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Autor Thema: Elektronische Gesundheitskarte (eGK) / Elektronische Patientenakte (ePA)  (Gelesen 19799 mal)
admin
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« Antworten #22 am: 16. November 2019, 23:41 »

Zitat
| NDR Panorama3 | 12.11.2019
Sensible Patientendaten in Gefahr

von Jasmin Klofta, Katrin Kampling und Anne Ruprecht

Zahlreiche Arztpraxen sind nach Recherchen von NDR und "Süddeutscher Zeitung" nur ungenügend vor Hacker-Angriffen geschützt. Das geht aus einem vertraulichen Papier der Gesellschaft Gematik hervor, das Panorama 3 und der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. Die Gematik gehört mehrheitlich dem Bund. Dem vertraulichen Gematik-Papier zufolge haben mehr als 90 Prozent der an das neue Gesundheitsdaten-Netzwerk angeschlossenen Praxen Sicherheitsrisiken in ihrer IT-Infrastruktur.


Quelle: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Sensible-Patientendaten-in-Gefahr,patientendaten110.html + https://youtu.be/I1U8c0YmflI

... IT-Techniker warnt seit Monaten

Bereits seit dem Frühjahr weist der nordrhein-westfälische IT-Techniker Jens Ernst auf Sicherheitsprobleme bei den Anschlüssen an das neue Netzwerk hin. Er hatte festgestellt, dass von ihm betreute Arztpraxen auch dann parallel angeschlossen wurden, wenn sie über keinen ausreichenden Schutz vor Angriffen von außerhalb verfügten, weil die Computer mit sensiblen Daten noch nie ans Internet angeschlossen waren. ...


[Interview mit IT-Experte Jens Ernst >>]
Quelle: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/IT-Experte-Patienten-koennen-alles-verlieren,patientendaten114.html



Offener Brief an den Bundespräsidenten von Dr. Wolfgang Wodarg

Zitat
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

als Ärzte und als in Praxen und Kliniken Beschäftigte im Gesundheitswesen haben wir gelernt, die Geheimnisse unserer Patienten zu schützen.
Nur deswegen können sich diese uns zurecht anvertrauen.
Wenn wir unsere Schweigepflicht brechen, können wir dafür ins Gefängnis kommen, denn wer sich hilfesuchend an uns wendet, der braucht den besonderen Schutz seiner Privatsphäre.

Selten waren Sorgen um unser gemeinsames höchstes Gut - die Würde des Menschen und die grundgesetzlich garantierten Persönlichkeitsrechte – so berechtigt wie in den letzten Monaten.

Seit Amtsantritt des derzeitigen Gesundheitsministers kommen aus seinem Hause in rascher Folge Gesetze zur Abstimmung durch die Legislative, in denen die Persönlichkeitsrechte von Patienten und Versicherten im wahrsten Sinne des Wortes zu Markte getragen werden.

Es fällt auf, das unter dem Begriff „Digitalisierung“ in mehreren Gesetzen der Zugriff auf Patientendaten und Gesundheitsdaten für eine zentralisierte Datenspeicherung und -verarbeitung legitimiert werden soll.

Dieses geschieht, obwohl uns international vielfach die starke Lückenhaftigkeit des Datenschutzes einerseits und der erklärte Datenhunger großer Konzerne mit ihren vielfältigen und gigantischen Technologien zur Datenanalyse andererseits immer wieder vor Augen geführt wurden.
Die hierdurch bestehenden Risiken für den Schutz der Persönlichkeit (Art. 2 GG) und damit auch für neue Angriffe auf die Menschenwürde sind unschwer erkennbar.

Beispielhaft für legitimiertes Datensammeln seien genannt:

• Apps zum Sammeln von Gesundheitsdaten auf Kassenkosten (DVG)
• elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (TSVG)
• Elektronisches Rezept (GSAV)
• elektronische Heil- und Hilfsmittelverordnung (DVG)
• Vollständige individuelle Krankheitsdaten für den Morbi-RSA (GKV-FKG)
• Elektronische Patientenakte (DVG+ “eigenes Datenschutzgesetz“)
• Zugriff auf Krankenakten möglicher Organspender (GZSO)
• Patientendaten bei Implantat-Anwendungen (EIRD)
• Beginn einer zentralisierten Impfdatensammlung (Masernschutzgesetz)

Der Zweck dieser Zugriffe auf persönliche Daten und der mögliche Nutzen für die Betroffenen werden durchgehend nicht konkret, sondern nur sehr allgemein dargestellt.
Als potenzielle Datennutzer werden im DVG-Gesetzentwurf zum Beispiel Behörden, Einrichtungen der Selbstverwaltung, Forschungseinrichtungen oder Universitätskliniken genannt.
Dass die Industrie keinen Zugriff habe, ist eine plumpe Schutzbehauptung, sind doch die meisten Forschungsvorhaben im Gesundheitsbereich industriefinanziert und werden dort ausgewertet. Auch die Krankenkassen verwerten die ihre vielfältigen Daten bereits jetzt vor allem, um ihre wirtschaftliche Position im Kassenwettbewerb zu optimieren.
Durch direkte Verträge einzelner Kassen mit Pharmaunternehmen und Leistungserbringern
ergeben sich weitere für eine bedarfsgerechte Versorgung nachteilige Absprachemöglichkeiten zulasten von bestimmten Patientenpopulationen und zulasten des Gemeinwohls.

