36 von admin » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 22. Januar 2014, 16:38 »

Zitat
Tarifvertrag für alle Pflegekräfte gefordert

VON ANTJE STÜRMANN

Bremen. Pflegekräfte sollen für ihre Arbeit künftig angemessen entlohnt werden. Dafür setzen sich die Wohlfahrtsverbände verstärkt ein. „Wir bieten der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di an, über einheitliche Tarifbedingungen in der Altenpflege zu verhandeln“, erklärte gestern Arnold Knigge vom Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW). Sollte es zu einem Abschluss kommen, könnte Bremen das erste Bundesland mit einem Flächentarif für die Pflegebranche werden.

Derzeit beträgt der gesetzlich festgeschriebene Mindestlohn neun Euro je Stunde. Eine Pflegefachkraft verdient bei den Wohlfahrtsverbänden zwischen 13 und 17 Euro je Stunde. „Was künftig gezahlt wird, hängt von den Verhandlungen ab. Es werden aber mit Sicherheit mehr als 13 Euro je Stunde sein“, so Knigge.

Hintergrund für das Gesprächsangebot sind die „teils unhaltbaren Zustände in der Vergütung von Pflegeleistungen“ durch die Pflegekassen, heißt es bei der LAG. Den Trägern fehle es an Geld, vorab vereinbarte Pauschalen ersetzten die Erstattung der tatsächlichen Kosten – das habe zu einem verschärften Wettbewerb unter den Anbietern von Pflegeleistungen geführt, erklärte Knigge. Viele sähen sich gezwungen, organisatorische Veränderungen vorzunehmen, die unter anderem die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten negativ beeinflussten. „Dieser Wettbewerb zwischen den Anbietern ist politisch gewollt, aber er darf nicht auf Kosten der Mitarbeiter gehen“, fordert Knigge. Andererseits dürfe es nicht sein, dass Anbieter, die faire Löhne bezahlten, wirtschaftlich extrem unter Druck gerieten. „Ein Wettbewerb auf Kosten der Arbeitsbedingungen ist nicht akzeptabel.“ Vielmehr müssten die Anbieter mit der Qualität ihrer Leistungen überzeugen. Alles andere schade dem Ansehen der Sozialbranche und erschwere das Anwerben von Nachwuchskräften, argumentierte der Vorstandssprecher.

Ziel der LAG sei es, „einheitliche, für alle Anbieter gleichermaßen rechtlich verbindliche Entgeltbedingungen für das Land Bremen zu schaffen“. Dazu wolle die LAG auch die kirchlichen Träger an den Verhandlungstisch holen, die Vertreter des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste in Bremen begrüßen das Engagement der Wohlfahrtsverbände.

Allein die in der LAG organisierten Wohlfahrtsverbände wie Caritas, Deutsches Rotes Kreuz und Diakonisches Werk beschäftigen in Bremen rund 9000 Menschen in über 100 ambulanten und 90 stationären Pflegeeinrichtungen. Bislang gab es nur vereinzelt Tarifverträge.

Ver.di nimmt das Angebot der LAG an. Gewerkschaftssekretär David Matrai: „Wir wollen zeitnah ein erstes Gespräch führen und unsere Vorstellungen abgleichen.“ Ziel müsse es sein, Löhne, Gehälter und Urlaubsansprüche der Beschäftigten in der Pflege zu verbessern, Maßstab sei der Tarif im öffentlichen Dienst. „Was wir nicht wollen, ist eine kollektive Absenkung des Lohnniveaus“, stellt Matrai klar.

Ob die Verhandlungen erfolgreich sein werden, hängt laut Arnold Knigge im Wesentlichen vom Entgegenkommen der Kostenträger ab. Sowohl die Pflegekassen als auch die Bremer Sozialsenatorin hätten jedoch erklärt, Lösungen suchen zu wollen. „Dieser Weg ist der richtige“, bekräftigte gestern ein Sprecher der Sozialsenatorin. Christiane Rings sagte für den Verband der Ersatzkassen in Bremen: „Wir bewerten den Vorstoß der LAG grundsätzlich positiv.“ Der Tarifvertrag soll bis Mitte des Jahres unterschrieben sein.
Quelle: www.weser-kurier.de, 22.01.2014



Zitat
Altenpflege in Bremen
Wohlfahrtsverbände für gleiche Tarifbedingungen

Die Wohlfahrtsverbände im Bundesland Bremen haben der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) Verhandlungen über einheitliche Tarifbedingungen in der Altenpflege angeboten. "Wir wollen gute Löhne für gute Pflegeleistung zahlen", sagte Arnold Knigge von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW).