Angesichts der bisherigen streng an der Verfassung ausgerichteten Praxis im Datenschutzrecht ist diese Gesetzgebung ein Staatstreich.

Schwerwiegende Interessenkonflikte sind offensichtlich: Der amtierende Gesundheitsminister hat sich im TSVG bereits die Macht über die technische Ausgestaltung der digitalen „Datenautobahn“ durch seine Stimmenmehrheit in der Gematik gesichert. Er hat sodann mit Leyck-Dieken einen ehemaligen Top-Manager der Pharmaindustrie dort zum Chef berufen. Dieser hat als eine der ersten Amtshandlungen der skeptischen Ärzteschaft per offiziellem Schreiben mitgeteilt, dass diese weder zivilrechtliche noch strafrechtliche Konsequenzen zu befürchten hätten, wenn sie sich an die besagten neuen Gesetze halten würden.
Zur Erinnerung: Auch die Ärzte, die ihre psychisch kranken Patienten der NS-Vernichtungsmaschine preisgaben, handelten gesetzeskonform!

Dieser massive gesetzgeberische Angriff auf die Prinzipien des Persönlichkeitsrechts
überrumpelt die Öffentlichkeit, die Ärzteschaft und die Opposition nahezu vollständig. Die Fristen für Stellungnahmen sind zu kurz. Selbst eine Normenkontrollklage ist bisher nicht in Aussicht.
Es geht offenbar im Gesundheitsmarkt schon lange nicht mehr darum, was kranke Menschen wirklich benötigen, sondern um das, was man ihnen verkaufen kann.
Spahn versucht durch partikuläre Vorteilsofferten die Ärzteschaft und die gesetzlichen Krankenkassen auf seine Seite zu ziehen. Die Lobby-Gesetze werden auch deshalb nicht zu mehr Gesundheit, sondern zu höheren Beiträgen für alle Versicherten führen.

In der wachsamen Ärzteschaft wächst der Widerstand gegen diesen Angriff auf Persönlichkeitsrechte. Wir hoffen, Sie als Hüter der Verfassungsmäßigkeit unserer Gesetzgebung für die anstehenden Konflikte weiter sensibilisiert zu haben und werden diesen Prozess weiter kritisch begleiten.


Hochachtungsvoll,

Wolfgang Wodarg
Quelle: https://www.wodarg.com/
« Letzte Änderung: 17. November 2019, 03:47 von admin » Gespeichert

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« Antworten #21 am: 05. August 2019, 10:56 »

Zitat
| BR Fernsehen | report München | BR24 | 17.09.2019
Datenskandal im Gesundheitsbereich:
Sensible Patientendaten offen im Netz


Quelle: http://www.br.de/kontrovers + https://youtu.be/b_JnZYbYA0g

Persönliche Gesundheitsinformationen von Millionen Patienten waren im Internet jahrelang ungeschützt zugänglich gewesen.

Nach Recherchen von report München in Zusammenarbeit mit Datenjournalisten des Bayerischen Rundfunks und Kollegen des US-amerikanischen Recherchebüros ProPublica sind neben hochauflösenden Röntgen-, MRT- und CT-Bildern auch zugehörige Namen, Geburtsdaten und weitere Gesundheitsinformationen von tausenden Patienten allein in Deutschland offen im Netz gelandet, weltweit sind wohl die Daten von mehreren Millionen Patienten betroffen.

Autoren: U.Hagmann, J. Streule, H. Tanriverdi, M. Zierer
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=b_JnZYbYA0g



Zitat
| BR Fernsehen | BR24 | 29.05.2019
Sicherheitslücken:
Probleme mit der elektronischen Patientenakte


Quelle: http://www.br.de/kontrovers + https://www.youtube.com/watch?v=7SbT27l-764

Die elektronische Patientenakte sollte eigentlich alle wichtigen Gesundheitsdaten an einem Ort sammeln - einer Cloud, die sicher sein soll. Doch bevor es die Daten dorthin schaffen, passieren jetzt schon Fehler: bei der Installation der Software in den Arztpraxen.

Autorin: Astrid Halder
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=kKnqNUuB1DY
« Letzte Änderung: 17. November 2019, 02:50 von admin » Gespeichert

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« Antworten #20 am: 13. Juli 2019, 15:33 »

Zitat
| BR Fernsehen | BR24 | 18.02.2019
Elektronische Patientenakte:
Experten warnen vor Datenmissbrauch


Quelle: http://www.br.de/kontrovers + https://www.youtube.com/watch?v=kKnqNUuB1DY

Bald sollen sie in allen Arztpraxen stehen: Konnektoren, die Krankenakten von Patienten einlesen und zentral speichern. So soll der Datenaustausch verbessert werden. Ärzten, die diese Geräte nicht aufstellen wollen, drohen Honorarkürzungen.

Andreas Meißner ist Psychiater, die Krankengeschichten seiner Patienten sind absolut vertraulich. Doch ab Juni soll in seiner Münchner Praxis ein Gerät stehen, das Patientenakten einlesen und zentral speichern kann. Dann können Krankenkassen und andere Ärzte später auf die Daten zugreifen, wenn die Patienten dem zustimmen. Für Meißner gerade in seinem Fachbereich eine Zumutung:

"Es sind sehr sensible Daten, die in so einer Praxis anfallen. Es geht eigentlich keinen was an, welche Antidepressiva oder Medikamente jemand nimmt." Andreas Meißner, Psychiater ...
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=kKnqNUuB1DY



Siehe dazu auch:
Ärzte-Manifest "Gegen das Telematik-Infrastruktur-Diktat"
Quelle: http://www.freiheit-fuer-ein-prozent.de/



Zitat
ARD Mittagsmagazin, 02.01.2019[/size]

Sorge um Patientendaten


Seit diesem Jahr sind Ärzte dazu verpflichtet, sich elektronisch zu vernetzen, um Patientendaten austauschen zu können. Doch sind die sensiblen Daten in einer solchen Datencloud sicher genug? Viele haben große Bedenken.
Quelle: http://www.mittagsmagazin.de + https://youtu.be/pXex8ZeW3Kw



Zitat
Sicherheit ist ein Wettbewerbsnachteil
All Your Gesundheitsakten Are Belong To Us
"So sicher wie beim Online-Banking": Die elektronische Patientenakte kommt - für alle.

Quelle: https://media.ccc.de/v/35c3-9992-all_your_gesundheitsakten_are_belong_to_us



Zitat
elektronische Patientenakte (ePA)
ePA: Übergreifende Dokumentation der Krankheitsgeschichte


Die elektronische Patientenakte (ePA) ist das zentrale Element der vernetzten Gesundheitsversorgung und der Telematikinfrastruktur. Spätestens ab Januar 2021 müssen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten eine solche ePA anbieten. So steht es im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Folgende Informationen über einen Patienten können in der ePA gespeichert werden:

    
  • Befunde
        
  • Diagnosen
        
  • Therapiemaßnahmen
        
  • Behandlungsberichte
        
  • Impfungen

    Damit ist eine fall- und einrichtungsübergreifende Dokumentation möglich. Die ePA unterstützt außerdem den Notfalldatensatz und den elektronischen Medikationsplan sowie elektronische Arztbriefe. Die ePA ersetzt nicht die Kommunikation unter den Ärzten oder zu anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens.[/size]
Quelle: https://www.kbv.de/html/epa.php



Patientendaten: Besonderer Datenschutz bei Gesundheitsdaten
Quelle: https://www.datenschutz.org/patientendaten/



Zitat
E-Health-Gesetz

Das Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz), enthält einen konkreten Fahrplan für den Aufbau der sicheren Telematikinfrastruktur und die Einführung medizinischer Anwendungen. Ziel dieses Gesetzes ist es, die Chancen der Digitalisierung für die Gesundheitsversorgung zu nutzen und eine schnelle Einführung medizinischer Anwendungen für die Patientinnen und Patienten zu ermöglichen. Die Organisationen der Selbstverwaltung erhalten darin klare Vorgaben und Fristen, die bei Nichteinhaltung teilweise auch zu Sanktionen führen.

Die Schwerpunkte der Regelungen sind:

- Anreize schaffen für die zügige Einführung und Nutzung medizinischer Anwendungen (modernes Versichertenstammdatenmanagement, Notfalldaten, elektronischer Arztbrief und einheitlicher Medikationsplan),

- Telematikinfrastruktur öffnen und perspektivisch als die maßgebliche und sichere Infrastruktur für das deutsche Gesundheitswesen entwickeln,

- Erstellung eines Interoperabilitätsverzeichnisses zur Verbesserung der Kommunikation verschiedener IT-Systeme im Gesundheitswesen,
    Förderung telemedizinischer Leistungen (Online-Videosprechstunde, telekonsiliarische Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen).

Weitere Informationen

    FAQ E-Health Gesetz

    Wozu dient das E-Health-Gesetz? Was bringt das Gesetz für die Versicherten? Wie wird der Datenschutz bei der Gesundheitskarte sichergestellt? - Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie hier.
Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/e/e-health-gesetz.html,  11. März 2019
« Letzte Änderung: 17. November 2019, 02:35 von admin » Gespeichert

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« Antworten #19 am: 15. Mai 2018, 11:14 »

Zitat
Datenhandel: Alle wollen den Datenschatz heben

Von Datenschutz.org

Das Wichtigste zum Datenhandel in Kürze

  • Der Handel und Verkauf von Daten ist ein lukratives Geschäft. Die so verteilten Daten werden vor allem für das Direktmarketing eingesetzt.
  • Grundsätzlich ist der Datenhandel unter engen Vorgaben erlaubt. Besonders schützenswerte personenbezogene Daten (z. B. Gesundheitsdaten) jedoch dürfen in der Regel nicht gehandelt werden.
  • Nicht in jedem Fall bedarf es der Zustimmung des Betroffenen zum Datenhandel. Und von Zeit zu Zeit verstecken sich umfangreiche Berechtigungen in den Datenschutzerklärungen, die unbedarfte Nutzer oftmals ungelesen akzeptieren.
Quelle: https://www.datenschutz.org/datenhandel/



Zitat
ARD Mittagsmagazin
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Interview mit dem ARD-Mittagsmagazin:
Wie geht es weiter mit der Gesundheitskarte?
(25.05.2018)

Quelle: http://www.mittagsmagazin.de + https://www.youtube.com/watch?v=RbIOuPGsAmU



Zitat
Politik
Handy könnte neue Alternative zur elektronischen Gesundheitskarte werden


Montag, 14. Mai 2018

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) sucht als Alternative zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) nach einer einfachen Lösung für das Handy. Die Karte sei nicht die attraktivste Lösung für Patienten, um Zugang zu ihren Gesund­heitsdaten zu bekommen, sagte der CDU-Politiker der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Denn die wünschen sich einen schnellen, einfachen und sicheren Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten“ – nach Überzeugung des Ministers am liebsten per Handy. „Das sollten wir ermöglichen“, sagte er. ...
Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95155/Handy-koennte-neue-Alternative-zur-elektronischen-Gesundheitskarte-werden
« Letzte Änderung: 05. August 2019, 11:50 von admin » Gespeichert

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« Antworten #18 am: 09. Mai 2018, 00:30 »

Zitat
Elektronische Gesundheitskarte
Spahn zweifelt an Nutzen


Bundesgesundheitsminister Spahn hat Zweifel am Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte geäußert.