Einheitliche Entgeltbedingungen könnten den Wettbewerb verbessern und die Branche attraktiver machen, sagte der Sprecher des Vorstandes. Die Kostenträger der Altenpflege – Pflegekassen und Sozialhilfeträger – stünden dem Vorhaben wohlwollend gegenüber. Der Vorstoß ist Knigge zufolge bundesweit einmalig. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wurde aufgefordert, möglichst schnell in Tarifverhandlungen einzutreten. Hinter dieser Initiative stehen unter anderem die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, die Diakonie und das Deutsche Rote Kreuz.

Qualifiziertes Personal wird gesucht
Die im Wohlfahrtsverband zusammengeschlossenen Betreiber von Altenpflegeeinrichtungen aus Bremen und Bremerhaven wollen qualifiziertes Personal gewinnen. Wegen der schlechten Arbeitsbedingungen sei das schon jetzt schwer, so Knigge: "Auch die Pflegebranche hat jetzt schon einen Fachkräftemangel. Und der wird in Zukunft noch größer werden. Und deswegen brauchen wir attraktive Bedingungen", sagte Knigge.

Mit Widerstand ist nicht zu rechnen
Die Arbeitgeberinitiative geht davon aus, dass das Bremer Arbeitsressort einen solchen Tarifvertrag schnell als allgemeinverbindlich für die gesamte Pflegebranche im Bundesland Bremen erklären wird. Dann, so Knigge, wäre auch Schluss mit dem Lohndumping einiger privater und gewerblicher Anbieter. Die Pflegekassen und Sozialhilfeträger, die das am Ende bezahlen müssen, haben bereits im Vorfeld der Tarifverhandlungen signalisiert, dass sie nichts gegen höhere Löhne für das Pflegepersonal haben.
Quelle: http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/bremer-wohlfahrtspflege100.html



Einheitlicher Lohn für Pflege

SOZIALPOLITIK Die gemeinnützigen Arbeitgeber wollen einen einheitlichen Tarifvertrag für die Altenpflege. Ohne eine höhere Kassenleistung geht das allerdings nicht ...

Quelle: taz Bremen, 22.01.2014

* Einheitlicher Lohn für alle_taz140122.pdf (89.4 KB - runtergeladen 272 Mal.)
« Letzte Änderung: 18. Oktober 2016, 10:29 von admin » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 08. Oktober 2012, 22:56 »

Zitat von: soziales.bremen.de
Bündnis unterzeichnet Vereinbarung im Rathaus

Auf dem Arbeitsmarkt wächst die Nachfrage nach Pflegefachkräften, und offene Stellen im Gesundheitssektor lassen sich zunehmend schwerer besetzen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen zu. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet bis zum Jahr 2030 mit einem zusätzlichen Bedarf von rund 140.000 Pflegefachkräften in der Altenpflege bundesweit. Für Bremen ergibt sich daraus ein rechnerischer Bedarf von über 1300 zusätzlichen Fachkräften. Vor diesem Hintergrund haben sich ein gutes Dutzend Partner zur „Bremer Pflege-Initiative gegen den Fachkräftemangel“ zusammengeschlossen. Im Kaminsaal des Rathauses haben sie heute (8. Oktober 2012) feierlich eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der sie dem Mangel entgegenwirken wollen. Vereinbart wurde ein Paket an Maßnahmen – von der Werbung um Auszubildende über die Steigerung der Ausbildungszahlen bis zur erleichterten Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Erstmals soll mit der Vereinbarung auch die Ausbildung bei ambulanten Pflegediensten möglich werden.

Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen, sagte anlässlich der Unterzeichnung: „Wir müssen genügend Menschen für den Beruf gewinnen und qualitativ hochwertig ausbilden, wenn wir dem Fachkräftemangel in der Pflege begegnen wollen.“ Das sei nur in enger Zusammenarbeit des Sozialressorts mit Altenpflegeschulen, Ausbildungsbetrieben, Jobcentern und der Agentur für Arbeit möglich. „Wir können dabei nur Erfolg haben, wenn alle Partner koordiniert und gemeinsam ihren Beitrag leisten, dass die Bedingungen für die Pflegenden und ihre Ausbildung verbessert werden.“

Im Jahr 2012 hat das Sozialressort die Finanzmittel für 15 zusätzliche Ausbildungsplätze in der Altenpflege zur Verfügung gestellt. Bereits ein Jahr zuvor wurden acht zusätzliche Ausbildungsplätze finanziert. „Das ist eine Steigerung um 46 Prozent, und erste wichtige Beiträge Bremens gegen den Fachkräftemangel“, so Anja Stahmann. Im Rahmen der Pflege-Initiative soll die Zahl der Erstausbildungsplätze nun stufenweise noch weiter aufgestockt werden.

Renate Jürgens-Pieper, Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit, begrüßt sehr, dass sich die wichtigsten Akteure im Bereich der Pflege zu der Bremer Pflege-Initiative zusammenfinden. „Es gilt die Zukunft aktiv zu gestalten, weil die Herausforderungen groß sein werden“, sagte sie. „Die Prognosen über die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft sind eindeutig und machen klar, dass eine bedarfsgerechte pflegerische Versorgung zentrale Herausforderung der Zukunft sein wird.“ Der Gesundheits- und Krankenpflege werde in der zukünftigen gesundheitlichen Versorgung eine wichtige Rolle zukommen. Bei den Krankenhäusern im Land Bremen sei derzeit noch kein durchgängiger akuter Fachkräftemangel festzustellen, bei hochqualifizierten Pflegekräften sei jedoch bereits jetzt der Arbeitsmarkt sehr angespannt: „Dieser Mangel an hochqualifizierten Pflegekräften macht Anstrengungen zur Höherqualifizierung von Pflegekräften und zur Verbesserung der Durchlässigkeit zu höheren Qualifikationen nötig“, sagte die Senatorin.

Landespfarrer Michael Schmidt, Vorsitzender des Landespflegeausschusses, betonte: „Damit es uns aber gelingt, junge Menschen für pflegerische Berufe zu gewinnen und auch ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Arbeitsfeld zu halten, müssen wir über die Pflege-Initiative hinaus auch das gesellschaftliche Image und die Refinanzierungsmöglichkeiten – besonders in der Altenpflege – verbessern.“ Pflegerische Leistungen, ambulante wie stationäre, seien „immer eine Dienstleistung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen wie Krankheit oder Alter“. Schmidt weiter: „Das geht nicht als Sparmodell oder zu Discountpreisen. Welchen Wert wir diesen Tätigkeiten beimessen, kann man auch daran ablesen, was sie uns wert sind.“
Bremen Stattsflagge mit Flaggenwappen   

Die Partner der Bremer Pflege-Initiative sind neben den Senatorinnen für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen sowie für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit auch der Magistrat der Stadt Bremerhaven, die Agentur für Arbeit sowie die Jobcenter Bremen und Bremerhaven, die Altenpflegeschulen im Land Bremen, die Arbeitnehmerkammer Bremen, der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., Landesgruppe Bremen, die Krankenhausgesellschaft der Freien Hansestadt Bremen e.V., die Krankenpflegeschulen im Land Bremen, die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Bremen e.V. und die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen e.V. Nicht zu den Unterzeichnern der Vereinbarung gehören die Kranken- und Pflegekassen, die aus rechtlichen Gründen nicht beitreten konnten. Sie wollen aber weiter in den Prozess einbezogen bleiben. Die Universität und die Hochschule Bremen sowie der Bremer Pflegerat und der Landesfachbeirat Pflege sind aus politischen Gründen nicht beigetreten. Sie protestieren gegen eine Entscheidung der Bürgerschaft, die es abgelehnt hatte, die Einrichtung einer Pflegekammer als Instrument der Selbstverwaltung der Pflegenden prüfen zu lassen. „Ich bedaure sehr, dass der politische Streit dazu geführt hat, dass diese wichtigen Partner die Pflege-Initiative gegen den Fachkräftemangel derzeit nicht mittragen können“, sagte Anja Stahmann. „Ich lade sie aber herzlich ein, sich an der fachlichen Arbeit der Pflege-Initiative zu beteiligen.“