Dass die Entwicklung der Karte in 14 Jahren nicht über Modellprojekte hinausgekommen sei, sei völlig inakzeptabel, sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Stattdessen sollte die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit den Plänen für ein Bürgerportal koordiniert werden. Der Minister betonte, er wolle nicht, dass man eine digitale Identität für die Steuererklärung brauche, eine um seinen Pass zu beantragen und eine dritte im Gesundheitswesen. - Die elektronische Gesundheitskarte ist eine erweiterte Versichertenkarte, mit der Ärzte und Patienten wichtige Daten austauschen können. Bisher hat die Entwicklung rund eine Milliarde Euro gekostet.

Diese Nachricht wurde am 07.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/elektronische-gesundheitskarte-spahn-zweifelt-an-nutzen.1939.de.html?drn:news_id=879811
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« Antworten #17 am: 09. Mai 2018, 00:20 »

Kasseler Ärzte und Psychotherapeuten: Wir machen nicht mit bei der Telematik-Infrastruktur!

Auch im Schwalm-Eder-Kreis hat sich eine Initiative mit den gleichen Zielen und Inhalten gebildet. Ihr Aufruf ist hier zu finden.

Eine vergleichbare Initiative von Zahnärzten und Ärzten kommt aus Bayern; die Aktion „Rote Karte für die TI“. Mittels Postkarten konfrontieren Ärzte und Zahnärzte die neuen Bundestagsabgeordneten und den neuen Bundesgesundheitsminister mit den Sicherheitslücken und den Problemen bei der technischen Umsetzung des Online-Anschlusses in den Praxen, wie den hohen Kosten und Betriebsunterbrechungen.

Quelle: https://ddrm.de/kasseler-aerzte-und-psychotherapeuten-wir-machen-nicht-mit-bei-der-telematik-infrastruktur/, 05.05.2018

« Letzte Änderung: 09. Mai 2018, 00:26 von admin » Gespeichert

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« Antworten #16 am: 09. Mai 2018, 00:09 »

Zitat
AOK-Chef Litsch im Interview:
"Die elektronische Gesundheitskarte ist gescheitert"


Berlin. Der Chef des AOK-Bundesverbandes fordert im Interview mit unserer Redaktion für die Digitalisierung des Gesundheitswesens einen Neustart. Martin Litsch beklagt, dass bislang zwei Milliarden Euro ohne sichtbaren Nutzen investiert wurden. ...
Quelle: https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/aok-chef-martin-litsch-die-elektronische-gesundheitskarte-ist-gescheitert_aid-20633337, 29.03.2018



Zitat
Versicherte der Techniker Krankenkasse bekommen elektronische Patientenakte von IBM

21.02.2017

Die TK will eine von IBM entwickelte Patientenakte einführen. Das US-amerikanische IT-Unternehmen hatte mit der zentralen dänischen Gesundheitsakte die besten Referenzen für das Projekt.

Die Techniker Krankenkasse hat nach einer europaweiten Ausschreibung IBM beauftragt, eine elektronische Patientenakte für ihre etwa 10 Millionen Versicherten zu entwickeln. Vorbild ist das zentrale dänische Gesundheitsportal Sundhed, das ebenfalls unter IBM-Regie entstand. Die Akte mit den von Patienten freigegebenen Behandlungsdaten soll nicht bei der TK, sondern von IBM auf Servern in Deutschland gespeichert werden. Darauf zugegriffen wird über den Browser oder eine App, wobei sich der Nutzer nach Angaben der Ärztezeitung gesondert anmelden muss, um eine PIN zu erhalten. ...
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Versicherte-der-Techniker-Krankenkasse-bekommen-elektronische-Patientenakte-von-IBM-3631373.html



Zitat
AOK und TK
Krankenkassen fordern Pflicht zur digitalen Patientenakte


Veröffentlicht am 22.10.2017

Seit 14 Jahren wird an der elektronischen Gesundheitskarte herumgedoktert, doch das Projekt gilt als gescheitert. Die beiden größten Krankenkassen, AOK und TK, haben nun genug davon und starten eine eigene Initiative. ...
Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article169897704/Krankenkassen-fordern-Pflicht-zur-digitalen-Patientenakte.html
« Letzte Änderung: 15. Mai 2018, 11:09 von admin » Gespeichert

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« Antworten #15 am: 07. August 2017, 13:33 »

Zitat
Gesundheitskarte
Seit Oktober sind viele Karten ungültig


Montag, 02.10.2017, 14:40

Neuer Ärger um die Gesundheitskarte: Nachdem die Einführung der Zusatzfunktionen bereits deutlich länger in Deutschland dauert als geplant, sind nun plötzlich hunderttausende Karten ungültig geworden - quasi über Nacht. ...
Quelle: https://www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/gesundheitskarte-ab-oktober-sind-viele-karten-ungueltig_id_7666025.html



Zitat
Verschwendung von Steuermitteln in Höhe von 2,2 Mrd.
Im seinem aktuellen Schwarzbuch [>>] kritisiert der Steuerzahlerbund auch Fehlschläge in der digitalen Verwaltung. Ein «skandalöses Beispiel» dafür sei die elektronische Gesundheitskarte. Diese könne elf Jahre nach ihrer Einführung noch nicht richtig genutzt werden. Dabei beliefen sich die Kosten bislang auf 2,2 Milliarden Euro.
Doch nicht nur die eingeschränkte Nutzung und die hohen Kosten stehen in der Kritik. Denn die elektronische Gesundheitskarte ist längst nicht so sicher, wie sie sein sollte, wie #Frontal21 im Mai 2017 berichtete
Quelle: https://www.zdf.de/politik/frontal-21/missbrauch-mit-dergesundheitskarte-100.html



Zitat
MEDIZIN:
Gesundheitskarte steht vor dem endgültigen Aus

Die elektronische Gesundheitskarte sollte Milliardensummen einsparen und Menschenleben retten. Mehr als elf Jahre nach ihrem Start ist nichts davon verwirklicht. Aus der Spitze des Gesundheitswesens kommen Zweifel, ob die Karte trotz Milliardeninvestition jemals das halten wird, was sie versprach. ...
Quelle: https://www.golem.de/news/medizin-gesundheitskarte-steht-vor-endgueltigem-aus-1708-129328.html, 06.08.2017


Zitat
ZDF Frontal21 - 23.5.2017
Missbrauch mit der Gesundheitskarte - Datendiebstahl leicht gemacht


[Das Manuskript zum Beitrag >>]

Quelle: https://www.zdf.de/politik/frontal-21/frontal-21-vom-23-mai-2017-100.html + https://youtu.be/w4fZ0_c-QmE



[http://www.stoppt-die-e-card.de/ >>]
« Letzte Änderung: 15. Mai 2018, 11:03 von admin » Gespeichert

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« Antworten #14 am: 09. Januar 2017, 19:56 »

Zitat
Alles auf eine Karte

Seit einem Jahr wird beim Arzt nur noch die elektronische Gesundheitskarte akzeptiert. Unsere Autorin ist skeptisch, wie sicher ihre Daten dort sind. Und blieb ohne Karte. Aber geht das auf Dauer? Eine Geschichte über Widerstand und seine Grenzen. ...

Arzt A soll wissen, was Arzt B getan hat – das ist die Idee hinter der elektronischen Patientenakte. Nur: Wo Daten gesammelt und ausgetauscht werden, ist Missbrauch möglich.

  • Die Daten: Die sensibelsten Daten im Kontext der elektronischen Gesundheitskarte sind die Behandlungsdaten. Diagnosen, Befunde, all das, was Ärzte über ihre Patienten aufschreiben, soll in der elektronischen Patientenakte gespeichert werden können.

  • Der Ort: Wo diese Daten liegen sollen, steht noch nicht fest. Eine
    Möglichkeit wären etwa spezielle Dienstleister.


  • Der Schlüssel: Die Daten der Patienten sollen verschlüsselt gespeichert werden. Sie können nur mit der persönlichen Karte in Kombination mit einem speziellen Ärzteausweis entschlüsselt werden. Um Angriffe von außen zu erschweren, ist es wichtig, dass dieser Schlüssel stark ist und dass es keine Kopie von ihm gibt. Denn sonst könnten sich Hacker oder andere Unbefugte Zugang zu den Daten verschaffen.

    ...
Quelle: TAZ.AM WOCHENENDE SONNABEND/SONNTAG, 7./8. JANUAR 2017



Zitat
Gesundheit + Patientenschutz
Die elektronische Gesundheitskarte gefährdet Ihre Gesundheit

Die meisten der gesetzlich Krankenversicherten sind nun mit einer elektronischen Gesundheitskarte ausgestattet. Doch beim Pro und Kontra zur neuen Versichertenkarte überwiegen die Gründe zum Verzicht auf die Anwendung der kleinen Chipkarte. Das finden wir und andere Organisationen im Forum Patientenvertretung. ... [>>]
Quelle: https://www.vzhh.de/themen/gesundheit-patientenschutz/die-elektronische-gesundheitskarte-gefaehrdet-ihre-gesundheit, 07.01.2017
« Letzte Änderung: 08. Mai 2018, 23:53 von admin » Gespeichert

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« Antworten #13 am: 29. Oktober 2016, 23:43 »

Zitat
Patientendaten zum Spottpreis

London. Gestohlene Patientendaten werden im Internet laut einer Studie zum Teil schon für wenige Cents verkauft. Die IT-Sicherheitsfirma Intel Security fand im Netz Angebote zwischen drei US-Cent und 2,42 Dollar pro Datensatz. Sie würden meist in großem Stil bei Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen entwendet, hieß es in dem veröffentlichten Bericht der Firma. So sei ein einem Fall eine Datenbank mit 397 000 Personen aus Atlanta in den USA angeboten worden.
Quelle: www.weser-kurier.de, 27.10.2016



Zitat
Datenschutz
Patientendaten im Darknet aufgetaucht


Im Darknet stehen vermehrt Patientendaten, ja ganze Krankenhausdatenbanken zum Verkauf, zeigt ein Security-Report von Intel auf. Noch ist unklar, was potentielle Käufer mit den geklauten eHealth-Infos anstellen. ...
Quelle:https://www.com-magazin.de/news/sicherheit/patientendaten-im-darknet-aufgetaucht-1152886.html
« Letzte Änderung: 05. August 2019, 12:19 von admin » Gespeichert

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« Antworten #12 am: 28. Dezember 2015, 11:43 »

War nicht anders zu erwarten:
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Zitat
CompuGroup-Aktionäre feiern E-Health Gesetz - Aktie + 10 %

Einen Tag nach der Verabschiedung des E-Health Gesetzes aus dem Haus Gröhe feiern die Aktionäre der IT - Konzerne das neue Gesetz. Goldgräberstimmung breitet sich aus.