Die heute unterzeichnete Vereinbarung fasst die gemeinsamen Ziele und Maßnahmen zusammen und legt die Rollen und Aufgaben der einzelnen Akteure fest. Alle Partner haben ihre Vorschläge eingebracht. In Abstimmung mit dem Bremer Senat hat die Arbeitnehmerkammer beim Institut für Arbeit und Wirtschaft (iaw) eine Untersuchung in Auftrag gegeben. Sie soll die Situation der Pflegekräfte und des Fachkräftemangels sowie die Personal- und Qualifizierungsbedarfe im Land Bremen analysieren und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Auch diese Untersuchung ist Teil der verabredeten Maßnahmen der Pflegeinitiative.

Rahmenvereinbarung der Bremer Pflegeinitiative gegen den Fachkräftemangel (pdf, 39.6 KB)

Anlage zur Rahmenvereinbarung der Bremer Pflegeinitiative gegen den
Fachkräftemangel
(pdf, 54.3 KB)
Quelle: http://www.soziales.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen69.c.22588.de
« Letzte Änderung: 31. März 2016, 10:49 von admin » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 13. Mai 2011, 00:33 »

Image-Kampagnen gegen Fachkräftemangel beseitigen keine Probleme

Bremens Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter präsentiert den Medien noch schnell vor der Bürgerschaftswahl eine "Kampagne gegen Fachkräftemangel" im Pflegebereich und möchte offenbar damit im Wahlkampf punkten. Pflegekräfte und Betroffene fühlen sich allerdings dabei nicht ernst genommen und fordern das sinnlose Geldverprassen sofort zu stoppen. Teure Imagekampagnen führen weder dazu, dass mehr Pflegekräfte ausgebildet, noch dazu, dass sie ordentlich bezahlt werden und genügend Zeit haben, ihre anspruchsvolle Arbeit leisten zu können. ...

Quelle: www.heim-mitwirkung.de, Presse-Info 12.05.2011

NACHTRAG:

Übrigens gab es in Hamburg schon 2003 die Kampagne "Ohne Dich sieht Hamburg alt aus. Werde Altenpfleger!". Zitat: "150.000 Euro kosteten die Flyer, Edgar-Postkarten und Plakate mit Hamburger Prominenten wie Jenny Elvers - 40 Pflegeschüler mehr als im Vorjahr meldeten sich an." (Zitat: http://www.seniorplus.de/plus/index.php?wiki=Pflege). Nicht ohne Grund macht Hamburg nun erneut bei der aktuellen Kampagne zusammen mit Städten Bremen, Hannover, Neumünster, Oldenburg und Schwerin mit! Siehe auch: http://www.pflegen-online.de/nachrichten/aktuelles/pflegeberufe-sind-besser-als-ihr-ruf.htm?PHPSESSID=a

Auch andere Bundesländer haben in der Vergangenheit sich immer mal wieder an Imagekampagnen versucht:

Zitat
Wirkung von Werbekampagnen
Seit 1990 werden alle 4-6 Jahre Medienkampagnen gestartet, die massiv Interesse für die Pflegeausbildungen wecken sollen. Zumindest im Ruhrgebiet berichten seit Mitte der 90er Jahre BerufanfängerInnen durchgängig von Schwierigkeiten gesicherte Arbeitsverträge abzuschließen. Angeboten werden Teilzeitverträge, Zeitverträge, Verträge die schlechtere Bedingungen bieten als der eigentlich gültige Tarifvertrag (Tarifflucht).