"Für die Anwendungen rund um das sogenannte E-Health Gesetz sieht das Unternehmen ein Umsatzpotenzial von insgesamt 100 Millionen Euro.", so heute eine Veröffentlichung zum Thema.

Darum geht es, da spielen dann solche Dinge wie informationelle Selbstbestimmung, Datenschutz, ärztliche Schweigepflicht und Patientengeheimnis keine Rolle mehr. Gröhe macht Nägel mit Köpfen.

Glänzende Geschäfte eben.

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Weiteres-Potenzial-CompuGroup-Aktionaere-feiern-E-Health-Gesetz-Aktie-10-4640914
Quelle: http://www.stoppt-die-e-card.de/index.php?/archives/325-CompuGroup-Aktionaere-feiern-E-Health-Gesetz-Aktie-+-10-%25.html
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« Antworten #11 am: 18. Dezember 2015, 12:14 »

Zitat
Sozialgericht Düsseldorf weist Schikanen einer Krankenkasse zurück und bestätigt einem eGk-Kritiker den Anspruch auf Erstellung von Ersatznachweisen, die jeweils für ein Quartal gelten

Mit Erlaubnis des Klägers hat die Initiative Patientendaten ein Urteil des Sozialgerichts Düsseldorf vom 19.11.2015 (Aktenzeichen S 8 KR 569/15) veröffentlicht, das für eGK-GegnerInnen von Belang ist. Denn dieses Gericht hat die Krankenkasse des Klägers dazu verpflichtet, dem Kläger nicht Einzelnachweise für jeden Arztbesuch, sondern quartalsweise Berechtigungsnachweise zur Inanspruchnahme medizinischer Sachleistungen auszustellen. Das SG Düsseldorf lässt keinen Zweifel am grundsätzlichen Anspruch der gesetzlich Krankenversicherten auf Sachleistungen. Ebenso stellt es klar, dass der Versicherte die Berechtigungsnachweise erhalten muss, die es ihm ermöglichen, den Sachleistungsanspruch auch praktisch umzusetzen. Ohne Krankenversichertenkarte bzw. eGK seien nach § 15 Abs. 2 und Abs. 4 SGB V Krankenscheine bzw. befristete Berechtigungsscheine auszuhändigen.

Eine Besprechung dieses Urteils und den Wortlaut der Urteilsbegründung können Sie hier [http://initiative-patientendaten.de/?p=276] nachlesen.

Die Initiative Patientendaten ist ein Zusammenschluss von GegnerInnen der elektronischen Gesundheitskarte (eGk) aus dem Kreis der Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen.
Quelle: http://ddrm.de/2015/12/12/sozialgericht-duesseldorf-weist-schikanen-einer-krankenkasse-zurueck-und-bestaetigt-einem-egk-kritiker-den-anspruch-auf-erstellung-von-ersatznachweisen-die-jeweils-fuer-ein-quartal-gelten/

* 2015_11_19_v_SG_Ddf_Urteil_S8KR56915_anonym.pdf (1693.71 KB - runtergeladen 255 Mal.)
« Letzte Änderung: 28. Dezember 2015, 11:40 von admin » Gespeichert

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« Antworten #10 am: 18. Dezember 2015, 12:06 »

Aktion „Stoppt die e-Card“:
Bundestag will gläserne Patienten


Am 3.12.2015 wurde im Bundestag das "E-Health" Gesetz verabschiedet. Die Vertreter von CDU/CSU und SPD lobten sich vor der Verabschiedung selbst für dieses " besonders schöne Gesetz" und den großen Erfolg, nach 13 jähriger Planung nun dem Pleitenprojekt eGK einen mächtigen Schub verpasst zu haben. Mehrfach gelobt von der Großen Koalition wurden die Abgeordneten der Grünen, sie hätten sich sehr konstruktiv in den Fortschritt des Gesetzes eingebracht. Die Partei "Die Linke" hatte schon Ende 2014 einen Gegenantrag gegen das geplante Gesetz formuliert und einen Stopp des Projektes und die Entwicklung patientenorientierter Alternativen gefordert und kritisierte das Gesetz auch in der Debatte scharf. Das Gesetz wurde verabschiedet mit den Stimmen der großen Koalition, bei Enthaltung der Grünen und bei den Gegenstimmen der Partei "Die Linke".

Pressemitteilung der Aktion „Stoppt die e-Card“ vom 04.12.2015
Mit den Stimmen der schwarz-roten Koalition hat der Deutsche Bundestag das sogenannte E-Health-Gesetz durchgewinkt. Jahrelange sachliche Kritik an dem Überwachungsprojekt wurde ausgeblendet. „Das Pleitenprojekt elektronische Gesundheitskarte (eGK oder e-Card) hat in den mittlerweile zehn Jahren Planung schon Milliarden Euro verschlungen, aber bisher keinen Nutzen für die Gesellschaft erbracht“, sagte Dr. Silke Lüder, Sprecherin der Aktion „Stoppt die e-Card, am Freitag in Hamburg. „Im Gegenteil: Das Gesamtprojekt ist unsicher, teuer und gefährlich. Das scheint unsere Bundestagsabgeordneten aber nicht zu tangieren. Es wurden schon Unsummen ausgegeben und weitere werden folgen.“ Denn alle Chipkarten für die Versicherten müssten bis 2017 für etwa 350 Millionen Euro erneuert werden. Zudem müssten entgegen aller Versprechungen die Kartenlesegeräte in den Arztpraxen ausgetauscht werden, da die Sicherheit der Datenweiterleitung nicht gegeben sei.