Gleichzeitig berichten Pflegedienstleitungen vielfach von großen Schwierigkeiten qualifiziertes und engagiertes Personal zu finden und beklagen die hohe Personalfluktuation. Die Verweildauer im Beruf wird immer wieder als zu kurz beschrieben.
Quelle: "PflegeWiki" (http://www.pflegewiki.de/wiki/Pflegenotstand)


* geld_verbrennen.jpg (9.11 KB, 300x382 - angeschaut 605 Mal.)

* wk110523_Image-Kampagne_Leserbrief.jpg (108.04 KB, 350x694 - angeschaut 638 Mal.)
« Letzte Änderung: 09. Oktober 2012, 17:26 von admin » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 12. Mai 2011, 22:35 »

Zitat
"Pflege gehört in die Mitte der Gesellschaft"

Senatorin Rosenkötter präsentiert Kampagne gegen Fachkräftemangel

Bremen. In Deutschland werden in absehbarer Zeit massiv Fachkräfte fehlen, vor allem in der Pflege alter und kranker Menschen. Nur junge Menschen können es richten: Schulabgänger, angehende Auszubildene oder Studierende. Doch sie entscheiden sich derzeit noch viel zu selten für einen Pflegeberuf. Ein Grund: Sie haben ein eher negatives, vielleicht auch klischeebeladendes Image. Genau an dieser Stelle will Sozial- und Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) ansetzen und stellte gestern im Rathaus eine Imagekampagne vor. Sie soll die Arbeit in der Pflege attraktiver machen und in der Mitte der Gesellschaft verankern. ...
Quelle: Weser-Kurier vom 11.05.2011, Seite 20

Siehe auch Pressemitteilung der Sozialbehörde:
http://www.soziales.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen69.c.15496.de



Kampagne gegen schlechtes Image der Pflegeberufe

HANNOVER (cben). Die norddeutschen Bundesländer haben eine Imagekampagne für die Pflegeberufe gestartet: "Wir wollen junge Menschen für Pflegeberufe begeistern", sagte Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan. ...

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/pflege/article/652491/kampagne-schlechtes-image-pflegeberufe.html



Imagekampagne für Pflegeberufe

Das Institut für Public Health und Pflegewissenschaft  (IPP) der Universität Bremen  leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Ansehens der Pflege- und Gesundheitsfachberufe und der Sicherung des Berufsnachwuchses ...

Quelle: http://www.wfb-bremen.de/de/Imagekampagne-für-Gesundheitsberufe/198755

Ergebnisse der IPP-Studie zum Image der Pflegeberufe: http://www.ipp.uni-bremen.de/downloads/ippschriften/ipp_schriften05.pdf


* wk110511_Pflege-Kampagne_Fachkräftemangel.jpg (282.21 KB, 1200x1337 - angeschaut 654 Mal.)
« Letzte Änderung: 19. Mai 2011, 16:18 von admin » Gespeichert

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« am: 12. Mai 2011, 20:57 »

Zitat
Auftakt zum Bremer Pflegegipfel

Offensive will Fachkräftemangel bekämpfen

Bremen. Mehr als eine Million Pflegekräfte werden bundesweit bis zum Jahr 2030 fehlen. In Bremen wird voraussichtlich im gleichen Zeitraum die Zahl der älteren und kranken Menschen um 30 Prozent steigen. Um diesem Notstand in der Pflege entgegenzuwirken, haben sich ab Montag Bremer Gesundheitsakteure zusammen gesetzt, um gemeinsame Strategien zu entwickeln.

Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter hat zum Auftakt der Bremer Pflegeoffensive eingeladen, bei der Kranken- und Pflegekassen, Jobcenter, Pflegeeinrichtungen wie Krankenhäuser aber auch freie Träger besprechen wollen, was sich auf lokaler Ebene tun lässt. ...
Quelle: http://www.weser-kurier.de, 09.05.2011



KOMMENTAR:

... und die Betroffenen bleiben wieder mal außen vor ...
« Letzte Änderung: 14. Dezember 2012, 21:08 von admin » Gespeichert

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