„Im Jahr 3 nach Edward Snowden ist das eGK-Projekt nicht mehr zeitgemäß“, kritisiert Kai-Uwe Steffens, Sprecher des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung. „Bundeskanzlerin Angela Merkel hat kürzlich Daten als Rohstoffe des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Es kann doch aber bei den Patientendaten nicht um einen Claim gehen, für den die Regierung großzügig Schürfrechte an alle möglichen Lobbyisten vergibt.“ Mit dem E-Health-Gesetz werde klar, dass es einigen Akteuren in erster Linie darum gehe, in einer zentralisierten Totalvernetzung eine elektronische Patientenakte für alle Bürger durchzusetzen, deren datenschutzkonforme Verwaltung die meisten Versicherten überfordern würde.

Dr. Manfred Lotze, Vertreter der Ärzteorganisation IPPNW im Bündnis „Stoppt die e-Card“, ergänzt: „Pharmaindustrie, Biotechnologiefirmen und weitere Gesundheitskonzerne scharren schon mit den Füßen, um die Krankheitsdaten für ihre Zwecke mit Big-Data-Algorithmen profitbringend auswerten zu können.“ Die öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags am 4. November 2015 habe augenscheinlich nur dazu geführt, dass das E-Health-Gesetz hinsichtlich der Einflussnahme der Industrie weiter gelockert und der Druck auf Patienten und Ärzteschaft verschärft wurde. „Die Lobbyisten haben sich auf breiter Front durchgesetzt“, konstatiert Lotze.

Die Bündnis-Patientenvertreterin Gabi Thiess kritisiert, dass das Gesetz aus dem Haus von Minister Gröhe ein reines Zwangsgesetz sei, mit dem Patienten und Ärzte mithilfe von Sanktionen gezwungen werden sollen, das Schnüffelprojekt durchzusetzen. „Ich als gesetzlich Versicherte erwarte, dass mein Arzt sich nicht mit elektronischen Akten über mich beschäftigt, sondern die ärztliche Schweigepflicht schützt, mir zuhört und seine Aufmerksamkeit auf mich als Mensch richtet.“ Dies werde durch das Gesetz zur „elektronischen Gesundheit“ künftig aber erschwert und nicht gefördert. Auf kritische Patienten könne nun noch mehr Druck ausgeübt werden, die Schnüffelkarte zu benutzen, und die Krankenkassen könnten künftig die Ausstellung einer Ersatzversichertenbescheinigung auf Papier verweigern und Versicherte finanziell bestrafen. „Das Gesetz hilft nur den Lobbyisten von Kassen, IT-Firmen und Gesundheitswirtschaft,“ so Thiess.

Auch die Gerichte sehen den Datenspeicherwahn der Krankenkassen kritisch: In einem Urteil vom Dienstag dieser Woche hat das Sozialgericht Mainz einer Kasse untersagt, das Foto des Versicherten bei einem externen Dienstleister auf Dauer speichern zu lassen (Az. S14 KR 477/15). „Jeder Versicherte kann bei seiner Kasse auf Antrag und mit Bezug auf dieses Urteil selbst für seine informationelle Selbstbestimmung eintreten“, erläutert Patientenvertreterin Thiess. „Der Datensammelwut der Kassen über die Köpfe von uns Patienten hinweg muss ein Riegel vorgeschoben werden.“


Über die Aktion „Stoppt die e-Card“
„Stoppt die e-Card“ ist ein breites Bündnis von 54 Bürgerrechtsorganisationen, Datenschützern, Patienten- und Ärzteverbänden. Unter anderem gehören dazu: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Digitalcourage, Chaos Computer Club, IPPNW, Freie Ärzteschaft e. V., NAV-Virchowbund, Deutsche AIDS-Hilfe. Das Bündnis lehnt die eGK ab und fordert, das milliardenschwere Projekt einzustampfen. Sprecher der Aktion „Stoppt die e-Card“ sind Dr. Silke Lüder, Gabi Thiess, Dr. Manfred Lotze und Kai-Uwe Steffens.


Quelle: http://www.stoppt-die-e-card.de/index.php?/archives/324-Aktion-Stoppt-die-e-Card-Bundestag-will-glaeserne-Patienten.html#extended
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2015, 12:09 von admin » Gespeichert

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« Antworten #9 am: 31. Juli 2015, 15:22 »

Zitat
Mittwoch, 29. Juli 2015
Elektronische Gesundheitskarte: Zeitpläne schon wieder geplatzt
Das eGK Projekt ähnelt seit 10 Jahren einem Potemkinschen Dorf. Hatte die Große Koalition doch gerade noch im Deutschen Bundestag bei der ersten Lesung zum " E-Health-Gesetz" großartig verkündet, dass man nun endlich Tempo machen würde mit der umfassenden Digitalisierung im Gesundheitswesen und der damit verbundenen völligen Umgestaltung des Systems in Richtung Gesundheit 4,0 stockt das Projekt jetzt schon wieder. Und diesemal kann die Politik die übliche Schuldzuweisung an kritische Bürger und Ärzte gar nicht wie sonst vornehmen, diesmal ist offensichtlich, dass die beteiligte Industrie, wie lange bekannt, die "Kompexität des Vorhabens voll unterschätzt habe" und die benötigten Komponenten für die im November geplanten Tests nicht liefern kann, zum Beispiel die nötigen Konnektoren. Das ist aber nicht erst seit gestern sondern schon lange bekannt. Nach den Ausschreibungen müssen die Tests aber spätestes im November 2015 beginnen, anderenfals können die Testergebnisse nicht vor Beginn des "Roll-Outs" ausgewerten werden.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektronische-Gesundheitskarte-Feldtest-muss-verschoben-werden-2763723.html

Kritik am E-Health Gesetz reißt nicht ab

Kritik am geplanten E-Health Gesetz gibt es nach wie vor von allen Seiten. Selbst die Bundesärztekammer (BÄK), deren Vertreter Dr. Bartmann seit vielen Jahren zu den entschiedensten Verfechtern des von der großen Mehrheit der Ärzteschaft nach wie vor bundesweit abgelehnten Projektes gehört, kritisiert jetzt, dass sich der "Notfalldatensatz" auf der eGK in eine kleine elektronische Patientenakte verwandelt hat, auf die nicht nur Ärzte und Patienten, sondern ein Dutzend weiterer Berufsgruppen wie  Masseure und Diätassistenten ohne zwingende PIN Eingabe des Patienten zugreifen können. Das haben wir als Aktion "Stoppt - die - Card" übrigens schon seit 2007 kritisiert, wir sind nach wie vor der Meinung, dass der Europäische Notfall-Ausweis (ENA) in 9 Sprachen, eine deutlich sinnvollerere Alternative ist, günstig, international einsetzbar, und tatsächlich in der Hand des Bürgers!

https://digitalcourage.de/blog/2015/funktionaler-als-gesundheitskarte-ena-der-europaeische-notfallausweis
Quelle: http://www.stoppt-die-e-card.de/index.php?/archives/314-Elektronische-Gesundheitskarte-Zeitplaene-schon-wieder-geplatzt.html



ZEIT-Redakteurin Anne Kunze über das Geschäft mit Patientendaten


Ärzte und Apotheker geben Kranken- und Rezeptdaten von Millionen Patienten an die Marktforschung und Pharmaindustrie weiter -- ohne deren Wissen. ZEIT-Redakteurin Anne Kunze über das millionenschwere Geschäft. Weitere Videos unter: www.zeit.de/video

Quelle: https://youtu.be/GXa0QL-Xakg
« Letzte Änderung: 31. Juli 2015, 15:23 von admin » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 06. Juli 2015, 12:25 »

Ob nun die Bundesregierung - nach diesen eigenen Erfahrungen gehackt zu werden - wohl endlich abrückt von der Fortführung der eCard?

Zitat
Nach Hackerangriff: Computersystem des Bundestags wird tagelang abgeschaltet

Wegen des Hackerangriffs auf den Bundestag muss das IT-System des Parlaments für mehrere Tage abgeschaltet werden. Ein Sprecher des Bundestags bestätigte Informationen von "Spiegel Online", wonach die Neuaufsetzung des IT-Systems in der parlamentarischen Sommerpause beginne. ...
Quelle: http://www.onlinekosten.de/news/artikel/62409/0/Nach-Hackerangriff-Computersystem-des-Bundestags-wird-tagelang-abgeschaltet, 03.07.2015



e-card öffnet Betrügern Tür und Tor
http://blog.krankes-gesundheitssystem.com/



Zitat
Millionen-Kosten: eGK muss ausgetauscht werden
BERLIN - 30.06.2015, 09:45 UHR

Die erst im Januar 2015 flächendeckend und verbindlich eingeführte elektronische Gesundheitskarte (eGK) muss aus Datenschutzgründen schon wieder ausgetauscht werden. Bis Ende 2017 soll der Austausch für alle 70 Millionen Versicherte vollzogen werden. Sonst können die mit dem E-Health-Gesetz geplanten Anwendungen und der vorgesehene Datenaustausch nicht über die eGK abgewickelt werden. Die eGK wäre im Praxisalltag wertlos. Mit dem Austausch entstehen den Krankenkassen weitere Kosten in Millionenhöhe.

Der Grund: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in einer technischen Richtlinie neue Vorgaben für die Verschlüsselung der sensiblen Patientendaten erlassen. Diese Anforderungen erfüllt die derzeit ausgegebene Karte nicht. Damit ist die heutige eGK zwar aus technischer Sicht onlinefähig. Sie dürfte allerdings für den online-Abruf der Daten nicht eingesetzt werden und soll daher bis Ende 2017 durch eine aufgerüstete Karte ersetzt werden. ...

Quelle: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2015/06/30/Millionen-Kosten-eGK-muss-ausgetauscht-werden



Zitat
ZDF mittagsmagazin 25.06.2015
Daten-Klau durch die Gesundheitskarte

Die elektronische Gesundheitskarte hat  die alte Versichertenkarte abgelöst.  Doch leider gibt es massive Sicherheitslücken. Wir zeigen Ihnen wie einfach man an die sensiblen Patienten-Daten kommt.
Quelle: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/
« Letzte Änderung: 14. Januar 2016, 13:14 von admin » Gespeichert

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